Mikrofon für Rednerpult

von Roland1, 15.01.06.

  1. Roland1

    Roland1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.06   #1
    Hallo,
    bin auf der suche nach einem günstigen Mikrpfon für ein Rednerpult. Das Mikrofon soll nicht auf dem Pult befestigt werden, sondern für ein Stativ geeignet sein um so auch mal woanders eingesetzt werden zu können. Da es sich bei den Rednern meistens um Laien handelt die leider beim Reden den Kopf nach links oder rechts drehen. Habe ich auch schon an 2 Mikros wie etwa die Behringer C-2 http://www.musik-service.de/Mikrofon-Behringer-C-2-Condenser-Microphone-prx395749798de.aspx gedacht. Phantomspeisung ist kein Problem, das Mischpult kann das. Würden die Behringer gehen,oder habt ihr was anderes in der Preisklasse.

    Danke

    Roland
     
  2. joe-gando

    joe-gando Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 15.01.06   #2
    In der preisklasse haben wir wohl nichts anderes...
     
  3. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.01.06   #3
    Die C2 kenn ich nicht, aber von der Beschreibung her könnten sie ganz gut funktionieren.
    Wenn (!) sie denn am 8.4. weder lieferbar sind.....
    Und bei Verwendung von zwei Mikros mußt Du aufpassen wegen der Kammfiltereffekte, Auslöschung und Überhöhung einzelner Frequenzen.
    Kann ich Dir aber leider auch keinen Tip geben...
     
  4. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 15.01.06   #4
    Das tun gute Redner erst Recht, um Augenkontakt mit dem gesamten Publikum zu halten und nicht nur mit der Mitte. Deshalb sind an den meisten Rednerpulten mind. zwei Mikros installiert! Ausnahme sind die Spezialmikros im Budestag, wo eins nur Havarie ist.
     
  5. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 16.01.06   #5
    Einspruch: Wenn man 2 Mikros auf einen Mono-Kanal (was bei Sprachanwendungen meist der Fall ist) mischt, entsteht ein Kammfiltereffekt.

    Das 2. Mikrofon wird normalerweise immer nur als Backup genutzt (falls das erste ausfallen sollte). Oder es steckt ein Automatik-Mischer dahinter.

    Grüße
     
  6. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #6
    Danke, ich dachte schon, ich hätte danebengehauen ;) .
    Ich hab einmal mit zwei Mikros am Rednerpult gearbeitet, natürlich keine Probe, Soundcheck dabei gehabt und hab 'ne Weile gebraucht, um rauszukriegen, woran der Eimersound lag. Naja, da war ich noch ganz grün...:rolleyes: .
    Die Mikros hatte ich mit einem Abstand von etwa 15...20cm positioniert, ich weiß jetzt nicht, wie groß der Abstand sein muß, um die Kammfiltereffekte in einem Bereich zu haben, wo sie nicht so stören.

    Alternativ (habe ich gelesen, nicht ausprobieren können) kann man mit doppelter Boxenbestückung dieses Problem umgehen. Boxenpaar A Li u. Re bekommt das Signal von Mikro A, und entsprechend Boxen B << Mikro B. Wobei die Boxen A und B direkt neben- oder übereinander angeordnet werden sollen. Das wird (nach dem Artikel) bei großen Musicalproduktionen so gemacht, da dort die Auslöschungen zwischen Sänger A und B entstehen, wenn die beiden vis á vis stehen. ich kann mir diese Ausstattung nicht leisten, also muß ich einen der beiden immer im Pegel um bis zu 20dB senken und mit schnellem Finger den Bewegungen der Darsteller folgen...
     
  7. Roland1

    Roland1 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #7
    Und wie kann man einen Kammfilterefekt vermeiden?. Welches Mikrofon nimmt man den an einem Rednerpult um eben das Problem beim Kopfdrehen zu vermeiden?:confused:

    Danke

    Roland
     
  8. Astronautenkost

    Astronautenkost HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 16.01.06   #8
    Das stimmt, was die Schoepszwillinge beim Fernsehen betrifft, vielleicht auch die Shures im Weißen Haus, aber nicht immer die Rednerpultsituation mit 2 Mikros.
     
  9. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.01.06   #9
    mach dir da mal keine gedanken, ich verwend bei uns an der shule meist 2 akg c391 (sind eh meine lieblinge und müssen für alles herhalten), in zukunft wohl die beyer 530er, sind so schön klein ;)

    ich hatte noch nie probleme mit kammfiltereffekten o.ä., es tut einwandfrei :great:
     
  10. Zonk

    Zonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #10
    Ich stimme bedingt niethitwo zu!

