Lehrer ohrfeigt Schüler - und erntet Zustimmung

von topo, 07.02.08.

  1. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.02.08   #1
    Ein Elfjähriger nannte ihn "Arschloch". Da schlug der Lehrer zu. Die Ohrfeige im Klassenzimmer bewegt die Franzosen: Eltern und Politiker sind empört - über den Schüler. Dass der Lehrer einen Tag hinter Gitter musste, findet Premierminister Fillon schockierend.

    aus und mehr: http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,533578,00.html


    Wie stehen die Schüler und ggf. die Eltern von Schülern hier im Forum zu dem Vorfall und dem Thema?


    Topo :cool:
     
  2. strato1990

    strato1990 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #2
    Das kann es doch nicht sein,oder?
    Also absolutes Unverständniss für diese Reaktion.
    Lehrer sind teilweise Pädagogen und müssen "stark" genug sein,um beim Wort "Arschloch" nicht einen Schüler zu schlagen.
    Das ist der größte Vertrauensbruch,den ein Lehrer gegenüber dem Schüler und auch der Klasse begehen kann(Vergewaltigung natürlich ausgenommen).
    Die körperliche Züchtigung gehört weiterhin zu den steinzeitlichen und nicht annehmbaren Verhalten und sollte keinesfalls unterstützt,geschweige denn,gebiligt werden.
    Ein Lehrer darf sich natürlich in seiner Notwehrsituation verteidigen.
    Aber trifft sowas auf einen 11 Jahre alten Jungen zu,der ihn "Arschloch" nennt.
    ich stelle mir nur die Frage,ob der Junge nicht einfach geistig so fit ist,dass das "Arschloch" lediglich eine der Tatsache entsprechende Charakterumschreibung sein sollte,anstatt eine direkte Beleidigung.

    "Der Junge ist des öfteren durch vulgäre Ausdrucksweise und aggressiven Verhalten aufgefallen"-Herje,da musste der Lehrer ja Angstzuständen ausgesetzt gewesen sein,dass er so handelte.
    Ein vulgär sprechender 11 jähriger,der aggressive Züge zeigt.
    Hmm,der Lehrer müsste sich in Deutschland ja nen Assistenten anlegen,damit er mit dem Schlagen hinterher kommt.

    Naja,der Post ist gerade etwas sehr einseitig und völlig unsachlich,aber erstmal musste das gesagt werden.
    nachher mach ich nochmal einen neutraleren Post.
    MFG Strato
     
  3. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.02.08   #3
    Joo, was Lehrer heutzutage alles sein müßen.......:screwy:
    Alles ganz normal, das Lehrer beschimpft und gemobt werden, teilweise auch mit Gewalt
    seitens der Schüler konfrontiert werden.
    Respekt zählt heutzutage zu den Fremdwörtern mit dem die wenigsten noch was anfangen
    können.
    Und wehe einem Lehrer rutscht dann mal die Hand aus, dann muß dieser ja noch Glück
    haben, das er nicht sofort verhaftet wird und sein weiterer Lebensweg ruiniert ist.
    Ich möchte jedenfalls in der heutigen Zeit kein Lehrer sein, imo ein sehr undankbarer Job.
     
  4. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #4
    Ein prügelndes und agressives Arschloch halt...
    :eek:?
    Wär mir auch ein Arschloch wert, gerne auch einen Schlag ins Gesicht.
    Die sich im vorliegenden Fall in
    manifestierte :screwy:?
     
  5. strato1990

    strato1990 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #5
    Naja,also die geistigen Folgen der Beziehung vom Lehrer zur Klasse dürften doch sicherlich jedem ersichtlich sein.
    Nein,ein Lehrer muss sich nicht mit Gewalt seitens Schülern konfrontieren lassen,denn dann wehrt er sich.
    Du willst mir aber sagen es wäre hinnehmbar,dass ein Erwachsener ein 11 jährigen Jungen schlägt,weil er "Arschloch" zu ihm sagte.
    Das nennt man missbrauch von Schutzbefohlenen.

    Wenn so etwas in Ordnung ist,dann wäre es genauso ok,wenn Eltern ihre Kinder manchmal schlagen,sobald diese ausfallend werden.

