Lohnt das Fender Fm100Watt-Halfstack, Alternativen?

von Fliege, 26.10.05.

  1. Fliege

    Fliege Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.10.05   #1
    HI

    Ich wollte nach Weihnachten auch mal die Anschaffung eines bandtauglichen Amps angehen, und bin grad eifrig auf der Suche. Dabei bin ich auf das Halfstack von Fender gestoßen, was mich schon mehr interessierte, da es sehr preiswert ist, und mich der Fender Frontman 212 auch recht überzeugt hat, den ich mal gespielt habe.

    Sicher habe ich auch viel gelesen in Richtung, dass man die Finger von billigen halfstacks lasen sollte und lieber eine gebrauchte Röhrenkombo für den Preis erwerben sollte, aber ich frage trotzdem mal nach. Das Stack (FM100H und FM412 Box) wurde ja auch ind er aktuellen Gitarre und Bass getestet, und kam dabei auch sehr gut weg, auch unabhängig von dem tollen Preis. Die Spezis dort schreiben ja, dass es sehr druckvoll ist, von satten Clean-Klängen bis Metal geeignet und so weiter, alles in Allem so etwas wie ein kleines Soundwunder. Wer kann mir sagen, ob da wirklich so viel drin ist wie draufsteht? Laut dem Bericht gibts ja da einen tollen Clean-Kanal, guten Crunch und leichte bis metalbrett-Zerre, nen sehr effektiven Countour-Regler und einen "für transistor-amps recht röhrigen" Sound.

    Ich suche etwas, was auch für länger gut sein soll, und nicht dauernd weitere Kosten nach sich zieht, bin ja auch nur Student, und Proberaum etc kostet ja auch immer ne Menge, so dass ich kaum immer 100€ auf Seite werde legen können, um im Zweifel eben n neuen Satz Röhren einbauen lassen zu können. Halfstacks haben natürlich Eier, und vielleicht erliege ich da ja auch nur meinen großen Augen wenn ich sowas sehe ;) Was mir wichtig ist ist, dass der Abstrahlwinkel ganz gut ist, und ich ne Menge Druck und Punch im Sound hab, was Fender mir scheinbar bietet laut dem bericht. 412er sollten ja schon ganz gut strahlen, dass auch möglichst alle Leute im Proberaum dann genug von mir hören, und nicht direkt vor der Box stehen müssten, wie bei allen 1x12ern die ich bisher gespielt habe, wo keine Höhen mehr zu hören waren wenn man etwas seitlich stand. Mit dem Fender-Sound kann ich mich glaub ich auch sehr gut anfreunden;) Probespielen müsste ich wohl trotzdem mal gehen, wenn ich rausfinde wo man dieses Teil in Berlin mal spielen kann, aber das kann ich grad zeitlich nicht, und noch hab ich das Geld ja auch nicht, bin also noch dick in der Informationsphase. Ein ganzes halfstack für unter 500€ lockt da natürlich sehr, zumal das ja allein der Neupreis ist, bis dahin gibts das sicher auch gebraucht nochmal billiger.

    Ansonsten wäre ein Marshall mit 2x12er sicher nicht verkehrt, hab mal den MG250DFX gespielt, war auch sehr geil, und allgemein finde ich den Sound von 2x12ern deutlich besser als bei 1x12ern. Jedenfalls haben mich der Marshall und der Fender deutlich mehr gerockt, als die Teile mit nur einem Speaker die ich gespielt habe von Fender, Peavey, Kustom (oh herrje) und H&K, ich glaube die Kombo mit einem Speaker, die mich von den Socken haut muss noch gebaut werden.

