Mehrteiliger Ahorn-Headstock

von mad-cap, 21.10.16.

Sponsored by
pedaltrain
  1. mad-cap

    mad-cap Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.01.15
    Zuletzt hier:
    8.04.18
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    319
    Erstellt: 21.10.16   #1
    Hallo zusammen,

    ich bin seit einigen Tagen im Beitz einer neuen Jackson Soloist SL2 pro series mit geöltem Ahornhals (Modell 2016).
    Die Gitarre ist in Sachen Fertigung im großen und ganzen recht ordentlich. Lediglich eine Sache bereitet mir Bauschmerzen und ist meines Erachtens
    für eine Jackson-Gitarre der pro-series ungewöhnlich.
    Wie auf den Fotos zu sehen ist, besteht der Headstock aus 3 einzelnen (unterschiedlichen) Holzteilen, die teilweise eher unschön miteinander
    verleimt wurden, An einer Stelle ist eine recht unschöne Nahtstelle. Sowas habe ich bei umlackierten Hälsen so noch nie gesehen.

    Auf eine entsprechende Nachfrage beim Kundenservice nach Möglichkeiten eines entsprechenden B-Stock-Rabattes mit entsprechender
    Fotodokumentation erhielt ich lediglich die Antwort, dass ein Rabatt nicht möglich ist. Eine Begründung hielt man nicht für notwendig.
    Stattdessen wurden mir die Modalitäten zur Rücksendung erläutert.
    Da mit die Gitarre aber grundsätzlich gefällt, würde mich mal interessieren, was die Kenner hier im Forum von dieser Konstruktion
    halten:
    Sind mehrteilige Ahorn-Kopfplatten usus, was macht das mit der Festigkeit und Schwingungsverhalten, oder ist so ein
    "Murks" schlicht und einfach bad craftmanship und bei einer Gitarre der pro-series nicht akzeptabel.
    Falls diese Form der Fertigung Standard ist, welchen Rabatt sollte man eurer Meinung bei einer wie in meinem Beispiel unschönen
    Ausführung erhalten können ? Oder empfehlt ihr eher, die Gitarre in jedem Fall wieder zurück zu senden?

    Vielen Dank für euren input!
    Bin gerade recht ratlos!

    LG
    20161020_130732.jpg 20161020_131713.jpg
     
  2. Markusaldrich

    Markusaldrich Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.08.13
    Beiträge:
    3.103
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    2.587
    Kekse:
    11.567
    Erstellt: 21.10.16   #2
    Das ist bei den Eishockeyschlägerhälsen eigentlich normal, das die Endteile angeleimt sind. Ansonsten wäre wesentlich mehr Holz nötig um einen Hals zu fertigen. Ist kein Qualitätsmerkmal. Gibt es auch bei teureren Gitarren.
     
  3. mad-cap

    mad-cap Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.01.15
    Zuletzt hier:
    8.04.18
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    319
    Erstellt: 21.10.16   #3
    Hallo Markus,

    Danke für die Antwort!

    Dass Hälse geschäftet sind, ist mir bekannt. Mir geht es aber darum dass der Headstock im Bereich
    der Mechaniken zusätzlich aus 2 Komponenten verleimt wurde. Man erkennt es gut an der unterschiedlichen
    Maserung und an diesem hässlichen "Riss", den man in der seitlichen Perspektive erkennt.

    LG

    Olli
     
  4. Markusaldrich

    Markusaldrich Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.08.13
    Beiträge:
    3.103
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    2.587
    Kekse:
    11.567
    Erstellt: 21.10.16   #4
    Ist optisch kein Highlight aber mechanisch vollkommen OK. Von vorne siehts halt keiner.
     
  5. Etna

    Etna Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.01.11
    Beiträge:
    2.143
    Zustimmungen:
    1.400
    Kekse:
    25.158
    Erstellt: 21.10.16   #5
    Moin!

    Das ist leider normal. Es gäbe sonst zu viel Verschnitt in der Herstellung.

