Mic(s) für Akustik-Gitarre bis 400€

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theian
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Hallo!

Nach einiger Recherche hier im Forum weiß ich zwar ganz gut über die typischen Empfehlungen bei Kleinmembranern bescheid, eine Frage konnte ich mir jedoch nicht beantworten: Wäre es besser ein Stereopaar zu kaufen oder komm ich für die 400€ weiter, wenn ich mir einen einzelnen Kleinmembraner zu meinem vorhandenen CAD e300 kaufe?

Entschieden hätte ich mich bis jetzt in beiden Fällen für Haun-Mikrofone, entweder das MBC660 Paar oder das MBNM 440 einzeln. Warum? Keine Ahnung. Hat in den Kommentaren stets den Eindruck gemacht, als ob man viel für sein Geld bekommen würde.


Gruß
 
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Ich schätze die Haun-Mikrofone sehr! Haun baut auch Kapseln für andere Hersteller (u.a. Brauner). ABER: Leider sind die von dir angegebenen Varianten nicht toll. Ich kenne die MBC 660 und war erschreckt über das recht kalte Klangbild, das sich auch schon im Frequenzgang erkennen lässt (schon ab 300 Hz abfallend! Beim MBNM 440 wird leider gar kein Frequenzgang publiziert). Die MBP 603/648-Serie mit den entsprechenden Kapseln sind dagegen richtig professionelle Werkzeuge, aber auch deutlich teurer!

Daher empfehle ich dir als Alternative die Superlux S-241. Das Mikrofon ist ideal für die Gitarrenabnahme kann auch deutlich teureren Mikrofonen das Wasser reichem. Meiner Meinung nach kratzt das Superlux schon an der Profiliga und ist für 89€ einfach lächerlich günstig. Noch günstiger wäre für dich die Stereo-Variante S-502 für 129€ - mit den gleichen Kapseln des S-241. Lies dir mal die Threads bei Gearslutz durch. Das Mic wird auch von Leuten empfohlen, die sonst mit Schoeps & Co arbeiten.

Links:
- Produktseite Thomann
- Gearslutz-Thread zur Stereo-Variante des Mics
- Gearslutz-Thread zum Mic

Frequenzgang und Richtcharakteristik sind übrigens einwandfrei!
Vor allem die extrem gleichmäßige Nierencharakteristik ist ein wirkliches Qualitätszeugnis!
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Das CAD 300 ist ja schon ein gutes Mikro, ich würde mir dann für die 400 Euro ein entsprechendes Haun holen. Ich würde aber auch mal die Shure Beta-181-Serie in Betracht ziehen.
 
Meines Wissens gibt es die professionellen Haun-Mics (MBP 603/48) mit entsprechender Nierenkapsel nicht für 400€. Das ist allerhöchstens gebraucht zu machen. Wenn schon das ganze Geld für ein Mikrofon auf den Kopf gehauen werden sollte und Gebrauchtkauf kein Problem ist (ich hab sicher schon 100 Mics gebraucht gekauft und nur 1-2x Probleme gehabt), dann würde ich mit etwas Geduld tatsächlich nach einem Schoeps suchen (mit MK4-Kapsel). Die gibt's manchmal auch als "Kirchen-Variante" und sind dann z.B. mit Strässer gelabelt (oder auch mit Siemens). Wichtig ist nur, dass du keine MK-40-Variante als Kapsel nimmst (Tiefenabsenkung - da fehlt dann schon deutlich was im Bassbereich). Mit 400 EUR wird's dann allerdings wohl nichts, aber für etwas über 500€ hab ich schon Schoeps weggehen sehen. Ich habe auch noch ein paar Schoeps/Strässer CM-060, das sind Vorgänge der MK-4-Serie (sollen laut Email vom Entwickler jedoch ganz ähnlich klingen). Auch die kann man manchmal bekommen - leider aber meist nur mit einer Sprachkapsel (weil aus Kirchen). Ich hab zum Glück noch zwei lineare ergattert.

