Mein Vorschlag für eine Gesundheitsreform!

von kittenskinner, 05.10.06.

  1. kittenskinner

    kittenskinner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #1
    Jeder Versicherungsnehmer zahlt die ersten so und so viel Euro seiner Gesundheitskosten im Jahr selber. Dieser Betrag richtet sich nach dem BMI. Und natürlich steigt er für jedes Prozent, um dass man den Bereich seines gesunden BMIs nach oben verlassen hat. Für mitversicherte Kinder deren BMI über dem gesunden liegt wäre dann ebenfalls ein Eigenanteil an den Gesundheitskosten zu tragen!

    Einmal heute im Bus um mich geschaut, und festgestellt, dass die Kassen so im nu saniert wären!
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.10.06   #2
    Was ist BMI?
     
  3. kittenskinner

    kittenskinner Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #3
    Body Mass Index. Eine moderne Methode festzustellen ob und wie übergewichtig man ist!
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.10.06   #4
    Und die magersüchtigen kriegen wahrscheinlich noch Geld ausgezahlt oder was?
     
  5. Little_Raven

    Little_Raven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #5
    So ähnlich stehe ich auch zu dem Vorschlag.

    Jeden Menschen einmal im Jahr zum Arzt zu schicken mag keine schlechte Idee sein, aber was kann man schon daraus schließen?
    Ein kerngesunder Mensch kann einen Tag später genau so gut im Krankenhaus liegen.

    Es gibt übrigens Kassen die Premien versprechen, wenn man regelmäßig zu verschiedenen Ärzten geht. Darunter auch ziehmlich wertvolle Gegenstände.
     
  6. RisingForce

    RisingForce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #6
    eher fraglich die Methode, da nur Grösse und Gewicht keine sicheren Aussagen zulassen. Was Übergewicht angeht, ist v.a. der Fettanteil entscheidend. Mit Muskeln hat man auch schnell einen BMI über 25, ohne das man zu dick wäre.
    Fürs Untergewicht hingegen ist der BMI als Standortbestimmung eher geeignet.
     
  7. kittenskinner

    kittenskinner Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #7
    Nee, zahlen halt das Minimum, wie die "normalen" auch!
     
  8. Cynic

    Cynic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #8
    Ich zitiere ja ungern aus der Wikipedia, aber:

    Ein Bodybuilder hat einen vergleichsweise hohen BMI, aber deswegen lebt er ja nicht gleich "ungesund"; genauso gibt es Menschen, die (genetisch bedingt) mehr schlecht als recht Nahrung verwerten können, und deshalb eher zum Untergewicht neigen, auch wenn sie völlig gesund sind.

    Und außerdem, was hat der BMI mit einer gesunden Lebensweise zu tun? (die ja hier offenbar honoriert werden soll)

    Ich bin skeptisch, wenn man Krankenkassenleistungen von bloßen Kennzahlen abhängig macht.
    (das is wie in der BWL, die "Eigenkapitalrendite" oder von mir aus der "Return on Investment" stimmen, aber dass man dafür 3500 Leute entlässt und Know-How verkaufen muss, sagt keine der beiden Kennzahlen aus, ganz zu schweigen von etwaigen langfristigen Folgen ;) )

    edit: mmh, ja...zu langsam :rolleyes:
     
  9. Wiesengrund

    Wiesengrund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #9
    Es ist wohl ein bekanntes symptom der gegnwart dass alles in zahlen und werte übersetzt werden soll um daraus am besten noch die lebenspraxis des objekts abzuleiten.

    speziell im bezug auf die übergewichtigkeit wird es spannend, da es nicht zu reichen scheint dass der_die übergewichtige eine schlechte gesundheit besitzt und sozialem druck unterliegt.
    Krankheit oder depressionen die zur fettleibigkeit führen können, werden mit strafe belegt und in den dreisten fällen in denen der mensch sich das recht raus nimmt seinem genuss nachzugehen, wird dies verurteilt.

    der rückhalt der gesellschaft wird mit dem preis der entmenschlichung und normierung bezahlt, das Ganze schützt das einzelne Subjekt nur zum preis der Vernichtung des Subjekts durch seine angleichung ans Ganze

    Die Würdigung der Ungleichheit schlägt in erzwungene Gleichheit um.
     
