Luftfeuchtigkeit unter 30% bei diesem Wetter. Gefahr für unsere Instrumente?

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Hallo Freunde,
unter 30% Luftfeuchtigkeit, heute morgen, auf meinem Hygrometer. Ich glaube, ab diesem Wert wird es für die Gitarren gefährlich. Zu trockene Luft ist, glaube ich, schlechter für die Instrumente, als zu feuchte.
Wenn man jetzt, bei dieser trockenen Kälte lüftet (Sollte man schon mal), und sich die trockene, kalte Frischluft im Zimmer erwärmt, sinkt die Luftfeuchtigkeit noch weiter.
Wie lange halten die Instrumente solch trockene Luft aus und was tut Ihr dagegen? Besonders bei hochwertigen Instrumenten.

Gruß Hans
 
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Hi

bei mir sind es sogar, lt Hygrometer, nur 20% Luftfeuchte. (Aber soo genau sind die Dinger nicht)
Auf jeden Fall bei Nichtgebrauch oder zumindest über Nacht mit einem Gitarrrenbefeuchter
in den Koffer.
Da gabs dann bei mit noch nie Probleme

*flo*
 
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Ein Zufall, dass ich hier sowas liegen hab.. In meinem Zimmer sinds 45 %, dann muss ich mir ja keine Sorgen machen ;) Vielleicht solltet ihr auch einfach ein paar Pflanzen aufstellen
 
Ich hab immer 2 Plastikschalen mit Wasser auf dem Heizkörper stehen. Man meint, das bringt nicht viel, aber jetzt in der Heizperiode kann ich die alle 2 Tage auffüllen. Und die Luftfeuchtigkeit ist auf einem angenehmen Niveau.
 
Ich hatte Zeiten, da hab ich hier 4-5 Liter am Tag mit dem Verdunster in die Luft geblasen..
Hab hier mehrere Hygrometer, die sich halbwegs einig sind, so plusminus 5%, und seh immer zu, dass es über 30-40% sind.

Meist merk ich das aber selber, an trockenen Lippen und "staubiger" Luft, wenn es zu trocken ist.

Wirklich große Gefahren seh ich persönlich jetzt nicht, hatte meine Gitarren teils jahrelang unter 30% stehen, aber wenn man mal zusammenrechnet, was da an Geld drinsteckt, kann man auch mal auf Nummer sicher gehen und für 5€ Wasser und Strom verbraten.
Dieser Winter war ja eh bisher extrem mild..
 
Hi Leute,

aus reiner Neugier hab ich mal nachgekuckt, wieviel Wasser denn da so rumgeistert und ein paar
Zahlen zusammengerechnet. Grob und natürlich ungenau, aber hilft zur Veranschaulichung.

1m^3 Luft kann bei 10°C etwa 10g Wasser, bei 20°C etwa 20g Wasser aufnehmen.
Eine Wohnung 60qm mit Raumhöhe 2,5m macht 150 m^3, sind also bei 20° und 50% relative Feuchte etwa 1,5 Liter Wasser.

Wenn sehr kalte Luft von draußen in die Wohnung kommt, und anschließend dort aufgeheizt wird, dann sinkt
logischerweise die relative Feuchte. Bei den gerade herrschenden Außentemperaturen dürfte das mehr als die
Hälfte an absoluter Feuchte von außen zu innen ausmachen.

-> Bei einmal richtig Durchlüften muß wenigstens ein 3/4 Liter Wasser in die frische Luft. (Winter, < 0°C)

Nachtrag: Die Wände/Tapeten ziehen natürlich auch ordentlich was weg, wenn sie knochentrocken sind.
Das kann also schon hinkommen, daß da 2-3 Liter am Tag weggehen.


Tip: Badezimmertür nach dem Duschen offen lassen und nicht die Feuchte/warme Luft zum Fenster rauskippen.


cheers, fiddle
 
Zuletzt bearbeitet:
mein hygrometer im rotlichtbezirk wo alle meine ladies untergebracht sind, zeigt 51% . reicht das?
 
51% ist gut. So zwischen 40 und 60% kann man lassen, du liegst in der goldenen Mitte.
 
Es soll ja bei der Genauigkeit der Hygrometer enorme Unterschiede geben, unabhängig von Digital oder Analogem Hygrometer, hat jemand einen Tipp, welcher ziemlich genau ist und der nicht so viel kostet?

Danke für Infos
 

Das habe ich auch und vor ca. 1 Woche mit einer neuen Batterie bestückt und seitdem unmmittelbar neben einem anderen digitalen Thermo-Hygrometer (Europe Supplies Ltd. WS-7052) auch mit einer neuen Batterie stehen.
Beide zeigen zwar dieselbe Temperatur an, aber die relative Luftf. ist um 8 % verschieden.
Während das WS-7052 derzeit 47 % anzeigt steht am Display des Dostmann 55 %. In den letzten Tagen hatte das WS-7052 einmal 40 % angezeigt und das Dostmann zur selben Zeit 48 %.
Auch die gespeicherten Minimalwerte differieren um 8 % rel. Luftfeuchte (WS-7052: 35 % und das Dostmann: 43 %).