Das Shure Beta 181 kenne ich nicht aus der Anwendung - aber wenn ich mir das Datenblatt ansehe, dann würde ich das nicht in die nähere Auswahl nehmen. Ein seltsamer Höhenfrequenzgang mit einem kräftigen 10kHz-Boost und darüber einer deutlichen Absenkung - das ist nicht gerade das, was ich für eine Akustikgitarre verwenden würde. Die Richtcharakteristik ist auch nicht gerade gleichmäßig in den Höhen.

Beta181.jpg

Meine Empfehlung wäre das Superlux S-502. Du kannst ja auch nur eine Kapsel bei der Aufnahme einsetzen und mit deinem CAD kombinieren, wenn du möchtest. Oder es eben als gutes ORTF-Stereomikrofon einsetzen (ORTF ist die Stereovariante, bei der Laufzeit- und Pegelunterschiede gleichermaßen eine präzise Stereobreite und Abbildungsschärfe der Klangquellen bieten und gehört zu den beliebtesten Stereotechniken. Dazu ist sie noch einfach in der Anwendung. Also auch nicht nur für Gitarrenaufnahmen, sondern auch für Aufnahmen größerer Ensembles, Orchester, BigBand, Chor oder Konzertmitschnitt).

P.S.: Hörsamples z.B. hier: http://www.gearslutz.com/board/6252282-post18.html
Erst mal hören und blind vergleichen... dann hier nach der Lösung sehen: http://www.gearslutz.com/board/7917266-post239.html
 
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Das MBP603 mit Nierenkapsel KA200N kostet um die 550€ (Preis Ende 2009), und ist damit trotzdem sehr preiswert.

Der Vorteil bei mbho ist, man kann sich das Mikro direkt zu senden lassen, und erstmal ausprobieren (bei mir ging das).
Das würde ich auch empfehlen. Zu dem kann man sich den Frequenzgang wünschen, Tatsache, man kann das mIkro linear abgestimmt bekommen, oder wie auch immer. Am besten direkt anrufen.
Das Haun Mikro ist zwar ein sehr gutes Kleinmembranmikro, aber Kleinmembraner können durchaus zu Härte im Klang neigen.
Deswegen teste erstmal zu Hause, ob es für Dich besser als das CAD klingt.

Ich verwende wegen der manchmal auftretende Härte auch aus diesem Grunde mittlerweile andere Mikros bei Aufnahmen von Akustikgitarren.
 
Herbert Haun ist sehr nett und der Laden ist im besten Sinne eine Manufaktur - die machen wirklich alles selbst. Die 603/200 Kombination kostet z.Zt. wohl rund 600€. Der Preis ist sicher günstig zu nennen (ist ja schließlich made in Germany). Ob man ein Neumann KM184, ein Schoeps MK4 oder ein MBHO MBP603/KA200N nimmt, das ist dann sicher noch eine Geschmacksfrage, aber sicher keine der Qualität. Das Superlux ist eben made ich China und die Qualitätskontrolle ist sicher nicht state of the art. Im Zweifelsfall lässt du dir vom Händler eben mehrere schicken und suchst dir das beste Mic aus. Für die 600€ des MBHOs könntest du dir aber auch schon 5x S-241 und 1x S-502 kaufen... nur mal als Relation.

Die Frage ist natürlich auch, auf welchen Sound du aus bist. Willst du möglichst neutrale Aufnahme, dann wäre ein Schoeps meine erste Wahl. Willst du das Picking/Strumming mit Glanz belegen, dann wäre das alte AKG C451/CK-1 mein Favorit (Hab ich gerne dafür benutzt und als Gebrauchtmic sollte dies hier unbedingt genannt werden - für ca. 250€ zu haben!). Wenn es auch ein Mittelweg sein darf, dann kommt eben das Superlux für mich in Frage. Nicht ganz so linear wie ein Schoeps und nicht ganz so höhenbetont wie das 451/CK-1. Auch ein gebrauchtes MKH-406 von Sennheiser könnte noch eine gute Wahl sein.

