Midi Einstellungen unklar

von hummba, 22.06.18.

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Casio
  1. hummba

    hummba Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.18   #1
    Hallo Forum,

    bin mit Midi leicht überfordert, und bräuchte bitte eine kleine Hilfe von euch ;-)

    Ich hab nen KORG KROSS 61-2 und würde gerne folgendermassen spielen:

    mit nem swissonic easy key 61 einen split sound: li Hand Bass, re Hand Piano und nur einen lead sound auf dem Kross!

    Meine Frage: wie muss ich denn bitte die Midi Kanäle zuweisen, damit der Kross mit dem swissonic angespielt werden kann und der kross selbst nur den lead sound zulässt?

    Grüsse,

    hummba
     
  2. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 22.06.18   #2
    nochmal für mich zum Verständnis: da der swissonic keine Sounderzeugung hat, und du außer dem Kross kein weiteres Gerät mit Sounderzeugung erwähnst, gehe ich davon aus, dass bei dem von Dir beschriebenen Setup alle Sounds vom Kross erzeugt werden sollen, also der Bass und der Piano sound, die Du auf der Swissonic Tastatur spielen möchtest, und dann möchtest Du auf der Kross-Tastatur einen Leadsound spielen, der natürlich auch vom Kross kommt. Dafür soll weder der Bass-, noch der Piano-Sound klingen, wenn Du auf der Kross-Tastatur spielst. Korrekt?
    Bei einem Kurzweil könnte ich Dir das ganz schnell erklären, einen Kross hab ich leider nicht. Aber ich gehe davon aus, dass Du als erstes auf dem Kross einen Combi erstellen musst, der aus drei Layern besteht: Bass, Piano, Lead. Soweit ich mich besinne - ist Jahre her, dass ich ein Korg Keyboard hatte - kannst Du bei der Combi aber pro Layer definieren, ob dieser auf Local, Midi, oder beides reagieren soll. Layer für Bass und Piano in diesem Fall natürlich nur MIDI, Lead Sound nur local.
    Einfach wäre es, wenn Du den Swissonic splitten könntest, den linken und rechten Teil der Tastatur dann jeweils einem Midikanal zuweisen, die du dann beim Kross in der Combi einstellst. Das scheint aber, so wie ich beim schnellen überfliegen der Anleitung gelesen habe, nicht vorgesehen zu sein.
    Basic Channel scheint auf 1 zu stehen, dann musst Du bei der Combi auf dem Kross, dem Bass und Piano Layer jeweils Midikanal 1 zuweisen, zusätzlich musst Du den Range noch eingrenzen, also Bass z.B. von C1-C3 und Piano von C#3 bis A6.

    So sollte es fuinktionieren...
     
  3. hummba

    hummba Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.18   #3
    Hi dr_rollo,

    ich werds heute abend gleich ausprobieren!

    BIG THX für die schnelle Antwort!
     
  4. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 23.06.18   #4
    Ich hatte gestern tatsächlich und unerwartet beim MB-Treffen in der Nordheide einen Kross unter den Fingern, aber die Programmierung der Combis haben sich mir nicht intuitiv erschlossen. Mein letzter Korg war ein 01W, und da hat sich anscheinend in der Menüführung einiges verändert. Sollte aber trotzdem so gehen, wie ich es versucht habe, zu beschreiben. Im Zweifelsfall einen Blick in's Handbuch werfen, oder vielleicht findet sich ja hier jemand, der einen Korg Kross besitzt und sich damit auskennt.
     
  5. loochardt

    loochardt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.18   #5
    Hi zusammen, entschuldigt, dass ich den Thread nochmal reaktiviere...
    ich fange gerade mit Synthesizer- Hardware an, und habe ein ähnliches Problem.

    Gibt es also keine "Faustregeln" was MIDI- Setups angeht? Hängt das ganze entsprechend IMMER von der eingesetzten Hardware ab, wie man die Geräte steuern kann?

    Zusätzlich vergräbt sich demnach für mich nämlich der Sinn eines MIDI- Splitters ganz tief unter der Erde. Wenn ich ein Ausgangssignal auf fünf Geräte aufteile, werden diese doch mit den selben MIDI-Daten gleichzeitig angesteuert, oder sehe ich darin etwas falsch?
     
