Mesa boogie Nomad Fifty-Five review

von kevin_frustrato, 12.12.05.

  1. kevin_frustrato

    kevin_frustrato Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.12.05   #1
    Mesa Boogie (Mesa Engineering) Nomad Fifty-Five 112 Review

    "Inspired by the ancient peoples who left the security and comfort of their villages and set
    out in search of answers and a deeper meaning to life, these amplifiers are vehicles of
    exploration. So it is in tribute to these timeless bands of spiritual wanderers...we have
    named these amps Nomads. And like those for which they are named, you will find them
    at home in any musical land."



    Preis: ca 2000 € neu

    Technik:

    55 watt, class A/B, 2*6L6, 5*12AX7
    Bias Select Switch für optional EL34
    12 zoll 90watt Mesa - Black Shadow Speaker

    andere Versionen:

    Nomad Fifty-Five medium head
    Nomad Fifty-Five long head
    Nomad Fifty-Five 212

    Nomad Fifty-Five 412

    Nomad One-Hundred long head
    Nomad One-Hundred 112
    Nomad One-Hundred 212

    Nomad Forty-Five long head
    Nomad Forty-Five 112
    Nomad Forty-Five 212

    Kanäle:

    Drei unabhängige Kanäle mit 6 Modes:
    Channel 1 (Clean/Pushed)
    Channel 2 (Vintage/Modern)
    Channel 3 (Vintage/Modern)

    Front Panel :

    Input-jack
    AC Mains on - Powerschalter
    HI Volts on - Standby Schalter

    Output Regler - Mastervolume für alle drei Kanäle
    Solo Regler - Volumenanhebung per Fußschalter zuschaltbar

    Channel 1:

    Gain Regler
    Master Regler
    Presence Regler
    Treble Regler
    Mid Regler
    Bass Regler

    Clean/Pushed - Kippschalter

    Channel 2:

    Gain Regler
    Master Regler
    Presence Regler
    Treble Regler
    Mid Regler
    Bass Regler

    Vintage/Modern - Kippschalter

    Channel 3:

    Gain Regler
    Master Regler
    Presence Regler
    Treble Regler
    Mid Regler
    Bass Regler

    Vintage/Modern - Kippschalter

    Rear Panel:

    - Reverb Controls je Kanal: 3 Unabhängige Reverb-Regler für jeden Kanal, mit Footswitch zuschaltbar
    - Footcontroller - Anschluss
    - Slave (to Poweramp)
    - Speaker Ausgänge: 8ohm,4ohm,4ohm
    - Send jack
    - Return jack
    - FX MIX Regler von 0-100%
    - Speaker On/Mute Kippschalter
    - Recording out (1/4"; jack)
    - Bias Select 6L6 - EL34 Wahlschalter
    - Channel Select: Drehschalter CH1,CH2,CH3,FTSW..Auf FTSW schaltet man die Kanäle per Fußschalter


    Resümee Anschlüsse 9/10:


    Hier gibt es eigentlich kaum was zu Meckern, der Amp hat alles und manches mehr was man von vielen Amps gewohnt ist. Toll sind meiner Meinung nach der Regelbare Reverb für jeden Kanal (obwohl ich ihn nicht brauche, für Puristen sicher interessant!) Auch den Recordingout mit Speaker-Mute Schalter finde ich eine gute Idee, aber ich kann leider keine Aussagen über die Qualität machen, da ich ihn bisher noch nicht benutzt habe. Einen Punkt Abzug gibt es da keine extra ¼" jacks für die Fußschalter Funktionen vorhanden sind, die vermisse ich doch sehr bei dem Amp, da es live ein großer Nachteil ist, wenn man für einen Soundwechseln 2 mal treten muss! Andere Features die Mesa Boogie bei anderen Amps anbietet wie Vacuum tubes / sillicon diodes switch, spongy/bold switch, simul class /class a switch etc.. finde ich fehlen nicht unbedingt bei dem Amp, da dies hauptsächlich klangbeeinflussende Regel-Möglichkeiten sind, es dem Amp an Flexibilität aber wahrlich nicht mangelt!