Dass Kleinmembraner zur Härte neigen können, dem kann man nicht widersprechen - das "können" lässt ja alles offen. Günstige / Billige Großmembraner haben dagegen häufig die typischen "China-Höhen". Der meist verwendete Kapseltyp hat konstruktionsbedingt eine Überhöhung im 10kHz-Bereich. Das klingt dann oft harsh und ist nicht gut in den Griff zu kriegen. Dazu kommt dann bei Großmembranern eigentlich immer eine im Vergleich zu Kleinmembranern deutlich ungleichmäßigere Richtwirkung. Das führt dazu, dass andere Klangquellen, deren Schall das Mikrofon erreicht - oder auch der Raumklang - unnatürlich verfärbt werden. Wenn ich ein Mikrofon in die Vorauswahl nehme, achte ich daher seit langem immer auf eine möglichst gleichmäßige Richtcharakteristik. Das ist eben nicht nur live wichtig (Rückkopplungsgefahr), sondern auch im Studio! Gut konstruierte Kleinmembraner haben in diesem Bereich einen großen Vorteil.

Ein Vorteil bei Großmembranern ist meist das etwas niedrigere Rauschen (aufgrund der größeren Membranfäche). Aber die Kleinmembraner haben da auch aufgeholt und man darf nicht vergessen, dass im Homerecordingbereich dann meist der Raum einen viel größeren Grundgeräuschpegel aufweist (d.h. du nimmst wahrscheinlich mehr Störgeräusche aus der Umgebung auf als dass das Rauschen eine große Rolle spielen würde).

P.S.: @Whitealbum: Welche Kleinmembraner sind dir als "hart klingend" aufgefallen? Welches Mic setzt du jetzt als Alternative ein?
 
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Ich würde Mikrofone nicht nur nach dem Datenblatt beurteilen. Ich habe die Shures mal ausprobieren können. Das ist ein gelungenes innovatives Konzept. Die Frage ist doch welche Soundvorstellungen man hat. Auch die Pauschalisierungen Groß- oder Kleinmembrankondensatormikros bringen praktisch nichts ein. Ein Schoeps ist auch nicht immer aller Tage Abend. Ein U 87 ist als Großmembraner trozdem natürlicher im realen Frequenzverlauf als ein kleiner billiger t.bone-Knochen für 50 Euro. Da wird eine ganz andere Sorgfalt angewandt. Zu den von Dir behushten Superlux kann ich nichts sagen, ich hatte die noch nicht unter. Ich hatte nur das Bändchenmikro (ich glaube R 102 o.ä.) zum Test. Das war eine reine Enttäuschung, erst recht nach dem Forenhype, den es darum gegeben hat.
 
@artcore: Von Pauschalisierungen halte ich auch nichts. Dennoch lassen sich grundlegende Unterschiede benennen, deren Gültigkeit jeder gerne selbst überprüfen kann.
Bei den Shures bin ich sehr skeptisch. Sicher ist ein Datenblatt kein Hörtest und jeder mag eigene Soundvorstellungen haben, aber das Datenblatt verrät mir, dass ich das Mic an einer Akustikgitarre nicht für erste Wahl halte - schon gar nicht zu dem Preis.

Etwas verwirrt bin ich von deiner (pauschalen) Aussage: "Ein Schoeps ist auch nicht aller Tage Abend"... was meinst du konrket damit? Das MK-4 ist ein bewährtes Werkzeug, ebenso wie ein Steinway D ein bewährter Flügel ist. Sicher kann man auch mit anderen Werkzeugen gute Ergebnisse erzielen und ich würde das Schoeps nun nicht unbedingt in die BD stecken, aber bei akustischen Instrumenten sind Schoeps, DPA etc. schon eine Messlatte. Der Vergleich von "U87 gegen billigen T-Bone-Knochen" ist plakativ aber bringt mich jetzt auch nicht weiter.

P.S.: Das Rode NT-5 wäre ja auch noch eine Möglichkeit, würde ich aber an einer Akustikgitarre eher nicht einsetzen. Die Höhen empfinde ich persönlich als künstlich und überspitzt.