    Alles etwas fragwürdig.
     
  6. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.02.08   #6
    Damit hast du dich schon selber für diese Diskussion disqualifiziert.

    Du tust ja so, als sei der Knirps hier regelrecht gefoltert worden. Bleib mal auf dem Teppich,
    es war nur eine Ohrfeige, die keine weiteren Schäden hinterlassen wird.
    Für dich ist es also ganz normal, das Lehrer mit "Arschloch" tituliert werden dürfen ?
    Dann scheint bei dir auch irgendwas schief gelaufen zu sein ? :cool:
     
  7. Limbo

    Limbo Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #7
    Das Problem ist dass es nicht immer bei Beleidigungen bleibt:

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,418586,00.html

    Der Migrationshintergrund des Täters wurde natürlich verschwiegen wie in so vielen Medien, aber nicht hier: http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2093723

    Mich würde mal interessieren, welche Nationalität der französische Schüler hat. Als schwarze Jugendliche wochenlang Unruhe stifteten, sprach man immer nur von "französischen Jugendlichen". Faktisch ist das nicht falsch, aber die meisten Leute denken dabei sicher nicht an Schwarze. Genauso ist es in Deutschland, wo es heißt "Die Jugendkriminalität steigt". Dass es aber hauptsächlich Jugendliche mit Migrationshintergrund sind (siehe Tagesspiegel), wird von vielen verschwiegen. Die Gutmenschen machen da natürlich keinen Unterschied und schieben alles auf die schwache soziale Lage der Täter. Dass deren Gewaltausbrüche auch kulturelle oder religiöse Gründe haben könnten, kommt ihnen nicht in den Sinn. Und wenn die Lehrer der Rütli-Schule nicht den Mut gehabt hätten, ihre Probleme öffentlich zu machen, würden viele Menschen hierzulande nichts von den Zuständen an vielen deutschen Schulen wissen.

    Es ist sicher kein weiter Weg von einem aggressiven, rumpöbelnden 11-Jährigen zu einem 12-jährigen Schläger, und solchen Kindern gehören Manieren beigebracht. Wenn die Eltern das versäumen, müssen eben Andere ran. Wenn der Lehrer keine Ohrfeige gegeben hätte, wäre das doch nur eine Bestätigung für den Rotzlöffel dass er sich auch weiterhin daneben benehmen kann, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Beim nächsten Streit wäre vielleicht er es gewesen, der dem Lehrer eine Ohrfeige gibt. Und ich bezweifle dass Du Dich darüber genauso aufgeregt hättest.
     
  8. gitisfun

    gitisfun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #8
    Nun, also für mich gehören die Eltern des Jungen mal für einen Tag hinter Gitter!

    Nee, nun mal im Ernst.
    Gewalt ist nie gut und in meinen Augen kein erzieherisches Mittel das man ergreifen sollte/darf.
    Als diese ist die Ohrfeige ja wohl auch nicht zu deuten wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, mehr als Überreaktion.

    Trotzdem - warum wird hier nicht über die Eltern des Jungen gesprochen?
    Augenscheinlich haben sie Probleme ihrem Kind normal Werte wie Respekt, Höflichkeit etc. zu vermitteln.
    Heutzutage muß man einen Führerschein machen, um ein Auto fahren zu dürfen.
    Um eine Hunderasse die als Kampfhund deklariert ist halten zu dürfen muß man mit dem Hund durch eine Prüfung.
    Warum darf heutzutage jeder Kinder kriegen?

    Bevor ich jetzt gesteinigt werde - der letzte Satz war natürlich ein Scherz.
    Aber - meiner Meinung nach muß man die Ursache für diese Ohrfeige viel tiefer suchen...

    Greetz gitisfun
     
  9. strato1990

    strato1990 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #9
    Hehe schöner Konter und ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneiffen.
    Eine solche titulierung ist und soll natürlich keine glegentliche Sache sein,aber diese Reaktion darauf ist meiner Meinung nach härter ausgefallen.
    Es steht dort keinesfalls,dass er so vulgär mit den Lehrern spricht.
    Anderseits natürlich auch nicht,dass er nur mit seinen Mitschülern so redet.
    Man weiß doch garnicht,ob er das erste mal ausfallend zu einem Lehrer wurde.

