Leichtes Stage-Piano mit guten Piano-, E-Piano- und Orgelsounds gesucht

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Meine Tochter (sie ist Pianistin in unserer Band, wo ich eher Synth/Orgel beisteuere und sie tritt auch allein auf) sucht ein neues oder gebrauchtes Stage-Piano mit guten Piano-, E-Piano- und Orgelsounds für den Liveeinsatz.

Bisher spielte sie - und kam da auch gut mit zurecht - ein geliehenes Nord Stage 3 compact, das ich aber nun selbst spiele, bzw. mein Yamaha* P-515, das aber für ständigen Lievebetrieb zu schwer und zu schade ist und auch den Anforderungen nicht voll entspricht.

Ich würde da an Folgende denken:

Nord Electro 5/6/7 Waterfall oder HP
Nord Stage 2 EX HP76 oder compact
Yamaha* YC 73
Viscount Legend

Sollte man heute noch ein Stage 2 EX oder ein Electro 5 HP kaufen und wie sieht es mit den Pianos/E-Pianos der Viscount aus?

Und wieso gibt's keine Crumar Mojo mehr?
 

Wenn deine Tochter Pianistin ist und ein Stagepiano bekommen soll, fiehlen für mich Nord Stage Compact und Electro D (also alle Waterfall-Versionen) sofort heraus. Vielleicht mit Ausnahme der neuesten Generation, mit der man vielleicht noch Klavier spielen kann. Erstaunlich, dass deine Tochter damit problemlos klarkommt.

Bei Nord wäre mein heißester Kandidat das Electro 7-HP (Kawai*-Tastatur), auch wenn ich seine Vorzüge selbst bisher nur vom Hörensagen kenne. Es gibt Leute, die die Tastatur mit dem Nord Grand vergleichen - was mich doch erstaunt. Einige sind überzeugt, dass es eine große Zukunft vor sich hat. Die Waterfall-Tastatur der Versionen bis NS3/NE6 würde ich für untauglich halten, wenn es um dynamisches Klavierspiel (solo) geht - kann ich jedenfalls damit nicht. Und die Electro HPs mit der Fatar-Tastatur möchte ich auch nicht empfehlen - es wird immer wieder berichtet, dass sie ausleiern, laut werden und wackeln.

Das P-515 hat sicherlich weniger gekostet als ein Nord Electro - warum ist es zu schade für die Bühne? Ein P-525 wäre für mich jedenfalls unter den Optionen, die man ausprobieren könnte - wenn es hauptsächlich in Richtung Piano gehen soll. Vermutlich fehlen überzeugende Orgelklänge.

Ist die Viscount Legend nicht wieder von der Orgel her gedacht? Es gibt wohl Leute, die sie als Rundum-gut-Gerät verwenden, aber ein Stagepiano ist sie aus meinem Blickwinkel erst einmal nicht. Ansichtssache. Kommt durchaus in Betracht. Und vielleicht ebenso ein Viscount Legend '70s Mk.II, bei dem man jetzt vielleicht mit dem Akustik-Piano richtig zufrieden sein kann - bei meinem Mk.I war das noch so na-ja. Nachteil: der Schlepp-Faktor; das Teil sieht zwar auf seinen zugehörigen Stelzen recht gut aus, ist aber doch sehr voluminös und auch etwas schwer. Und hat den Schwerpunkt auf EP. Bei der Orgel finde ich den FastMode des Leslie nicht überzeugend - ist mir zu schnell.

Mit der Tastatur des Yamaha* YC73 habe ich keine Freundschaft geschlossen - aber das ist natürlich eine persönliche Sache. Also ebenfalls ein Kandidat zum Ausprobieren.

Ich selbst spiele Klavier und Orgel normalerweise nicht auf derselben Tastatur, sondern gehe mit zwei Keyboards auf die Bühne. Außer, wenn ich die Orgel nur mal als Beiwerk brauche, dann genügt mir das Legend '70s.

Mal ein erster Beitrag.

Edit: Warum kann man mit dem Nord Stage 4 Compact brauchbar Klavier spielen - ich denke, das liegt an der Triple-Sensor-Tastatur, die anscheinend mehr dynamische Auflösung hinbekommt. Ist also nicht ohne weiteres auf die Nord Electro zu übertragen, die wahrscheinlich auch in Version 7 noch keine Triple-Sensor-Tastatur haben, oder?
 
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Mal ein anderer Ansatz:


Plus ferrofish Zugriegelexpander für Orgel (Oder der von Viscount)

____

Dexibell vivo s 3 gebraucht oder eines der neueren Modelle

Dexibell vivo s 2

 
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Ja, ist ein anderer Ansatz. Genauso berechtigt. Wäre eben die Frage, ob die Tochter eher als Heranwachsende oder als Erwachsene zu verstehen ist, was für einen Anspruch ihr ans Musikmachen habt und was für eine Aussicht auf die Dauer des Engagements besteht.
 