    Footswitch 10/10:

    Der footswitch verfügt über ein spezielles Kabel und es ist somit nur möglich, den amp mit dem orginal Mesa Fußschalter zu steuern! Der footswitch hat folgende Funktionen:

    Channel 1
    Channel 2
    Channel 3
    Solo
    Reverb

    Verarbeitung und Funktion den Footswitch sind ausgezeichnet, er besitzt ein massives Gehäuse und metal Knöpfe und hat noch nie irgendwelche Probleme gemacht. Alle wichtigen Funktionen lassen sich somit fernsteuern.


    Der Sound


    Channel 1 clean:

    In vielen Reviews liest man ja immer wieder, dass Mesa einen "Feder-like" Clean Sound besitzt, ich kann dies nicht wiederlegen oder bestätigen, da ich den Clean Sound eines Fenders noch nie selbst getestet habe, aber vielleicht wäre ich dann auch enttäuscht, da das was der Nomad 55 hier zeigt einfach gut ist! Bei einer Reglerstellung von 12 uhr bei allein reglern bekommt man einen runden und warmen Ton, den man mit etwas Feingefühl noch perfektionieren kann. In dieser Einstellung kann man den Gain Regler dann auch auf nahezu 100% drehen ohne das der Ton merklich anzerrt, der von natur aus sehr Cleane Ton wird dann nur etwas "wärmer". Dreht man die Mitten, Treble und Presence höher bekommt der Ton deutlich mehr Kraft, er springt viel direkter an und wird Härter. Der Ton ist jetzt nichtmehr so weich und rund, sondern brillianter. Dreht man hier den Gain Regler ganz auf, wird es schon leicht angezerrt wenn man fester anschlägt. Die Regler Einstellungen bewegen hier extrem viel und es lohnt sich zu experimentieren, da sich die Regler gegenseitig beeinflussen, die größten Auswirkungen auf den Sound hat der Treble Regler (er kommt in der Klangreglung in allen 3 Kanälen direkt nach dem Gain-Regler). Aber auch Bass und Mitten Regler sind nicht zu unterschätzen, so bringt der Mitten(wie auch der treble)Regler ab ca 14 Uhr zusätzlichen Gain. Der Bass Regler macht den Ton, wenn man ihn reduziert (auf ca 11 Uhr und weniger), tighter.

    Channel 1 pushed:

    Diese Einstellung benutze ich selten, aber ich hab sie für diese Review dennoch etwas genauer unter die Lupe genommen, da sie für manche sehr interessant sein könnte. Eins vorne weg, der Schalter clean/pushed (ch2/3 vintage/modern) bewirkt im Clean Kanal mit abstand am meisten. Der vorher zu zahme und weiche Cleankanal bekommt auf einmal echte Gain Reserven. Der Charakter des Pushed Ch1 ist von Anfang an tight und springt viel direkter auf das anspielen an. Man bekommt hier bei geringen Gain Einsatz einen "dreckiger" klingenden Clean Sound, ab etwa der hälfte des Gainbereichs einen schönen Crunch-Sound der sich sehr gut von der Zerrintensität von 12-15uhr regeln lässt. Ab etwa 14-15 Uhr erreicht man dann einen ausdrucksstarken Solo-Ton mit Gainreserven die bei manchen Amp schon locker als Lead-Channel durchgehen würden.. Der Gesamte Bereich des Pushed Ch1 ist unglaublich direkt und deckt jeden Spielfehler gnadenlos auf, insgesamt ein schöner Overdrive Sound an dem Bluesspieler sicher ihr gefallen finden.


    Sound CH1 9/10, der clean Sound ist einfach genau so wie ich ihn mag, außerdem schon im cleanen setting sehr vielseitig. Er bleibt einfach Clean und hat meiner Meinung nach für 55 watt richtig ordentlich headroom. Ideal ist der Kanal für jazz und country wegen seinem tollen warmen charakter. Es wird nicht so brilliant wie man es von manchen aufnahmen kennt, deshalb gibt es hier einen punkt abzug, auch wenn ich persöhnlich es nicht vermisse. Pushed sprengt hier einfach alle Dimensionen an Vielseitigkeit, was der Mesa hier in einem Kanal bringt, steckt bei manchem anderen Amp nicht mal ein einem 2 kanaler mit 4 modes.