    Und nein,er wurde nicht gefoltert.
    Ich rede mehr von den allgemeinen Folgen,was glaubst du denn,was die anderen Schüler jetzt für eine Beziehung zu diesem Lehrer haben,sicherlich keine sonderlich vertrauensvolle,von dem Jungen selbst mal abgesehen.
    Der Lehrer hat einfach einen Vertrauensbruch begangen und das darf nicht unbeachtet bleiben.

    Ich gebe auch zu etwas voreingenommen bei diesem Thema zu sein,da ich strikt die Meinung habe,dass schlagen/ohrfeigen nie im Elternhaus oder der Schule vorkommen darf.
    Bevor die Diskussion los geht, ein Schlag ins Gesicht(Ohrfeige) ist wesentlich emotionaler zu Bewerten,als ein klaps auf den Hintern(der auch nicht wirklich sein muss).

    /e: noch einen kleinen ANHANG:
    Mein Vater ist beispielweise Lehrer,wie auch draus resultierend,viele bekannte.
    Diese sind an den verschiedensten Schulformen vorhanden.
    Sei es Haupt,Real,Gymnasium und ich weiß von allen,dass so etwas ihrer Meinung nach,nie passieren darf und das absolute Vertrauensaus ist.

    Ebenfalls ist ein Grund dafür,dass er bei der Überreaktion zuschlägt(man kann auch anders überreagieren) sicherlich das mitwirken,dass das Schlagen als erzieherisches Mittel in dem Land noch erlaubt ist und von fast jedem auch gefordert wird.
    In der Schule ist es jedoch verboten.
    Diese konstellation macht an sich keinen Sinn und erschwert natürlich die Abgrenzung und den drang bei einer Überreaktion so zu reagieren.
     
  10. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #10
    Woher diese Sicherheit? Fühlt man sich selbst heute wieder allzu normal ;)?
    Hab ich durchaus als enormen Schaden empfunden.
     
  11. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #11
    Nein, es ist nicht normal. Aber es ist auch verboten, dass Lehrer Schüler schlagen, auch in Frankreich. Und es gibt mehr Mittel und Wege, auf einen "Arschloch"-Auspruch zu reagieren. Wenn du die Ohrfeige als gerechtfertigte Antwort auf einen Auspruch siehst, legitimierst du Gewalt. Dann kann doch auch der Schüler den anderen Schlagen, wenn der eine "Arschloch" sagt, oder?

    Er war Franzose, deswegen passierte es auch in Frankreich. Sein Vater ist übrigens Polizist.
    Auch Schwarze sind Franzosen, und auch ich bin Deutscher obwohl in meinem Pass ein anderes Land als Geburtsort steht.

    Und bitte nutze nicht jeden Thread, um deine nicht beweisbaren Theorien über "deutsch" und "nicht-deutsch" und die Jugendkriminalität mit Migrationshintergrund zu verbreiten. Niemand kümmert sich um den Zusammenhang zwischen Religionszugehöriglkeit oder Nationalität und Kriminalität weil es da keinen gibt, nicht weil er von einer "Gutmenschen-Weltverschwörung" geheimgehalten werden muss. Außer dir scheint das auch jeder auf der Welt zu wissen.

    Als nächstes ist der Migrationshintergrund noch schuld, dass wer kein D-Dur greifen kannst....Also bleib bitte beim Thema
     
  12. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #12
    Man könnte auch in andere Richtungen argumentieren, wir in Deutschland haben zumindest seit vielen Jahren das Problem, das Lehrer aufgrund der psychischen Belastung (durch freche Schüler und Eltern!) sich lange krankschreiben lassen und auch verfrüht in Rente gehen. Was ist dagegen eine Ohrfeige? Sicherlich, Körperverletzung, wenn die Seele gefoltert wird gibt's keine Strafmaßnahmen, das wird noch immer gern unter den Teppich geschoben. Vielleicht sollte man Schüler die gegenüber Lehrkräften so ausfallend werden in Erziehungscamps stecken. :rolleyes:
     
  13. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #13
    Es gibt auch reichlich unmotivierte Lehrer, die schlicht weg Arschlöcher sind.

