Little Wing

von Wikinator, 30.07.06.

  1. Wikinator

    Wikinator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #1
    Hallo,

    ich versuche das Little Wing-Intro (voerst Jimi Hendrix-Version, obwohl die SRV-Version auch einiges kann) zu spielen, scheitere aber an dem 2. Takt vor dem kurzen Schlagzeugbreak nach dem es dann in die Strophe geht. In den Tabs steht da folgendes:
    Code:
    E-|----5 -> 7-----|
    H-|----3 -> 5-----|
    G-|---------------|
    D-|----5 -> 7-----|
    A-|---------------|
    E-|---------------|
    (-> = Hammerings)

    Nur dazu bräuchte ich 6 Finger :screwy:
    Was spiele ich da?
     
  2. Nador

    Nador Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #2
    Ich würde sagen:
    Spiel einfach nen Slide, keine Ahnung ob das auch im Original gespielt wird aber ich denke das is das einzigste was Sinn macht.
    Lg
     
  3. Shapeshifter

    Shapeshifter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #3
    du meinst wohl takt 8 des intros (mit auftakt ).
    Des ist einfach n slide "hoch und wieder runter"
    Ist ne nicht ganz einfach stelle, wenn mans so bringen will hendrix. Des ganze lied ist eigtl sau schwer, wenn mans cool rüberbringen will. (ich kanns auch net grade so, des es hendrix like kommt :-/)
     
  4. JPage

    JPage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #4
    Vielleicht muss man die drei Saiten kurz loslassen und dann neu anhämmern?
     
  5. gangstafacka

    gangstafacka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #5
    Unsinn, das ist ein Slide. ;)
    Einmal vor und zurück - ist schwer, aber da muss man durch, anders spielt er's nicht.
    Wenn du den letzten vom Klang her sita-ähnlichen Slide meinst, spielt
    er jedoch einen Slide mit 4 Fingern (G9 bzw. F#9, da ja in d#-tuning) !

    -----------5--------------------------
    -----------3--------------------------
    -----------4--------------------------
    -----------5--------------------------
    --------------------------------------
    --------------------------------------

    Den slidet er am Ende eine große Sekunde rauf und wieder runter...


    Übrigens bin ich zufälligerweise auch gerade an genau dem selben Stück
    wie du ! Und ich kann dir nur eines empfehlen:
    Setz' dich auf deine 4 Buchstaben,
    mach' den Song an,
    und nehme dir Takt für Takt alleine ohne Tabs vor !

    Mit dem Windows Media Player kannst du auf 50%ige Geschwindigkeit
    stellen, was das Raushören erheblich erleichtert, und falls das immer
    noch nicht reicht, kannst du auch mit einem Programm namens no 23
    recorder
    jeden einzelnen Takt einzelnd aufnehmen, und
    in 25 %iger Geschwindigkeit abspielen, was ja nun wohl wirklich reicht
    (einfach bei 50% Geschwindigkeit aufnehmen und das Ergebnis wiederum
    in 50%iger Geschwindigkeit im Windows Media Player abspielen).
    Und nicht zu vergessen, ist die Dauerschleife eine seeehr praktische Funktion,
    wenn man sich was zurecht geschnipselt hat ;) ...

    • Vertrau' gerade bei Hendrix nicht auf Tabs ! Der spielt mit so viel Feeling und
      die Art und Weise, wie er die Finger einsetzt, sagt mehr, als es eine Tab
      je zu erfassen vermag !
    • Hinzu kommt noch, dass dieses musikalische Knobeln echt Spaß bringt ^.^
    • Wenn du dir diesen Song vorgenommen hast, um als Gitarrist besser zu
      werden, würdest du mit dumpfen Nachspielen der Tab gerad' mal das
      halbe Potential des Songs ausschöpfen.
      Stell' dir nur mal vor, wie du eine knifflige Passage langsam spielst und
      glz. Jimi Hendrix drüber spielen lässt, da kommt man sich quasi vor,
      als hätte man Jimi Hendrix als Privatlehrer und somit bekommt man natürlich
      jede Kleinigkeit des Stücks mit...

