langfristig: neue Gitarre oder alte (Epi LP Std) "aufrüsten"?

von Lt.Dan, 06.12.05.

  1. Lt.Dan

    Lt.Dan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.05   #1
    Hallo!

    seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer einer Epi LP Standard Plus. Mir hat sich zwar noch immer nicht erschlossen, warum das Ding "Plus" heisst und warum sie mir so unnormal schwer erscheint, aber das ist hier nicht ganz so wichtig - wenn ich auch trotzdem gerne Antworten darauf bekomme!
    Worum es mir hier geht:
    Ist es Eurer Meinung nach langfristig sinnvoller auf eine neue, zweite Gitarre zu sparen, oder meine z.B. mit neuen Pickups aufzurüsten?
    Versteht mich nicht falsch, ich bin schon zufrieden mit der Gitarre und sie ist mir im Prinzip noch viel zu gut - meinem Können angemessen wäre wohl eher was ganz billiges (und ich meine nicht günstig...). Nur war meine ursprüngliche Idee - wie man meinen älteren Beiträgen entnehmen kann - mir eine Les Paul zu kaufen und sie erstmal umzubauen/umbauen zu lassen. Konkret: neue, splittbare Pickups rein. Andererseits denke ich, dass ich wohl für neue PUs auch einiges hinlegen müsste und überlege nun, mir dann langfristig eher noch ne günstige Strat oder Tele zuzulegen und dadurch die klanglichen Möglichkeiten zu erweitern. Außerdem habe ich oft das Gefühl, dass neue PUs doch sehr überschätzt werden. (so von wegen Gitarre für 50 Tacken und dann EMGs rein...)
    Am meisten neige ich derzeit trotzdem dazu auf neue PUs zu sparen. Am Hals P90 (halt im HB-Format) und an der Brücke etwas möglichst "allroundiges" als splittbaren Humbucker. Ist sowas sinnvoll?
    Ich weiß - es ist albern sich als Anfänger über sowas den Kopf zu zerbrechen, aber eine richtig gut klingende Gitarre ist was so dermaßen tolles...

    Wäre über Eure Meinungen hoch erfreut!

    d-dschi
     
  2. Zakk Wylde 369

    Zakk Wylde 369 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.05   #2
    Also 1.Die heißt les paul Standard plus wei sie ne gewölbtere decke hat und somit dicker und schwerer ist, mir ist das aufgefallen bei ner joe perry die ja im grundmodell auch ne standard plus ist!
    2.Ich würde deine jetztige aufrüsten zb. mit gibson burstbuckern die auch in der joe perry drin sind, denn ich war ziemlich begeistert von der klampfe!
     
  3. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.05   #3
    1. Heißt das ding Standard Plus weil sie ein Flamemaple Furnier besitzt...
    2. Würde ich dir eher zu einer Strat oder Tele raten wie du schon angesprochen hast: Aus einer Klampfe die aus billigen (im besten fall) unteres mittelmaß an Holz hergestellt wird lässt sich auch mit neuen PUs nichts rausholen. Du kannst ja (spaßeshalber) beim nächsten Saitenwechsel mal den Hals HB rausnehmen (mit rahmen) und schauen welches holz deine Klampfe besitzt, dann weißt du vielleicht auch warum sie so schwer ist. Wie gesagt mein Tipp wäre: Stratocaster/Telecaster ggf. Lite Ash oder Highway One das sind zur Zeit die besten die du im mittleren Preissektor bekommen kannst.

    MfG
     
  4. Lightmanager

    Lightmanager Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.05   #4
    Ist so nicht richtig, die heißt nicht wegen der gewölbten Decke "Plus", sondern, weil sie ne transparente Lackierung und ne geflammte Decke hat. Die normale Les Paul Standard gibt es nur in Ebony; die hat aber auch ne gewölbte Decke.
    Ist nur ein netter Marketing-Gag von Epiphone, der Ihnen in den letzten Jahren eingefallen ist; fürher hießen die Dinger einfach nur "Standard" und fertig.

    Nun zum Thema Pick-ups...meine erste Gitarre war ne Epiphone Les Paul Standard; das war vor 14 Jahren. Ich spiele sie noch heute und bin immer noch vollauf zufrieden damit, ich hab ihr auch nen Satz Seymour Duncans spendiert und das macht zu den Standard Pickups schon nen gehörigen Unterschied. Klar sind über die Jahre noch einige Gitarren dazugekommen (und auch wieder verkauft worden), aber meine modifizierte Epi find ich immer noch klasse.
    Also, meine Empfehlung ist ganz klar...nimm die neuen Pickups und Du hast ne Gitarre, die Du sehr lange spielen kannst.
     
