Mikro für Gitarrenbox???

von CHILDofTOOL, 02.09.03.

  1. CHILDofTOOL

    CHILDofTOOL Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    1.03.08
    Beiträge:
    642
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    32
    Erstellt: 02.09.03   #1
    Hi.
    Also ich habe null Peil von Mikros. Mich würde aber mal interessieren was für eins denn gut geeignet ist um ne 4/12er Gitarrenbox oder allgemein Gitarren abzunehmen, so ganz allgemein ohne jetzt zu sagen das und das ist für den un den Stil besser?? Was man dann für ne Aufnahme und für nen Einsatz auf ner Bühne verwenden kann? Das kann dann ja sicher das gleiche sein??? Das Shure SM57 wurde mir schon gesagt sei wohl ganz gut. Wie siehts damit aus?

    Danke schon mal für die Antworten.
    Philippe
     
  2. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    6.09.06
    Beiträge:
    653
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 02.09.03   #2
    Hallo,

    gleich zu Beginn mal ein Link, der dazu dienen soll, dir mal einen Einblick in die Welt der Mikrofon(e)-Technik zu geben. http://www.musik-service.de/Mikrofone/default.htm

    Ansonsten direkt zum Thema:
    Also normaler Weise unterscheidet man schon zwischen Mikros fürs Aufnehmen und für die Liveabnahme. Bei der Abnahme von Gitarren-Amps nimmt man allerdings häufig - wie du auch schon sagtest - das Shure SM57, also den Klassiker. Ich persönlich finde es allerdings oft etwas muffig, weswegen ich auch gerne für Live das AKG770 benutze oder Klemmmikros von weiteren Firmen, die sind dann aber schon Musikstil bezogen. Also schau dir ruhig auch mal das oben genannte AKG an.

    Wenn du auch mal aufnehmen willst, und dann auch mal Gesang (dafür ist das Shure höchst ungeeignet, das AKG geht dafür auch mal), dann schau dir vielleicht mal Gynnii's Liebling B-1an, das auch vor der Box gute klingt.

    Eine Alternative zur Abnahme beim Recording ist auch eine Abnahme mit zwei Mikros, also zum Beispiel das B-1 zwei/drei Meter von der Box entfernt und das Shure/AKG dicht an der Box und beide Signale nach Geschmack mischen.
     
  3. magicgynnii

    magicgynnii Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    12.08.03
    Zuletzt hier:
    30.10.03
    Beiträge:
    452
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    133
    Erstellt: 02.09.03   #3
    Hi,

    naja, für die reine Ampabnahme würde ich nun nicht gerade das Studio Projects B1 empfehlen - aber dann, wenn jemand ein Allround - Aufnahmemikro sucht, weise ich darauf hin, dass man das B1 auch für die Ampabnahme nehmen kann. Neben dem SM57 (das halt auch an Snare/ Toms seinen Platz hat) gibt es sicher eine Menge Alternativen an dynamischen Mikes, die man vor den Amp hängen kann. Ich nehme dafür auch gerne die "Tee- Eier" von Electro Voice (RE 38, N/D 308 und N/D 408), die aber leider nicht mehr gebaut werden. Wer sich eines von denen gebraucht "schießen" kann, macht sicher keinen Fehler....

    Gruß Günter
     
  4. J0an

    J0an Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    17.01.12
    Beiträge:
    243
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    52
    Erstellt: 04.09.03   #4
    Um nochmal das Thema aufgreifen zu wollen:

    Ich habe ja das SP B-1 und ein Shure SM-57 (könnte auch zwei leihen). Bald möchte ich mit meiner Band ein Demo aufnehmen (Schritt-für-Schritt-Technik). Lohnt es sich, wenn ich das Shure direkt an die 4x12er-Box hänge und das B-1 in einem größeren (?) Abstand dazu abnehme? Wie groß sollte der sein? Leider habe ich kein Mischpult, nur den DI-Port von Mindprint. Ich könnte die zwei Signale aber dennoch getrennt gleichzeitig aufnehmen.

    Welchen Raum empfiehlt Ihr mir (Größe etc.) für die Gesangs- und Gitarrenaufnahme? Habe mehrere zur Verfügung (Flur mit Fließen, Badezimmer, Riesenküche, Wohnzimmer, größeres Zimmer, kleineres Zimmer etc...) Und welche Gitarren/Gesangsspuren sollten gedoppelt werden? Alle oder Soli nicht? Oder ist es bei einem Demo, was verschickt wird eh bullshit so was zu machen, weil dann die Leute nicht die wahre Band hören?
     
  5. J0an

    J0an Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    19.08.03
    Zuletzt hier:
    17.01.12
    Beiträge:
    243
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    52
    Erstellt: 04.09.03   #5
    Kennt wer den VTB-Preamp von SP? Habe ich gerade erst gesehen! Nicht dass ich ihn bräuchte, aber sieht zumindest preislich und technisch interessant aus...
     