    Als ich in die Schule ging, gab es davon reichlich. Da wurdest du als Schüler von Lehrern gemobbt, ich erinnere mich an einen Ausspruch meiner Sportlehrerin, die mir schwor dafür zu sorgen, dass ich niemals Abitur mache. Sie würde alles Menschenmögliche dagegen tun. Oder der Sportlehrer, bei dem wir einfach jede Sportstunde 45 min im Kreis gelaufen sind, während er biertrinken war. Oder der Physiklehrer, der sich jede Stunde den Stotterer rausgepickt hat und ihn einfach vorlesen lassen hat. Meine Französisch- und Religionslehrerin, die alle Übergewichtigen Leute nie dran nahm und immer von "fetter Luft" in der Klasse sprach....usw usw usw.

    Wann immer in Deutschland das Bildungssystem kritisiert wird, liegt es angeblich am fehlenden Geld oder daran, dass es nicht alle so wie Bayern machen. Ich sage, es liegt daran, dass bei uns jeder Depp Lehrer werden kann und die meisten, die Lehrer werden, Deppen sind. Das dümmste Studium, zulassungsfrei und voll von Leuten, denen sonst nichts anderes einfällt.
     
  14. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.02.08   #14
    Irgendwie bin ich weder Schüler noch Eltern noch Lehrer - und vielleicht verstehe ich deshalb nicht ganz, warum jetzt in den Antworten Äpfel gegen Birnen antreten.

    Das Verhalten des Schülers ist doch eindeutig für den Eimer und dem fehlt eindeutig der Respekt.

    Das Verhalten des Lehrers finde ich auch für den Eimer.
    Ich kann doch sowas vielleicht menschlich verstehen und brauch da auch keine Katastrophe draus zu machen - aber wie bitte schön soll ich so ein Verhalten denn gut oder richtig finden?
    Seit wann verschaffe ich mir Respekt, in dem ich anderen Menschen eine Ohrfeige gebe? Wie soll das denn bitteschön gehen?

    Das wirklich bittere an den wirklich teilweise verheerenden Zuständen an den Schulen ist doch, dass zum einen oft konventionelle Sanktionen nicht mehr greifen und dass zum anderen die Situation sich zuspitzt und beide Seiten zunehmend hilflos und aggressiv reagieren.

    Schlechte Noten, Schulverweise, blaue Briefe fruchten einfach nicht bei SchülerInnen, denen es vollkommen wurst ist, weil sie eh keine Perspektive sehen und denen der Schulabschluss sowas von aber egal ist ...
    In etlichen Fällen üben die Eltern auch keinen Druck (mehr) aus oder denen ist das genau so egal oder die sind auch nicht ansprechbar und kommen erst gar nicht in die Schule ...

    Tja - und damit sind auch alle Sanktionen, die eine Schule und die LehrerInnen aussprechen können auch schon erschöpft, meines Wissens nach.

    Bei Klassenstärken von über 20 SchülerInnen kann man das Eingehen auf einzelne SchülerInnen sowieso vergessen. Da kann man nur noch Standardunterricht machen und der Durchschnitt kommt mit, das gute Viertel langweilt sich und das schlechte Drittel wird langsam aber sicher abgehängt.

    Und in dieser verfahrenen Situation (die ja hier nur ansatzweise skizziert ist) rasten immer mehr Leute auf beiden Seiten - SchülerInnen und LehrerInnen - immer öfter auf immer höherem Niveau aus.

