Kosten bei USA Import (Abrechnung inside)

von AndreasKA, 07.03.12.

  1. AndreasKA

    AndreasKA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #1
    Hallo zusammen,

    es gab ja hin und wieder versteckt in irgendeinem Thread die Frage, was kostet mich der Kauf eines Basses in den USA. Die Antworten gab es dann auch irgendwo, aber genau wurde die Frage nie beantwortet.

    Da ich vor wenigen Wochen einen Kauf in den USA getätigt hatte, bin ich so frei und stelle die Abrechnung (von UPS) hier mal rein. Da kann jeder genau die Kostenaufschlüsselung nachvollziehen.

    http://s14.***.net/images/user/120307/temp/cepiyn7b.jpg

    Falls ein Moderator meint, dass das Thema woanders besser aufgehoben ist, dann bitte verschieben. :)

    Gruß
    Andreas
     
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  2. clumsy

    clumsy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #2
    Wenn ich etwas aus den USA Importiere rechne ich immer $ = € +- 10%. Damit kam ich eigentlich immer hin. Wenn ein Bass also 1000$ kostet gehe ich davon aus dass ich 1000 Euro +/- 100 Euro zahlen muß. Meist bleibt es bei 1:1; Ich rechne aber trotzdem lieber beim Kauf noch 10% mehr ein, da man Heutzutage ja nie weiß wann der Euro runter geht.
     
  3. Bl@ck

    Bl@ck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.12   #3
    Wenn muss man + ~20% rechnen (19% Märchensteuer+Zollgebühren). Ich brechne mir alles immer mit dieser Seite. Dennoch danke Andreas, dass du deine UPS Abrechnung mal beispielhaft hier offen legst :)
     
  4. woodlander

    woodlander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.12   #4
    Auf dieser Seite kann man sich alle Parameter wie Zollsatz, Wechselkurs, etc selbst anpassen und dann den Import berechnen.

    www.wolfpaw.de/import


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  5. madMusician

    madMusician Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.13   #5
    Hey Leute, hab mal ne frage, vllt passtts hier ja rein:

    Mein händler in den usa gibt fürs verschiffen nach D 85$ kosten an, ist das möglich? Und bis welchen betrag war das zollfrei+fällt dann trotzdem noch steuer an?
     
  6. cwegy

    cwegy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.13   #6
    Zollfrei ist es bis ganze € 22,-

    Alles drüber kostet 19% Einfuhrumsatzsteuer und die wird netterweise auf Kaufpreis UND Versandkosten berechnet. Mein Bigsby Tremolo war trotzdem gesamt billiger und diese Modell gibt es in D eh nicht offiziell.
     
  7. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.13   #7
    Wenn du kontakt zu einer US Kaserne hast, dann frag mal da nach.
    Ich habe gehört, dass man da quasi wie in den USA einkaufen kann (sofern man Angestellter oder Soldat ist) und so die Umsatzsteuer umgehen kann, da man die am US Standort abführt. oder irgendwie sowas. ob das Aktuell ist, bzw. ob das möglich ist und ob das legal ist weis ich nicht, ich selber kenne niemanden an Kasernen, daher kam das für mich noch nie in betracht. (auserdem sind meine Cort bässe wohl eher in fernost gefertigt worden :D )

    Gruß Sebi
     
  8. AchimII

    AchimII Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.13   #8
    Für was? Bei Bässen (bis 2007 habe ich das öfter mal gemacht) lag der Preis so um 100 Dollar mit USPS, UPS war deutlich teurer. Das Problem bei USPS war irgendwann, das es offenbar ein Limit beim Packmaß gab. Das erreicht man bei einem Bass mit Koffer und sicherer Umverpackung ganz schnell. Trotzdem hat es immer geklappt. Im Einzelfall weigerte sich Postamt A, ein zu langes Paket anzunehmen, bei Postamt B in einem anderen Bundesstaat gab es kein Problem. Da ich es meist mit Privatpersonen und gebrauchtem Instrumenten zu tun hatte, habe ich in 2 oder 3 Fällen auf den Koffer verzichtet und das Instrument zerlegt schicken lassen. Bei Händlern gab es kein Problem mit USPS.

    Beim Versand gibt es dann natürlich auch verschiedene Geschwindigkeiten, wobei der Unterschied Priority und Global kaum einen Unterschied in der Beförderungszeit gemacht hat ( im Schnitt 7-10 Tage), wohl aber im Preis. Die Sachen landeten dann beim örtlichen Hauptzollamt und mußten dort abgeholt und verzollt werden.

    Der Richtwert für die Größe ist

    Max. length 60", max. length plus girth combined 108"
    ( 1" ~ 2,54 cm )

    Auf USPS.com kannst Du das im Voraus selbst ermitteln. $ 85,- erscheint mir nicht unrealistisch für einen Bass mit Koffer. Eine Ampeg 8x10 dürfte schon eher ein Problem sein...
     
  9. madMusician

    madMusician Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.13   #9
    Der freibetrag liegt bei 22€?!

    Ich hab mal was von 80 gelesen, das war aber 2007.....

    Weil das Instrument nur 110 Dollar kostet, was ja je nach Kurs auch mal unter 80 euro landet.....
    Aber so die 170 euro (bass+versand) mit ca 25 prozent oben drauf macht dann also etwa 200-220 euro gesamt..... Also weit mehr steuer und versand als fürs instrument. Ich glaube, das tu ich mir dann nicht an....

