Male und Female Vocal Range in Popsongs?

von Da Buzz, 26.09.04.

  1. Da Buzz

    Da Buzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.04   #1
    Hallo,
    ich schreibe gerade eine Popballade.
    Arrangement und Lyrics sind fertig und eine geeignete Sängerin habe ich gefunden.

    Ich habe das Stück zum Test auf ne normale Male vocal range gepitched, die höchsten Töne liegen jetzt bei "A6" und sind für mich schon ziemlich kopflastig.

    Naja, nun wollte ich den Pitch für eine saubere weibliche Popstimme umpitchen, bin mir aber überhaupt nicht sicher, wie hoch Frauen so kommen.

    Meine Sängerin singt so ein bisschen Celine Dion mäßig, also gibt schon einiges her und kann sehr kräftig singen. Was meint ihr, um wieviele Halbtöne sollte ich das Arrangement hochpitchen? (Ich will keinen Opernsound, sondern auf den hohen Tönen eine kräftige Pop Kopfstimme).

    Ein Demo kann ich euch hier leider nicht liefern, ich hoffe, ihr könnt mir trotzdem irgendeinen Rat geben, wenn auch nur ungefähr.

    Vielen Dank im Vorraus.
     
  2. DerDrache

    DerDrache Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.04   #2
    hä? ich versteh nicht, warum du sie net einfach frägst wie hoch sie gut kommt oder es mit ihr austestest.
    ???
     
  3. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.09.04   #3
    Das hängt vollkommen von deiner Sängerin ab.

    Setz es einfach mal eine Oktave hoch und biete ihr das an, dann könnt ihr es immer noch transponieren.

    btw, bin ich grad doof oder wieso ist mir der Ausdruck "A6" noch nie über den Weg gelaufen? :O Meinst damit das eingestrichene A? Also das im zweiten Zwischenraum von unten des Violinschlüsselnotensystems, damit wir uns verstehen.
     
  4. DerDrache

    DerDrache Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.04   #4
    die frage hab ich mir auch gestellt. weil ich denke mal net, das er das sechsgestrichene a meint. :D
    wenn ja, dann hast du entweder eine komische sicht von einer weiblichen stimme oder aber du hast die genialste sängerin ever.
     
  5. Da Buzz

    Da Buzz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.04   #5
    Ja, ich meine das eingestrichene A.
    Sorry für die Bezeichnung, ich arbeite für gewöhnlich mit der Piano Roll in meinem Midi Sequenzer und da wird das eingestrichene A "A6" genannt.

    Naja, so hoch komme ich halt, nur ich weiss nicht, was man einer guten weiblichen Gesangsstimme zumuten kann.
    Ich hab Probleme, es direkt mit ihr abzusprechen, weil sie in den USA wohnt und kaum online ist, deswegen zieht sich das alles in die Länge und ich würde gerne im Vorfeld eine für sie zumindestens einigermaßen passende Tonart finden, sowas standardmäßiges für weibliche Popsängerinnen, die in etwa die gleiche Range haben wie beispielsweise Celine Dion (s.o.)
     
  6. Da Buzz

    Da Buzz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.04   #6
    Alles klar, hab die richtige Tonart gefunden, denke ich.
    Tut mir leid, wenns ne dumme Frage war.
    Danke auf jeden Fall für eure Hilfe! :great:
     
  7. TheKar

    TheKar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.04   #7
    Also mal grundsaetzlich:
    Frauenstimmen sind ca. eine halbe Oktave versetzt. D.h. an sich koennen Maenner hoeher singen :), also Frauen brauchen meist eine runter transponierte Version der Maennerstimmen.
    Meine (trainierte) Schwester kommt bis zum hohen C (aeh, das ist dann wohl c2 also 2gestrichen c), ich selber bis Fis, also ein ganzes Stueck hoeher.