Jetzt stellt sich die Frage, welches der beiden Geräte ist näher an der wirklichen relativen Luftfeuchtigkeit :D.

Wenn ich Zeit, Lust und Laune finde werde ich versuchen beide gleichzeitig mit der Salzlösungsmethode zu testen.
 
Wenn ich Zeit, Lust und Laune finde werde ich versuchen beide gleichzeitig mit der Salzlösungsmethode zu testen.[/QUOTE]

..und wie geht das?
 
Wie bei den Zigarrenspezialisten unter nachfolgendem Link bei Salzmethode beschrieben: Hygrometer kalibrieren
Nur mit dem Unterschied, dass sich digitale Hygrometer nicht kalibrieren lassen und diese Prozedur dann nur ein Test ist, um zu sehen um wieviel die digitalen Geräte von den 75 % abweichen.
Leider ist damit nicht eindeutig sichergestellt, dass die dabei eventuell festgestellte Abweichung der digitalen Geräte in jedem Luftfeuchtigkeitsbereich dann immer auch gleich groß sind (soll heißen, wenn eines der Geräte um 10 % von den 75% abweicht, dass es nicht sicher ist, dass dieses Gerät bei 40% Luftfeuchtigkeit auch um 10% abweicht).

Aber immerhin würde ich nach diesem Test wissen, welchem Gerät ich mehr vertrauen schenke.
Außerdem werde ich mir demnächst zusätzlich ein Haarhygrometer mit Synthetikhaare leisten (kann man immer brauchen und ist auch nicht extrem teuer).

Unabhängig davon bin ich bis etwa 35% rel. Luftfeuchte (bis dato nach dem WS-7052) eigentlich tatenlos und entspannt bzw. eigentlich erfreue ich mich bei dieser eher trockeneren Luft an dem deutlich hörbaren für mich schöneren Klang der Lakewood im Vergleich zu einer höheren rel. Luftfeuchtigkeit von z.B. 50-60 %. Bei der Guild (Mahagoniedecke) ist z.B. der Klangunterschied nicht so deutlich.

Bei deutlich unter 35 % rel. Luftfeuchte für einen längeren Zeitraum würde ich schon mit Luftbefeuchtung reagieren.
 
Außerdem werde ich mir demnächst zusätzlich ein Haarhygrometer mit Synthetikhaare leisten (kann man immer brauchen und ist auch nicht extrem teuer).

Hast Du da schon eines im Auge?
 
...aus reiner Neugier hab ich mal nachgekuckt, wieviel Wasser denn da so rumgeistert und ein paar Zahlen zusammengerechnet. Grob und natürlich ungenau, aber hilft zur Veranschaulichung.
...

:great: super Beitrag!

Leider zeigen (auch die guten) Hygrometer oft unterschiedliche Werte an. Das Problem haben nicht nur die Gitarristen, sondern fast alle Musiker (besonders die Pianisten :rolleyes:) mit ihren Instrumenten.
Zur Zeit ist die relative Luftfeuchtigkeit draußen sehr gering. D.h. durchlüften bringt nur bedingt was. Wohnungen/Häuser mit Fußbodenheizung sind noch ärger betroffen. Dort wird die Luft von unten regelrecht ausgetrocknet. Was kann man tun.

- Bei normalen Wetterverhältnissen immer gut durchlüften
- Luftbefeuchter aufstellen.
- nasse Handtücher über Heizkörper hängen
- Wäsche in der Wohnung trocknen
- Nach dem Duschen/Baden Badezimmertür auf stehen lassen

Dabei beachten, dass die Instrumente nicht direktem Zug oder Feuchte ausgesetzt werden. Die Wasserschälchen-Geschichte hat sich oft, gerade in/auf/an Klavieren als sehr nachteilig erwiesen. Saiten fingen an zu rosten etc, Davon ab, dass es außer wenn so ein Schälchen umkippt, wirklich nicht viel bringt.

Was die Luftfeuchte ansich angeht, so gibt´s noch eine Pi-mal-Daumen-Regel: Wenn man sich selbst wohl fühlt, geht´s dem Instrument meist auch nicht schlecht ;)
 
