Konzert-Piano abnehmen...

von MatzeGuitar, 18.11.05.

  1. MatzeGuitar

    MatzeGuitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.05   #1
    Hi,
    ich hab mir vorgenommen für meine Songs noch ein paar Klavierparts aufzunehmen. Das Problem ist, diese ganzen MIDI Sounds gefallen nicht so wirklich.
    Hätte zwar die Möglichkeit alles über ein Keyboard einspielen zu lassen, aber dann könnte ichs doch auch gleich programmieren, oder?
    Da ich ein wirklich gutes Konzertpiano zur Verfügung habe, würde ich gerne alles darauf einspielen lassen und das Ding dann abnehmen.

    Zu meiner Frage; welche Mics eingnen sich im unteren Preissegment besonders dazu? ich habe da in Richtung Shure SM57 geschielt.
    Und ist es sinnvoll das Klavier mit zwei Mics aufzunehmen, wegen Stereosound (dann könnte ich die Bässe mehr nach links und die Höhen mehr nach rechts legen). Ist bestimmt bei Läufen ganz nett.

    Schonmal Thnx für eure Antworten!
     
  2. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 18.11.05   #2
    die Abnahme eines "richtigen" Pianos und dass es dann auch richtig nach Piano klingt ist nicht ganz so easy.
    Ein SM57 ist zwar toll für einen Gitarren-Amp, jedoch gänzlich ungeeignet zur Abnahme eines Klaviers. Es sei denn, deine Ansprüche sind derart gering, dass es dir völlig wurscht ist. Kann ich mir aber nicht vorstellen, da du ja schon bei den MIDI-Sounds Bedenken hast und hier wird teilweise mit erheblichem Sample-Aufwand gearbeitet. Besser wird es mit einem SM57 keinesfalls - eher das Gegenteil.
    Bessere Ergebnisse wie ein gut gesampeltes Klavier erreichst du nur mit hochwertigen Kondensatormikrofonen (mindestens 2) und dem entsprechenden Recording-Equipment. Dann geht das aber erst richtig los: die korrekte Stellung der Mikrofone entscheidet hauptsächlich über das Klangergebnis - auch je nach persönlichem Geschmack.
    Auch mit preiswerten Kondensern lassen sich schon ganz gute Ergebnisse erzielen - hier z.B. :
    http://www.musik-service.de/Mikrofon-Beyerdynamic-Opus-53-Mikrofon-prx395499310de.aspx
    http://www.musik-service.de/Recording-Mikrofon-MXL-603-SPR-Stereo-Set-prx395726526de.aspx
    das setzt natürlich eine entsprechendes Mischpult mit Phantomspeisung voraus

    auch dynamische Mikrofone gehen ganz gut:
    http://www.musik-service.de/Mikrofon-Beyerdynamic-MCE-530-Stereo-Set-prx395719575de.aspx

    "richtig" gut wirds dann mit sowas (vorausgesetzt dein restliches Equipment passt dazu):
    http://www.musik-service.de/Recording-Mikrofon-Beyerdynamic-MC-930-Stereo-Set-prx395719576de.aspx
    und das wäre noch lange nicht das Ende der Fahnenstange
     
  3. Commander_Keen

    Commander_Keen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.05   #3
    Hi Matze,

    welche Sample-Pianos hast du denn bisher ausprobiert?
    Ich hätte hier noch eine Freeware von einem sehr engagierten Italiener rumfliegen.
    Der Typ hat ein "Steinway Grand" relativ gut gesampled. Ansonsten das nagelneue "Akustik Piano" von Native Instruments oder "THE GRAND 2" von Steinberg.

    Gruß
    Keen
     
  4. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 18.11.05   #4
  5. Harry

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    Erstellt: 18.11.05   #5
    oops - logo, sorry :o
     
  6. Erdie

    Erdie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.11.05   #6
    Warum ein Großmembran für Klavier?
     
  7. Astronautenkost

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    Erstellt: 19.11.05   #7
    Die 150er bzw. 50er von Neumann sind das Klassikmikrofon schlechthin. Hat aber seinen Preis.
     
  8. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

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    Erstellt: 21.11.05   #8
    Hallo zusammen,

    die Großmembranmikrofone können die tiefen Frequenzen besser aufnehmen als die Kleinmembranmikros, deshalb nimmt man im Studio oder jetzt inzwischen auch Live Großmembranmikrofone. Da ja die Großmembranen doch meistens etwas mehr kosten, wird natürlich häufig auf die etwas günstigeren Kleinmembranmiks ausgewichen, die aber natürlich auch schon oberamtlich sind.
    Von unserer Seite aus kann ich jedem nur mal das MC 930 empfehlen (gilt auch für Chorabnahme und Akustikgitarre).