  10. ars ultima

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    Erstellt: 05.10.06   #10
    Ich glaube kittenskinner hat da auch nicht ganz ernstgemeint, sondern wollte nur kritisch anmerken, dass unsere Gesellschaft überfettet ist :-)
     
  11. Radarfalle

    Radarfalle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #11
    Mag ja sein, dass im Moment der Trend dahin geht, dass es immer mehr übergewichtige gibt, aber die Kassenbeträge nur am sowieso umstrittenen BMI festzumachen kann doch wohl nur ironisch gemeint sein. Was machen wir denn dann zB mit Rauchern? Die sind statistisch noch teurer als übergewichtige und wenn dann noch ein Raucher übergewichtig ist. Nicht auszudenken.... ;)

    Wenn man jetzt das Szenario weiterdenkt, also dass jemand der gerne krankenversichert sein möchte erstmal komplett durchleuchtet wird (also auch genetische Vorbelastungen für bestimmte Krankheiten) um somit alle Risiken so gut wie möglich abschätzen zu können und daran dann seinen Beitrag festzumachen. Dann hast du vielleicht Glück und dein Beitrag ist niedrig. Vielleicht wird dabei aber auch festgestellt, dass ein hohes Risiko besteht an Krebs zu erkranken. Dann wäre dein Beitrag entweder so hoch, dass du nichts anderes mehr als deinen Krankenkassenbeitrag bezahlen könntest oder es kommt noch besser und es will dich keine Krankenkasse mehr aufnehmen, weil schon feststeht, dass du zum Verlustgeschäft wirst.

    Das Problem bei den explodierenden Krankenkassenkosten liegt nicht nur daran, dass der Trend in unserer Gesellschaft zur ungesunden Ernährung geht, sondern auch daran, dass die Lebenserwartung immer höher wird, die Geburtenraten aber abnehmen. Je älter Menschen werden, desto aufwändiger ist auch die medizinische Versorgung. An dieser Entwicklung lässt sich nicht viel drehen, aber man könnte trotzdem drastische Einsparungen machen, ohne Einschnitte in der Versorgung. Und zwar müssten zum einen Präventivmassnahmen verbessert werden. Dh auch dadurch, dass zB zahnärztliche Prophylaxen von der Kasse übernommen werden, was sich zunächst nach erheblichen Mehrkosten anhört. Dadurch ist jedoch das Risiko, dass noch jemand eine aufwändige und dagegen extrem teure Behandlung benötigt, weil ihm übertrieben dargestellt die halbe Kauleiste weggefault ist gegen Null. Daher ist das uU günstiger und der durchschnittliche Gesundheitszustand der Bevölkerung zumindest auf diesem Gebiet wäre höher bzw. auf einem ähnlichen Niveau gehalten werden, bei geringeren Kosten. Das könnte man jetzt noch auf viele Bereiche erweitern. Um das gesamte Gesundheitssystem auf solche Präventionsmöglichkeiten zur Einsparung hin zu durchleuchten bräuchte man einige Experten, die das ganze optimal auswerten. Da liegt dann auch das nächste grundlegende Problem. Der Verwaltungsaufwand ist viel zu hoch. In Bezug auf die Analysten heißt das, dass jede Krankenkasse solche Leute beschäftigt und diese bei jeder Krankenkasse Geld kosten. Dieses Schema zieht sich durch die gesamte Krankenkassenstruktur. Der komplette komplex Krankenkasse besteht zigfach und kostet daher ein vielfaches von dem was nötig wäre. Ein großer Teil des Gesamtbudgets für das Gesundheitssystem geht also nicht für die medizinische Versorgung bzw. Prävention drauf wofür es gedacht ist, sondern für die Verwaltung (inklusive der bei Stammtischen gerne in die Runde geworfenen unnötigen Glaspaläste und Gehaltserhöhungen der Krankenkassenmanagments ;)).