Gibt es denn ein paar gewichtete Kriterien beim Blick auf die Angebote?
Als Beispiel für einen konkretes Bedarfsprofil würde ich (für mich) schon für die hin-und-her Vergleiche zwecks Überblick bei einem Stage Piano die Auswahl in Punkten von 1-10 absehbar so bewerten:
(akustische) Pianos 8, E-Piano 7 (Tines, Reeds, FM, Clav)
Pads 5, Brass 3, E-Organs 3 (ein als Rock und ein als Jazz-Organ vermutbares Preset reichen mir)
Anschlüsse 3 (minimal: MIDI-Buchsen, analoge Audio-Outs)#
Gewicht 7 (noch gehen auch das FP90X im Gigbag, mit Zubehör rund 30kg)
Tastatur bei STAGE 5 (passable Anschlagdynamik oder relativ leichte Gewichtung). Für daheim oder im häufigen Bühneneinsatz könnte das Spielgefühl schon wesentlich wichtiger sein, vielleicht 7-8.
Das Budget lasse ich mal außen vor, weil für mich weniger wichtig, aber das könnte für Andere natürlich ganz vorne mit einer 9-10 stehen.

Zwei Instrumente sind auf den ersten Blick aufwendiger, aber eine Lösung Studiologic mit Modell nach Tastatur oder eingebautem Klang-Bedarf plus E-Orgel, Orgel-Expander oder bedarfsweise Synth hat auch seine Vorteile, man braucht schließlich nicht immer "alles".
Als Stage Piano gingen aber vielleicht auch kleinere Brötchen mit einem Studiologic SL73 (niedriges Gewicht) bzw. SL88 plus dem vorhandenen MODX M7(noch leichter) für die Klangerzeugung samt Tastatur für Synth/Orgel.
Aber zunächst wäre wahrscheinlich ein Nord Electro 7 HP schon im Blickfeld und vielleicht sogar das Nord Stage 4. :nix:

Gruß Claus
 
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  • #6
Ja, ist ein anderer Ansatz. Genauso berechtigt. Wäre eben die Frage, ob die Tochter eher als Heranwachsende oder als Erwachsene zu verstehen ist, was für einen Anspruch ihr ans Musikmachen habt und was für eine Aussicht auf die Dauer des Engagements besteht.
Sie ist 38 und spielt u. a. auch bei uns in der Band. Sie spielt zwar eher ordentlich, ich würde sie aber doch eher als Keyboarderin mit Schwerpunkt Piano einstufen. Und auf meinem Electro 5 bzw. Stage 3 Compact kam sie erstaunlich gut zurecht.

Ein SL 73 Mk 2 als zusätzliches Masterkey zum Pianieren ist aber auch ein denkbarer Ansatz.
 
Das ginge in Richtung Numa X* mit TP/110 oder als Numa X GT* mit TP/40Wood (Nachtrag: hatte Keyboarderin überlesen).
Ein Numa X könnte allein reichen und bei Bedarf ließen sich Zugriegel per Modul draufstellen, gerade wenn ein "richtiger Synth" wird gar nicht gebraucht würde.
Numa X compact würde ich gut überlegen, denn ich sehe es mehr für Gelegenheits-Sessions, ähnlich Roland GoKeys. Ich hatte es für diesen Zweck gekauft, nachdem mir die Roland GoKeys Tastatur auch nach Wochen der "Nichtgewöhnung" zu zäh war. Jetzt hat das Numa X Compact 2x höchstens 10 Spielstunden auf dem Tacho und liegt seit 2 Jahren im Keller.

Jetzt, wo ich das durchdekliniert habe, finde ich das Kawai ES-920* wieder einmal recht interessant. Es ist preisgünstig, spielt sich gut, macht Lust auf Klavierspielen, ist nicht allzu schwer und taugt, wenn echte "stage piano-spezifische" Eigenschaften gar nicht gebraucht werden.

Gruß Claus
 
Grund: Kleine Überarbeitung
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Was ist ihr live wichtiger: möglichst echtes Pianogefühl oder dass Orgel und E-Piano ebenfalls richtig Spaß machen?
 
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Wir gehen davon aus, dass die Tochter das Gerät selber trägt und aufbaut.
Da rate ich von 88er Tastaturen ab und würde ein möglichst leichtes empfehlen.

Bedienbarkeit ist mir live sehr wichtig, wie schnell kann man Sounds wechseln und anpassen.
Und da halte ich Nord für die Nr.1.
Die Setlist Funktion zb finde ich unerreicht.

Da das Geld offenbar vorhanden ist >>>> Nord Electro 7HP.
13kg bei angenehmen Abmessungen.

Ich war von den specs zwar etwas enttäuscht (s.Nord Elektro Beitrag hier), kann mir aber sehr gut vorstellen, im nächsten Jahr vom CP88 dorthin zu wechseln. Dass man keine 2 Pianos Layern kann ist die einzige bittere Pille....und natürlich der Preis....
 