    Schau dir doch als Beispiel mal eine Gibson Les Paul an. Da sind seitlich immer zwei Stück Holz am Headstock angefügt. Und gerade solche Explorer ähnlichen Kopfplatten bräuchten ein sehr breites Stück Holz. Daher wird aufgeleimt und gut. Wie gut die Stücke dann miteinander harmonieren hängt vom Glück ab, wann wer welches Stück Holz zufällig miteinander verbindet.

    Schicken Gruß,
    Etna
     
  6. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.10.07
    Zuletzt hier:
    18.06.18
    Beiträge:
    1.350
    Zustimmungen:
    759
    Kekse:
    4.607
    Erstellt: 21.10.16   #6
    Bei den breiten Headstock's - LP, Westerngitarre usw. - ist das in der Tat normal.. Die Gründe dafür hat Etna ja gut erklärt.. Bei Fender - artigen Headstock's habe ich das noch nicht gesehen, da sind selbst die günstigen Vertreter (Stagg, Johnson, HB usw.) immer einteilig gewesen... Der Stabilität tut das keinen Abbruch und was das "Schwingen" betrifft... hm... könnte man das wohl vernachlässigen... Wenn du also ansonsten mit der Gitarre zufrieden bist, solltest du sie behalten...
     
  7. mad-cap

    mad-cap Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.01.15
    Zuletzt hier:
    8.04.18
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    319
    Erstellt: 21.10.16   #7
    Danke für euren Antworten!

    Ich überlege gerade, ob man diesen "Riss" seitlich am Headstock - weniger Riss, als unschöner Klebepunkt -
    mit ner behutsamen Schleifmethode etwas "runder" bekommt, so ne Art Nassschleifen mit dieser 0000-Körnung.
    Nur ne Idee ..... möchte in keinem Fall was verschlimmbessern!

    LG
    Olli
     
  8. Michael Burman

    Michael Burman Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.06
    Zuletzt hier:
    19.06.18
    Beiträge:
    7.869
    Ort:
    Frankfurt am Main
    Zustimmungen:
    1.347
    Kekse:
    9.394
    Erstellt: 21.10.16   #8
    Rein von der Optik hätte ich so etwas eher bei Gitarren bis maximal 150 € erwartet. Verleimen darf man, aber dann sollte man optisch passende Stücke auswählen.
    Wenn es nur um den Spalt geht, so könnte man ihn z.B. mit einer Holzpaste im passenden Farbton reparieren.
    Ich habe z.B. einen neuen Warwick RB für 555 € gekauft, wo eine kleine Delle war. Die habe ich mit Holzpaste gefüllt und den Bass behalten, weil er mir ansonsten ganz gut gefallen hat.
     
  9. -N-O-F-X-

    -N-O-F-X- Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.10.03
    Beiträge:
    5.233
    Zustimmungen:
    952
    Kekse:
    8.722
    Erstellt: 21.10.16   #9
    Ich habe eine (ich glaube frühe 90er) Korea Squier Strat, bei der der untere Teil angeleimt wurde. Das gibt es also auch. Häufig ist es aber glaube ich nicht.
     
  10. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.10.07
    Zuletzt hier:
    18.06.18
    Beiträge:
    1.350
    Zustimmungen:
    759
    Kekse:
    4.607
    Erstellt: 21.10.16   #10
    Du kannst auch einfach (alter Tischler Trick) etwas Leim auf den "Riss" auftragen und dann verschleifen.. Der Holzstaub und der Leim gehen eine Verbindung ein, die man hinterher kaum noch sieht.
    --- Beiträge zusammengefasst, 21.10.16 ---
    Ich will das gar nicht ausschließen, aber ich habe so etwas (bei Fender artigen) in den letzten 30 Jahren kaum - bis gar nicht gesehen..
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  11. Ich79

    Ich79 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.12.13
    Beiträge:
    1.884
    Ort:
    Donnersbergkreis
    Zustimmungen:
    1.311
    Kekse:
    3.602
    Erstellt: 21.10.16   #11
    Dem Klang/Schwingen macht das praktisch gar nichts und die Festigkeit einer längs zur Faser verlaufenden Leimung ist auch kein Problem.
    ESP/LTD verbaut z.B. überwiegend dreiteilige Hälse und da hört man auch nix negatives drüber. ;)
     
  12. Etna

    Etna Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.01.11
    Beiträge:
    2.143
    Zustimmungen:
    1.400
    Kekse:
    25.158
    Erstellt: 21.10.16   #12
    Moin!

