Live Earth und Klima - ich hätt da gern mal ein Problem...

von LostLover, 07.07.07.

  1. LostLover

    LostLover Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.07.07   #1
    Ich hab in den letzten Tagen die Promotion für Live Earth gesehen. Der Spot, in dem Promis Müll sammlen und in leeren Räumen das LIcht ausknipsen, ist ja schön plakativ - so in Richtung: "Jeder kann was tun"

    Und eben läuft die Übertragung im Fernsehen und mir fällt eine Meldung auf dem Laufband (wer hat diesen Käse eigentlich erfunden?) ins Auge: " Das Konzert in Tokio begann mit einer spektakulären Lasershow!" ...... äääh - Moment mal: Lasershow????

    Ich soll das Licht ausknipsen und die machen eine Lasershow??
    Mir schossen ein paar Fragen durch den Schädel:

    - Da stehen 9 riesige und ein paar hundert kleinere Bühnen rum. Wurden die per Hand hingetragen und aufgebaut oder per LKW und Gabelstapler und Elektromotor transportiert?

    - Sind die verwendeten Lampen (Zigtausende!!) eigentlich LEDs oder die guten, alten PARs - die die Bühnen so schön auf Hähnchengrill-Temperaturen bringen? Und die Riesen-PA's : sind das alles stromsparende Digitalendstufen mit Schaltnetzteilen oder die gute alte Analogtechnik, mit der entsprechenden Abwärme und Transportkosten?

    - Wieviele Hektoliter Chemoflüssigkeit werden eigentlich nach den Konzerten mit den Dixi-Klos ausgeschüttet?

    - Wieviel Strom verbrauchen Röhrenamps? Und die Grills und Kühlanlagen des Caterings?

    - Wieviel Fleisch liegt da auf den Grills? In China werden es vielleicht Käfer, Schlangen und Skorpione sein - aber für den Rest der Welt hat vermutlich eine grössere Herde Nutzvieh in Gras gebissen. (Sorry wegen des Kalauers....)

    - Wie kommen die Zuschauer an den Veranstaltungsort? Und die Bands und die Crews und die Journalisten? Zu Fuss? Bus, Bahn, Auto, Flugzeug? Wieviele Kubikmeter Sprit hat das verbraucht?

    Ehrlich gesagt: ich bekam ein ganz mieses Feeling, was diesen Konzerttag angeht.

    Wenn man mal hochrechnet, welcher personelle und matrielle Aufwand hier monatelang getrieben wurde, dann frage ich mich: wieviele Lampen muss ich ausknipsen, um das wieder reinzuholen? Wie oft muss ich zu Fuss zum Einkaufen gehen, um diese Spritmengen einzusparen?

    Mir fiel eine Aussage von Harald Schmidt ein, dem vorgeworfen wurde, "zynische" Witze über den Tsunami in Thailand gemacht zu haben. Seine Antwort war: Wirklich zynisch sei es, dass Deutschlands B-Promis reflexmässig in Spenden-Sondersendungen ihre Nasen in die Kamera halten und Betroffenheit heucheln. Langsam verstehe ich, wie das gemeint war.

    Live-Konzerte in dieser "Live-Earth" - Kategorie haben normalerweise einen Verbrauch an Energie und einen Ausstoss an Müll, der weder in der Grössenordnung noch an Sinnlosigkeit zu toppen ist. Aber eine Party ist eine Party. Entertainment ist wichtig und ergibt in diesem Fall ein weltweites Gefühl der Zusammengehörigkeit - das ist etwas Schönes.

    Der Klimawandel ist eine Bedrohung für die Menschheit. Möglicherweise - sicher bin ich mir da nicht. Ich weiss auch nicht, ob man irgendetwas dagegen tun kann. Aber nehmen wir's mal an. Dann sollte man auch etwas dagegen tun.

    Aber wie geht das zusammen? Lautet das Motto also: "Party gegen den Weltuntergang" ? Oder "Verschwendung für's Sparen" oder "Jubeln gegen die Angst"? Was steckt dahinter: einfach nur Blödheit oder kommerzielle Abgebrühtheit oder Zynismus oder "Brot und Spiele" um das dumme Volk ruhig zu halten oder meinen die das ehrlich und sind bloss nicht in der Lage, von der Tapete zur Wand zu denken.....oder was ist da los?