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  • #10
Über einen Trick (synth section) kann man wohl 2 Pianos layern. @FZiegler hat das erläutert.

Abstrich: nur die einfache Kawai*-Tastatur, nicht die hochgelobte die im nord grand werkelt.
 
  • #11
Die RH III OEM mit den Anpassungen für das Nord Grand gibt es nur darin, abgesehen vom Preisunterschied vielleicht auch schon wegen der unterschiedlichen Einbautiefen.
Aber immerhin ist für das Electro 7 HP eine RHC II mit 3-Sensor Technik gut möglich, natürlich gefertigt nach Nord Kriterien. RHC steht für "Real Hammer Compact", also etwas kürzere Hebellänge. Bei Kawai ist die ursprüngliche Tastatur im ES520*, das wiegt bei 88Tasten(!) 14.5 kg und kostet kaum 900 Euro.

Gruß Claus
 
Grund: "gefertigt" statt umgebaut, die Änderungen sind doch erheblich.
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  • #12
Meine Empfehlung für Klavier und Keys ist das Numa X 73.

Die Klaviersounds sind gut bis sehr gut (Stage D), die Keys in Ordnung, die Tastatur super für Klavier, aber auch leicht genug für andere Sachen.

Für die Orgeln bin ich kein Spezi, aber die sich aus meiner Sicht nicht die Stärke des Numa X.
Dafür würde ich wie stuckl einen Ferrofish empfehlen. Den würde ich aber persönlich lieber an ein extra Keyboard (ungewichtet, kann 61 Tasten haben) anschließen, dann ist man flexibler.

Meine Lösung für die perfekten Sounds ist das Numa X 73 und ein iPad (refurbished gekauft, ca 400). Wenn es aufgeladen ist, brauchst Du nur ein Kabel vom Numa X zum iPad und fertig. Auf dem iPad kannst Du den perfekten Klavierklang (mit pianoteq), den Numa Player mit Klavier, Keys und Orgel, die wirklich gute B3X App für Hammond, Kirchenorgeln (gibts kostenlos) und diverse Synths verwenden und hast gleich noch die Noten dabei.

Das Numa kann auch bis zu 4 Layer und flexible Splits, hat noch Eingänge und ist damit wirklich ein praktisches Ding. Das einzige kleine Manko für den Bühneneinsatz ist das externe Netzteil mit dünnem Kabel, da muss man bisschen vorsichtig sein.

Das habe ich jetzt seit ca 10 Monaten, habe es mehrfach auch auf der Bühne im Betrieb gehabt und funktioniert super. Preislich ist man insgesamt bei ca 1500 Euro. Man kann natürlich statt des Numa X auch nur ein Masterkeyboard und ein iPad nehmen und alle Sounds über das iPad machen.

Ist natürlich nicht die einzige mögliche Lösung, aber ich bin damit sehr zufrieden. Ist auch relativ leicht und gut zu transportieren.
 
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  • #13
@Stuck: das sind sehr kleine Samples aus der Synth Sektion. Die sind mit White Grand und Konsorten nicht zu vergleichen. Damit tut man sich keinen Gefallen....wobei ich nur die Samples aus dem E5D73 kenne, aber dem 6er gibt es ja verbesserte.
 
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  • #14
Was ich nicht verstehe, ...
Yamaha P-515 ... zu schade
und dann ein Nord Electro 7?

Wenn das Geld da ist, ist das sicher die beste oder eine der besten Lösungen.

Vom Electro 5/6 HP würde ich abraten wegen der Tastatur und des fehlenden Modwheels.

Wenn es mehr Richtung Klavier geht, passt das Kawai ES und @stuckls Empfehlung Kurzweil KaP1-LB* aus meiner Sicht auch.

Ich bin wie gesagt mit dem Numa zufrieden.
 
  • #15
Bedienbarkeit ist mir live sehr wichtig, wie schnell kann man Sounds wechseln und anpassen.
Und da halte ich Nord für die Nr.1.
Die Setlist Funktion zb finde ich unerreicht.
Letztere musst du dir in der neuesten Generation der Nords abschminken - wurde für entbehrlich gehalten. Will man eine Setlist-Funktion, muss man sich die jetzt auf dem Tablet/Smartphone extern einrichten. Gab es zuletzt auf dem Nord Stage 3.

Ich habe eine geringe Hoffnung, dass die Funktion in der nächsten Generation vielleicht nochmal zurückkommt. Aber ehrlich gesagt eher nicht. Das Stage 4 hat dafür etwas anderes, das cool ist: Alle Engines (Orgel, Piano, Synth) haben jetzt eine Preset-Bibliothek, so dass man ein Programm mit den insgesamt 7 Layern in Sekunden zusammensetzen kann. Aber das ist eben an ganz anderer Stelle nützlich: Hilft, wenn du ein Stück spielen sollst, das du vor 5 Minuten noch gar nicht kanntest.
 
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