Main-Out - Gain - Fader

von Sticks, 16.10.03.

  1. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.10.03   #1
    Tach, erstma,

    was mich derzeit umtreibt, ist die Frage, WIE ihr am Mixer das Signal in den (auf maximale Leistung geregelten AMP, ohne Berücksichtigung von Effekten, für Konservenmucke) abgebt:

    Gain voll aufreißen, Main-Out anpassen und dann Kanalfader - je nach Signallautstärke - aufziehen?

    Main-Out maximal aufziehen, Gain einpegeln, dann Kanalfader ?

    Main-Out und Gain voll aufmachen und nur mit den Kanalfadern operieren?

    Was hat mehr Einfluß auf ungeliebte Nebengeräusche (Rauschen): herabgeregeltes Gain bei max. Main-Out oder max. Gain bei herabgesetzem Main-Out?

    Dankbar für Eure Meinungen und Erfahrungen grüßt

    Sticks
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.10.03   #2
    Moin...

    gleich vorweg: ich bin kein DJ - und ich weiß auch, dass die Plattenlegerzunft bezüglich Gain, Mix und Master teilweise ganz andere Philosophien vertritt als die Live-Mischer.

    Für ein "gesundes" Signal (sprich möglichst wenig Rauschen, aber auch keine Verzerrungen) sind aber sowohl bei Live als auch beim DJing eigentlich die Aufgaben der verschiedenen "Lautstärkeregler" klar abgerenzt:
    Gain für die Anpassung der Quelle (verschiedene CD-Pegel) -> idealerweise auf 0dB eingepegelt (per PFL und Levelmeter). Soll heißen, einzelne Peaks dürfen auch (abhängig vom Headroom des Pultes) etwas über 0dB liegen, der "normale" Beat sollte in etwa die 0dB-Marke treffen und nicht wesentlich überschreiten.
    Kanalfader für den Mix
    Mastervolume für die letztlich gewünschte Lautstärke.

    Soviel zum theoretischen. Praktisch könnte das aufs DJing übertragen z.B. heißen, dass man mit dem Gain das Signal in etwa so einpegelt, dass bei voll aufgerissenem Kanalfader immer etwa 0dB in der Mastersektion ankommen. Wenn also Fader "voll auf" z.B. mit +6dB gleichzusetzen ist, würde man das Signal per Gain auf ca. -6dB einpegeln. Wenn das Pult ordentlich Headroom hat, auch etwas mehr. Vorteil: man muß nicht immer die 0dB am Fader suchen, sondern kann den Kanal immer "voll auf" oder "ganz zu" fahren. Mit dem Master passt man dann einmal die ganze Chose auf die Veranstaltungslautstärke an und lässt ihn danach im wesentlichen in Ruhe (außer man möchte die Lautstärke im Verlauf der VA nach und nach etwas "anziehen")

    Gain voll auf kann eben sehr schnell zu Übersteuerungen führen (schon im Pult) und umgekehrt hat man bei "Masterfader ganz auf" je nach Dimensionierung der Amps u.U. zuviel Rauschen, wenn die Anlage noch deutliche Reserven hat...

    Jens
     
  3. Sticks

    Sticks Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.10.03   #3
    Moin jens,

    Dein Statement überzeugt. Danke!

    Sticks
     
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