    Das mit den kasernen mag stimmen, ich kenne aber leider niemanden :D
     
  10. disssa

    disssa Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 06.03.13   #10
    Ich importiere des Öfteren Sachen aus den USA. Und ja, der "Freibetrag" ist ein Witz... ;)
    I.d.R. lohnt der Kauf von Equipment in den USA nur dann, wenn die Ware deutlich günstiger als in Deutschland ist. Meistens wird der Preisvorteil durch die recht hohen Versandkosten und durch die Einfuhrabgaben wieder zunichte gemacht.

    USPS

    Die günstigste Versandart ist per USPS (nicht verwechseln mit UPS). USPS ist die "stinknormale" Post der USA. Ein kleines, leichtes Paket kostet ca. 15 Dollar. Wie Achim schon schrieb lohnt es nicht, die etwas teureren USPS-Versandarten zu wählen, da man nur bedingt Zeitersparnis damit rausholt.
    Nachteil der USPS-Variante: Es kann tlw. seeeehhhr lange dauern, bis man die Ware erhält. Tlw. wird das Paket im Zollzentrum des "Einfuhrflughafens" tagelang festgehalten bis es an das örtliche Zollamt (was nicht unbedingt "gleich um die Ecke" liegen muss. In meinem Fall: Ich muss jedes mal ca. 90 km (hin-zurück) fahren...) weitergeleitet wird. Von denen bekommt man i.d.R. per Post mitgeteilt, dass ein Paket angekommen ist und Gebühren anfallen...

    FedEX / UPS
    Etwas komfortabler, meistens auch schneller, funktioniert es mit UPS oder FedEx. Beide Unternehmen bieten an, die Zollabwicklung für den Empfänger zu übernehmen. Wenn die Ware in Deutschland ankommt (meistens nach 2-3 Tagen), bekommt muss man per Mail, Brief oder Fax erklären, dass man die anfallenden Zollkosten übernimmt. Ein-zwei Tage später erhält man dann schon das Paket und bekommt dann etwas später eine Rechnung, welche den Betrag für MwSt., Zölle und einer Vorlageprovision (i.d.R. ca. 10 Euro) enthält.
    Nachteil FedEx / UPS: Die Versandart ist recht teuer. Selbst für kleine, leichte Pakete kann man mit ca. 110 Dollar rechnen. Wenn dann noch eine höhere Transportversicherung (also über 500 Dollar) gewünscht wird, kann es richtig teuer werden, denn dann kann das bis zu 300 Dollar kosten...
    Vorteil: Es ist wirklich recht schnell. Bisheriger Rekord: 4 Tage (!) zwischen Paketaufgabe und Paketempfang...

    Einfuhrabgaben:

    Es werden die MwSt. + Zollgebühr fällig. Kalkulieren kann man mit ca. 25% des Waren- + Transportwertes. Die Zollgebühr richtet sich nach der Warenart: So kann es sich manchmal lohnen, Waren zu zerlegen und somit als Einzelteile zu deklarieren, da dies günstiger sein kann, als die Ware als Ganzes... ;)
    Bei Musikequipment werden ca. 3 % Zollgebühr berechnet.

    [​IMG]

    Manche Verkäufer lassen sich darauf ein, einen erheblich geringeren Warenwert anzugeben. Natürlich muss man dann hinnnehmen, dass im Falle der Inanspruchnahme der Transportversicherung auch nur dieser Wert ersetzt / in Ansatz gebracht werden kann. Viele Verkäufer lassen sich aber darauf nicht ein...
    Der Zoll behält sich vor, Pakete zu öffnen. Meistens sind Zollbeamte recht pfiffig und können Warenwerte ganz gut einschätzen. Eine gute Ausrede sollte man sich vorher überlegen... ;)

    Manche Versender fordern eine stapelbare Verpackung, meistens muss die Umverpackung rechteckig sein, darf ein Höchstgewicht nicht überschreiten und ein "Gurtmaß" (i.d.R. 3m) muss eingehalten sein. Man sollte auch strikt auf diese Vorgaben achten, da ansonsten zusätzliche Kosten in Rechnung gestellt werden oder die Ware gar nicht erst zugestellt wird.

    Man sollte auch daran denken, dass Garantieansprüche, die auch die US-Verkäufer i.d.R. anbieten, sehr teuer werden können, da die Verkäufer meistens darauf hinweisen, dass sie sich sämtliche Transportkosten "vom Hals" halten. Sollte man eine Ware wieder zurückgeben wollen, ist dies zwar möglich (man muss die Transportkosten zahlen!), bedeutet aber eine riesen-Rennerei, da man beim Zollamt erklären muss, dass die Ware wieder zurück ins Ursprungsland geht und man die Zölle/MwSt. wiederhaben möchte...
     
  11. tom-g

    tom-g Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.13   #11
    Hier stationierte US-Soldaten haben die Möglichkeit in Deutschland in ihren Geschäften einzukaufen. Dort wird in Dollar bezahlt. Da gibt's da auch keine von Deutschland auferlegte Zölle und Steuern. Wenn sie in deutschen Geschäften einkaufen gehen, haben sie auch die Möglichkeit einer Rückerstattung der Steuern. Das ist nichts anderes als eine Ausfuhr der Güter ins Ausland.

    Sich dieser Leute zu bedienen um Steuern und Zölle zu sparen ist illegal (für beide Seiten)
     
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