    Wenn du dich in der Preisklasse bewegst, dass du zu Behringer greifst, wird der kammfiltereffekt wohl irrelevant sein.

    Wichtig ist denke ich, dass man das gesagte versteht, die qualitaet ist in dieser Preisklasse (und das ist uns denke ich allen bewust) eher zweitranig.

    Ein Gemeinderaat (bzw Stadtraat) oder Schuelersprecher hat wohl auch nicht die Ansprueche die ein Profiredner (oder Saenger) haette. Vermutlich wird nur ein bruchteil der Zuhoerer diesen Effekt fuer einen Fehler halten, anstatt fuer das allgemeine "andersklingen" beim Sprechen durch ein Mikrofon halten.
     
  11. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #11
    Nee ne, Zonk, diese Kammfiltereffekte haben nichts mit der Qualität der Mikros zu tun, die Physik gilt für alle....
    @niethitwo: Welchen Abstand haben die Mikros bei Dir voneinander, ev. klärt das die Frage. Das meinte ich in meinem oberen Post, als ich schrieb 15...20cm, vielleicht ist es bei einem halben Meter oder mehr schon nicht mehr so auffällig.
    Bei meinen Mikroports ist es so, 1 Meter Abstand ist noch kein Thema, darunter kommt es auch auf die Stärke der Stimme an...
     
  12. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

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    Erstellt: 17.01.06   #12
    Moin, moin

    Das mit den Kammfiltereffekten macht sich in der Praxis kaum bemerkbar! Wenn der Sprecher mittig vor den Mikros steht, gibt es keinen Kammfiltereffekt, weil die Laufzeiten gleich sind. Wenn er seitlich, z.B. rechts spricht kommt er aus dem Bereich des linken Mikros raus und damit ist der Kammfiltereffekt auch wieder minimal. Es funktioniert also ganz gut. Wichtig dabei ist allerdings dass die beiden Mikrofone gleich gepolt sind!

    Das Mikrofon (die Mikrofone) sollte rückkopplungssicher sein, damit ist ein größerer Abstand vom Sprecher möglich und damit werden Einflüsse durch Positionsveränderungen kleiner. Ein extrem geringer Sprechabstand von z.B. 15 cm macht sich beim Kopfdrehen sehr stark bemerkbar. Also so weit wie möglich weg, aber so dicht wie nötig an das Mikro ran, damit es nicht koppelt.

    Gute Lösungen sind Sennheiser ME36 (sieht man oft im Fernsehen, Profiliga), Sennheiser e945, beyerdynamic TGX60.

    Gruß Mikroguenni
     
  13. Jürgen Schwörer

    Jürgen Schwörer Offizieller Produkt-Spezialist SHURE

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    Erstellt: 17.01.06   #13
    Die nganze Geschichte mit dem Kammfiltereffekt ist eine Gradwanderung. Dieser Effekt wird von vielen, die sich nicht mit der Audiotechnik beschäftigen oft nicht wahrgenommen. Aber jeder der sich damit auskennt und darauf achtet wird den Kammfiltereffekt hören. Und das ziel ist es diesen zu vermeiden. Klar, wenn ich in Satdhallt Hinterdupfingen der Kanervalsverein ne Rede hält werden 99% der Zuhörer diesen Effekt überhaut nicht (bewusst)wahrnehmen. Definitif wird aber die Sprachverständlichkeit vermindert.

    Was "dem gemeinen Volk" (nicht böse gemeint) aber sofort auffällt, ist eine Lutstärkeänderung (beim Kopf drehen). Deshalb wirtd ind erStadhalle in Hinterdupfingen zu 2 Mikros gegriffen. Aber jeder profesionelle Toning, sollte das Problem Kammfildereffekt angehen. (Auch wenn man es leider ab und an im TV hören kann - da sollte man eigentlich davon ausgehen, dass Profis am Werk sind - aber egal)


    Zu Praxis.

    Wenn es 2 Mikros sein müssen (und kein Automatik Mixer zur Verfügung steht) gibts 2 Mögklichkeiten:

    1.) Die Mikros entweder sehr nahe zusammen, was die Frequenzen des Kammfilters in recht Hohe Lagen verschiebt (also kaum hörbar). Dann wird aber die "Lautstärkeanpassung" wiederum minimiert.

    2.) Mikrofone weit entfernt, so dass das Signal am eentlegenen Mikro recht gering ist.

    Eine dritte Möglichkeit wäre noch die 2 Signale quasi Stereo übertragen - wie oben schon angespochen. Da verlagert man diesen Kammfiltereffekt in den akustischen (nich in den elektrischen) Bereich und wird dadurch auch vermindert.

    Grüße
     
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