    Ich bin verwirrt. Erklärt es mir.
     
  2. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #2
    Was dahinterstecktn? Zum einen ist da Al Gore, der eigentlich US Präsi sein müsste, hätten die Republikaner 2000 nicht irgendwo her die paar Stimmen zusammengekratzt, der heute, trotz Luxusvilla mit sehr hohem Energieverbrauch nichts besseres zu tun hat als mit Katastrophenvisionen (wegen dem Klimawandel) Geld zu verdienen.
    Zum anderen gibt's einen Haufen Unternehmen die gerne "Greenwashing" betreiben, auch wenn sie selbst eher Menschen und Umweltfeindlich aggieren, daher aber locker mal eben ein paar Millionen für so ein Konzertzeug zuschießen, dem guten Ruf zuliebe. Wer dabei sponsort findest du überall im Netz, das geht quer durch die Bank der Großkonzernene.

    Dann gibt's noch Musiker, die statt stillscheigend mal ein paar Millionen zu spenden bei sowas mitmachen, dem Ruf zuliebe, aber auch weils eine nette kostenlose Werbeplattform ist.

    ..zu guter letzt gibt's natürlich noch den Zuschauer, der wenn er nicht darüber nachdenkt das alles für eine tolle Sache hält. Ist er arrogant und denkt drüber nach fällt ihm auf dass das alles ein großer Schwindel ist, solche Konzerte könnten auch ohne Motto laufen, ohne Leute zu belügen, wahrscheinlich würden die Sponsoren dabei aber nicht mitspielen :D
     
  3. Easton

    Easton Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #3
    wenn man sich über deine argumentation gedanken macht, hast du recht

    als alternative wären doch kleine akustik festivals gut gewesen, die an mehreren kleineren städten wären. und das essen muss mamn sich selbst mitbringen
     
  4. mastaofdisasta

    mastaofdisasta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #4
    schön das es außer mir auch noch leute gibt, denen das auffällt...
    aber ich bin mir nichtmal sicher, ob sich al gore darüber im klaren ist, das er das fördert, was er stoppen will.....schlieslich ist er US-Amerikaner....
    eigentlich müsste man sich zur hauptsendezeit in die pro7 rechner hacken und allen zusehern eben ds klarmachen....oder wir versuchen es mit der "alle gleichzeitig spühlen und so alles lahmlegen"-methode, obwohl die wieder dem wasserverschwenden zugute käme....
    naja, es hilft allet nichts....das beste ist wohl heute abend eine outdoor party zu machen und vor dem gehen schön alle stand-by geräte ausstecken und alles licht löschen.....am besten einfach sicherung schmeißen.


    *es mag ein hauch zynismus und sarkasmus durchgerutscht sein, allerdings nur um klar zu machen, das ich der meinung bin, das wir eh nix dran ändern können....egal was so al gore ähnliche optimisten sagen.
    Ich bezeichne mich übrigens als realisten, allerdings merke ich immer öfter, das der realismus dem pessimismus oft ähnelt, wieder ein zeichen wie beschissen es auf dieser welt zugeht...

    ich lass es jetzt, ich will mir meine gute laune nicht verderben....
    lg,
    dom
     
  5. [HWOS] g30rG

    [HWOS] g30rG Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #5
    mir ist das ganze auch schon aufgefallen und da ich eigentlich ein gutmensch bin wollte ich erstmal positiv drüber denken. mir ist der gedanke gekommen, dass das festival auf die situation aufmerksam machen will und noch mehr menschen erreichen informieren und zum nachdenken anregen will. es könnte sein dass dies den verbrauch der druch die konzerte entsteht wieder revidiert.

    allerdings frag ich mich wen das erreichen soll, es weiß doch eigentlich eh jeder bescheid. deine argumentation gefällt mir. vlt ist das auch nach dem motto - "solange wir noch können machen wir party- und zwar richtig" :D
     
  6. Nashrakh

    Nashrakh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #6
    Geht mir genauso. Ich dachte eigentlich, man wolle auf solche Shows verzichten, zumindest habe ich das irgendwo gelesen... Nya es ist kontraproduktiv, ich denke ein Akustik-Konzert wäre wirklich ne klasse Alternative gewesen^^
     