    Nach dem, was ich herausgehört habe, wird ein d#-tuning verwendet, und
    kein e-tuning. Wenn du jedoch vom e-tuning ausgehst, ist der Song in e
    moll, des weiteren kommt die Kadenz von e moll - e moll, a moll, h moll - zum
    Einsatz, und deren akkordverwandte Akkorde - G dur, C dur, D dur -;
    zusätzlich kommt noch F dur vor, auch wenn es etwas hierbei aus der Reihe
    tanzt...

    da er jedoch in d#-tuning gespielt wird - denk' ich mal, hört sich so an -
    musst du dir halt alle Akkorde einen HTS tiefer denken, die Griffmuster bleiben
    natürlich erhalten.

    Little Wing wird genau so wie "castles made of sand" (Jimi Hendrix) und
    "Under the Bridge" (RHCP) im chord/melody guitar style gespielt, d.h.
    dass die Grenzen zw. Akkordfolgen und Melodieläufen bei diesem Song
    verwischen und beide Teile fließend in einander übergehen.

    Zu den Akkordgriffen ist zu sagen, dass das Stück NATÜRLICH ausschließlich
    mit "Hendrix-Akkorden" gespielt wird, sprich mit abgespeckten Barree-Akkorden.
    Dabei ist der Daumen IMMER auf dem Hals, du packst die Gitarre richtig
    am Hals und dämpfst praktisch NIE mit der Anschlaghand ab, das machst
    du alles mit der Greifhand - bedenke, dass Hendrix das Stück anders niemals
    spielen würde und zudem locker im Stehen performen kann. Wenn du dir das
    vor die Augen hältst, läufst du keine Gefahr, Irrwege zu beschreiten.

    Was ich bis jetzt VOM RAUSHÖREN gelernt habe ist, dass Hendrix beim Spielen
    mit dem Zeigefinger kippelt, wenn er mit Halb-Barrees spielt, um nur die
    Saite erklingen zu lassen, die er will, und er akzentuiert auch sehr
    stark, wenn er diese mini-Powercords (Quinte+Oktave zum Grundton;
    bsp.: 5.ter Bund E-Saite + 5.ter Bund A-Saite). Außerdem hat der ein
    abgedrehtes Timing, das bei gewissen Passagen kontinuierlich schneller
    wird (Bsp.: Diese mine-Powercord-Folge in der Mitte), schon allein
    deshalb ist es Gold wert, den Song rauf und runterlaufen zu lassen...

    Meine Annäherung an das Stück ist folgendermaßen:

    1. Intro bei 50%iger Geschwindigkeit hören
    2. Mit dem no 23 recorder eine Passage bis zu diesem Glocken- oder Triangel-Ton aufnehmen
    2. Die aufgenommene Passage im WMV in Dauerschleife abspielen und bei bedarf in 25%iger Geschwindigkeit
    3. Im Notizblock aufschreiben verschiedene Möglichkeiten aufschreiben, wie
    er es wohl gespielt hat.
    4. Durch genaues Hinhören abwägen, was wohl seine Methode war.

    Das geht verblüffend gut !

    Beispiel:
    1. chord/melody nach diesen beiden deadnote-powerchords am Anfang
    lässt sich entweder

    Mit Leer-Saiten spielen

    oder

    im 5. und 7. Bund

    Was ist nun das Richtige ?
    Wenn man genau hinhört, fällt einem nach dem zweiten Mini-powerchord
    ein längerer slide zu F# (E-Saite, 3. Bund) auf, was nur mit der 2. Variante
    in der Länge (etwa 3 Halbtonschritte) hinhaut.
    2. Indiz: Er die Töne überlappen sich nicht; ein Ton endet, bevor der
    darauffolgende anfängt. Versuch' das mal mit Leer-Saiten ;) ...
    wenn du hingegen mit dem Zeigefinger kippelst, klappt's nach circa
    10 Minuten ^^ ...

    5. Einstudieren
    6. Nächste Passage bis zum nächsten Glocken- oder Triangel-Ton


    Naja, ich wünsch' dir jedenfalls noch viel Spaß beim Spielen und hoffe,
    dass ich dir irgendwie behilflich sein konnte, oder gar Anstoß für
    neue Annäherungen an das Stück sein konnte. :great:

    PS:
    Das Stück, die verwendete Technik und der Gitarrist, der dahinter steckt,
    fasziniert mich so stark, dass ich damit liebäugle, einen kleinen Workshop
    irgendwann dazu zu schreiben... merkt man, glaub' ich ^.^ ...

