Kurzbericht Yamaha und Roland

von Werner, 30.05.05.

  1. Werner

    Werner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.05.05   #1
    Ich wollte mir vor kurzer Zeit auch ein E-Set kaufen, zusätzlich zu meinem Akustik-Set. Das Einzige, was in meiner Preisregion lag, war das Yamaha DTXreme. KLICK Ich habe es mit ernsthaftem Kaufinteresse bei Musik Produktiv angetestet und so viel vorab: ich wurde nicht überzeugt.

    Das Roland TD 20 KLICK habe ich auch mal angetestet, obwohl ich es mir nicht hätte leisten können. Die Sounds (wohlgemerkt nicht der Sound, sondern die Sounds), insbesondere die Becken, waren besser, die Nachteile bleiben. Die Bespielbarkeit der Pads war bei beiden Sets absolut OK für mein Empfinden.
    Die kleineren Sets, sprich Roland TD 12 KLICK und Yamaha DTXpress KLICK habe ich mir auch mal angesehen, aber mit solchen Mickersets würde ich mich nicht auf die Bühne trauen. Das Auge isst eben mit...

    Das nachstehende gilt für beide Sets (TD 20 und DTXtreme):

    Ich habe darauf bestanden, über Lautsprecher zu testen und nicht über Kopfhörer. Über Kopfhörer klingt alles immer besser als über Speaker, und man hört die Nebengeräusche nicht. Das Klockern der Sticks ist schon recht nervig.
    Beim Spielen gab es bei allmählich härter werdenden Schlägen keinen linearen Lautstärkezuwachs bei den Drums, vielmehr gab es so was wie einen Schwellwert, ab dem die Lautstärke sprungartig anstieg. Mag sein, dass das Einstellungssache ist. Das bringt mich zum nächsten Punkt bei E-Drums.

    Vorteil von E-Drums: man kann vieles einstellen.
    Nachteil bei E-Drums: man muss vieles einstellen.
    Wenn man Frickler ist, kann das sehr interessant sein, mich nervt so was eher.

    Bei schnellen Wirbeln, insbesondere Doublestroke Rolls auf Snare und Hihat konnten beide Sets nicht folgen, ich hatte das Gefühl, eine zähe Masse zu bearbeiten.
    Beide Sets klangen recht gut, sobald ein anderer darauf spielte. Sobald ich selbst dran saß, merkte ich, dass es nicht „das richtige Ding“ war.
    Außerdem vermute ich sehr stark, dass Anfänger sich sehr schnell den Stil versauen, wenn sie mit E-Drums spielen. Die Sounds sind halt doch immer gleich (gut), egal, wo man die Hihat trifft. Wo man beim richtigen Set zielen muss oder variieren kann, um den gewünschten Sound zu erreichen, kann man beim E-Set einfach draufkloppen, der Sound ist immer derselbe.
    Disco Rhythmen und Rockstandards gehen gut ab, aber etwas filigraneres Spiel kommt nicht durch, und das war für mich das KO-Kriterium.

    Ich war dreimal bei Musik Produktiv, und jedes Mal bestärkte sich mein Eindruck. Abgesehen davon möchte ich erwähnen, dass die Sets recht lieblos aufgebaut waren und der Verkäufer sich mit den Sets nicht gut auszukennen schien. Auf jeden Fall konnte er meine Fragen zu den Sets überhaupt nicht zufrieden stellend beantworten.

    Ich für mich habe daraufhin entschieden, mein altes Tama Superstar X-Tra mit einem Rack, einer Doppelfußmaschine und einer zweiten Hihat aufzurüsten, und ich bin sehr glücklich mit dieser Entscheidung.

    Aber die könnte natürlich mit anderen Randbedingungen vielleicht auch anderes aussehen.
    Was, dieser Test soll subjektiv sein? Ja, absolut! :cool:
     
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