Noch'n P.S.: Ich finde die Diskussion interessant, aber ich glaube, jetzt müssen wir erstmal auf den Threadersteller warten... ich wüsste auch gerne mehr über die Akustikgitarre (spanische Gitarre, Westerngitarre, Qualität), den Musikstil und die Spielweise (Pop-Strumming, Country-Picking...) und den Kontext (Aufnahmeraum, solistischer Einsatz der Gitarre oder im Bandkontext). Wäre es sinnvoll, das Mic auch mal live einsetzen zu können oder kommt das gar nicht in Betracht?
 
...

P.S.: @Whitealbum: Welche Kleinmembraner sind dir als "hart klingend" aufgefallen? Welches Mic setzt du jetzt als Alternative ein?

Ich habe relativ lange nach einem guten Kleinmembraner gesucht (Rode NT5 und die üblichen Verdächtigen in der PReisklasse, da habe ich gleich die Finger davon gelassen, fand ich nicht gut genug). Schoeps fand ich richtig gut, nur für mich außerhalb meines Budgets.
Das MBP603/KA200N habe ich dann mir zugelegt, und auch im Einsatz.
Bei akust. Gitarren hat es mir aufgrund dieser "leichten" Härte in den Hochmitten (ich rede natürlich von Nuancen, dass ist ja letztlich ein gutes Mikro) irgendwann nicht mehr so zugesagt.
Ich verwende dagegen lieber das GM Gefell M930 oder wenn ich es richtig rund haben will, ein AEA R84 Bändchenmikro.
Damit habe ich sehr schöne Ergebnisse bekommen.
Es kommt auch darauf an, was man klanglich erreichen will, soll es bei einer akust. Gitarre eher nach "Strahlkraft" klingen, dann passt auch das MBP603 sehr gut, und nutze dann dieses.
Ab und zu nehme ich das MBP603 auch gerne für Backgroundgesang, da flat und unauffällig, aber sehr gut zu mixen.

Dagegen ist es für mich zu "hart" bei Schellenkranz und Co., da verwende ich momentan ausschließlich Bändchenmikros, da sie so schön die Transienten runden.
Allerdings habe ich einen eher weichklingenden Shaker auch mit dem MBP603 aufgenommen, und durch einen Kompressor gejagt, damit habe ich via Attack und Releasezeit das so "verwischt", dass das richtig klasse klang.
 
@Whitealbum: Das kann ich gut nachvollziehen. Das M930 ist allerdings auch ein ausgesprochen neutrales Mic, soweit ich das mitbekommen habe. Gefell-Mikrofone haben nun auch alles andere als "China-Höhen". Für "Strahlkraft" kann ich mir auch ein AKG C451/CK-1 vorstellen oder eben das Superlux. Als Weichspüler ist ein gutes Bändchen (das AEA ist ja nun auch kein Billigheimer) sicher auch fein.

Eine meiner schönsten Gitarrenaufnahmen habe ich mit einem AKG C451/CK-1 als Mittenmikrofon und einem U87 als Seitenmic gemacht - das Ganze dann noch auf einer Analogmaschine 16-Spur 2" ohne Noisereduction - Rauschen ist beim Band zwar dann auch ein Thema, aber der Sound (wie auch das Instrument und die Performance des Gitarristen) war einfach klasse!!!
 
@Hanseat
Schoepsmikrofone sind so was wie die M-Leicakameras in der Fotografie. Für manche Jobs ist aber die Hasselblad oder Linhof angebracht. Es gibt ja sehr schön klingende Großmembranmikros wie das U 47, das ich für die meisten Vocalanwendungen zum Beipiel vorziehen würde.

Und auch das Usi ist nicht zu unterschätzen. Bei Vergleichen sollte man aber in einer Vergleichsklasse bleiben. Wie gesagt ziehe ich ein qualitativ gutes Großmembraner immer einem billigen Kleinmembraner vor, auch wenn letzteres rein von der Theorie enger an der idealen Richtcharakteristik bleibt.
 
