Lehle Switcher

von Martin Hofmann, 03.04.07.

  1. Martin Hofmann

    Martin Hofmann HCA Bass & Band HCA

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    Erstellt: 03.04.07   #1
    Hallöchen,

    es ist mir gelungen Herrn Burkhard Georg Lehle, den Chef der Firma Lehle als Produktspezialisten, sozusagen als "Switch-Gott" für unser Forum zu gewinnen!

    Switcher sind imho kleine lebensnotwendige Helfer für die Bühne, meist von Gitarristen eingesetzt, aber auch für sonstige Belange zu verwenden. Das Problem: man muss erst mal kapieren, was alles wie funktionieren könnte, und warum es eventuell brummt usw.

    Es würde mich freuen hier einen regen Austausch angestoßen zu haben, der vor allem dafür sorgt, dass jeder künftig bei allen Schaltproblemen geholfen kriegt:great:

    Ich z.B. verwende einen Lehle 3@1 um mit 2 verschiedenen Bässen (aktiver Music Man 5-String und passiver Fender Precision) nur einen Input mit dem perfekten Pegel zu versorgen. Damit spare ich mir bei schnellen Instrumentenwechseln die Gain-Anpassung, was für mich sehr wichtig ist und das Umstöpseln
     
  2. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 03.04.07   #2
    Hallo Martin,

    danke für Deine Einladung in Euer Forum!

    Ich habe mich jetzt angemeldet um bei allen Fragen zum Thema Switching, Transfomer & Co rede und Antwort zu stehen.

    Natürlich freue ich mich auch auf Anregungen - alle meine Produkte basieren auf Anfragen und Anregungen meiner Kunden!

    viele Grüße
    Euer Burkhard
     
  3. Martin Hofmann

    Martin Hofmann Threadersteller HCA Bass & Band HCA

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    Erstellt: 03.04.07   #3
    da fällt mir auch schon eine Frage ein:

    letzte Woche habe ich Journey live in Köln gesehen. Der Gitarrist Neal Schon benutzte 3 Amps. Einen Dietzel, einen Marshall und einen Hiwatt. Abgesehen davon, dass mir persönlich seine Les Paul-Sounds samt und sonders etwas zu viel Gain hatten würde mich interessieren, wie man 2 oder 3 Amps richtig zusammenschaltet, ohne dass es beim Umschalten knackst und ohne dass man einen elektrischen Schlag bekommt, ob das gleiche eventuell auch mit nur einer Box machbar, ohne dass die Röhrenamps kaputt gehen können
     
  4. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 04.04.07   #4
    Hi Martin,

    2 oder 3 Amps zusammenzuschalten ist gar nicht so schwer.

    Wichtig dabei ist nur: niemals die Erdung am Stecker abkleben um Brummschleifen zu vermeiden.

    Brummschleifen treten immer dann auf, wenn zwei oder mehr Verstärker über einen normalen Netzstecker geerdet und gleichzeitig über die Masse (Abschirmung der Kabel) miteinander verbunden sind.

    Es gibt zwei Strategien, die beim Zusammenschalten dieser Amps Brummschleifen verhindern, ohne natürlich den Sound zu beeinflussen:
    1) Der Switcher schaltet parallel zum Signal auch die Massen mit. D.h. das Instrument ist immer über den Amp geerdet, der gerade in Betrieb ist.
    So funktioniert es bei meinem 1at3, Little Lehle und D.Loop.
    Nachteil: man kann nur einen Amp anschalten ohne dass es brummt.
    2) Im Switcher ist ein Transformer (zu deutsch: Übertrager) eingebaut, der eine galvanische Trennung macht. So ein Transformer – speziell entwickelt für E-Gitarre - ist im Dual und P-Split. Mit dieser Lösung lassen sich zwei oder mehrere Amps parallel betreiben.
    Nachteil: Ein Transformer, der den Sound nicht verändert ist sehr aufwändig herzustellen und damit ganz schön teuer.

    Man muss sich vorher die Frage stellen: will ich die Amps parallel betreiben oder immer nur einen. Benutze ich zwei Amps und ich will nur zwischen beiden hin- und herschalten (also nicht gleichzeitig) reicht auch schon der Little Lehle.

    Das Schaltknacken hat viele Ursachen, meistens kommt es von den Netzteilen und der Verkabelung. Wenn man da ein bisschen rumprobiert geht es meist von selbst weg.
    Bei meiner brandneuen „Second Generation of Switching!“ habe ich eine Technologie eingebaut, die mit Hilfe eines Mikrocontrollers die Ausgänge niederohmig macht während das Relais schaltet. Damit werden alle Faktoren unterbunden, die ein Knacken auftreten lassen können.

