Mechanik aufbohren. Wie?

Paul
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Servus,

hat jemand von euch schon Mechaniken aufgebohrt und kann mir Tipps geben wie ich das am besten hinkriege? Habe mir etwas dickere Saiten besorgt, nur will die .80er nicht so ganz durch die Mechanik passen und nur das dünne Stück aufwickeln ist mir ein wenig zu riskant.

Gruß & Danke!
 
Eigenschaft
 
7- oder 8-Saiter vermute ich, richtig?
Fürs Aufbohren nimmst du dir eine Bohrmaschine, einen Spiralbohrer deiner Wahl und bohrst vorsichtig auf (langsam bohren, du hast bedingt durch die Vorbohrung eine erhöhte Belastung/Erhitzung der Schneidenkanten am Bohrer). Vergiss das Entgraten nicht, ansonsten trennt dir das die Saiten unter Zug...

Aber was sind das denn für Mechaniken, die solche Durchmesser nicht aufnehmen?

Gruß Patrick
 
In die meisten Mechaniken passen doch Saiten ab .064 nicht mehr hinein. Also erst einen 2er Bohrer (knappes Untermaß) mal reinbohren und dann testen, ob mit einem 2,5er noch genug Platz an den Seiten ist. Alternativ würde ich nach dem 2er mit einer runden Schlüsselfeile die Bohrung noch ein bisschen weiten.
 
Wie wärs denn mit der Zwischenvariante 2,25, anstatt sich den Aufwand mit der Schlüsselfeile zu machen? Allerdings würde ich dabei immer die Maße des umliegenden Materials bedenken, bei einem zu niedrigen Querschnitt machts knack...
 
Wobei ich auf (25,4mm/in*0,08in=)2,032mm komme, die drei hundertstel sind schnell gefeilt. Und nen 2,25er Bohrer hat nicht jeder so einfach rumliegen.
 
Jo okay, 3 hundertstel sind nun nicht die Welt.. Aber nen 2,25er SpiBo kostet nun auch nicht die Welt *g* hab mir mal für 5 Euro nen Set von 0,5mm bis 3,5mm geholt, macht sich manchmal echt bezahlt ;)
 
Fürs Aufbohren nimmst du dir eine Bohrmaschine
ich würde zu einem akkuschrauber raten. da lässt sie dich drehzahl regeln und man kann in ruhe rum bohren. ich hab meine schaller m6 lock mit einem dremel-fräser im akkuschrauber aufgebohrt. ging wunderbar.
 
Bloss nicht!!!
... mit einem Spiralbohrer ans Werk gehen. Dafür nimmt man einen Senker, der sich in der vorhandenen Bohrung selbständig zentriert und diese sauber erweitert. Dabei von beiden Seiten jeweils bis zur Mitte arbeiten, was oben wie unten für saubere Bohrlochränder sorgt.
Ein Spiralbohrer wird sich sofort festfressen und für hässliche Macken sorgen. Bei kräftigen Maschinen kann sogar der ganze Hals herumwirbeln und für üble Verletzungen sorgen.
Am besten geht das in einer Ständer-Bohrmaschine, aber zur Not auch zu zweit mit der Handmaschine.

/V_Man

Sorry! Habe gerade gesehen, dass ja die Löcher für die Saitendurchführungen gemeint sind. Da ist natürlich der Spiralbohrer ok. Aber dazu bitte die Welle im Schraubstock einspannen.
Ich war nur zunächst jäh entsetzt, weil ich das Ergebnis einer solchen Aktion, die Mechaniklöcher in der Kopfplatte aufzubohren, schon mal gesehen habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Baumarkt gibt es oft die kleineren Bohrer in 0,1mm-Schritten. Im Werkzeughandel sowieso. Bei ebay auch. 2,25mm-Bohrer ist etwas schwieriger aber warum nicht einfach einen 2,2er nehmen?
 
Vielen Dank für die Antworten. :)
Hab jetzt bei der Saite doch nur die Windungen abgedreht und nur das dünne Stück aufgezogen, hält und ist super Stimmstabil (Aber da ist ja eh ein Klemmsattel drauf).

Mal sehen vielleicht bohr ich auf wenn ich 82-84er aufziehe. So ganz zufrieden bin ich mit dem 80er auf Drop E immernoch nicht.
 
Vielen Dank für die Antworten. :)
Hab jetzt bei der Saite doch nur die Windungen abgedreht und nur das dünne Stück aufgezogen, hält und ist super Stimmstabil (Aber da ist ja eh ein Klemmsattel drauf).

Mal sehen vielleicht bohr ich auf wenn ich 82-84er aufziehe. So ganz zufrieden bin ich mit dem 80er auf Drop E immernoch nicht.

An dieser Stelle kommt immer mein Standard-Tipp mit der Bariton-Gitarre;-) *) Vielleicht wäre die geeigneter für das, was du da so vor hast.

Ciao,

Rudi

*) Obwohl ich da fast schon lieber zu einem Bass raten würde;-)
 
Meine Gitarre hat 27" Mensur :) Und Bass? Gerne, aber nicht als Hauptinstrument, da ist mir meine 8-Saiter wesenltich lieber.
 
Aha, das hatte ich nicht gelesen/verstanden - dann macht das natürlich schon deutlich mehr Sinn;-)

Rudi
 
Bloss nicht!!!
... mit einem Spiralbohrer ans Werk gehen. Dafür nimmt man einen Senker, der sich in der vorhandenen Bohrung selbständig zentriert und diese sauber erweitert. Dabei von beiden Seiten jeweils bis zur Mitte arbeiten, was oben wie unten für saubere Bohrlochränder sorgt.
Ein Spiralbohrer wird sich sofort festfressen und für hässliche Macken sorgen. Bei kräftigen Maschinen kann sogar der ganze Hals herumwirbeln und für üble Verletzungen sorgen.
Am besten geht das in einer Ständer-Bohrmaschine, aber zur Not auch zu zweit mit der Handmaschine.

Keine Sorge, als angehender Schlosser mit X Arbeitssicherheitsschulungen würde ich niemandem zu Sachen raten, die ich selbst nicht (nach Vorschriften) machen würde.
Mit Bohrmaschine war natürlich eine Ständerbohrmaschine gemeint, eine normale Bohrmaschine lässt sich zwar meist über Schalterdruck regeln, ist allerdings wie der Akkuschrauber definitiv bei Durchmessern unter 5mm zu langsam..
 

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