  7. guitar_anfaenger

    guitar_anfaenger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #7
    is doch alles verarsche. es gibt keinerlei beweise dafür das es den klimawandel überhaupt gibt

    ich freu mich auf die chili peppers aber der rest interessiert mich nicht solange es keine beweise gibt
     
  8. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 07.07.07   #8
    Hmm, ich schau mir gerade eine Übertragung aus London an, die nach "Second Life" eingespielt wird (ich hab hier nichts anderes dazu). Das Problem ist halt, dass die Menschen normalerweise erst dann aufwachen, wenn es schon zu spät ist, es schon geknallt hat. Deshalb will man hier jetzt halt klotzen, statt zu kleckern. Mit Recht, es wird Zeit...
     
  9. Blinded by Me

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    Erstellt: 07.07.07   #9
    Trotz der hier schon aufgeführten Gründe finde ich die Idee an sich eigentlich wirklich nicht schlecht. Bei ALLEM was wir machen, wird Energie verbraucht, deswegen ist es lächerlich, sich darüber aufzuregen, dass die Zuschauer eventuell mit dem Auto gekommen sind - man könnte genauso gut sagen, sie wären stattdessen mal mit dem Auto einkaufen gefahren... Wie viel Strom verbrauchen Röhrenamps? Lol. Natürlich stimmt es, dass an dem Tag auch Energie verbraucht wird, aber das wird es überall und bei fast allem, was wir tun. Und ich bestreite auch gar nicht, dass so ein Riesenevent eine Riesenmenge Strom und Aufwand kostet.

    Ich glaube allerdings, dass die Nachricht, die so etwas vermitteln will ist, dass man sich bewusst sein soll, dass die Welt davon betroffen ist. Ob sie sich allerdings so verändert, wie Gore es prophezeit, ist wieder etwas ganz anderes...
     
  10. Lance85

    Lance85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #10
    Was passiert denn eigentlich mit den Einnahmen?
    Also die einzig logische Folgerung wäre - wenn die den ganzen Zirkus einigermaßen ernst meinen - die Einnahmen für die Forschung nach alternativen Energiequellen einzusetzen...
    Meine Meinung.
     
  11. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.07   #11
    Es geht um Symbolkraft. Und die wiegt die 60.000 Tonnen CO2, die das Festival verbraucht(heute auf Spiegel Online gelesen) wieder auf. Nach Ansicht der Veranstalter zumindest. Ob man damit allerdings wirklich Staatsmänner zum Umdenken bewegt, will ich persönlich stark bezweifeln.

    Allerdings: 60.000 Tonnen CO2 könnten auch sinnloser verbraten werden. ;)
     
  12. LostLover

    LostLover Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.07.07   #12
    Ja, natürlich. Symbolik.

    Brainstorming:
    Ich erinnere mich an die ersten Konzerte dieser Art: LiveAid in den 80ern war ein Riesending. Hat die Probleme Afrikas thematisiert - aber welche Fortschritte sind in der Realität zu verzeichnen? Der Publicity-Effekt war riesig, der messbere Erfolg nach allem, was ich weiss gleich null: Ruanda, Simbabwe, Darfur, Athiopien, Somalia - AIDS, Hunger, Krieg und Sklaverei auf dem ganzen Kontinent: es brennt mehr als je zuvor.
    Das Concert against Apartheid (Free Nelson Mandela!) hat allerdings so einen weltweiten öffentlichen Druck erzeugt, dass ich sagen würde, es hat zur Beseitigung der Apartheid beigetragen. Immerhin. Die G8-Protest-Konzerte waren nur ein schlechter Witz. Eine gute Methode, um den wirkungsvollen und schmerzhaften Widerstand auf den Strassen in Schach zu halten.

    - Ich finde den Gedanken eigentlich auch ganz reizvoll, mal ein weltweites Event zu machen OHNE es durch eine gutmeinende Botschaft rechtfertigen zu müssen. Einfach mal worldwide Party machen, ohne sein schlechtes Gewissen damit pampern zu müssen. Schade, dass das scheinbar nicht geht.