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Hab mich da in den letzten Wochen mal etwas kundig gemacht und bin bisher zu folgender Einschätzung gekommen:
Naja, was heißt "Gefahr" fürs Instrument... kommt drauf an, was man unter "Gefahr" versteht. Beispielsweise hatte ich vor vier Wochen meine Musicman Silhouette beim Gitarrenbauer zur Neubundierung. Als ich die Gitarre dort abholte, waren die Bünde optimal eingearbeitet. Nach drei vier Tagen in meinem Wohnzimmer (ca. 35% Luftfeuchtigkeit) standen die Bünde auf beiden Seiten des Halses heraus. Das war zwar nur minimal, man merkte aber trotzdem kleine scharfe Kanten beim drüber streichen mit der Hand. Habs dann nochmal nachschleifen lassen.
So gesehen war das jetzt nix gefährliches, aber es war halt durchaus eine störende Auswirkung der niedrigen Luftfeuchtigkeit.
Ich denke mal, alle einigermaßen wertigen Gitarrenhersteller werden sicherlich ohnehin mehr oder weniger gut getrocknete Hölzer benutzen... Das ändert aber nichts daran, dass eine Gitarre bei Schwankungen der Temparatur und Luftfeuchtigkeit arbeitet. Nachdem, was ich allerdings bisher recherchiert habe, bilden sich fast alle Auswirkungen (z.B. die Problematik mit den Bünden, ein verdrehter Hals) wieder von alleine zurück, sobald die Luftfeuchtigkeit wieder stimmt. In absoluten Ausnahmefällen unter ganz extremen Schwankungen von Temparatur und Luftfeuchtigkeit kann es aber wohl zu bleibenden Schäden in Form von kleinen Rissen im Lack oder Holz kommen...
 
Hast Du da schon eines im Auge?

Ja, meine Überlegungen gehen dahin, dass es eventuell zwei werden und ich auf die optische Verpackung (Metallgehäuse, Zeiger, ect.) wenig wert lege.
Es muss kalibrierbar sein und diese Kalibrierung muss nicht oft durchgeführt werden (wie z.B. bei Echthaarhygrometern) und es sollte günstig sein.

Ich würde diese Haarhygrometer dann einfach verwenden um verschiedene vorhandene Hygrometer (Digital, Bimetall) abwechselnd zu kontrollieren um einen Überblick zu bekommen bei welchen Geräten ich den abgelesenen Wert trauen darf und bei welchen ich eine entsprechende Anpassung des abgelesenen Wertes berücksichtigen muss. Die günstigen Bi-Metall-Geräte könnte ich auch danach nachstellen.
Und natürlich würde ich diese Teile auch für Räume oder im Freien nutzen wo ich derzeit noch kein Hygrometer im Einsatz habe.

Ich denke das Klimatest Black wird meinen Ansprüchen genügen und der vorhandene Temperaturzeiger ist sicherlich nicht nachteilig.

---------- Post hinzugefügt um 14:55:49 ---------- Letzter Beitrag war um 12:38:36 ----------

Heute habe ich drei Hygrometer mit der Salzlösungsmethode getestet:
4 Stunden in einem mit Folie abgedeckten Topf mit einer gesättigten Salzlösung --> Luftfeuchtigkeit sollte 75 % betragen.

Anzeige der Geräte nach diesen 4 Stunden:

  • Europe Supplies Ltd. WS-7052: 75 %
  • Conrad Bi-Metall Hygrometer: 75 %
  • TFA Dostmann 30.5005: 91 % :(


Das Conrad Bi-Metall Hygrometer hatte ich ca. vor einem Jahr durch Entfernung der Plastikabdeckung und Justierung des Zeigers auf das digitale Europe Supplies-Gerät eingestellt.

Fazit: Das TFA Dostmann werde ich wohl nach Leerwerden der bei diesem Gerät benötigten und mir unbeliebten Knopfzelle nicht mehr aktivieren.

Das Europe Supplies WS-7052 war mein erstes digitales Hygrometer, hat jetzt nach diesem Test mein absolutes Vertrauen gewonnen und kommt mir mit der Bestückung von 2 AAA-Akkuzellen sehr entgegen, da ich viele solche Akkus auch für andere Geräte besitze (und natürlich ein entsprechendes Ladegerät). Wo und wann ich dieses Gerät gekauft habe und wie teuer es war weiß ich leider nicht mehr.
 
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Naja, was heißt "Gefahr" fürs Instrument... kommt drauf an, was man unter "Gefahr" versteht.

Wir Akustik-Gitarristen verstehen darunter Risse in Decke, Boden und Zargen.
Bei guten Gitarren kann die Decke stellenweise extrem dünn sein.
Zudem sind die meisten Akustikgitarren nicht von innen lackiert, so dass hier der Feuchtigkeitsaustausch doch etwas schneller geht.

E-Gitarren wie deine Musicman sind eigentlich total unkritisch, weil sie eigentlich rundherum entweder lackiert, geölt oder gewachst sind.
Die Auswirkungen sind da sehr gering.
 
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Wenn man keinen Feuchtigkeitsmesser hat, ist es dann ein gutes Anzeichen für passende Luftfeuchtigkeit wenn das Fenster am Morgen und am Abend beschlagen ist und sich an den unteren Rändern richtig Tropfen gesammelt haben? Ja oder? Wie kann man sonst die Luftfeuchtigkeit herausfinden? Danke :)
 

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