Kontrabass "J.Wilfer" --> Wertschätzung?!

von sabina4004, 21.02.06.

  1. sabina4004

    sabina4004 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #1
    Guten Tag,
    Wir möchten unserem Sohn einen recht hochwertigen Kontrabass kaufen und haben von unserer Nachbarin (ältere Dame) das Angebot bekommen, Ihres abzukaufen, da es nur noch in der Wohnung rumsteht.

    Das Problem ist jedoch, keiner von uns weiß, wie viel der Bass wert ist.

    Es wäre schön, wenn uns hier ein paar gute "Bass-Kenner" weiterhelfen könnten! Wir bräuchten Infos (Herkunft, Alter, mind. Wert, usw.) über ein Kontrabass mit der Unterschrift: "J. Wilfer"

    Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail, digitale Fotos haben wir auch gemacht, die können wir gerne per Mail zuschicken!!!

    Vielen Dank im Voraus!

    MfG

    Sabina und Andy :)
     
  2. muuh

    muuh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #2
    Was ist es denn für ein Bass?
    Mir sagt der 1/4er etwas, wurde Ender der 80er erbaut und wohl gute 20000€ Wert.
     
  3. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #3
    kenn mich nicht mit preisen aus, aber sind die wilfers nicht der warwick/framus clan? :confused:
     
  4. Hoco

    Hoco Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #4
    Hier im Streicherforum sind ein paar Kontrabassspieler unterwegs: https://www.musiker-board.de/vb/forumdisplay.php?f=153 Vielleicht wissen die ja noch nen Rat.

    Wilfer Cellos und Kontrabässe haben meines Wissens nach nichts mit Hans Peter Wilfer, dem Firmengründer von Warwick, zu tun. Der Chef dort heißt nämlich Andreas Wilfer. Ich würd einfach mal ein Foto von dem Bass machen und zusammen mit allen Informationen, die du schon hast, an die Firma ( http://www.jkwilfer.de/ ) schicken.
     
  5. bassick

    bassick HCA Bass HCA

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    Erstellt: 21.02.06   #5
    Eine Ferndiagnose ist nicht möglich, schon gar nicht ausschließlich nach Bildern.

    J. Wilfer stellt i.d.R. hochwertige Instrumente her, aber auch sog. Schülerversionen, die etwas schlichter ausfallen. Der Marktwert eines Kontrabasses ist von folgenden Faktoren abhängig:

    - Holz (Massivholz oder gesperrt oder Massivdecke und gesperrte Zargen u. Boden)
    - Griffbrett aus Ebenholz?
    - Maßhaltigkeit des Instruments ("verzogen")
    - Schäden gibts bei solchen Instrumenten sehr oft, daher ist die Bewertung der Reparaturqualität wichtig.

    Letztlich aber ist der Klang und die Ansprache des Instruments entscheidend. Ein uralter Böhme mit tollen Schnitzwerk kann nach Seifenkiste klingen und sägen oder ein junger nichtssagend gestalteter Bass klingt voll, ausgewogen und spricht gut an.

    Was soll er denn kosten? Bei Unklarheit: einpacken und zum nächsten Geigenbauer (Bassbauer sind einfach zu selten) und das Instrument taxieren lassen. Die Kosten teilt man sich bei Nichtinteresse mit dem Anbieter.

    Gute Schulinstrumente (massiv mit Ebenholzgriffbrett) gibts es heutzutage schon ab ca. 1500€, Meisterinstrumente können locker den Preis eines Mittelklasse-PKW und mehr erreichen.
     
  6. Bass Boss

    Bass Boss Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #6
    Also die Wilfer Kontrabässe sind schon von guter Qualität, sie sind anerkannte Bassbauer. Wie viel der Bass kostet hängt aber von vielen Faktoren ab: Zustand, Hölzer, Größe (4/4, 3/4 usw.). Man könnte den Bass mal vom Fachmann beurteilen lassen oder ihn probeweise leihen. Falls nix verzogen ist und der Klang gut ist kann man weitersehen.
     
  7. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 21.02.06   #7
    Mit Geigenbauern und Kontrabässen ist das leider so eine Sache :( Eine Liste von Bässebauern findet sich hier.
     
  8. bassick

    bassick HCA Bass HCA

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    Erstellt: 21.02.06   #8
    Jaichweiß, zum Taxieren würde ich die noch zur Not nehmen. Nach meinen leidvollen Erfahrungen mit einem Geigenbauer habe ich mir das alles selbst draufgeschafft, vom Reparieren von Rissen angefangen bis zum Neuanschäften eines Halses. :)
     
  9. sabina4004

    sabina4004 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.06   #9
    Hallo, danke für eure Unterstützung!!!

    Ich habe heute den Kontrabass nem Geigenbauer gezeigt, er hat sich das mal so gute 15 Minuten angeschaut und mir einige Details genannt:

    - ca. 1970 gebaut
    - hat einen belgischen Steg
    - ist ein 3/4 Kontrabass
    - besteht aus Massivholz
    - ist von J.Wilfer gebaut und auch von ihm unterschrieben worden bzw. er hat seinen Namen eingraviert.
    - da ist zusätzlich ein guter Tonabnehmer montiert
    - ist ein Einzelstück, wie alle anderen Produkte der Firma Wilfer, die es seit 5 Generationen gibt!!!

    Nun, jedoch konnte uns der Geigenbauer keinen genauen Wert nennen, daher würd ich gern noch andere Meinungen dazu holen...
    ... Wieviel wäre dieser Kontrabass mind. Wert???

    Anbei noch ein paar fotos!!! (runterscrollen)

    [​IMG][​IMG]

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  10. bassick

    bassick HCA Bass HCA

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    Erstellt: 23.02.06   #10
    Wilfer ist ein guter Name im Bassbau, steht für gediegene Qualität und wird selten gefälscht. Allerdings ist Wilfer nicht gleich Wilfer: als die Familie aus Böhmen vertrieben wurde, ergaben sich mehrere Zweige. Bekannte Namen sind Emmanuel, Andreas, Albin und Josef.
    Hier handelt es sich wohl um letzteren. Das Instrument erscheint mir als solides Studieninstrument, wird aber kein Meisterbass sein. Vermutlich, denn die Beschaffenheit (Wuchs) der Decke und die "Normalität" der Hardware deuten darauf hin.
    Beim Instrument fallen mir die üblichen Risse in der Decke auf; hoffentlich sind die repariert. Einfach mal daneben klopfen, wenns schnarrt, ist dem nicht so.
    Der Steg steht auch zu hoch, die Mitte der Füsse sollen auf die Kerben im F-Loch zeigen.
    Für eine Wertschätzung ist der Ton natürlich auuschlaggebend. Den hört man auf den Bildern leider nicht.;)

    Da du aber einen Preis wissen willst, wage ich mal eine Prognose: 2.500€ können solche Bässe schon kosten, für 3.500€ habe ich auch schon ähnliche gesehen. Darüber wirds eng, ich glaube nicht, dass dieser Bass in diesem Zustand mehr kosten wird.

    Ist so wie beim Auto: solange man nicht druntergelegen oder probegefahren hat, bleibts eine Mischung zwischen Wissen, Ahnen und Raten...
     
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