    Und dann werden solche Meldungen durch die Medienwelt gejagt, dass jeder auch mal sein Mütchen kühlen kann, und die einen am liebsten auch mal zuschlagen und die anderen am liebsten auch mal zurückschlagen wollen ...

    x-Riff
     
  15. alyssa

    alyssa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #15
    Da der Schüler "nur" ein Wort sagte und dies mit einer Ohrfeige quittiert wurde, sehe ich den Vergleich mit anderen pöpelnden Schülern in diesem Fall nicht. Und da ich jetzt nicht wieder einen meiner Romane zu diesem Thema eröffnen will, tuts diesmal nur ein Zitat:

    Menschlich ist die Ohrfeige ein Atavismus; sie stirbt
    mit kultureller Höherentwicklung des Menschen aus
    wie die anderen Formen körperlicher Züchtigung.
    Schläger und Geschlagener verlieren an menschlicher
    Haltung und sinken in mitmenschlicher Achtung.
    Prügel werden daher, unterschiedlich allerdings
    nach Sozialbereich und Kulturstufe, als unwürdig
    abgelehnt.
    In der Bundeswehr ist selbst die Berührung eines
    Soldaten durch seinen Vorgesetzten verboten​

    http://www.du.nw.schule.de/merc-gym/Downloads/Festschrift/6.3zensiert.pdf


    Edit: x-riff Seit wann verschaffe ich mir Respekt, in dem ich anderen Menschen eine Ohrfeige gebe? Wie soll das denn bitteschön gehen?

    Danke, ich vergebe gleich ne Bewertung ;)
     
  16. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #16
    Muss sich unbedingt jede Diskussion um Migrationshintergründe drehen?
    Wenn du Nachricht haben möchtest in denen Straftäter 'Ausländer' sind, so lies doch bitte die Bildzeitung, in der werden Namen deutschstämmiger Straftäter, wenn sie *von der Redaktion geändert werden, auch gerne zu Mustafa L.(oder so, bin nimmer ganz sicher), da passt deine Propaganda hin.


    Zum Thema:
    Klar ist das Verhalten des Lehrers nicht zu akzeptieren.
    Aber verständlich, wenn man sich ansieht, was Lehrer heutzutage aushalten müssen, Gewaltdrohungen, Gewalt, Beschimpfungen. Das können manche an sich abprallen lassen und manche nicht. Nun kann man sagen, dann sollen sie eben keine Lehrer werden, aber wo das hinführen würde ist ja klar!

    Nein, so nennt man das übrigens nicht!
     
  17. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #17
    Wenn ein Arzt ein Skalpel im Patienten vergisst, kann ich das auch verstehen, wer würde nach einer 15 Stunden Schicht keine Fehler machen? Wenn ein staatlich geprüfter Pädagoge sich nach eine Beleidigung nicht anders zu helfen weiß als eine Ohrfeige zu geben hat war wahrscheinlich auch seine Gründe - aber ein Fehler ist und bleibt es trotzdem.

    Ich wollte kein Lehrer sein und beneide sie um ihrem Beruf auch nicht wirklich, aber mal ganz ehrlich, die Quote der von jeglicher Kompetenz befreiten Lehrkörper ist gerade in der etwas älteren Generation extrem hoch. Das kann jeder bestätigen, der mal auf einem normalen Gynmasium war. Bei meiner alten Schule wurden manche Lehrer die völlig unhaltbar waren Jahrelang durchgeschleppt, zwei konnte man jetzt wenigstens in die Psychatrie abschieben. Wohl die einzige Möglichkeit, einen Lehrer von seinem Posten zu entheben.


    Schlagen tut in der Erziehung nur jemand der sich nicht zu helfen weiß. Und ein professioneller Pädagoge sollte nicht so hilflos sein. Selbst wenn er alleine nicht mehr weiterkommt oder nicht Herr der Lage ist, so muss er sich anderweitig helfen. Zum Beispiel mit einem anderen Lehrer die Klasse tauschen oder sich Hilfe von den Kollegen holen.
     