    - Ich hab mal drauf geachtet: tatsächlich, in Hamburg wird die Bühne komplett mit LEDs beleuchtet. Manchmal bin ich stolz auf mein Land und seine Gewissenhaftigkeit. :) Perfekt! :great:

    - Al Gore: Kommt sehr integer rüber. Als Berufspolitiker, Kongressabgeordneter, Ex-Vize-Präsi weiss er ja, wie man diesen Eindruck erzeugt. Ich hab grad eben seinen Film gesehen. Geschliffene Rhetorik, feinste Lobbyarbeit. Zielgruppe: Anhänger der Demokratischen Partei der USA. Die Amis interessieren sich nicht die Bohne für irgendetwas ausserhalb ihrer Grenzen. Aber sie mögen Action, sie mögen Erfolg, sie mögen Sieger. Wenn Al Gore hier punktet, wirkt sich das direkt auf die Wahlchancen seiner Partei aus. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das einordnen soll. Ein US-Berufspolitiker - und Al Gore war nie etwas anderes - wird nicht zum Heiligen, bloss weil er mal eine Wahl verloren hat.

    - Ein Teil der Einnahmen (keine Ahnung, wieviel) soll tatsächlich für Forschungsprojekte gestiftet werden. Bei 45 Euro Eintritt für so eine Riesenproduktion wird das aber nicht allzuviel sein, was da nach Abzug der Kosten übrigbleibt.

    - An wen genau wird hier eigentlich eine Botschaft gerichtet? An die Konsumenten in den Industrieländern, die ihr Verbrauchsverhalten ändern sollen? An China, das derzeit Rohstoffe in Irrsinnsmengen für einen nie dagewesenen Bauboom verballert? An die US-Regierung, die fast ausschliesslich aus Vertretern der Öl-Industre besteht und eh nur noch ein paar Monate hat, bis der Wahlkampf beginnt? An die Menschen in den Entwicklungsländern, die - z.T aus schierer Not - täglich zig Hektar Urwälder roden?

    - Al Gore hat's im Film gesagt: es ist eigentlich eine moralische Frage. Man darf sich nicht vorwerfen lassen, gar nichts getan zu haben. Nur: mit dieser Motivation neigt man schnell mal zu blindem Aktionismus.

    - Das soll ja der Auftakt zu einer dreijährigen Kampagne sein. Ich bin gespannt. Auf die Art, die Unterstützer, die Finanzierung, die Zielgruppen, den Erfolg. Klimaschutz wird zum Wirtschaftsfaktor gemacht - gute Idee. In Klimaschutz muss Geld investiert werden. Und Geld wird nur dann investiert, wenn noch mehr Geld rausgezogen werden kann. So denken jedenfalls die, die's haben - sonst hätten sie's nicht.

    - Ich habe gerade neulich eine Doku über Helmut Schmidt gesehen, den ich persönlich für den brilliantesten Kopf in der Deutschen Politik halte. Er muss vor allem auf niemanden Rücksicht nehmen - und hat eh nie ein Blatt vor den Mund genommen. Er behauptet, das grad angefangene Jahrhundert würde noch schwieriger für die Menschheit werden als das letzte (!). Interessant: kein Wort übers Klima. Seine Begründung: Überbevölkerung. Die Erde wird die Menschen nicht mehr ernähren können, die Rohstoffe werden uns ausgehen, Flüchtlingsströme werden unkalkulierbar anschwellen. Ist "Klimawandel" vielleicht das falsche Thema?

    - Aber für Klimaschutzmassnahmen wird Geld fliessen. Für die Begrenzung der Überbevölkerung wohl eher nicht. Von den chaotischen Zuständen in Afrika und der Zerstörung des Regenwaldes profitieren die Industrieländen sogar - nicht zu knapp. Wer das lösen will, hat mit Widerständen zu rechnen. Klimaschutz dagegen ist "schick" - und mittelfristig profitträchtig.

    - ich habe mal irgendwo gelesen, dass Windkraftanlagen in Produktion, Bau und Wartung mehr Energie verbrauchen als sie während ihre Laufzeit aus dem Wind gewinnen können. Ob das stimmt?

    Ich hab aber immer noch keine abschliessende Meinung. Wird 'ne Weile dauern, bis ich da durchblicke.
     
  13. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.07.07   #13
    ICh finde diese Diskussion ist mal wieder typisch.

