Lockvogelangebote bei Mediamarkt (rechtliche Lage? vgl Aldi)

von LilyLazer, 16.01.06.

  1. LilyLazer

    LilyLazer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #1
    Hallo,

    habe gerade einen Bericht gesehen, wo es um den kürzlich
    verkauften DVD Player bei Mediamarkt ging (unter 20€ glaub ich).
    Nach wenigen Stunden war der jedoch ausverkauft und es
    wurde wohl eine Art Anklageschrift erhoben, weil Sonderangebote
    wohl mindestens 2 Tage verfügbar sein müssen. (ansonsten
    gelten sie als Lockvogelangebote)

    Wie sieht das denn dann bei Aldi aus? Dort hat man doch auch bei
    super Angeboten Abends keine Chance mehr noch etwas zu bekommen.
    Am nächsten Tag braucht man überhaupt nicht mehr auf irgendwas
    zu hoffen.

    Ich hoffe das dieses Thema nicht gegen irgendwelche Regeln verstößt,
    weil ich ja kein Unternehmen ins schlechte Licht rücken möchte, lediglich
    etwas über die Rechtslage und die Meinung der User erfahren möchte.
     
  2. Mogadischu

    Mogadischu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #2
    Ich denke mal, wenn die in ihren Prospekten stehen haben "Nur solange Vorrat reicht" sind sie rein rechtlich aus dem Schneider.
     
  3. sth_

    sth_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #3
    Nein, sind sie nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Lockvogelangebot

    "Grundsätzlich entbindet der Zusatz "So lange der Vorrat reicht" das werbende Unternehmen nicht von seiner Pflicht die Ware, im Regelfall zwei Tage, vorzuhalten."
     
  4. Perfect Drug

    Perfect Drug Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #4
    Wahrscheinlich machen die mit so einem Angebot so viel Kohle, dass ihnen die Strafe egal ist...

    "Grundsätzlich entbindet der Zusatz "So lange der Vorrat reicht" das werbende Unternehmen nicht von seiner Pflicht die Ware, im Regelfall zwei Tage, vorzuhalten."
    Und wenn "grundsätzlich" steht gibt es dafür wahrscheinlich irgendeine Ausnahme.
     
  5. Mogadischu

    Mogadischu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #5
    Na wenn das mal kein Schlupfloch ist!
     
  6. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #6
    es muss eben einen Spielraum für Auslegungen geben. Wenn ein mittelgroßes Unternehmen Werbung für ein Angebot geschaltet hat, dann kann man diesem Unternehmen eben nicht unter allen Umständen zumuten, garantiert genügend Wahre für zwei Tage geordert zu haben. Es ist eben nicht in allen Fällen absehbar, ob ein Produkt ein Selbstläufer oder ein Ladenhüter wird.
     
  7. gorgi

    gorgi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #7
    Und jetzt liest du nochmal und schaust mal worauf sich die jegweiligen textschnitt beziehen. Das "grundsätzlich" bezieht sich auf den kompletten satz. Das "im regelfall" nur auf die Ware. Die regel is mindestens zwei Tage, wenn nich länger.
     
  8. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #8
    und? :confused:

    Das ändert nichts daran, das sowohl Grundsätzlichkeit als auch der Regelfall implizieren, das es Ausnahmen, man könnte sie Schlupflöcher nennen, gibt...
    ;)
     
  9. Zakk Wylde 369

    Zakk Wylde 369 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #9
    Das mit dem angebot das sie das 2 tage anbieten müssen stimmt nur, wenn das angebotene produkt massiv beworben wurde!:)
     
  10. Hans_3

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    Erstellt: 16.01.06   #10
    Rechtlich ist zwar alles auf Seiten der Kunden. Aber wer geht dann schon hin und verklagt privat einen Handelskette, weil der beworbene Monitor nicht mehr erhältlich war?


     
  11. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.01.06   #11
    Die Klage eines Kunden scheitert bereits an der Frage der Zulässigkeit! :eek:

    Klagen können nur Mitbewerber. :(