Legato-Technik...

von Xfan, 29.08.05.

  1. Xfan

    Xfan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.05   #1
    Moin!

    Ich übe in letzter Zeit intensiver legato. Und irgendwie tun sich immer die gleichen Fragen auf, und die stell ich jetzt einfach mal :D :

    Hammer on funktioniert. Beim Pull off ist es bei mir meistens so, dass ich die Finger nach schräg oben wegziehe, jedoch auf dem Weg nach oben immer an die Nachbarsaite komme. Die dämpfe ich zwar mit dem Zeigefinger der Greifhand ab, aber es gibt trotzdem immer ein kurzes Schnalzgeräusch, das zwar nicht stört aber irgendwie überflüssig ist.

    Wenn ich denn Finger mehr senkrecht stelle beim wegziehen, habe ich das Problem nicht, aber die Hakel- oder Wegziehbewegung ist dann meistens so schwach, dass der Ton nicht besonders klar rüberkommt.

    Wäre schön, wenn jemand seine Technikerfahrungen hier schildern könnte

    :great:
     
  2. M?tze

    M?tze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.05   #2
    Der Trick bei Abzugsbindungen ist, mit der Haut der Fingerkuppe etwas unter die Saite zu gehen und dann nach oben wegzuziehen. Dazu muss man natürlich den Finger etwas krümmen und das letzte Fingergelenk muss quasi nach oben zeigen.
     
  3. Xfan

    Xfan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.05   #3
    OK, ich versuchs! Aber ich wage gar nicht daran zu denken, wenn ich mich live mal totschwitze.... :D
     
  4. Maverick018

    Maverick018 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.05   #4
    Ist es nicht üblicher den Finger nach unten wegzuziehen? :confused:
     
  5. Blumenhund

    Blumenhund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.05   #5
    nach unten wegziehn ? also das wär mir neu .....

    ich pers. ziehe es vor die hand senkrecht zu stellen . Man spielt dadurch sauber und man kann die finger besser spreitzen
    Kraft braucht man bei der Technik nicht im Überschuss also geht es meiner Meinung nach auch ohne schräges abziehn
     
  6. Fun Tom

    Fun Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.05   #6
    Ich glaube mit ein bißchen gutem Willen kann man 'nach unten' als in Richtung hoher e-Saite interpretieren, wobei 'schräg nach oben' wohl wiederum heißen soll, dass der betreffende Finger das Griffbrett nicht senkrecht nach oben verlässt sondern ..... blablabla. Klar, oder?!
    Ich glaube die Grundtechnik ist unstrittig...:rolleyes:, gefragt war wohl eher nach den Feinheiten.

    @Xfan:
    Du solltest dir schon zum Ziel machen, sauber zu spielen. (Legato-Läufe leben zwar von der Geschwindigeit, die sollte man aber nicht zum Mogeln nutzen, um unsauberes Spielen zu kaschieren. Besonders bei heftiger Verzerrung wird dein Ton sonst durch Nebengeräusche zu matschig.)

    Nachbarsaite treffen ist also nicht okay, auch wenn sie abgedämpft ist. Das erreichst du, indem du steiler abziehst. Das wiederum geht (für mich) am leichtesten in der "klassichen" Haltung: Daumen hinterm Griffbrett, Finger parallel zu den Bünden. Das ist natürlich im krassen Gegensatz zur Haltung beim Bending und fühlt sich anfangs ziemlich ungewohnt an.
    Es lohnt sich aber, darin Übung zu investieren. Diese Haltung kommt dir nämlich auch bei anderen Sachen zugute, wo du mehr "Reichweite" brauchst: erweiterte Skalen (3NPS), schnelle Akkordwechsel, manche weniger populären Akkord-Voicings bei denen du dich mehr "strecken" musst (Schon mal "Every breath you take" versucht...?).
    Ich kann inzwischen ganz gut zwischen beiden Haltungen hin- und her wechseln, je nach Bedarf.
    Probier's aus UND: lass dich nicht davon abschrecken, dass etwas erst mal zu leise klingt, auch wenn sich's sonst richtig anfühlt.
    Gerade bei Legato ist das auch eine Kraftfrage und die muß man erst langsam aufbauen.
     
  7. Dr.Network

    Dr.Network Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.05   #7
    eine kurze Stellungnahme wäre schön! was ist Legto und wo trifft man es an? wie funktioiert es? Wechselschlag und das wars oder wie?:great:
     
  8. Metalröhre

    Metalröhre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.05   #8
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  9. Stringgod

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    Erstellt: 30.08.05   #9
    Ein kleiner Einwurf von mir. Ich habe ein Video von Brett Garsed, der fast ausschliesslich Legato spielt. Wenn ich das richtig verstanden habe, zieht er die Saite leicht ab, hammert dann aber direkt den nächsten Ton. Fragt mich nicht genau wie das funzt. Kauft euch das Video.:)
    Er betont auch, dass man nicht zuviel Kraft für die PullOffs aufwenden soll und der Plekanschlag extrem leicht sein sollte.
     
  10. Fun Tom

    Fun Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #10
    Legato=gebunden
    Die Töne sollen möglichst flüssig nacheinander klingen, deshalb ist es mit Wechselschlag auch nicht zu erreichen. Statt dessen nutzt man exzessiv Hammer-Ons, Pull-Offs und Slides, nur gelegentlich unterbrochen von einem einsamen Plek-Anschlag. (Also so ziemlich genau das Gegenteil deiner Vermutung.) Man kann ganze Läufe über alle 6 Saiten oder horizontal entlang einer Saite spielen und schlägt lediglich den 1. Ton an...