    PS 2:
    Danke, JPage ! :D

    PS 3:
    Leute, das war mein vorerst letzter Beitrag, ich muss jetzt meinen PC abbauen,
    und dann wird in 9 Stunden nach Düsseldorf umgezogen ^^ ...
    und das bei 666 Beiträge... ein schöner Abschluss, genau so schwebte mir
    das auch vor :twisted: ... also, keep on rockin', folks ! :rock:
    Wir sehen uns irgendwann im September. :)
     
  6. Wikinator

    Wikinator Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #6
    auch wenn du's wahrscheinlich gar nicht mehr hören kannst, danke trotzdem für die ausführliche Beschreibung. Hab gerade erst mit dem Song angefangen, klingt cool ist aber nicht einfach.
    Die D#-Stimmung habe ich sowieso schon von SRV drin, wundert mich aber, dass Hendrix das auch gemacht hat. Muss er aber ja irgendwie, denn wie will er sonst das tiefe Es vor den Trockenschlägen spielen?

    Mir geht's meistens so, dass die rausgehörten Songs zwar viel mehr Arbeit machen als einfach nach tabs zu spielen, aber auch mehr spaß. (nicht das raushören, sondern das spielen, wenn man das gefühl hat, es stimmt)

    Gerade bei solchen Sachen wie, leersaiten oder nicht, oder tonabnehmer, über den er spielt, (im 2. takt wird imho auf dem hals und nicht über den tonabnehmern gespielt) helfen videos doch enorm. :great:
    Mal schauen, ob ich eins von Little Wing auftreiben kann.
     
  7. Wikinator

    Wikinator Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.06   #7
  8. Hans_3

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    Erstellt: 31.07.06   #8
    Eigentlich immer. Klingt leicht dunkler und satter. SRV und andere haben das dann übernommen.
     
  9. Fun Tom

    Fun Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.06   #9
    Ich finde es gut, wie viel Arbeit du dir mit dem Raushören machst und dass du dir die Nummer damit wirklich erarbeitest.

    Man muss nur aufpassen, dass man es nicht übertreibt.
    Denn du bist eben du und nicht Hendrix oder SRV. Folglich wirst du auch deine Art haben, die Nummer zu spielen. Oder selbst wenn du das gleiche spielst wird es anders klingen.

    Ich habe "Little wing" tabs gesehen da war jeder Quietscher akribisch transkribiert. Ich bezweifle, dass selbst der jeweilige Künstler es ein 2. Mal wieder genauso hinbekommen hätte, also ist es Quatsch, sich so eine Version bis zu besagtem letzten Quietscher draufzuschaffen. Das ware einfach eine Momentaufnahme.
    Jeder hat seine eigenen Vorlieben und Ausdrucksweisen. Man braucht bloß mal den Unterschied zwischen der Hendrix und der SRV Version zu nehmen. Gleiches Stück, 2 Interpretationen, beide amtlich.
    Die individuelle Note kommt m.E., wenn man das Thema drauf hat, es im Schlaf spielen kann und DANN anfängt, Verzierungen einzubauen.
    Man muss halt sehen, wo man die Grenze zieht, um Sachen (erstmal) wegzulassen, ohne dass der Charakter des Stückes leidet.
     
  10. Pablo El Grande

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    Erstellt: 31.07.06   #10
    Genau das exakte Nachspielen mit all den Nuancen, die den jeweiligen Gitarristen ausgemacht haben bzw. immer noch ausmachen, bringt einen enorm weiter.
    So klingen wie Hendrix wird man eh nicht. Von daher sehe ich keine Gefahr, dass man eine 1:1 Kopie wird.
    Es geht darum, den Flair der damaligen Zeit aufzufangen und in seine Spieltechnik zu übertragen(z.B. Hartes Anschlagen, kontrolliertes Vibrato und eine kreative Anwendung von Licks, die man schon längst kennt, die man aber nicht gutklingend einsetzen kann (Beispiel:Redhouse) ).Das ermöglicht einem eine enorme Vielseitigkeit und ist ein absoluter Soundgewinn fürs eigene Spiel.
    Je mehr man kann, desto mehr kann man zusammenmischen und so seinen eigenen Sound entwickeln.

    Drum klingen Lukather,Wylde etc. so wie sie klingen...
     
  11. Shapeshifter

    Shapeshifter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.06   #11
    Noch ne Anmerkung: Das coole an hendrix war doch irgendwie, dass er seine Songs nie gleich gespielt hat. Schaut euch mal live versionen zu little wing an ;-)! Trotzdem hatte alles was er gespielt hat Stil :-)!
     
  12. Fun Tom

    Fun Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.06   #12
    Das meinte ich mit "Momentaufnahme".
     
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