    Ist es denn wirklich Riss? Wenn ja, kann man es beheben. Für mich sieht es aber eher nach einer Abschattung aus, weil dort das Stück Holz sehr dünn wird und dadurch darunter befindliches durchscheint. Aber du kannst das besser bewerten. Wenn sich der lack glatt anfühlt, ist es ja kein Riss, sondern leider eine optische Besonderheit. Aber ich kann mich auch irren. Ich sehe ja nur die beiden Bilder.

    Nanana... schon mal bei oben bereits erwähnten Les Paul auf die Rückseite der Kopfplatte geschaut? Da sehe ich immer drei Teile. Und wie gut die miteinander harmonieren ist reiner Zufall. Zudem hat Knaggs auch scheußlich hässlige Kopfplatten bei all seinen Strat ähnlichen Modellen. Da wird ein riegelndes Stück an einen schlichten Hals angeleimt und umgekehrt. Da fällt das aber auf wie Hulle! Das ist nicht markenspezifisch, leider. Als Taylor noch seine Kopfplatte verzahnt an den Hals leimte, sahen die Fugen zum Teil auch ziemlich schrecklich aus. Ein Stückchen Zahn weggebrochen und farblich unterschiedlich, usw... Ich könnte hier auch noch lange fortfahren.

    Bei mir ist es auch so. Aber da ist bereits genug von Fender aus gespart, weil keine Winkel mehr zueinander vorhanden sind. Das spart jede Menge Holz. Und selbst wenn man schäftet, kostet dies Zeit. Es ist einfach eine super günstige Konstruktion aus Fertigungssicht.

    Das würde ich aber nicht machen. Bei bereits beschichteten Sachen immer Finger weg von Leim! Man weiß nie, wie es reagiert. Bei blankem Holz gebe ich dir aber Recht.

    Jupp und bei denen ist die Kopfplatte dann am Ende sogar Fünfteilig. Wenn man etwas ordentlich macht, ist es fast schon egal wie. Solange es ordentlich bleibt...

    Ich habe einen Framus SG Bass, dessen Hals aus Furnierstreifen mit parallelem Maserverlauf besteht. Es ist also kein Sperrholz. Das Ding ist geil!

    Schicken Gruß,
    Etna
     
  13. Michael Burman

    Michael Burman Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.06
    Zuletzt hier:
    19.06.18
    Beiträge:
    7.869
    Ort:
    Frankfurt am Main
    Zustimmungen:
    1.347
    Kekse:
    9.394
    Erstellt: 22.10.16   #13
    Dann wäre es aber wenigstens die Rückseite. :D Wobei: Handelt es sich hier um eine Linkshänder-Gitarre? Die besagte Stelle wäre dann unten und somit weniger kritisch. Von oben würde ich das nicht jedes Mal sehen wollen. :ugly: Ich habe mal einen Linkshänder-RockBass by Warwick günstig gekauft, bei dem der Hals von oben gesehen hässlich war. Ich habe den Hals aber für einen Rechtshänder-Bass gebraucht, und nach dem Umbau sieht es von oben wieder gut aus, und von unten ist mir egal, weil ich es beim Spielen nicht sehe. ;)
     
  14. mad-cap

    mad-cap Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.01.15
    Zuletzt hier:
    8.04.18
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    319
    Erstellt: 22.10.16   #14
    Vielen Dank euch allen!