    By the way … Neil Schon hat sich vor ca. 3 Jahren bei Bananas at Large, einem Shop in San Francisco, mit Lehle Schaltern eingedeckt.

    Viele Grüße
    Burkhard
     
  5. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.04.07   #5
    Hallo Burkhard,

    inwiefern ist das niederohmig machen der Ausgänge von Vorteil?
    bzw. aus welchem Grund treten dann keine Schaltknackser auf?

    Und noch eine Frage:
    Den LTHZ-Übertrager gibt es nicht zufällig einzeln zu kaufen?
     
  6. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 04.04.07   #6
    Hallo Bierschinken,

    den LTHZ gibt es auch einzeln zu kaufen.

    Niederohmig bedeuted, dass der Ausgang mit etwa 80 Ohm kurzgeschlossen wird. Da die Eingangsimpedanz eines Amps bei ca. 1Mohm liegt kommt da einfach nichts mehr durch was stören könnte.

    viele Grüße
    Burkhard
     
  7. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.04.07   #7
    Hallo Burkhard,

    Klar, die Impedanz ändert sich. Aber ist es nicht meist so dass das mechanische Prellen solcher Schalter oder Relais das "Knacksen" verursacht?

    Kann man den LTHZ direkt über dich beziehen?

    Damit sollte sich doch eine optimale galvanische Trennung erreichen lassen für ein Signal aus einem magnetischen PU und einem Piezo?
    Ich bräuchte halt einen simplen Splitter mit groundlift für meine MusicMan mit Piezo.

    Gruß und Dank,
    Swen
     
  8. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 04.04.07   #8
    Hi Sven,

    das Prellen der Schaltkontakte ist eine Ursache, die Knacken erzeugen kann. Es gibt noch wesentlich mehr Ursachen. Das Prellen ist da nur eine von vielen. Wenn der Ausgang niederohmig ist kommt nichts mehr durch. Dann ist es egal woher das Knacken kommt.

    Den LTHZ gibt es von mir direkt. Der macht die galvanische Trennung von einem der Signale problemlos.

    viele Grüße
    Burkhard
     
  9. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.04.07   #9
    Hi Burkhard,

    Der LTHZ ist auch geeignet für einen Piezo-Pickup?
    Gibt es da bei der Beschaltung irgendetwas zu beachten?

    Grüße,
    Swen
     
  10. Der Drahtige

    Der Drahtige Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.07   #10
    moin,
    ich hab mal zwei fragen zum d-loop:
    1. wenn beide loops an sind, sind die dann parallel geschaltet?
    2. kann ich beide loops gleichzeitig mit nur einem schalter an- und ausschalten?

    wenn 1. und 2. nicht zutreffen, hat dann vielleicht jemand ne empfehlung für nen guten looper, der das kann?


    schon ma danke im vorraus.

    sven
     
  11. wary

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    Erstellt: 18.10.07   #11
    Im Prinzip muss dafür ja an den unverwendeten Röhrenamp ein Lastwiderstand angeschlossen werden.

    Wobei bei mir da folgende Frage aufkommt. Wenn man gleichzeitig zwei Schaltvorgänge ausführt, so das das Gitarrensignal nur an dem Amp ankommt, der auch eine Box angeschlossen hat, wäre das nicht auch machbar?

    Also umschalten von

    1. Gitarre in Amp 1 und Box an Amp1

    auf

    2. Gitarre in Amp2 und Box an Amp2

    Konkret also die Frage : Ist ein Risiko für einen Amp vorhanden, wenn zwar kein Lastwiderstand anliegt, dafür aber auch kein Signal am Eingang?
     
  12. Lehle

    Lehle Produktspezialist: Amp-Switching

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    Erstellt: 19.10.07   #12
    Hi Sven,

    Der D.loop (alt wie neu) arbeitet nur seriell, d.h. dass die Loops hintereinander kommen.
    Du kannst beide Loops mit einem Schalter an- und ausschalten. Der D.Loop hat einen Bestriebsmodus, bei dem man die Knöpfe frei programmieren kann.

    viele Grüße
    Burkhard
     
  13. Der Drahtige

    Der Drahtige Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.07   #13
    Danke für die Antwort, bin nämlich aus der Pdf-Anleitung nicht so richtig schlau geworden.
    Schade, daß er nicht auch parallel kann...hatte mich schon drauf gefreut!

    Gruß
    Sven
     
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