    Ich habe jetzt nicht meine Kopfstimmentoene miteingerechnet :) Also nur Maenner-Brust-Stimme
     
  8. CompassLove

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    Erstellt: 16.10.04   #8
    Hoer dir doch einmal No-Angels etc. an, dann haste nen ungefaehren Maßstab!
    :D
     
  9. Lenny

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    Erstellt: 18.10.04   #9
    Da fällt mir Bobby McFerrin ein, der hat bei nem JazzFestival gesungen, erst alleine und später mit nem Chor, da hat der jede Stimme angestimmt, also auch die vom hohen Sopran, da wo die Frauen schon selbst fast Probleme hatten. Der Mann hat eine unglaubliche Stimme ! :eek: :cool:
     
  10. Duchess

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    Erstellt: 21.10.04   #10
    Ähm sorry, bevor man solche Behauptungen aufstellt, sollte man sich vielleicht doch ein bisschen mit Stimmbildung und Gesang auseinandersetzen.

    Frauen haben NATÜRLICH höhere Stimmen als Männer, und zwar um ca. eine Oktave! Dass Du meinst, Männer singen höher, liegt nur an der Notation. Bei Männern steht normalerweise eine kleine 8 unter dem Violinschlüssel, d.h., dass die Töne eine Oktave tiefer klingen als notiert. Die wird in moderner Literatur aber mal ganz gerne vergessen... Auch Tenöre im Chor singen in aller Regel eine Oktave unter dem Sopran ;)
    Das heißt jetzt nicht, dass Deine Schwester vielleicht nicht so hoch kommt wie du, weil sie vielleicht eine tiefere Stimme hat oder schlecht trainiert ist, das kann ich nicht beurteilen, ohne sie gehört zu haben.
    Allerdings halte ich als Erklärung das "Notationsproblem" für wahrscheinlicher, denn ich glaube auch nicht, dass du das fis² mit Bruststimme singst, sorry, höchstens das fis1 (ich habe Gesang studiert, bin mir also sicher, weil es anatomisch unwahrscheinlich bis unmöglich ist).

    Um nochmal zur Ausgangsfrage zu kommen:

    Frauen singen in Popsongs meistens im Bereich der kleinen und eingestrichenen Oktave, manchmal bis in die zweigestrichene hinein. Das hängt davon ab, ob man es mit einer eher hohen oder eher tiefen Stimmveranlagung zu tun hat. Daher kann man da auch keine allgemeingültigen Werte geben, sondern nur ungefähre Anhaltspunkte.

    Celine Dion singt meist im Bereich zwischen g und f², sie ist von der Stimmveranlagung her schätzungsweise ein hoher Mezzo oder vielleicht auch ein Sopran, also eher eine hohe Stimme. Sie hat aber schon einen recht großen Umfang, der ist für die meisten Popsängerinnen nicht unbedingt das Maß.

    Gruß, Duchess
     
  11. TheKar

    TheKar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.04   #11
    Ich bin mir nicht sicher, ob das SMILEY, dass SEHR DEUTLICH in meinem Beitrag ist, angekommen ist. Natuerlich hast du recht, dass frauen eine hoehere Stimme haben, aber eben keine ganze Oktave !!! Uns du brauchst mir echt nicht zu erzaehlen, dass es an meiner Unqualifiziertheit oder der meiner Schwester liegt. Soprane und Tenoere gibt es zum einen in Deutschland fast gar nicht, sondern meistens nur Baritone und Mezzo-Soprane, zum andern habe ich SEHR HAEUFIG erlebt, dass Frauen keine Maennerstuecke singen koennen ohne sie zu transponieren. Das eine Maedchen wurde soweit ich mich erinnere Sopran ihes Staates in Amerika als sie ein Jahr da war.

    ALSO: Frauen singen hoeher, trotzdem keine ganze Oktave, deswegen kann man aufgrund der Notation sagen (um Frauen zu aergern z.B.), dass Maenner hoeher singen koenne.

    Danke !!
     
  12. Duchess

    Duchess Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.04   #12
    Peace! Ich wollte Dich nicht angreifen, aber es muss aber wohl auch mal erlaubt sein, Falsches oder Grenzwertiges geradezurücken...

    Nicht aufregen, aber ich muss Dir leider immer noch widersprechen - Deutschlands Unis sind VOLL von Sopranen, es gibt deutlich weniger Mezzosoprane und Altistinnen, auch, wenn es Dir vielleicht nicht gefällt - und das war auch schon immer so!
    Mezzi und v.a. Altistinnen werden verzweifelt gesucht, Soprane stehen arbeitslos auf der Straße. Ich kenne den Betrieb von Innen, Du kannst es mir ruhig glauben.

