Melodie will nciht zu Akkorden passen

von chaosbringer, 29.01.06.

  1. chaosbringer

    chaosbringer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #1
    Hi,
    in der Begleitung werden folgende Akkorde gespielt:
    Am, Cmaj7, dann ein Akkord, den ich nicht zuornene kann:
    Auf der Gitarre wären es:
    0
    3
    0
    4
    5
    X
    und Em.
    Ich habe versucht darüber einene Am-Lauf zu spielen, oder einene Em-Lauf. In beiden hatt es irgendwie teilweise ziemlich schlecht geklungen.
    Wie heißt der Akkord, und welche Tonleiter würde sich darüber anbieten?
    Gruß und dnak,
    Julian
     
  2. Wulfie

    Wulfie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #2
    Hier sind die gespielten Töne aufgelistet : D, F#, G, D, E
    Ist eine wirklich seltsame Kombination.

    Mit D als Grundton wäre der Akkord ein Dadd2add4no5.
    Mit G als Grundton wäre der Akkord ein G6maj7no3.
    Mit E als Grundton wäre der Akkord ein Em7add2no5.

    Wenn man sie aber ordnet, sieht man, dass sie die ersten fünf Töne der D-Dur Tonleiter sind [D, E, F#, G, A]
     
  3. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.01.06   #3
    Bei den Tönen glaube ich mal meinem Vorredner, also wenn das wirklich d, e, f# und g sind, ist der Akkord ein Cmaj9/#11! :D Wobei du die 7 (in dem Falle h) nicht mitgespielt hast, die aber problemlos dazupasst. Der Tritonus (#11) sorgt natürlich für ordentlich Spannung. Als Skala eignet sich alles, was die Töne von G-Dur beinhaltet. Mit C als Basis wäre das lydisch.

    Gruß,
    Jay
     
  4. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #4
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass der im harmonischen Zusammenhang Em9 heißen muss (Em7add2no5, wobei man die Sache auch komplizierter machen kann, als sie ist: ein Em9 enthält von vornherein schonmal die 7, damit fällt auch dass "add" weg, und dass die Quinte nicht enthalten ist, spielt für die Bezeichnung auch keine Rolle, wird nur dann relevant, wenn etwa noch eine #11, oder eine b13 enthalten ist, und selbst dann ist es nicht allgemein üblich, auf die fehlende 5 hinzuweisen...)

    edit: wenn der Wechsel zum "normalen" Em nicht gerade im selben Takt erfolgt, könnte ich mir doch auch vorstellen, dass sich der Akkord von G ableitet. Damit hätten wir dann jeweils Dur-Klänge in Zusammenhang mit den entsprechenden parallelen Moll-Tonarten. Dann wäre das ein Gmaj13, oder eindeutiger: Gmaj7/6. Dass die hohe e-Saite als zusätzliche "Farbe" (6) einfach mitgespielt wird, kommt häufiger mal vor (z.B. Dream Theater: The Silent Man, hier werden einfach die 3 hohen Leer-Saiten immer mitgenommen, ob sie jetzt auf den ersten Blick zu den Akkorden "passen", oder nicht...)
    zur Improvisation: einen ersten Erfolg dürftest zu erzielen, wenn du einfach C-Ionisch (C-Dur) über alle Akkorde spielst, nur beim vorletzten Akkord aufpassen, dass du z.B. kein f spielst. Formal wäre es am günstigsten, über Cmaj7 C-Ionisch, über Am A-Äolisch (nat. Moll), über den myteriösen E/G-Akkord G-Ionisch (wenn die blöd maj7 nicht wäre, würden wir einfach ganz normal bei G-Mixolydisch landen...) und über den Em E-Phrygisch zu spielen.
     
  5. whir

    whir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.06   #5
    Da das ein um einen Ganzton verschobener C-Dur-Griff mit zusätzlichen Leersaiten ist, würde ich es eine Art D-Dur-Akkord sein lassen. Der Name ist da eher unwichtig.
     
  6. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 31.01.06   #6
    Hm, das mit dem verschobenen C-Dur klingt einleuchtend,
    wie wärs also mit D9/11?

    Als Tonleiter würde ich D Mixolydisch vorschlagen.
    Das wäre D Dur mit kleiner Septe (c statt cis), oder G-Dur/e-Moll vom d aus gespielt.
     
  7. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 02.02.06   #7
    Das ist eine einfache und gute Lösung. Wenn wir beim D die kleine (mixolydische) Septime im Solo akzeptieren, passen über alle 4 Akkorde die Töne C, D, E, G, A, H. Bleibt also nur 1 Ton, der verändert werden muss: Über Am und C ein "F", über D und Em ein "F#". Das ist auch für weniger versierte Skalenspieler mit etwas Konzentration leicht machbar.
     
  8. whir

    whir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.06   #8
    Noch einfacher ist, über Am und C auch ein f# zu spielen. Wie kommst du auf f, das sind doch alles Stufenakkorde von E-Moll?
     
  9. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 02.02.06   #9
    Du hast völlig Recht. Ich bin vermutlich derselben Denke verfallen wie der Threadsteller, aufgrund er ertsten beiden Akkorde erstmal C als Tonart zu hören.
     
  10. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 02.02.06   #10
    Also ich habe nach dem Em immer das Gefühl, es müsste noch ein Am kommen,
    damit das ganze "vollständig" wird.

    Ist vielleicht nur meine Interpretation, aber ich nehme das Am als Tonika und das Em als Dominante wahr:
    t tP S9/11 d
     
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