    Wo es vorkommt? Eigentlich überall in Form schneller Passagen, in seiner krassesten Form aber wohl beim Shredden.
     
  11. Metalröhre

    Metalröhre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #11
    Also bei Paul Gilbert weiss ich manchmal echt nicht ob das noch Wechselschlag ist oder Legato. YJM Solos klingen ohne Legato aber auch schon verdammt flüssig :)

    Mfg Röhre
     
  12. malteser

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    Erstellt: 31.08.05   #12
    Da fällt mir nur das ein: http://www.ibreathemusic.com/article/111
    Das ganze macht nur Sinn bei absteigenden Läufen.

    [​IMG]

    Man zieht den Finger, der einen Ton greift, ab ohne einen Pulloff zu einem anderen Ton zu erzeugen und lässt den nächsten Ton durch einen HammerOn erklingen.

    Aber grundsätzlich würd ich erstmal das "herkömmliche" Legatospiel lernen. Wenn dir die Kraft und Sicherheit fehlen schaffste das auch nicht.
     
  13. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #13
    Einfach gesagt:
    Er spielt immer nur Hammer-On's, auch anstelle von Pulloffs. Dafür muss er halt den höheren Ton kurz vor dem Hammer-on des tieferen Tones auslassen. Das ist die ganze Hexerei.
    Das ist jetzt auch nicht so viel schwerer als Legato mit Pulloffs, man ist es halt nicht gewohnt. Aber beide Techniken zu beherrschen macht meiner Meinung nach Sinn, der Klangunterschied zu Pulloffs ist nicht unbedingt klein. Außerdem ist man präziser, finde ich.
     
  14. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 31.08.05   #14
    Cooler Artikel.
     
  15. malteser

    malteser Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #15
    @pim: Es ist für die Meisten zunächst schwer, weil es ziemlich ungewohnt ist. Aber du hast recht, es ist wirklich lohnenswert das zu können.

    Vorallem bei Saitenwechseln kannst du leichter so gleichmäßig spielen, dass man den Wechsel nicht hört (Kein Attack). Viele machen das. (Kotzen, Moore, Vai usw..)
     
  16. Xfan

    Xfan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #16
    Dank euch allen für die vielen Tips!!

    Noch ne Frage:

    Beim Üben sollte ich wahrscheinlich einen Leadsound mit verdammt viel Gain benutzen, um auch ordentlich Sustain zu bekommen.

    Im Augenblick habe ich das Gefühl, dass ich mit zuwenig Zerre übe und mir das ganze so unnötig erschwere. Legato macht ja im Grunde auch erst so Sinn, oder?
     
  17. Ay.Jay

    Ay.Jay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #17
    Legato sollte man auch clean spielen können.

    Grundsätzlich sollte man imo alles erst clean üben. Wenn man es dann kann, langsam Gain rein und die ganzen Nebengeräusche abdämpfen.
     
  18. Xfan

    Xfan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.05   #18
    Hi!

    Ja, aber genau die Nebengeräusche sind es ja, die es so schwierig machen!

    Wenn ich die clean übe, ist es EINFACHER, da die ganze Dämpfung nicht so akkurat geübt werden kann.

    Genauso beim Tonleiterüben: Clean bin ich schnell... mit Zerre klingt es einfach bescheiden, weil ich faktisch falsch geübt habe.

    Wenn mein Ziel ist, ein Rocksolo sauber zu spielen, ist es natürlich gut, das ganze erstmal clean anzugehen. Aber trotzdem wird beim Bending, Legato ect. doch nicht wirklich optimal geübt.
    Klar, Zerre kann unsaubere Technik verbergen, keine Frage. Aber umgekehrt kann man oft auch nur im "Zielsound" wirklich feststellen, ob man denn nun technisch drauf ist, da viel Zerre das ganze ja nur einseitig erleichtert.

    Nochmal zum Legato: Mit starker Zerre verhält sich auch der Saitenanschlag ganz anders. Ich kann die Kraft besser dosieren, die nötig ist, um einen zufriedenstellenden Ton zu erzeugen, pull offs laufen sauberer, da einfach mit weniger Auwand mehr bewirkt werden kann als im cleanen usw.
     
  19. Fun Tom

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    Erstellt: 01.09.05   #19
    Kombiniere am besten beides:
    Clean kannst du z.B. üben, alle Noten möglichst gleich laut zu spielen (Kraft).
    (Hat mir bei POs vom kleinen zum Ringfinger geholfen. Dort hat man ja idR. am wenigsten Kraft.)

    Verzerrst übst du dann das Dämpfen. Und zwar so langsam, dass du jede einzelne Note wirklich hören und die Übergänge beurteilen kannst. So findest du schnell die Schwachstellen und kannst sie isolieren. (Bei mir war das z.B. der HO auf die nächst tiefere Saite. Hab ich anfangs nicht richtig getroffen und dann gab's Nebengeräusche. Dämpfen is also auch nicht alles...)
     
  20. Xfan

    Xfan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.05   #20
    OK, werd ich dann so machen. Ich denke auch, das 50/50 das Beste sein wird. :cool:
     
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