    Deswegen wäre eine konsquente Reform alle Krankenkassen abzuschaffen und zentral eine Art Gesundheitssteuer einzuführen. Dadurch wäre dann mehr Geld für die eigentliche Versorgung zur Verfügung, da die Verwaltung optimiert wäre.

    Das es etwas unrealitisch ist von jetzt auf gleich alle Krankenkassen dicht zu machen und die Angestellten auf die Straße zu setzen ist mir auch klar, aber dieses Ziel halte ich momentan für eine erstrebenswerte Lösung, die auch auf Etappen erreicht werden kann.

    (Das was oben steht ist mir übrigens recht spontan dazu eingefallen und ist daher möglicherweise nicht bis ins Detail durchdacht, ist aber vielleicht ein ganz guter Anstoß für eine Diskussion)
     
  12. kittenskinner

    kittenskinner Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.06   #12
    Sagen wir mal "halb ernst"!

    Seit dem ich meine Monatskarte für Bus und Bahn habe, und mein Auto abgeschafft hab, fahre ich halt fast überall mit Bus und Bahn hin. Das hat zur Folge, dass ich Zeit und Gelegenheit habe wesentlich mehr meiner Mitmenschen zu betrachten, als dies aus dem Autofenster möglich ist.

    Was einem teilweise an schwitzendem, stinkendem, und röchelndem Fleischbergen begegnet, passt auf keine Kuhhaut. Und, nicht nur, dass diese Menschen sich selbst erheblich schaden, ihren Kindern meist noch dazu (hier meine ich, MUSS die Gesellschaft einspringen und ihrer Pflicht zum Schutz der schwächsten nachkommen), sie schaden und belästigen auch andere.

    Es geht mir ja nicht um einen kleinen Schwimmring oder Bierbauch. Menschen, denen ein normaler Sitzplatz in Bus oder Bahn nicht mehr reicht, um die geht es, und die sind ganz offensichtlich keine Seltenheit mehr. Wie oft bin ich seit meinem Umstieg auf Bus und Bahn, von einem Walfisch, der meinte auf dem Sitzplatz neben mir stranden zu müssen, an den Rand des Fahrzeugs gedrückst worden! Wie oft haben ich und andere ihre Busse/Züge verpasst, weil ein oder mehrere menschliche Walrosse die Zugänge (Treppen z.B.) mit ihren Leibern und ihrer dadurch bedingten Langsamkeit blockierten!

    Erst vor kurzen geschah in einem Bus folgendes;

    eine recht adrette ältere Dame (ich schätze mal 70-75) sitz mit Gehstock und Einkäufen im Bus. Da steigt ein recht junges, weibliches Ungetüm von mindestens 150 Kilo ein und erspäht den freien Sitzplatz genau vor der älteren Dame. gesagt getan, sie begibt sich dort hin. Nur, nicht dass sie sich ob ihrer Fettmassen normal hinsetzt, sie lässt sich in den Sitz fallen. Das Ergebnis war, dass sich der an sich recht stabile Sitz so weit nach hinten biegt, dass er der älteren Dame heftig gegen die Knie knallt, was offensichtlich nicht ganz unschmerzhaft war.

    Bei alledem sollten auch die sozialen Kosten von Verfettung nicht vergessen werden, und die tragen wir alle. Hohe Steuern auf Zigaretten, um nur ein Beispiel zu nennen, finden wir alle normal (ich auch) und angemessen, irgendwelche Benachteiligungen für extrem Dicke sind aber anscheinend aus welchem Grund auch immer, nicht politisch korrekt. Da finde ich, ist ein Umdenken vonnöten!
     