  18. Missing$lash

    Missing$lash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #18
    Ui, heißes Thema.
    Zum einen: Lehrer sind auch nur Menschen, jeder gerät an seine Grenzen. Und was im Vorfeld alles gelaufen ist, weiß man natürlich nicht.
    Andererseits: Der Lehrer ist soviel älter und erfahrener, er muss mit seiner Lebenserfahrung einfach darüber stehen. Schlagen ist immer ein Zeichen von Hilflosigkeit wenn man einfach nicht mehr weiter weiß, genauso wie Schreien, Drohen o.ä. Ich denke mal, der Lehrer ist schlicht und einfach an seine Grenzen geraten, es hätte trotzdem nicht passieren dürfen. Und "Arschloch" ist ja eher milde. Natürlich darf ein Schüler das nicht sagen, aber Arschloch rutscht doch schonmal sehr leicht raus. Soll natürlich keine Entschuldigung sein, aber genauso wenig ist es ein Anlass für so eine Reaktion des Lehrers.
    (Wenn ich jeden schlagen würde, der mich Arschloch nennt, ach Gott... :D)
     
  19. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #19
    völlig ok. es tut mir leid, aber in meinen augen ist die laissez-faire erziehung gescheitert. ich will jetzt keine rückkehr zu erzkonservativen methoden, ich wurde selbst recht liberal erzogen, aber trotzdem muss kindern ihre grenzen aufgezeigt werden.
    zwar handelt es sich hier nur um ein wort, allerdings zeugt das von derart fehlendem respekt, dass da ein hartes durchgreifen angebracht ist. einen lehrer als arschloch zu bezeichnen ist eines der dümmsten sachen die man tuen kann, und dies sollte einem auch klar werden.
     
  20. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #20
    Naja, wenn man jemanden in der Öffentlichkeit provoziert und dann als Krönung noch mit "Arschloch" tituliert, dann sollte man sich nicht wundern, wenn man eine vor's Maul kriegt. Soweit, so normal. Allerdings darf man keine Schwächeren vermöbeln, schon gar nicht als Lehrer, der eine gewisse Vorbildfunktion hat, also nix normal. Die öffentliche Diskussion wird jetzt wahrscheinlich wieder in Richtung "Monsterpädagoge" auf der einen und "Erziehungscamp" auf der anderen ausufern. Tut sie ja in Frankreich schon.

    Man muss beide Seiten sehen und das Fehlverhalten beider Seiten bewerten: Der Schüler hat sich weitaus mehr daneben benommen als der Lehrer, denn mit einer Respektsperson wie einem Lehrer kann und darf man so nicht umgehen. Wenn er keinen Wert auf Bildung legt, soll er abgehen. Auch in Frankreich gibt es ja die Stütze. Wer sich so im Unterricht benimmt, sollte auf jeden Fall keinen Platz mehr dort haben. Und so versteht man auch die Reaktion: Die Vorbildsfunktion hat der Lehrer natürlich nur so lange, wie man ihm Respekt entgegenbringt und ihn als Vorbild würdigt. Geschieht das nicht, verliert er diese automatisch, denn einem "Arschloch" will ja keiner gerne hinterhereifern. Darf man deswegen losprügeln? Natürlich nicht, schon gar nicht gegen Schwächere, auch wenn das Verlangen danach durchaus verständlich ist. Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie ein Akademiker, der voll im Leben stehen sollte, sich von einem Elfjährigen derart aus der Facon bringen lässt.

    Vielleicht ist ein Grund, dass es kaum noch Sanktionen gibt, die eine Schule gegenüber einem jugendlichen Hooligan aussprechen kann. Man darf eigentlich nur noch ein bisschen traurig und enttäuscht sein, wenn die lieben Kleinen ihren deutlichen Mangel an Benimm öffentlich zur Schau stellen. Der Schüler war ja schon auffällig gewesen, und vielleicht ist nie was passiert ausser hochpädagogischem Händchenhalten. Keine Ahnung wie es in Frankreich ist, aber in Deutschland wird eine Laissez-Faire-Pädagogik propagiert, die dazu führt, dass Jugendliche ohne Vorstellung von Regeln aufwachsen. Da fühlt sich bestimmt mancher Lehrer alleingelassen und haut gerne mal zu, wenn er gar nicht mehr weiter weiss.

    Das alles soll das Verhalten des Lehrers auf keinen Fall rechtfertigen. Man schlägt keine Kinder. Aus und fertig. Aber den Streit hat er nicht angefangen und ich bleibe bei meinem Statement: Wer Arschloch sagt, darf sich über Kloppe nicht wundern.