Logik beim Patchbasteln!?!?

von shebsen, 26.10.06.

  1. shebsen

    shebsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.06   #1
    Ich scheitere derzeit an einer einfachen Aufgabe!

    Ich habe all meine Einzeleffekte verkauft um mir das ZOOM G7.1u7 zu kaufen und nicht damit gerechnet, dass der Stress damit erst anfängt...

    Unsere Band hat um und bei 20 Songs, wovon ich bei vielen mehr als drei Sounds verwenden möchte!

    Manchmal kann ich einen ganzen Song mit einem Patch im Manual Mode spielen, aber oft geht das nicht und dann muss ich zwei Patches spielen, wovon ich dann einen im A/B, und den anderen im Manual Mode spiele!

    Dann kommt noch hinzu, dass ich die Sounds gerne alphabetisch nach Songtiteln sortieren würde, aber dann die seltsamsten Bankaufteilungen erhalte!


    Ich bin noch neu im Land der Multis, aber das Gerät an sich verstehe ich jetzt in seiner Ganzheit!

    Ich hätte so gern ein paar Erfahrungsberichte darüber, mit welcher Logik ihr beim Soundbasteln für Songs vorgeht!

    Wird denn wirklich jeder irgendwann faul (wie unser Leadgitarrist;) ) und benutzt nur noch ein Patch für alle Songs?
     
  2. GreedyFly

    GreedyFly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #2
    Bei mir war es so, dass ich irgendwann festegestellt habe mit weniger zufrieden zu sein.
    Hatte das GFX-5 (daher kein direkter "Vergleich" zu Deinem Board) und habe am Ende den manuellen Modus nicht mehr live genutzt. Dafür habe ich mir lieber getrennet Patches gespeichert.... das war einfacher zu handhaben.
    Was die Reihenfolge betrifft (auf die Songs gesehen), zahlen sich weniger Patches auf Dauer auch mehr aus, da sich die Stepperei in Grenzen hält.

    Wohlgemerkt alles den Live-Betrieb betreffend!

    Ausserdem kann sich bei weniger Patches auch bei Covern ein "eigener" sound herauskristallisieren, was - in unserem Fall - sehr guten Anklang findet... klingt nicht so noch synthetischem ge-covere, wie ich das gerne nenne. Aber das ist ein anderes Thema...
     
  3. Schwammkopf

    Schwammkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.06   #3
    hmmm also von logik hab ich in diesem zusammenhang noch nie was gehört ...

    wenn ich von einer zur nächsten passage im song 4 effekte umschalten muss weil mir der sound dann besser gefällt, dann mach ich das auch!

    ist auch uA ein grund dafür, dass cih keine multis verwende. da hat man ein paar presets pro bank aber mehr nicht - das reícht nunmal bei mir für keinen song!
     
  4. Löwe

    Löwe Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.10.06   #4

    Dann will ich diesem mal nach kommen... ;)


    Ich habe an die 130 Songs im Reportoire.
    Als ich das Multi neu in meinen Sound integriert habe, habe ich mich durchaus erst einmal hingesetzt und in aller Ruhe:
    1.) die Bedienungsanleitung studiert
    2.) die Setup- Einbindung überlegt
    3.) die Preset- Belegung geplant.
    Die letzten beiden Punkte habe ich schriftlich erledigt, ohne einmal die Gitarre oder das Gerät überhaupt berührt zu haben.

    Die Überlegungen waren vorher u.a. :

    - Wie viele Grundsounds brauche ich ?
    (auch unter der Be(tr)achtung, dass sich bei verschieden PU-Einstellungen ebenfalls der Grundsound ändert)
    - Deswegen ebenfalls: wann verwende ich welchen PU ?
    - Wie regel ich die Lautstärkenanhebung bei Soli ?
    - Welche Effekte sind für mein Vorhaben überhaupt brauchbar ?
    - Wie werden die Effekte in den Sound eingebunden ?
    (sprich: sind FX bei Preset-Aufruf schon vorhanden ?
    Oder muss ich sie per Fuß hinzuschalten ?)
    - Wie oder/und wie viele Taster/Pedalwippen brauche ich für Echtzeit-Steuerung ?..
    .. und wie werden sie am sinnvollsten belegt ?
    - Womit soll der Sound zusätzlich (noch) angereichert werden ?
    (z.B. Delay, Hall, Kompressor=dauerhaft ?)
    - Wie ordne ich die fertigen Presets sinnvoll an ?
    - Wie viele Bänke werden dafür benötig ?

    Also habe ich grobe Belegungspläne entworfen :

    --> Skizze der Verkabelung
    --> einen für die Bankbelegung
    --> und einen, der eine Übersicht über meine Presets darstellt.

    UND ERST JETZT habe ich zum ersten Mal die Anlage "scharf" geschaltet.

    Als erstes habe ich überprüft, ob meine Setup-(Vor-)Überlegung auch real gut klingt,
    oder ob es irgend welche Störgeräusche hervor ruft.
    Als zweiten Schritt habe ich mein sogenanntes Basis-Preset erstellt.
    (Das Preset, mit dem ich laut meiner Überlegung/Planung am meisten arbeiten werden würde
    --> 1 x "Clean" und 1 x "Verzerrt")
    Aufbauend auf diesem Preset habe ich alle weiteren erstellt.

    Vorgang: (Preset-Erstellung)

    1.) Amp-Modell auswählen
    2.) Amp-Modell einstellen
    3.) Boxen-Modell auswählen
    (Ich mache das nicht unbedingt nach realen Vorbildern/Kombinationen , sondern rein nach dem, was mir vom Sound her gefällt.)
    4.) Stompbox-Elemente anpassen
    5.) Mit Delay oder/und Hall abschmecken
    6.) Modulationen hinzufügen
    7.) Echtzeitbedienungselemente belegen
    (bestimmen was z.B. mit Control-Taster, oder Fußschwellpedal(en) gesteuert werden soll)
    8.) Abspeichern
    9.) Sinnvoll umbenennen
    10.) Back-Up = Sicherungskopie (sofern möglich) erstellen.
    (z.B. per Midi-Übertragung auf einen Rechner/Archivierungsprogramm)

    Anmerkung:
    Diese Vor(her;) )gehensweisen lassen sich übrigens in vielen Lebensbereichen anwenden/übertragen. Sei es bei der Sender-Programmierung eines Autoradios, bei der Einrichtung eines PCs, oder beim gemeinsamen Urlaub...

    --> vernünftig geplant erspart viel Arbeit und auch Ärger !!!


    Ich handhabe das so:

    Ich hoffe, dass ich Dir .. und natürlich auch anderen ein paar Anregungen mit auf den Weg gegeben habe.
    Und wie gesagt: --> richtige Planung ist der halbe Erfolg !!!


    Gruß - Löwe :)
     
  5. shebsen

    shebsen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #5
    Das nenne ich mal eine Ausführliche Antwort!

    Danke Leo...
     
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