    Tenöre sind allerdings rar, da gebe ich Dir Recht.

    Ob Frauen übrigens eine Oktave höher oder tiefer singen als Männer, hängt natürlich auch von ihrer Stimmlage ab - klar singt ein Alt keine Oktave höher als ein Tenor. Ich glaube aber ebenso deutlich geschrieben zu haben, dass es hierbei um die NOTATION geht.
    Wenn Du z.B. als Mann ein fis singst, was im Notensystem (Violinschlüssel) auf der oberen Linie steht, ist das ein fis1. Singt eine Frau das, ist es ein fis2. Der Unterschied ist eben nur die kleine 8 unter dem Violinschlüssel, die besagt, dass bei Männern eben alles eine Oktave tiefer klingt. Ich sagte nur, dass die aus Schlampigkeit in modernen Noten oft weggelassen wird. Und die Unwissenheit vieler Sänger, was diese Tatsache angeht, ist leider da - es gibt immer noch genügend Männer, die meinen tatsächlich, sie singen das c3. Empfehlung - mal eine Frau daneben stellen, die es drauf hat oder einfach am Klavier kontrollieren. Man(n) wird feststellen, dass es tatsächlich nur das c2 ist (wobei manche auch die Oktave nicht hören, aber das ist ein anderes Thema).

    Und natürlich müssen Männerstücke von Frauen in aller Regel transponiert werden, das liegt aber nicht daran, dass Frauen nicht so hoch singen können, sondern an den anderen Registerübergängen und anderen Klangfarben. Frauen haben den Wechsel vom Brustregister in das Kopfregister im unteren Bereich der Stimme, Männer im oberen. Daher können sie in bestimmten Bereichen nicht so ausdauernd singen, genauso können Männer das in anderen nicht. Das hat aber mit Verlaub NICHTS mit hohen oder tiefen Stimmen zu tun oder damit, ob Eine/r singen kann oder nicht, sondern ist einfach Anatomie.

    Wenn Deine Schwester ein c2 erreicht, ist das halt nicht sehr hoch, muss es im Pop aber auch nicht sein. Vielleicht mal eine kleine Info aus der Klassik, die Zahlen in Klammern sind Angaben für besonders hohe Stimmen innerhalb der Lage bzw. besonders tiefe. Im Pop wird das so nicht benutzt, das ist klar, aber nur, damit Du siehst, dass es da tatsächlich Unterschiede gibt, und dass c2 für eine Frau nun wirklich keine Riesenleistung ist. Womit ich ausdrücklich nicht sagen will, dass Deine Schwester nicht singen kann (nur, damit Du nicht wieder auf mich losgehst):

    Sopran: (g) c1 - c3 (f3)
    Mezzo: g - h2 (c3)
    Alt: f - a2 (also immer noch eine Sexte höher als c2)
    Tenor: (A) c - c2 (d2)
    Bariton: (G) B - as1
    Bass: (C) E - f1

    Und dann sage mir, was Dir auffällt, wenn Du die hohen Männer und die hohen Frauen vergleichst?
    Nämlich ein Oktave Unterschied, und diese Umfänge sind für echte Soprane und echte Tenöre Standard und keine Zauberei. Klar singt ein Pop-Sopran kein c3, sondern vielleicht mal ein f2 (Ausnahmen wie Mariah Carey bestätigen die Regel), das liegt aber daran, dass im Pop kein klassischer Klang gefragt ist. Männer hingegen haben ihren Übergang woanders, daher können sie auch sehr hohe Töne noch in der Bruststimme singen (z.B. Robbie Williams, der bringt öfter mal ein f1 oder g1).

    Hohe Töne Frau = Kopfregister, also Operndivaklang, will Keiner hören
    Hohe Töne Mann = u.U. noch Brustregister, kommt auch im Pop noch gut

    Nur daran liegt der von Dir postulierte Unterschied, dass Frauen keine Oktave höher singen als Männer, was aber so nicht stimmt, wie klar geworden sein dürfte. Und es ist ja wohl logisch, dass man nur hohe Frauenstimmen mit hohen Männerstimmen vergleichen sollte.

    So, ich hoffe es ist jetzt klar geworden, was ich meine.

    Grüße, Duchess
     
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