  6. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

    Im Board seit:
    19.08.03
    Beiträge:
    6.639
    Ort:
    Burscheid - NRW
    Zustimmungen:
    313
    Kekse:
    18.150
    Erstellt: 04.09.03   #6
    Ich bevorzuge für Gitarrenamps das Sennheiser E-609, klingt irgendwie runder und voller als das Shure SM 57. Und man braucht noch nicht mal ein Stativ, einfach das Kabel durch den Tragegriff des Amps und das Mikro (mit der richtigen Seite) vorm Lautsprecher runterhängen lassen.

    Gruß, Jürgen
     
  7. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    27.09.16
    Beiträge:
    10.537
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    1.838
    Kekse:
    22.951
    Erstellt: 04.09.03   #7
    Das kann sich lohnen. Allerdings setzt es IMHO schon etwas Erfahrung (oder alternativ viel Zeit zum Experimentieren) voraus, aus einem doppelt Mikrofonierten Instrument (z.B. auch Snare top/bottom) wirklich ein Mehr an Sound rauszuholen.
    Mit dem Abstand würde ich experimentieren. Je größer der Abstand, umso mehr Raum fängst du ein. Versuchs mal für den Anfang mit 1,5 - 2m.
    Das fehlende Mischpult sollte erstmal kein Problem sein.

    Wenn du nicht absichtlich irgendwelche Spezialeffekte erzielen willst, verbieten sich große, reflektierende Räume eigentlich für Aufnahmen. Also Flur, Küche, Bad scheiden eigentlich aus. Gesänge z.B. wird man nach Möglichkeit in einem möglichst kleinen Raum mit vielen absorbierenden/diffundierenden Flächen aufnehmen (Kleines Schlafzimmer z.B., evtl. vorhandene Schrankwand oder große Spiegel u.U. verhängen.
    Bei der Gitarrenaufnahme mit den zwei Mikros kann man da schon etwas mutiger werden, weil das Signal auf dem SM57 ohnehin recht trocken sein wird und das zweite ja schon etwas Räumlichkeit mitbringen soll. Da würde ich ein großes Wohnzimmer empfehlen. Vielleicht sogar den Flur, das aber ohne Gewähr. Könnte aber sogar gut klingen (wird wahrscheinlich einen ähnlichen Effekt haben wie ein short delay)...

    Nein. Die Leute sind heute als Demos Aufnahmen gewöhnt, die vom Aufwand und vom Arrangement her an professionelle Studioaufnahmen fast heranreichen. Leider, möchte ich sagen, denn obwohl heute die Technik dazu erschwinglich ist, fehlt es den meisten Bands am nötigen Know-How, um in Eigenregie und zum kleinen Preis konkurrenzfähige Demos zu erstellen. So "überleben" den ersten A&R-Schreibtisch oft nur noch Demos, bei denen die Bands schon in erhebliche Vorleistung getreten sind und sich für teuer' Geld von Profis ihr Demo haben produzieren lassen.
    Zum doppeln: Rhythmusgitarre und Gesänge würde ich fast immer doppeln. Je nach Stil auch drei oder vier Takes verwerten. Die Gitarren kann man (wenn sie sauber genug übereinanderliegen) auch alle fast gleichlaut machen im Mix, bei den Gesängen sollte eine Hauptspur da sein, die von den restlichen Spuren nur fast unhörbar etwas unterstützt wird.
    Soli doppeln kann man machen, ist aber schwer! Denn um eine Solospur zu doppeln, muss man in der Lage sein, das Solo zweimal rhythmisch und melodisch identisch zu spielen... Beim Solo hat man aber üblicherweise auch mehr Möglichkeiten, mit Effekten zu arbeiten um den Klang anzureichern und nach vorne zu heben, so dass das Doppeln da nicht unbedingt nötig ist....

    Jens
     
  8. magicgynnii

    magicgynnii Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    12.08.03
    Zuletzt hier:
    30.10.03
    Beiträge:
    452
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    133
    Erstellt: 04.09.03   #8
    da hat mir .Jens doch noch etwas übriggelassen ;-)

    Wenn ich den VTB1 mit z.B. dem Presonus Tube Pre vergleiche, ist der ein Stück offener und klarer - ohne Röhre. Wenn man ihn für reine Mikrofonaufnahmen nehmen will, würde ich ihn demPresonus klar vorziehen - auch wenn die Röhre mit verwendet wird.

    Vom Design her ist das Ding halt wirklich nur zweckmäßig - mehr nicht.Was mir übrigens auch recht gut gefällt, dass man den VTB1 von der Anpassung her auch auf Bändchenmikrofone einstellen kann - da muss man normalerweise den Gain ziemlich aufdrehen. In seiner Preisklasse ist das Ding zumindest mehr als einen Blick wert, wenn man nicht gerade eine der eierlegenden Wollmilchsäue (Channelstrips mit allem on board - und dann jeweils in fraglicher Qualität) sucht - oder einen Preamp mit eingebautem Wandler wie den DI-Port bevorzugt.

    Gruß Günter
     
Die Seite wird geladen...