    Channel 2 vintage:

    Im 2ten und Dritten Kanal ist der Gain-Regler wie bei den meisten Tube-Amps der Regler der den Sound am meisten formt. Fängt man im Vintage Setting bei etwa 8:30 Gaon an so bekommt man wieder den schönen warmen Cleanton aus Ch1/clean bei mehr Gain Einsatz macht er von etwa 9-11:30 alle Stufen des Ch1/pushed durch, ab dann gibt's richtig Gain für einfach wunderschöne Lead tones. Doch alle Möglichkeiten hier aufzuzählen ist schier unmöglich. Allgemein lässt sich sagen, das man bei Gain einstellungen von ca 11 uhr - 14 uhr einen sehr definierten ton bekommt, ab ca 15 uhr wird der ton zunehmend gesättigt. Aber auch jeder einzelne Tonregler beeinflusst den ton unglaublich. Hier ist echt alles möglich vom Blueston über Singelnote solos mit unendlich sustain bis hin zum shredden. Man bekommt den Anschlag unglaublich tight, mit ein paar Regler Bewegungen aber fließen die töne wunerschön ineinander über, jedoch verwischt auch hier nichts.

    Channel 2 modern:

    Auch hier gilt wie bei CH1/pushed, dass ich es normal nicht einsetze. Insgesamt bleibt der Grund-Charakter des Ch2 hier immer noch stark erhalten, die unterschiede sind hier bei weitem nicht so groß wie bei Ch1 clean/pushed. Ursprünglich kam die Idee Ch2 und Ch3 auf je modern/vintage zu schalten können von den alten Dual/Triple Rectifiern, bei denen es über Channel-clonenig möglich war einen der beiden Kanäle zu kopieren. Allerdings wurde das ganze weiterentwickelt, so ist hier Channel 2 modern und Channel 3 modern auf keinen Fall das selbe. Channel 2 vintage Dr Jakyll ist, dann ist Channel 2 modern Mr. Hyde. Es wird lauter, aggressiver, alles in allem die Hardcore Variante von Channel 2 vintage. Ich denke besonders interessant diese Möglichkeit für einen eher Rhythmus orientierten Gitarristen, der gerne auf die tollen weichen Solo-sounds im Vintage-Setting verzichten kann. Je nach Einsatz des Gain ist hier von Rock über Hardrock bis Oldschool Metal alles drin was das Riff-Rocker-Herz freut.


    Sound CH2 10/10, hätte der amp nur diesen einen Channel., dann würde ich ihn kaufen und mich trotzdem freuen, und die anderen beiden großartigen Kanäle nicht vermissen, da ich sie ja nicht kennen würde. Der vintage mode des 2ten Kanals ist für mich das Herzstück des amps, einfach Fett.. was man hier für Töne zaubern kann ist unglaublich. Unglaublich auch das ein solcher echter Vintage Kanal in einem Amp steckt der locker in high-gain Bereiche verstoßen kann. Es ist einfach Traumhaft wie weich, rund und zart die Töne hier kommen können. Channel2/pushed ist für mich weniger interessant, da er in der sache die er macht zwar gut ist, aber nicht so göttlich wie die lead tones des vintage-setting. Die Höhen bizzeln mehr, mit den reglern auf rechts kommt man in etwa dahin wo man sich im dual rectifier bei vacuum tubes / spongy / vintage wiederfinde.. für Rhythmus im Metalbereich toll.. aber ich will hier die leadsounds einfach nicht missen!


    Channel 3 modern:

    Ladys and Gentleman, welcome to the new millenium! Kein moderner amp ohne high gain sound, und so soll man auch beim nomad nicht darauf verzichten müssen. Wie in einem anderen review so schön geschrieben steht: Das Thema des Kanals ist, wie schnell und tight kann man spielen. Auch hier geht's bei geringen Gain-Einstellungen clean los und man bekommt vor 11:00 overdrive und blues sounds. Ab 13:00 mutiert der Channel dann in einen tollen rhythmus channel, es wird tight, agressive und hart. Der Mittenregler kitzelt hier punch und attack auch aus den schwächsten pu`s. Hier ist auf jedenfall Dream Theater, Metallica etc. möglich. Auch shredden ist hier kein Problem, jeder ton bleibt auch bei noch so schnellem spielen klar und deutlich erkennbar, selbst bei scales in irren geschwindigkeiten hört man noh den kleinsten unsauberen Anschlag heraus. Selbst wenn man den Gain regler noch weiter in die Sättigung dreht (ab ca 15 Uhr) die Mitten rausnimmt und Presence und Bass aufdreht bleibt der ton tight. Das spielen wird leichter, die Anschläge "verschwommener" und shredden geht leichter von der hand, aber es wird nicht drucklos oder matschig.