@artcore: Klar gibt es auf dem Niveau auch noch andere Mics und für Vocals nehme ich meist auch gute Großmembraner - aber ich habe auch mit Schoeps MK-4 schon wunderbare Leadvocals aufgenommen, die sich so was von gut klanglich formen und in den Mix integrieren ließen, dass ich daraus gelernt habe, diese Alternative nicht zu vernachlässigen. Und bei guten (!) Kleinmembranern halte ich die klanglichen Unterschiede für deutlich geringer als die zwischen verschiedenen guten Großmembranern, die einfach deutlich stärker färben. Für Vocals nutzt man diese Färbung oft gerne, bei guten (!) Akustikgitarren sind Verfärbungen allerdings meist nicht so gerne gesehen (oder gehört).
 
Der TE hat ja schon ein sehr brauchbares Mittelklasse-Großmembraner mit dem CAD E 300, selbst wenn es ein China-CAD sein sollte. Deswegen würde ich ihm auch empfehlen, das durch ein gutes Kleinmembraner zu ergänzen.
 
Der TE traut sich jetzt eh nicht mehr sich zu melden ;)
 
Ich trau mich schon. Bin momentan nur sehr angeschlagen und war heute im Krankenhaus. Hab eure Konversation mitverfolgt und bin als ziemlichlicher Newbie jetzt ziemlich verwirrt, wie ihr vermuten könnt ;)

Ich möchte deshalb nur kurz die paar Fragen über mein Setup und das Einsatzgebiet beantworten: Ich habe sowohl eine Martin-Westerngitarre, die ich geerbt habe und auf 2000+€ schätzen würde und eine Klassikgitarre vom Gitarrenbauer die um die 4000€ gekostet hat. Hochwertige Teile also, die von einem hochwertig studierten Gitarristen (mir :D) gespielt werden.

Aufnehmen wollte ich vorwiegend die Westerngitarre. Das geht dann von ein bisschen Akkordbegleitung im Band-Kontext (Pop) bis zu Folk-Picking mit Gesang. Auch die klassische Gitarre wird höchstens im Popkontext aufgenommen.

Mein klassischen Saitenkünste würde ich nur aufnehmen, um danach an der Interpretation zu arbeiten... nichts zum veröffentlichen also.

Brauchts sonst noch etwas, sonst könnt ihr eure interessante Diskussion gerne fortführen :) Von Mikros versteh ich leider nichts. Vielleicht wäre es wirklich besser, wenn ich mir dieses Superlux-Ding hol und mal hör, was das so kann. Allerdings macht es einen schon stutzig, wenn man bei einem Budget von 400€ etwas weit billigeres vorgeschlagen bekommt. Normalerweise hätt ich mir sowas wie "leg noch x€ drauf, dann bekommst du das hier" erwartet ;)
 
Hallo, theian,

Dein Grundgedanke ist nicht verkehrt - meist heißt es tatsächlich "bitte plus x", was nicht heißt, daß es da keine Ausnahmen gibt. Das genannte Superlux 502 kenne ich allerdings nicht...
M. E. fährst Du mit dem Gedanken an Haun nicht in die falsche Richtung. Das vorhandene CAD, da bin ich mit artcore auf einer Linie, ist schon was ordentliches! Ich würde auch eher zur Ergänzung mit einem Kleinmembraner tendieren - so hast Du zwei verschiedene Sounds zur Hand. Und für eine schöne Stereoaufnahme sollte bei Deinem Instrumentarium auch ein gutklingender Raum zur Verfügung stehen, sonst wäre es schade drum...

Viele Grüße
Klaus

P.S.: ...und gute Besserung!!
 
Gute Besserung und guten Rutsch ohne Unfall! Ich würde mich an Deiner Stelle mal an Digital Audio Service in Hamburg wenden und die höherwertigen Mikros zum testen bestellen. Die machen das für wenig Geld. Dann kannst Du mit Deinen Gitarren direkt vergleichen. Es gibt schon gute Budgetkleimembraner: Ich schwöre da seit Jahren auf die MXL 603s für 99 Euro. Die sind voll ihr Geld wert. Aber mit einem guten Mikro der 400-Euro-Klasse ziehen sie dann doch nicht gleich und das kann ich mir bei den Superlux auch nicht vorstellen. Zaubern könne die Chinesen bei Mikros auch nicht.
 