    Was Empfehlungen angeht nehm ich erstmal alles auf an Halfstacks und Kombos mit 2x12er mit einem Preisrahmen bis max 500€, 400€ wär mir natürlich noch lieber. Vollröhre muss nicht zwingend sein, ich brauche etwas grundsolides. Etwas lieber vielleicht noch einen Hybrid-Verstärker, auch wenn die net Fisch und net Fleisch sein sollen, aber mit Röhrenzerre in der Vorstufe und neutraler Transistorverstärkung hätte ich auch kein Problem, hab mir auch die Marshall Valvestates auf die Interessant-Liste geschrieben

    Musikalisch... Naja jetzt spiele ich grad gezwungenermaßen eher Metal mit meiner Fender mit Jeff-Beck-Junior an der Bridge (die Gitarre wird auch die nächsten Monate bis Jahre meine aktuelle bleiben und soll mit dem amp harmonieren). Aber im Sommer zieht wohl ein Freund vonmir her, mit dem ich dann mein Wunschmusikprojekt starte, für das der Amp ausglegt sein soll. Dann geht es eher in die Deutschrock-/Punkrichtung, also in Richtung Farin Urlaub/Ärzte, Hosen, Sportfreunde Stiller, nur so als Stilrichtungen, wir wollen keine Coverband machen die die Sounds kopiert, das sind nur die prägenden Einflüsse für unseren Stil, also Punkrock mit tollem Sound und Druck. Nebenbei mal n Ska- und n Metalstück, was cleanes und das volle brett, ich brauch also was flexibles. Wenns nicht perfekt metaltauglich ist ists mir wurst, solangs damit geht ist ok, soll ja nicht hauptsächlich metal mit gemacht werden, wichtig ist die Punk / Rockzerre, bei der auch verzerrte Akkorde net kacke klingen, da ich keinen "Wir saufen Bier, prügeln Bullen und können nur Powerchords"-Punk machen will, sondern halt auch mal was differenzierteres. Und Clean soller halt gut sein, ist wichtiger als Metaltauglichkeit.

    Effekte brauch ich nicht viele im Amp selbst, Chorus und so könnte ich auch über mein Zoom GFX8 im Effektloop einspeisen, was auch als backup herhalten müsste bei Auftritten, wobei ich halt bei guten integrierten Effekten auch net abgeneigt wär, aber sie sind keine Bedingung.

    Ich danke schonmal fürs lesen, ist doch etwas länger geworden, und für die Faultier-Fraktion noch mal als Kurzfassung:

    Gesucht:
    - Infos / Berichte zum Fender 100W Transistor-Halfstack

    - Alternativen:
    - Halfstack
    - Combo mit 2x12er Speakern
    - Transistor oder Hybrid, bei tollem Preis auch Vollröhre, muss aber mega-zuverlässig sein, da ich keine hohen Wartungskosten tragen kann
    - Preis: 400 - max 500€, auch gebraucht
    - Stil: Vorrangig Punkig, volle Akkorde und Powerchords, Soli, wichtig auch ein guter Clean-Kanal, Metaltauglichkeit wär auch net schlecht, ist aber zweitrangig
     
  2. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.10.05   #2
    nur ein bisschen ;)

    Zum Abstrahlverhalten: Da haben meiner Meinung nach offene Combos eindeutig die Nase vorn. Eine geschlossene Box (egal ob 112, 212, 412) pumpt den Sound ausnahmslos nach vorne weg. Angewinkelte Boxen strahlen zwar noch gut nach oben ab, aber rechts und links von der Box, geschweigedenn dahinter, ist da auch nicht mehr viel. Ein geöffneter Combo strahlt hingegen noch nach hinten ab und das kannst du ausnutzen in dem du ihn mit der Rückwand relativ nah an eine Wand stellst. Diese reflektiert dann den Schall und verteilt ihn sehr gut im Raum wodurch du überall besser zu hören bist. Nen Haken hat die Sache natürlich: Du verlierst einiges an Bassdruck und hast nicht so ein Phallussymbol hinter dir stehen... :o Andererseits kannst du irgendwann zB an einen 212er Combo noch eine weitere geschlossene 212er Box anschließen, die dann für den Druck sorgt und dann hast du praktisch auch ein Halfstack da stehen.

    Naja und nun das, was immer kommt: Antesten gehen! ;) Mag sein, dass das Fender Halfstack in der G&B gut weg kommt, aber da kommt so ziemlich alles gut weg. Lass deine Ohren entscheiden ob dir das Teil gefällt!

    MfG
     
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