    Channel 3 vintage:

    Auch hier gilt, das es von mir selten benutzt wird. Der Klang des 3ten Kanals bleibt erhalten, aber das Monster wird zahmer und freundlicher. Es wird wärmer vom Klang und man kommt in etwa dahin zurück wo man sich im 2ten Kanal so wohlgefühlt hat, hat jedoch etwas höhere Bassfrequenzen. Hier findet man im 3ten Kanal den schöneren lead tone. Im low gain bereich gibt's tolle Bluessounds die vor allem durch gute Wiedergabe der Spieltechnik und gute Dynamik überzeugen. Bei größerem Gaineinsatz kommt man in ähnliche Bereiche wie im Channel 3 modern, jedoch klingt es wärmer.


    Sound CH3 9/10 es ist schon erstaunlich was einem hier erwartet schaut man auf die doch eher Vintage orientierten Sounds der Kanäle 1 und 2 zurück. Es ist hier jedenfalls High Gain Sound das einem erwartet. Metal und Rock Riffs meistert der Nomad hier mit Bravur, der sound ist in diesem Kanal "heller" als im 2ten Kanal, dadurch erhält man zusätzlich attack. Der Kanal ist von allen drei Kanälen am besten für schnelles und differenziertes spielen geeignet, bei schnellem Riffing und shredding parts fühlt man sich hier zuhause. Dennoch kommt auch hier der Bluesversierte Spieler auf seine Kosten, da man bei geringen Gain-Settings eine gute Ergänzung zu Channel 2 hat. Was man hier nicht erwarten darf ich Nu-Metal scooped sound, und die extrem bissigen Presence-Einstellungen wie sie bei einem Rectifier möglich sind. Wo der Rectifier bei etwa 1/3 Precense ist (Ch3 modern wohlgemerkt) muss man hier schon ganz aufdrehen!


    Resümee Sound 9/10:

    Wie auch bei anderen Mesa`s hat man hier auf eine Bezeichung der Channels im Stil von Clean, Rhythmus, Lead-Channel verzichtet, und das wohl aus gutem Grund. Den was hier an Vielseitigkeit drinsteckt mach jede Bezeichnung schlichtweg unmöglich. Man kann nichtmal sagen das sich die einzelnen Kanäle in verschiedenen Regionen zuhause fühlen, da jeder einzelne Kanal eine schier endlose Anzahl an Sounds abdeckt. Channel 1 reicht von hyper clean, über warm clean bis zu Crunch für Rhythmus und Bluesleads. Der zweite Channel geht von clean über crunch, blues leads, bis zu singenden onetone solo sounds und meistert jedoch auch schon schnelle solos und alle Rhythmussounds von blues über rock bis metal. Und genauso geht es einem im 3ten Kanal. Für mich persönlich hätte der Sound eine 10/10, im organe Channel sogar noch mehr verdient, weil man hier genau die art von Solosounds bekommt, die einfach nur als traumhaft schön zu bezeichnen sind!

    Aber ich versuche objektiv zu bleiben und dann muss man sagen, das es genau die Vielseitigkeit ist die den Amp wohl den letzten Punkt kostet.. den es gibt Amps die sich auf eine Soundschiene spezialisieren und es dann schaffen auch noch die 10/10 zu bekommen. Höre ich zum Beispiel manche clean und Leadsounds von Petrucci muss man wohl sagen das man für diesen Perfekten Ton seinen heiligen Gral im Lonestar findet. Genauso ist man mit einem Rectifier besser bedient, wenn man das unbeschreibliche Potential an Gain nutzen will und die bizzelnden Höhen und dieses scheinbar unendliche Bassfundament braucht.

    Will man aber einen der Vielseitigsten Amps überhaupt, welche tolle Cleansounds, unendlichschöne Leadsounds und Rhythmussounds welche von Oldschool-Crunch-Rock-Hardrock-Metal alles abdecken haben, ohne 3 verschiedene Amps mitzuschleppen, dann ist Man mit einem Nomad genau richtig bedient! Und diese Überzeugung kommt nicht von einem "begeistert sein von seinem neuen Amp", sondern aus mittlerweile 3 Jahren Erfahrung damit, und einem "verliebt sein wie am ersten Tag"!