  5. Lightmanager

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    Erstellt: 06.12.05   #5
    Dazu muss ich nun doch nochmal meinen Senf dazugeben...
    Bist Du Experte in Sachen Hölzern, dass Du das so genau weißt? Du wirst doch nicht im Ernst glauben, dass Fender speziell bei den Highway und Mexico Serien, so viel höherwertige Hölzer verbaut? Bei den Mexico Modellen mit deckender Lackierung wird z.B. der Korpus oftmals aus 5-6 Stücken "zusammengeschustert"...nicht falsch verstehen, das macht daraus noch lang keine schlechten Instrumente.

    Bei den Epis gibt es qualitativ sicher "solche und solche" aber pauschal die Aussage zu treffen, das Holz sei billig, oder unteres Mittelmaß, das lass ich so nicht gelten.
    Ich hab 3 Epi Les Paul Standards, die sowohl von der Verarbeitungsqualität als auch vom Schwingungsverhalten her nicht schlecht sind...klar sind sie mit meinen PRS nicht zu vergleichen, aber da liegen eben auch ein paar Tausender dazwischen.

    Mag ja sein, dass Deine subjektive Meinung eben so aussieht, nur solche Pauschalaussagen einem Anfänger gegenüber zu treffen, find ich nicht ok. Man sollte doch immer versuchen, objektiv zu sein...so kann man auch in Zukunft vermeiden, dass in den Foren irgendwelche Halbwahrheiten rumgeistern.
     
  6. satchali

    satchali Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.05   #6
    Hallo,

    Ich würde ne Strat. kaufen, die PU´s kannst du dir wirklich sparen.

    Liebst du aber dein Epi L.P.........ja dannnn....such dir´n paar geile PU´s raus.

    Ich habe auch das selbe Problem gehabt, wollte unbedingt andere PU´s in meine "IBZ GRG270" haben.

    Erst mit ne zweiten klampfe bin ich glücklich geworden.(IBZ S520EX)
     
  7. Sele

    Sele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.05   #7
    @Lightmanager
    Ich finde es eine frechheit von dir mir so etwas vorzuwerfen (nicht objektiv genug zu sein) und falschinformationen zu verbreiten. Ich besitze 3 Epiphone: 1 Epiphone Les Paul (MI Korea) und zwei aus der Elitist/Elite Reihe. Ich kann objektiv berurteilen und das die Holzqualität schlecht ist kannst du gerne hier im Forum (benutz die Suchfunktion) nachlesen. Hier gibt's genug stories über abgebrochene Hälse (weil vermodert). Mag sein das du einen Glückgriff gelandet hast mit den dreien, ich hatte jedenfalls auch mehrere in der Hand und diese waren den PREIS nicht wert. Zum Thema Falschinformation: Die verbreitest du - ICH HABE NICHT von einer Mexico Standard gesprochen, welche aus 5-7 (!) teilen gefertigt wird sondern von der HWY1. Die HWY1 besitzt 3-4 teile und die Qualität ist GUT, hier wird (imho) das gleiche Holz wie in der Deluxe-Serie verwendet. Die Pickups sind auch in Ordnung und damit ist die Klampfe rundum gut für den Preis. Gleiches gilt für die Lite Ash ich hab selbst zwei Strats und denke das ich diese ganz gut bewerten kann (habe selbst eine Lite Ash und eine American Strat). Wobei die Lite meiner Meinung nach das Besser P/L-Verhältnis hat, einziger Nachteil ist der billige Plastik Sattel.

    Aber es ist schön das ich nun wieder weiß warum ich mich aus diesem Forum verp*sst hab, du hast mir den besten Grund wieder dafür gegeben, dass für mich dieses Forum gestorben ist :great:

    Im Übrigen: http://www.fender.co.uk/fenderfiles/WhatsthedifferencebetweenaMexicanStratandaUSStrat.asp <- Damit man mir nicht vorwirft: "Halbwahrheiten" zu verbreiten.
     
  8. Lightmanager

    Lightmanager Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.05   #8
    @FarinU
    Nicht gleich weinen...
    Wenn Dir Kritik an Deinen Aussagen nicht passt, dann bist Du definitiv hier falsch.

    Wenn Du meine Ausführungen richtig gelesen hättest wäre Dir aufgefallen, dass ich von "Mexico-Modellen" mit deckender Lackierung gesprochen habe. Fakt ist, dass auch Fender für die günstigeren Modelle günstiges Holz verwenden muss, da man ja auch was an den Instrumenten verdienen will und nicht aus Wohltätigkeit drauflegt.