@theian: Ich fürchte, du kommst um einen Test nicht herum. Dazu solltest du die verschiedenen Kandidaten unbedingt in deinem Aufnahmeraum testen. Ich würde daher die beiden Superlux und ein oder zwei teurere Varianten bestellen und einige Aufnahmen damit machen. Vielleicht kannst du dir auch ein Schoeps zum Test ausleihen (Studioverleih), als Referenz ist das sicher gut - und vielleicht entscheidest du dich ja auch, ein gebrauchtes Schoeps zu kaufen.

Dann wird sich sehr schnell herausstellen, welches Mikrofon deinen Soundvorstellungen am nächsten kommt. Wichtig ist allerdings auch, dass du eine hochwertige Abhörmöglichkeit zur Beurteilung deiner Aufnahmen nutzt (also sehr gute Kopfhörer, richtig gute Studiomonitore oder eine gute HiFi-Anlage) UND alle Aufnahmen sorgfältig auf den gleichen Durchscnittspegel einstellst (sonst empfindes du lauter fast automatisch auch als besser). Wenn möglich, solltest du auch ausprobieren, wie sich die Aufnahme im Mix mit anderen Bandinstrumenten macht.

Bei deinen Gitarren und angesichts der Tatsache, dass du die Instrumente auch zu bedienen weist, solltest du ruhig auch etwas Aufwand bei der Auswahl des Mics investieren, selbst wenn es etwas Zeit in Anspruch nimmt. Es lohnt sich!

Viel Spaß, gute Besserung und einen guten Rutsch!

P.S.: Digitalaudioservice ist ein richtig guter Tipp! Ruf mal an und sprich mal mit Arnd.

Beim Gedanken an Digitalaudioservice ist mir auch die Marke KEL Audio eingefallen, die von Digitalaudioservice vertrieben wird. Darunter gibt es z.B. auch das HM-3C, das als sehr neutrales Mic konzipiert ist ("no additives" - "smooth natural reproduction of whatever you put in front of it"). Unter http://www.kelaudio.com/products/hm-3c/ findest du die Herstellerinfos und Hörbeispiele (auch mit Akustikgitarre). Ein Youtube-Review (ab 3:45) und ein Clip von Gearslutz (Akustik-Gitarre) ist vielleicht auch interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Astronautenkost
  • Gelöscht von Basselch
  • Grund: Anlaß erledigt
Danke nochmal! So einen TamTam möcht ich beim Mikrokauf eigentlich gar nicht veranstalten ;)

Ich werd mich wohl mal in der Bucht umsehen müssen, die meisten der genannten Mikros gibts ja entweder nur gebraucht im Budgetrahmen oder überhaupt nur noch gebraucht.

Bis jetzt auf der Liste:

AKG C451/CK-1
Sennheiser MKH-406
Superlux S-502

oder

Schoeps/Strässer mit MK-4 Kapsel
MBHO MBP603/KA200N

für den ganz glücklichen Zufall.


Wie würdest du den sogenannten "Glanz" des AKG C451/CK-1 beschreiben? Hat das was mit ebenso genannten "Härte" zu tun? Glanz klingt nämlich sehr interessant, da mir das am CAD ein bisschen abgeht. Klingt zwar fett und rund, aber mit Glanz ist da (zumindest für meine Ohren) nicht soviel.
 
Den "Glanz" beim CK-1 finde ich nicht hart, da die Frequenzanhebung recht breitbandig gestaltet ist und meiner Erinnerung nach auch ganz oben im Frequenzspektrum (hab das CK-1 leider nicht mehr) gerade die Frequenzen betont, die ich sonst sowieso bei einer Westerngitarre gerne anheben würde. Aber auch bei einer Nylonsaitengitarre hat es mir gefallen - ob es dir gefällt...? Wenn du auf möglichst natürlichen Sound stehst, dann wäre das nicht meine Empfehlung.
 

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