    Da macht einer was und schon ist es wieder nicht gut. Leider ist es so viel einfach Leute dafür zu kritisieren wenn sie was machen, als selber was zu machen. Das dürfte auch mit der Grund sein warum sich nur wenige trauen etwas auf die Beine zu stellen.


    Ok aber zurück zum Thema:

    Bei den Bühnen hat man versucht auf möglichst sparsame Lampen (LEDs) zu setzen. Die benötigte Energie stammt aus regenerativen Quellen.

    Alle Künstler spielen ohne Gage. Was an Einnahmen übrig bleibt wird für entsprechende Hilfsprogramme verwendet.

    Der erzeugten Co2 Ausstoß soll durch geeignet Maßnahmen an andere Stelle wieder "gut gemacht" werden.

    Das Pro7 nicht ohne Eigennutz das ganze überträgt und dazu auffordert SMS zuschicken damit vielleicht der eigene Name über den Bildschirm läuft dürfte klar sein.
    Ich kann euch sogar vorhersagen was wir in den nächsten Tagen in den Zeitungen lesen werden:

    -Die Autoreifen Deko von der NY -Bühne wurde nicht perfekt recyclet sondern sind im normalen Müll gelandet

    -backstage gabs das essen auf PLastiktellern

    usw.

    Was ich sagen will ist: Wer nur lange genug sucht wird immer irgendwas finden was man kritisieren kann. Sicher sind da auch genug Leute dabei die das nicht Vordergründig wegen des Klimawandels machen. Es macht aber eigentlich kein Unterschied aus welchen Gründen man etwas für das Klima tut, solang man es tut. Und wenn du nur daheim das Licht ausschaltest weil dir der Strom zu teuer ist. Das Ergebnis ist das Gleiche.

    Jaja. Mir ziemlich egal was du glaubst. Solang du deine Standby-Geräte richtig ausmachst und kein Licht unnötig brennen lässt
     
  14. Cliff Burton

    Cliff Burton Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.07   #14
    naja ich stelle das hier mal rein http://video.google.de/videoplay?docid=-579842394700945563
    falls es noch keiner kennt...
    für mich haben die antis bessere argumente und da mir der ganze mist sowieso aufn sack geht interessiert mich dieses klima auch nen scheiß.
    allerdings fänd ich es sehr angenehm wenn man die ganzen abgase usw mal verringert damit man in der stadt mal vernünftig atmen kann.
     
  15. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.07   #15
    Einfach zu lustig gestern: N-TV zeigt gerade an diesem Tag eine "doku" über die Lüge der Klimaerwärmung (teils beeindruckend, wirkte aber an vielen Stellen auch wie an den Haaren herbeigezogen: Ergebnis: Ein großer Schwindel!), in den darauf folgenden Nachrichten erklärt man den Klimawandel dank Live Earth wieder zum Hauptproblem ;) Dann sehe ich Gore, der wirklich eher daherkam als wolle er Wahlkampf betreiben.. seine Doku verpasste ich.. aber was sendet Pro7 den da? Klimaerwärmung mit schlimmste Folgen für Deutschland!! Hysterie.. Ohh Gott, die Welt geht unter!
    und habe natürlich G8 noch im Hinterkopf: Irgendwann in soll's vielleicht mal eine Co2 Reduktion geben..

    Meine Meinung hat sich aber noch immer nicht geändert, wir müssen an alle Umweltsauereien denken und nicht nur das Co2 ins Auge fassen. Auf der Welt sterben täglich tausende von Menschen, nicht weil sie von einer Flutwelle nach Hollywoodart überrollt werden, sondern weil sie verschmutztes Wasser trinken müssen oder weil ein Kerl wie Al Gore evtl. doch in Aktienfonds investiert die Firmen beinhalten die sich als Wasserversorger in der 3.Welt einkaufen um die dortigen Menschen den letzten Cent aus der Tasche zu ziehen.

    Wenn wir alle weniger konsumieren würden (was auch eine Wachstumsreduktion wäre!) wäre der Umwelt und dem Klima besser geholfen, aber sowas kann ein ex US-Vize nicht über die Lippen bringen, das wäre ein Eklat. Das zu sagen wagt man auch in Deutschland nicht.
     