  13. kittenskinner

    kittenskinner Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.06   #13
    Raucher beteiligen sich an den durch sie verursachten gesellschaftlichen Kosten. Ohne die Tabaksteuer würde eine Schachtel Zigaretten wohl nicht mehr als 1,50 € kosten. Essen kann man mit einer solchen Steuer kaum belegen, da jeder Mensch essen muss, und glücklicherweise, noch, eine Mehrheit weis sich nicht verfetten zu lassen!
     
  14. Lavalampe

    Lavalampe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.06   #14
    Ok dann nehme ich mich mal selbst als bestes Beispiel. Ich habe leicht übergewicht und darf da ich schwer Herzkrank bin keinen Sport machen. Meine Ernährung ist normal (ich kann mir als armer Student kein Junkfood leisten :p ) Zudem muss ich alle 2-3 Monate zu einem großen Gesundheitscheck da ich unter Herzrhythmusstörungen leide.
    Bei deinem Vorschlag wäre ich bereits nach 1-2 Jahren arm wie eine Kirchenmaus.

    Ich verstehe ja die Problematik des Übergewichts in unserer Gesellschaft aber man sollte auch mal die Perspektive wechseln und sich überlegen ob so ein Modell überhaupt auf die ganze Bevölkerung übertragbar ist!
     
  15. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.06   #15
    Also ich finde auch das zu viele Leute zu fett werden...
    Und dann kommen immer noch alle mit der Toleranz-Keule wenn man mal was dagegen sagt...
    Is mir unverständlich.

    Also ich finde schon, dass die Krankenkassen ruhig sowas wie Gefahrenzuschläge erheben könnten.
    Also bei Rauchern, Alkoholikern, Drogensüchtigen, Übergewichtigen usw. usf.

    Dafür sollten diese im Gegenzug aber auch Programme (mit-)finanzieren die eben gegen sowas wirken, bzw. präventiv wirken.
     
  16. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.06   #16
    Warum überhaupt noch eine Krankenkasse ? Soll doch jeder selbst für seine Scheisse bezahlen .....
    Wie wäre es mal mit Bürokratieabbau ....ich muss für ne verdammte Überweisung ins Krankenhaus... zu meinem Hausarzt rennen dort 10 Euro hinlegen damit der mich fragt wies mir geht und mir für 60 Euro -abgerechnet bei der Krankenkasse natürlich- ne Überweisung in die Hand drückt.. zu einem niedergelassenen Chirurgen... von dem ich wieder ne Überweisung brauch -abgerechnet mit der Krankenkassen natürlich- damit ich endlich ins Krankenhaus zur ambulanten Nachversorgung kann.

    Ich habe überhaupt nichts dagegen das man etwas gegen die Überfettung unserer Gesellschaft tut....nur sollte man Menschen nicht abdegradieren nur weil sie nicht dem Idealbild entsprechen......wer das tut ist für mich ein armes kleines Würstchen der wahrscheinlich mit sich selbst mehr Probleme hat als er zugeben will....Ich meine es ernst mich kotzen solche Menschen an....Will man was ändern kann man das auch anders tun ohne abfällige Bemerkungen

    Aber diese Unterscheidung in Menschen erster und zweiter Klasse hat ja schon Tradition in diesem Land .........
     
  17. AX2Andi

    AX2Andi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.06   #17
    Also ich oute mich hier mal als ziemlich übergewichtig... ich schätze im Moment so 136kg.... Hauptsächlich bedingt durch psychische Erkrankungen und den daraus resultierenden Bewegungsmangel und über ne längere Zeit auch Heißhungerattacken auf Grund diverser Medikamente....