    @ Etna
    Es ist eher ein Riss bzw. eine unsauber
    verarbeitete Leimstelle. Das scheint ne
    Mischung aus Leim und Schmutz zu sein.

    @Michael
    Ja, es ist ne leftie.

    Ich habe jetzt nochmal online recherchiert,
    konnte aber absolut gar nichts finden, was ähnlich aussieht wie in meinem Fall.
    Hat jemand von euch zufällig nen link oder Fotomaterial von ähnlich verarbeiteten
    Jackson Ahornhälsen?

    Ich musste mich am Freitag gefühlt den ganzen Tag mit dem Kundendienst rum-
    schlagen, weil die bis zum Schluss renitent
    einen B-stock - Nachlass ausschlossen.
    Musste bis zur Chefetage mit dem Ergebnis
    eines Nachlass von 100 Euro.
    ..... das nur mal so nebenbei ...

    LG
    Olli
     
  15. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.07.05
    Beiträge:
    5.977
    Ort:
    Brounschwaaich
    Zustimmungen:
    2.738
    Kekse:
    15.207
    Erstellt: 22.10.16   #15
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  16. Michael Burman

    Michael Burman Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.06
    Zuletzt hier:
    19.06.18
    Beiträge:
    7.869
    Ort:
    Frankfurt am Main
    Zustimmungen:
    1.347
    Kekse:
    9.394
    Erstellt: 22.10.16   #16
    Die Kopfplatte ist hier angeschäftet und kein Bestandteil des Halses. Dass eine Kopfplatte in dieser Preisklasse nochmal aus wahllos gegriffenen Holzstücken unsauber verleimt ist, finde ich nicht gut.
     
  17. Etna

    Etna Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.01.11
    Beiträge:
    2.143
    Zustimmungen:
    1.400
    Kekse:
    25.158
    Erstellt: 22.10.16   #17
    Moin!

    Wie bereits in meinem letzten Post ausgeführt, habe ich Schlimmeres bei wesentlich teureren Gitarren als Neuware frisch vom Werk gesehen. Anstatt sich aufzuregen, könnte man einfach aufhören solche Instrumente zu erwerben. Dann sollte der Hersteller dies letztendlich spüren. Sowas wie hier führt zu nichts.

    Ganz ehrlich? Lass es. Ärger dich nicht weiter herum. Selbst mit Nachlass wirst du jedes mal auf die Stelle schauen, wenn du sie spielst. Tausch die doch einfach um und gut. Es wird sich sicherlich noch woanders eine Leftie auftreiben lassen, die diesen Makel nicht hat. Oder hast du dich in den sound dermaßen verliebt?

    Ich merke das gerade an meiner Küche. Ein halbes Jahr lang gestritten, mehrere Tausend Euro Nachlass und dennoch ärgere ich mich über jeden Handschlag, den ich als Reparatur getätigt habe. Scheiße passiert. Selbst jeder der nicht Forrest Gump gesehen hat, sollte dies wissen.

    Schicken Gruß,
    Etna
     
  18. buzzdriver

    buzzdriver HCA - Jackson/Charvel HCA

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    3.10.17
    Beiträge:
    5.776
    Zustimmungen:
    3.539
    Kekse:
    52.422
    Erstellt: 22.10.16   #18
    Das macht Jackson auch bei den sündhaft teuren Custom Shop Modellen so:
    j.jpg
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  19. mad-cap

    mad-cap Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.01.15
    Zuletzt hier:
    8.04.18
    Beiträge:
    13
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    319
    Erstellt: 23.10.16   #19
    Ui, das ist natürlich mal ne klare Aussage.
    Also ist das dann wirklich absolut kein Qualitätskriterium.
     
  20. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.10.07
    Zuletzt hier:
    18.06.18
    Beiträge:
    1.350
    Zustimmungen:
    759
    Kekse:
    4.607
    Erstellt: 23.10.16   #20
    nee... nicht wirklich... Eine gute Verleimung wird an der Leimfuge auch nicht brechen...
     
Die Seite wird geladen...

mapping