    Verarbeitung und Haltbarkeit 10/10:

    Ich denke nach 3 Jahren intensiven Einsatz darf ich mir hier rüber auch ein Urteil bilden. Wie man es von einem 2000 euro Amp erwarten darf stimmt in der Verarbeitung wirklich alles. Alle verwendeten Teile, Podis, Schalter etc. sind hochwertig, nichts rauscht oder Kratz. Auch der Einsatz eines Noisegates ist eigentlich unnötig, da der Amp an sich sehr leise ist und das auch bei Gain auf 100%. Rein optisch ist der Nomad meiner Meinung nach einer der schönsten Amps die ich je gesehen hab, er ist schlicht und einfach wunderschön.
    Auch von der Haltbarkeit kann ich mich nicht beschweren, ich hatte bisher noch keinerlei Probleme , er ist gebaut wie ein Panzer und hat mich noch nie im Stich gelassen.

    Der Fairness halber muss ich hier jedoch auf Reviews von harmony central verweißen, bei denen ein paar nomad 55 user Rrobleme hatten (hauptsächlich mit den röhren) und Mesa hat auch den bau des Nomad 55 eingestellt, es scheint also somit bei einigen Modellen Probleme zu geben, die bei den Nomad 45 und Nomad 100 nicht aufdrehten. Wie gesagt betrifft das aber wohl nur ein paar wenige Ausnahmen, es wird somit bei anderen Amps nicht großartig anders sein, aber wie gesagt gehört es der Fairness wegen in ein Review!


    Overall Rating 9/10:

    Für alle denen es bis hierhin zu ausführlich war, werde ich hier noch mal kurz die 9/10 punkte begründen. Bei den Funktionen ist alles wichtige bis auf ¼" jacks für die footswitch Funktionen enthalten, hier gibt's einen Punkt Abzug. 3 unabhängige Kanäle, mit komplett eigener Klangreglung und Mastervolumes sowie zuschaltbarem Reverb und insgesamt 6 Modi, werden von kaum einen Tube-Amp getopt (es geht noch mehr rectifier 3 kanäle insgesamt 8 Modi, Roadking 4 kanäle etc..) aber da nahezu jeder Sound auch so möglich ist gibt's hier 10/10 punkten.
    Der Sound überzeugt durchweg , ist irrsinnig Flexibel und bietet nahezu jedem Musiker, ob Jazz, Rock, Pop, Blues, Hardrock oder Metal genügend Optionen und durch den Fusschalter ist nahezu jede Kombination möglich. Jedoch gibt es auch Amps die man als den Holy grail eines Sounds bezeichnen könnte und somit gibt's hier 9/10 Punkten. Auf Optik,Verarbeitung und Haltbarkeit gibt's 10/10 Punkten. Da aber das wichtigste der Sound eins Amps ist und mir die fehlenden jacks für die footswitch Funktionen fehlen, gibt es insgesamt 9/10 Punkten.


    Fazit:

    Unglaublich vielseitiger Amp mit extremen stärken im Lead bereich, extrem tighten Rhythmus und tollen warmen Clean Sounds.
     

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  2. blinkie

    blinkie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.12.05   #2
    hei hei da hast dir ja Mühe gegeben :)
    tolles Review!
     
  3. De$tructeur

    De$tructeur Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.12.05   #3
    Sehr sehr schönes und objektives (soweit das geht) Review.
    Hätte mir den Nomad 55 fast auch gekauft, aber aus Geldmangel bliebs beim Dual Caliber 50.
     
  4. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.12.05   #4
    ich halte zwar überhaupt nichts von solchen "x von 10" bewertungen, aber sonst ganz nett. toller amp!
     
  5. kevin_frustrato

    kevin_frustrato Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.12.05   #5
    ja ich finde x/x bewertungen auch immer sehr subjektiv, vorallem beim sound und im vergleich zu anderen amp..

    aber da das review recht lang ist dachte ich mir das ganze ist einfach besser zu überblicken wenn man nur mal drüberfliegt. ich habe meine entscheidungen im text ja dann denke ich auch so weit es mir möglich war begründet!