    Liebe Grüße

    Bernd
     
  9. Erdie

    Erdie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.05   #9
    Kann das sein, daß jeder kleinmembran - Druckempfänger noch dem besten GM -Druckgadientenempfänger haushoch überlegen ist? Und kann es sein, daß Jörg Wuttke, Chefentwickler bei Schoeps, genau diese Aussage, die Du hier oben gemacht hast, in seinem bekannten Mikrofonbuch dementiert? Ehrlich gesagt ist mir als Physiker auch nicht klar, warum beim Mikrofon die Membrangröße das Übertragungsverhalten bei tiefen Frequenzen begünstigen soll, es sei denn, Du versucht das Mikrofon als Lautsprecher zu verwenden.

    Bei Mikrofonen spielt der Stahlungswiderstand keine Rolle, denn es wird keine signifikante Leistung zwischen veschiedenen Medien transformiert. Das wird immer vergessen und augenscheinlich "groß" mit "viel Bass" assoziiert. Große Membrane sind ein Kompromiss, den man in der Vergangenheit eingehen mußte, weil die Elektroniken noch nicht rauscharm gebaut werden konnten um die geringeren Ströme von kleinen Membranen zu verstärken. Der Kompromiss manifestiert sich in einer verfärbungsreichen Wiedergabe. Dieses ist aber nicht gefordert, wenn es möglichst neutral sein soll. Und bei einem Klavier kann ich mir nicht vorstellen, daß man es wirklich verfärbt haben möchte. Bei Stimmen ist das schon etwas anderes. Auch Traditionen sollte man hinterfragen, auch wenn es um ein Neumann Mikrofon geht, daß schon von Tonmeistergenerationen für den gleichen Zweck auf die gleich Art und Weise verwendet wurde.

    Gruß
    Erdie
     
  10. Siegfried Zynzek

    Siegfried Zynzek Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.05   #10
    Hallo,
    an dieser Stelle würde mich eine fachliche Begründung interessieren.
    Denn dein Beitrag ist zumindest an dieser Stelle diskussionswürdig bzw. sogar umstritten:
    http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/47974.htm

    Gruß
    Siegfried
    http://www.zynzek.de
     
  11. Bernd Neubauer

    Bernd Neubauer Offizieller Beyerdynamic Application Engineer

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    Erstellt: 22.11.05   #11
    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    ich möchte mich hier natürlich ganz kurz für meine aussage entschuldigen, die schlicht und ergreifend natürlich so falsch war. Aber auch mir können einfach Fehler passieren, die nicht passieren sollten. Ich war wohl einfach vom denken her tatsächlich schon bei einer PA und nicht beim Mikrofon.


    Liebe Grüße

    Bernd
     
  12. Harry Hammer

    Harry Hammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #12
    Fehler zu begehen ist menschlich, dass man sich dann so künstlich darüber aufregt finde ich etwas lächerlich.
     
  13. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 22.11.05   #13
    jo - lieber Bernd, deine Kompetenz ist unumstritten

    ++++ OT AN
    übrigens - schönen Gruß an Knopfy (von Harald)
    OT OFF ++++
     
  14. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 22.11.05   #14
    Guten Morgen,

    um nochmals auf das Thema "Mikrofonierung eines Pianos" zurück zu kommen:

    Die Piaono-Abnahme ist schon die Königsdiziplin in der Studio-Technik. Viel Erfahrungen bringen sicherlich die besten Ergebnisse.

    Bei der Mirkofonauswahl gilt generell:
    - Kondensatomikrofon (meiner Ansicht nach KM. Generell sind KM originalgetreuer wie GM, die durch partialschwingungen oft zwar wärmer klingen - aber eben den Klang mehr verfälschen).
    Da gebe ich uneingeschränkt auch Harry recht. Ich würde das dynamsiche SM57 nicht für ne Piano-Abnahme nehmen.
    - 2 Stück verwenden. Eines mehr in Richtung tiefe Saiten, das andere auf die hohen Saiten gerichtet. Diese dann etwa panen. Damit lebt die Aufnahme wesentlich mehr, wie wenn nur ein Mikrofon verwendet wird.
    Wenn das Budget knapp wird würde ich deshalb sagen: lieber 2 günstigere Mikros wie ein teures. Damit ahbe ich eventuell einen nicht so natürlichen Klang - aber es lebt mehr.

    Was sind Deine preislichen Vorstellungen?

    Grüße
     
  15. HSDesign

    HSDesign Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #15
    Ja die Verschiedenen Techniken .... in der Tat nicht so einfach.
    Versuche es doch einfach mit "Ivory" sensationelle Samples eines bzw. mehrerer Konzert-Flügel. Aufnahmen mit DPA Mikrofonen was, finde ich, die Besten Klanglichen Ergebnisse führen. (Selber DPA4006 Matched Pair)
    Ja 1 Mik für die Tiefen Töne ... eines für die Hohen ... und was ist mit Phasenverschiebungen?
    NativeInstruments hat übrigens ja neu auch ein Piano Pluginn!!
    In der Keyausgabe Nov. .. oder Oktober? ..... sind div. Möglichen PlugInn's etc. für Pianosounds getestet!

    Gruss HSDesign
     
  16. MatzeGuitar

    MatzeGuitar Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #16
    Da is ja so einiges zusammen gekommen :)
    Vielen Dank für die ganzen Infos...!
     
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