    Ich wage einfach mal zu behaupten, dass man mir mein Übergewicht nicht wirklich vorwerfen kann.... Ich kenn eigendlich eher wenige andere Übergewichter... eine sehr nette Bekannte ist ein Sammelsurium für Krankheiten... die hat Elephantitis (wenn man das so schreibt) und diverse Organprobleme... z.b. Laktoseintoleranz usw. Ich finde man sollte da immer unterscheiden zwischen mutwilligen Dicken und dene die nichts dafür können...

    Die Übergewichter die hier wohl gemeint sind, sind wohl Playstation-Stubenhocker... und Ähnliche Gattungen... Solche Leute kotzen mich oft ziemlich an... Das sind so Leute die völlig normal aussehen könnten, wenn sie nur nen bisschen disziplinierter Leben würden.... und die sehr lange Chancen haben das wieder hinzukriegen, bevor es so richtig schlimm ist... da fehlt eindeutig die Erziehung, aber ich pers. finde auch, dass durch Schulsport und Co. vielen die sportliche Betätigung von vorn herein mies gemacht wird...
    Untergewicht sollte genauso behandelt werden...
    Mir pers. haben auch oft einfach klare, realistische Aussagen gefehlt... Ich hab als Kind lange recht aktiv täglich draußen gespielt.. oft sogar gezielt sportlastig und habe völlig normal, wenn nicht sogar wenig gegessen... trotzdem hab nie wirklich abgenommen (zumindest nicht optisch) und vorlaute Sportlehrer haben mir vorgeworfen ich sei faul... Da wird einem das dann eh irgendwann zu blöd als Kind.... Ich denke auf der einen Seite sind ungesunde Erziehungsmethoden etc. das Problem, aber genauso auch diese BMI-Superfitundgesund-Spinner, die meinen sie könnten jedem ihren Mist aufdrücken und wären was besseres nur weil sie sportlich sind (und meist Rauchen etc.)... In letzer Zeit hab ich auch öfter so Anti Dick Diskussionen miterleben dürfen... Viel schlimmer noch find ich aber Raucher, Alkis etc.

    Vielleicht wäre es wirklich am besten die Krankenkassen abzuschaffen... Denn da sitzen ziemlich viele Möchtegernexperten am Drücker... Genau wie im Arbeitsamt und anderen vegleichbaren Institutionen... Ich hätte äußerst gerne volle Kontrolle über meine medizinischen Angelegenheiten...
     
  18. am_i_jesus?

    am_i_jesus? Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.06   #18
    kann man die Krankenversicherung auch abschaffen. Denn dann zahlen alle, die krank sind und die, die gesund sind zahlen nix.

    In Norwegen gibts Steuern auf Süßigkeiten und sehr fette Speisen. Ich weiß zwar nicht genau, wie das geregelt ist, im Urlaub hat mir aber eine Norwegerin erzählt, dass ganze Horden von Norwegern mit ihren Drachenbooten in Schweden einfallen "...and they take these huge trolleys and fill them to the top, with candy and bacon".. IMO ein sinnvolles Modell..

    @AX2Andi: Ich hab (grad gewogen) 56.8kg bei 174cm. Leicht untergewichtig. Mir ist das aber aus gutem Grund egal: ich will nicht essen, um zuzunehmen, ich ess - solang das gesundheitlich vertretbar ist - wenn ich Hunger hab und NUR dann. Wenn du sagst, man kann dir dein Gewicht nicht vorwerfen, geb ich dir recht. Aber aus anderen Gründen, nämlich deswegen, weil es niemanden etwas angeht außer dich. Ich will dich jetzt nicht belehren, im Grunde ist mir das Gewicht der Forenuser scheißegal, aber ich versteh nicht, warum du sagst, "ich kann nichts für mein Gewicht, alle sind gegen mich, dann bin ich eben fett".
    Die Gründe, warum du dick bist, sind unwichtig. Ob das die Playstation ist, eine psychische Erkrankung oder was-weiß-ich, es geht nicht um die Playstation, es geht um deine Gesundheit. IMO sollte dir die schon was wert sein. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es schwer ist, bei so einem Gewicht beginnend abnehmen zu wollen. Jeder grinst drüber, keiner glaubt, dass das was wird, usw. Aber es muss dir doch klar sein, dass du nichts zu verlieren hast, oder? Ich hoffe, ich trete dir nicht zu nahe...