    ZUSATZ:

    Getestet wurde der amp mit einer ibanez jpm 100 p2 (siehe bild 1)
    getestet wurde der amp ohne jegliche effekte..

    im gegensatz zum rectifier gefällt mir der amp ohne den maximizer eigentlich besser! vorallem im lead und clean bereich.
    für rhythmus wäre es ok, wird noch etwas tighter, aber muss auf keinen fall sein.
    der g-major im effektloop ist sehr gut!
    das noisegate und compressor dbx 266xl kam nicht zum einsatz.
    getestet wurde nur mit der halboffenen box des combos.
     
  6. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.12.05   #6
    ich auch nicht. weil bei marshall gehts bis 11 ;);)

    schönes review, echt viel mühe gemacht :)
     
  7. jazzz

    jazzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #7
    Tolles Review, danke!


    greetz
    jazzz
     
  8. kevin_frustrato

    kevin_frustrato Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #8
    hey,

    es freut mich das das review so vielen gefällt! ich habe auch versuch den amp so subjektiv wie möglich zu beschreiben und das ist garnicht so leicht bei einem amp, bei dem man selbst nach 3 jahren noch neue klangfassenten entdeckt und einen jedesmal aufs neue faszinieren kann.

    einen kleinen zusatz möchte ich gerne noch hinzufügen!

    Die Anleitung 10/10:

    Wie auch bei den anderen Mesa Boogie Amps ist die 50 seitige Anleitung im Din A 4 Format kein nettes Werbeheftchen, sonderen es werden ausführlich alle möglichen Funktionen des Amps beschrieben. Zusätzlich werden tips gegeben, wie man mit dem Amp umgehen sollte um möglichst lange Spass damit zu haben und die Röhren nicht unnötig zu belasten! Am wichtigsten ist wohl der 9 seitige Teil in dem die Regler beschrieben werden. Es wird genau auf den sweet spot einses jeden Reglers eingegangen und wie sie sich gegenseitig beeinflussen! Für den Besitzer des Amps ist dies der Schlüssel zu einer unglaublich vielseitigen Klangwelt. Und auch genau hier liegt meiner Meinung nach auch die Ursache wieso manche User so Probleme mit Mesa Amps haben..Man muss sich einfach das bisschen Mühe machen und sich die Anleitung durchlesen. Insgesamt muss man dennoch sagen, das es mit dem Nomad leichter ist einen tollen Ton zu bekommen, als zum beispiel mit dem rectifier!
    Sollte man trotz der beschreibung der Regler noch Probleme haben listet Mesa Boogie auf weiteren 7 seiten 21 Factory Sample Settings für die 6 Modes auf.. hier finden sich z.B: warm vintage clean, hyper clean, twang, old school, classic rock, agro crunch, fast track solo, violin vibe, pretty clean and brown, agro solo, virtual clean, blues punch, implosion...Abschließend werden Probleme behandelt und auf den Röhrenwechsel eingegangen. Zu guterletzt werden unzählige Anschlussmöglichekeiten an externe Boxen aufgezeigt. Nahezu jede Möglichkeit von einer bis drei Zusatzboxen werden hier aufgezeigt und behandelt.

    Die gesamte Anleitung ist in Englisch, jedoch auch mit Schulenglisch sehr einfach zu verstehen, zumal unzählige Bilder den jeweiligen Text erklären!


    viele grüße

    kev
     
  9. Volrath

    Volrath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #9
    hi,
    wirklich schönes review. das macht direkt lust sich nen boogie zu kaufen :=)
    gruß Philipp
     
  10. cyanite

    cyanite Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.05   #10
    Klasse Review, danke!

    Ich will wieder in den Proberaum zu meinem Mesa... bei dem ich den passenden Crunch Tone leider noch tnicht gefunden habe. Und der Nomand interessiert mich jetzt auch...
     
  11. Hänschenkleinman

    Hänschenkleinman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #11
    Ich hab dich zwar schon positiv bewertet, aber das Review kann man ja wohl mal hochschieben.
     
  12. kevin_frustrato

    kevin_frustrato Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.05   #12
    danke ;)

    auch für die postitiven bewertungen von allen! :)


    viele grüße

    kev
     
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