  6. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 02.12.18   #6
    Du kannst schon von einer Tastatur oder auch von einem Computer aus fünf Sounderzeuger ansteuern, und ja, alle fünf Geräte empfangen dann die selben Informationen. Das macht aber nichts, und Du brauchst nicht zwingend einen Splitter, nur weil jeder Empfänger nur bestimmte Daten verarbeiten soll. Im Normalfall empfängt jedes Gerät auf einem Kanal, so stellt man das zumindest ein, und so werden dann die Signale, die für die anderen Geräte bestimmt sind, ignoriert.
     
  7. loochardt

    loochardt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.18   #7
    Also als praktisches Verständnisbeispiel: Ich habe einen Sequenzer, in dem ich 16 Parts programmieren kann. Dann kann ich damit (theoretisch) 16 Geräte gleichzeitig so ansteuern, dass jedes der Geräte nur einen Part wiedergibt?
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.12.18   #8
    Ja. Ganz rein theoretisch bräuchtest du nichtmal einen Midi-Splitter in dem Fall, solange alle Geräte (bis auf das letzte in der Kette und den Sequenzer) sowohl Midi IN als auch THRU haben. So hat man früher mehrere Tonerzeuger einfach hintereinander gehängt, so wie bei SCSI oder heute noch bei DMX. Jedes Gerät hat sich nur die Befehle auf seinem Kanal "angeguckt".
    Rein praktisch haben heute viele Geräte kein THRU mehr - oder nur noch einen virtuellen THRU, was weiter hinten in der Kette die Latenzen merklich erhöht und deswegen untauglich ist. Aber auch so ist MIDI nicht für beliebig große Leitungslängen und/oder Reihenschaltungen praktikabel. Als Faustregel hat man damals gesagt "maximal 5 Geräte hintereinander mit insgesamt höchstens 10m Kabel". Ein Midisplitter ist eleganter.
     
  9. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 05.12.18   #9
    Ja, vorausgesetzt, die Geräte, die Du ansteuerst unterstützen den polyphonic Midi Mode, was eigentlich heute Standard ist. Du stellst also bei jedem Gerät ein, welchen Kanal sie empfangen sollen, und dann funktioniert das genaus so.
    Zur Verdeutlichung:
    Midikette.jpg
    Wobei Du jeweils von einem Modul aus dem MIDI Thru in den MIDI In des nächsten Gerätes weiter gehst.
    In der Praxis würde man dies vermutlich nicht machen, weil bei solch langen Wegen Midilatenzen auftreten könnten. Außerdem haben heutzutage nicht alle Gerät ein Midi Thru. Es gibt aber auch MIDI Thru Boxen, also einen MIDI Eingang und mehrere MIDI Thru, wo das Signal 1:1 aufgeteilt wird, und Du dann a. keine MIDI Thrus an den Geräten benötigst und b. eine Sternverteilung hast, womit Du Verluste und mögliche Latenzen umgehst.

    EDIT: @.Jens war schneller ;)
     
  10. loochardt

    loochardt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.18   #10
    Schön, dass die Community hier so gut funktioniert.
    Schonmal vielen Dank für die informativen Antworten! :great:

    Letzte Frage: Gibt es den Fall, dass ein "Endgerät" mehrere, bestimmte Channel gleichzeitig verarbeiten kann?
    Beispiel: Endgerät ist ein polyphoner Synthesizer mit Tasten, ich möchte über einen Sequenzer zum einen Kick, Snare, Hihat aktivieren, gleichzeitig den Basslauf simulieren und während das alles automatisch läuft, selber irgendwleche Layer drüberspielen.
    Gibt es also Endgeräte, die dann beispielswiese 4 Channel getrennt voneinander verarbeiten können?
     
  11. pauly

    pauly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.18   #11
    Ja, im Regelfall 16 Kanäle
     
  12. synthos

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    Erstellt: 08.12.18   #12
  13. pauly

    pauly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.12.18   #13
    Das konnte ich nach vier Glühwein nicht mehr aussprechen, geschweige denn schreiben :engel::engel::engel:
     
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  14. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 08.12.18   #14
    Jede Workstation ist im Prinzip Multitimbral, also wenn man am Gerät mehrere Layer/Split-Zonen einrichten kann, sollte das Gerät Multitimbral sein, so dass man pro empfangenen Midi-Kanal eine separaten Sound vergeben kann.
     
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