    Edit: Hehe, BMI-Superfitundgesund-Spinner ;) Jo, ich rauche. Zwar nicht besonders viel, aber doch.
    Aber insgeheim wollen wir doch alle so einer sein, oder? Ich glaub schon.
     
  19. AX2Andi

    AX2Andi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.06   #19
    1. Hab ich nirgendwo irgendwas von alle sind gegen mich etc. geschrieben...

    Wenn ich sage ich lasse mir mein Gewicht nicht vorwerfen, dann meine ich hauptsächlich, dass ich echt andere Probleme habe, als anderen optisch zuzusagen... Ich habe in meinem ganzen leben kein einziges mal irgendwas wegen meinem Übergewicht gehabt... ne schwere atypische Lungenentzündung und andere kleinere Standardsachen wie Husten etc. aber ansonsten nichts... Und meine psychischen Probleme sind nicht auf grund meines Übergewichts entstanden, sondern das übergewicht ist auf Grund meiner Psyche entstanden... Ich kenne allerdings viele Supersportfreaks die alle 2 Monate beim Arzt hängen wegen irgendwas ... Ich halte es einfach für ziemlich voreilig anzunehmen, dass dickere automatisch ne größere Belastung für das Gesundheitssystem sind.... richtige gesundheitliche Probleme kriegt man eh erst, wenn man so RICHTIG fett ist und zusätzlich noch sehr ungesund lebt....

    Zu den Gesundheitsspinnern: Ich durfte da so einige kennenlernen die wirklich absolut lächerlich sind.... Teilweise hatten da die Kinder wirklich Angst vor allem, was nicht 100% gesund is... die kannste mit ner Tafel Schokolade jagen bis sie ins Koma fallen.... Da heißts dann super Fit und gesund leben, aber trotzdem wegen jedem Kinkerlitz zum Arzt rennen... und trotzdem alle, bei denen man nicht das halbe Skelett sieht behandeln wie minderwertige Menschen und stundenlang von irgendwelchen Ballaststoffen reden.... Sowas ist lächerlich in meinen Augen... Gerade Sportler sollten den Mund einfach nicht zu voll nehmen.... nen Fettsack aufm Sofa rennt wenigstens nicht das ganze Jahr mit irgendwelchen Stauchungen etc. zum Arzt...
     
  20. am_i_jesus?

    am_i_jesus? Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.06   #20
    1) Lehrer, Schulsport, in Schublade mit Playstation-Spielern.
    ansonsten:
    Ich wollte dich nicht angreifen, ich persönlich kanns nur nicht verstehen, dass man damit glücklich ist. Und die Belastung fürs Gesundheitssystem ist für mich ÜBERHAUPT kein Kriterium. Das ist ja lächerlich.
    Aber: wegen einer Stauchung zum Arzt zu rennen, weil man Sportler ist - was bitte soll daran falsch sein? Ich machs zwar nicht, aber grundsätzlich ist das schon in Ordnnug.

    Und: fett zu sein HEISST ungesund leben. Da kannst du dagegen sagen, was du willst, das ist so. Ist (gottseidank) nicht mein Problem, wie du lebst, aber Menschen, die regelmäßig Sport machen, dafür anzugreifen find ich schon unterste Schublade. Ich bin nicht so einer, alles was ich mache ist, mich relativ gesund zu ernähren, bzw. den Bogen nicht zu überspannen. Ich geh trotzdem ab und zu zum Burgerking und ich liebe Leberkäse, aber in Summe leb ich gesund. Und wenn ich einen Tag zu viel esse, ess ich am nächsten um das weniger. Naja. Geschmäcker sind verschieden.