    Zum Thema Halsbruch wegen Vermoderung:
    Mach Dich doch nicht lächerlich; Moder entsteht durch Einwirkung von Feuchtigkeit. Die Feuchtigkeit müsste ja schon bei der Verarbeitung des Holzes entsprechend hoch sein, was absolut unmöglich ist, da sich das Holz sonst nicht verarbeiten lässt. Das ist eine Tatsache - ich habe vor meinem Studium jahrelang in einer Holzhandlung gearbeitet und hatte mit den unterschiedlichsten Hölzern zu tun und kenn mich in dem Bereich bestens aus.

    Ich hab schon bei etlichen (auch teuren Gitarren) Hals- und Kopfplattenbrüche gesehen; ich kann mir kaum vorstellen, dass die Hälse alle vermodert waren.

    Um das ganze nochmal zusammenzufassen:

    Günstige Gitarre - günstiges Holz ==> muss nicht gleich schlechtes Holz sein

    Aber wenn Du nun die beleidigte Leberwurst spielen willst, nur weil jemand Deine Aussagen in Frage stellt, dann tu das...ich geb Dir nur den Tip an Deiner Fähigkeit Kritik anzunehmen zu arbeiten, das hilft von Zeit zu Zeit.
     
  9. Fliege

    Fliege Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.12.05   #9
    HI

    Oh man, die letzten Tage ist hier doch wohl nicht etwa im gsamten Forum der Voweihnachtsstress zu merken? ;)

    Ich würde einfach mal sagen, dass eine zusätzliche Strat die Soundmöglichkeiten doch arg erweitern kann, schließlich ist sie ja sowas wie die komplimentäre Gitarre zur Paula. Hab selbst beide Gitarren, also eine Epi LP Standard und eine Fender Mexico, wobei ich in der Paula Gibson-PUs drin habe, und in der Fender an der Bridge nen Seymour Duncan Humbucker. Wenn du einen wirklich brilliant klingenden Cleansound haben möchtest, oder allgemein einen ekrnigeren Sound, wirst du den aus ner Strat klar einfacher rausbekommen, als durch neue PUs in der Les Paul, einfach wegen der bauweise und dem Holz. Strat klingt halt drahtiger und heller, das wirst du wohl kaum durch andere Pickups in der Paula hinbekommen, immerhin spielt das Holz ja eine gewaltige Rolle im Sound, und das wird auch mit anderen PUs noch voller und bauchiger klingen.

    Neue PUs würde ich einbauen, wenn die der Epi matschen oder sonstwas. Mit Sicherheit wird sich der Sound auch durch einen P90 und einen splitbaren HB verändern, aber du wirst die Paula immer raushören können. Wenn du die Teile über ebay kaufst, wirst du mit 100€ sicher hinkommen für beides, also der Umbau wird nicht so teuer. Neu würdest du ja locker 200€ hinlegen, das würde ich mir dann nochmal überlegen, immerhin bekommst du für 250€ ja schon eine gebrauchte Fender Mexico, die dir in Punkto Soundvielfalt sicherlich mehr bringen dürfte.

    Die Überlegung mit der 2. "günstigen" Gitarre ist daher schon sinnvoll, auch wenn ich meistens auch sagen würde, lieber die aktuelle verkaufen und dann ein "Edelmodell" kaufen, aber bei 2 so grundverschiedenen Gitarren würde ich das auch unterstützen (habs ja selbst so gemacht *g*). Und wie mir der jazzmusiker, dem ich meine Fender abgekauft habe schon sagte: "Ein Gitarrist sollte in seinem Leben auf jeden Fall mal eine Strat besessen haben" ;)

    Wenn du dich dann "reif" oder "würdig" fühlst für ein richtiges Klasseinstrument, kannst du immer noch die Gitarren verkaufen und was richtig gutes organisieren, oder wenn du merkst, dass du nur noch auf einer der beiden spielst, verkauf die andere, und rüste die gespielte auf, wenn du gebraucht kaufst, hast du dabei ja auch keinen oder nur minimalen Verlust.

    Aber wenn du dich für eine 2. Gitarre entscheidest, sieh nur zu, dass du eine qualitativ etwa gleichwertige bekommst, um keinen Rückschritt zu machen. Zu so einer Epi gehört eigentlich eine Fender Mexico, und keine Squier Affinity, das würde sich nicht lohnen. Lieber dein ein oder anderen Euro mehr ausgeben, und dann 2 gut klingende Gitarren besitzen :)
     
  10. LP/SG-David

    LP/SG-David Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.05   #10
    Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen:
    Die Epi Les Paul ist keine schlechte Gitarre.
    Las so so wie sie ist.
    Ich würd mir als 2. Gitarre ebenfalls ne Strat, oder eine Yamaha Pacifica 112 holen.
    Die ist nicht teuer und trotzdem kein schrott.
    Da hast du fürs investierte Geld viel mehr Soundmöglichkeiten:great:
     
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