  16. Günter Sch.

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    Erstellt: 08.07.07   #16
    Jetzt ist der klimawandel "mode", und jeder der auf diesen zug aufspringt, fühlt sich als streiter für eine bessere welt. "Hach, wie sind wir alle gut!"
    Ich verwende seit eh und je sparlampen, und was sehe ich in einem lampengeschäft? Und was sehe ich in der ganzen welt?
     
  17. Blinded by Me

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    Ich muss sagen, ich habe mal für 5 Minuten in diese Galileoshow geschaltet. Und was die da gesagt haben, war wirklich mehr oder weniger lächerlich: Es wird nur noch wenige "Oasen" in Deutschland geben, die nicht austrocknen werden, wie z.B. irgendein Tal im Harz, Gebiete wie das Ruhrgebiet seien höchstgefährdet...
    Ich hab nach 3 Minuten wieder ausgeschaltet, mir war das echt zu dumm.

    Al Gores Doku fand ich hingegen echt stark und glaubwürdig. Natürlich muss bei sowas auch nicht alles stimmen, und Zukunftsprognosen stimmen eh nie (;)), aber als ich den Film zum ersten Mal gesehen hab, fand ich das wirklich schon sehr bedenklich.
     
  18. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.07.07   #18
    Vielleicht sollte sich mal Fragen wer diese Anti-Dokus finanziert?

    Ich will hier nicht über die progonostizierten Folgen streiten, da diese sich wirklich nur schwer vorhersagen lassen.

    Viel Fakten bietet dieser Bericht ja eigentlich nicht, nur viele Behauptungen die dann durch "Experten" belegt werden. Und hier kommen wir zum eigentlichen Problem. Irgendjemand müssen wir glauben. Die Zusammenhänge sind so komplex, dass wir sie ohne spezielle Fachkenntnisse nicht nicht verstehen können.

    Leider fehlt eine Auseinandersetzung mit den Argumenten der Gegner komplett:

    http://www.climateofdenial.net/?q=node/3
    http://de.wikipedia.org/wiki/The_Great_Global_Warming_Swindle

    Sprich wenn man falsche Daten und widerlegte Darstellungen nimmt kann man alles behaupten und belegen.
     
  19. Zakk Wylde 369

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    Erstellt: 08.07.07   #19
    Das ist das was ich mich seit gestern auch Frage.
    Der ganze Aufwand um die Bühnen dort aufzustellen und der ganze Strom der bei den Shows verbraucht wird und wa wird der einzelen aufgerufen Strom zu sparen oder mal aufs Auto zu verzichten. Soweit ich weiß verursacht doch eh über 90% die Industrie den Ausstoß! Für mich ist das alles bisschen arg übertrieben mit dem "Klimawandel"...
     
  20. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.07   #20
    Wer die Antidokus finanziert dürfte jedem mit gesundem Menschenverstand sofort einfallen :D das sind diejenigen die keinen Cent in Umweltschutztechnologie investieren wollen.

    Wenn aber Automobilhersteller Live Earth sponsorn dann hat das auch einen faden Beigeschmack, auch die Lobby derjenigen die mit der "Erderwärmung" Kasse machen sollte mitbedacht werden, letztlich hängen da sogar AKW Betreiber mit drin und es ist ein Milliardenmarkt, sämtliche Regenerativen Energien werden in Deutschland vom Staat subventioniert. ich behaupte nicht das dieses vorgehen verkehrt ist. Aber wo Geschäft zu machen ist, gibt's auch Leute die durch Horrorvisionen den Umsatz noch steigern wollen und Gore ist nur einer von vielen Übertreibern.. die Medien machen fleissig mit.

    Daher meine Ansicht man sollte es komplexer betrachten und eben nicht nur einseitig: Erderwärmung Ja oder Nein, bzw. nur Co2 macht die Umwelt kaputt.
    Wen interessiert das Co2 wenn Wasser, Boden evtl. auch noch Luft durch andere Dinge dermaßen verseucht sind das das Leben fast nirgendwo mehr möglich ist? Egal ob durch Feinstaub/Chemie/erhöhte Radioaktivität/Müllberge/Überbevölkerung?
    Vielleicht ist gar Feinstaub schlimmer als Co2 weil der noch mehr Sonnenstrahlen reflektiert?