Mischpult Yamaha 01V

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Hallo,
2 Fragen an die Experten.
Ich Interessiee mich für ein Yamaha Digitalmischer 01V.
Welche Zusatzkarte benötige ich, um mehrere Kanäle einzeln in eine DAW Software im PC zu bekommen? Gibt es so etwas wie eine FireWire-Karte?

Wozu ist eine Verzögerung des Eingangs- und Ausgangssignal nötig? Wofür verwendet man das ?

Gruß Ulf
 
Eigenschaft
 
Hi Ulf!

Was beim 01v (also dem alten, nicht dem 01v96) möglich ist, ist eine ADAT-Erweiterung. Die Karte nennt sich Yamaha MY-8 AT. (hier die Yamaha MY - Karten - nicht alle funktionieren im 01v! )
Dazu brauchst du dann am PC noch ein ADAT-Interface, in welcher Form auch immer. Über ADAT bekommst du 8 Kanäle, die zwei Summen- und 4 Bus-Ausgänge (und genügend Platz auf dem Interface) liefern noch mal 6 Kanäle, sodass du mit dem 01v insgesamt 14 Spuren aufnehmen kannst. Vorausgesetzt natürlich, da muss nix an sonstige Lautsprecher raus. Wenn absolut nötig bekommst du auch noch mal 2 Kanäle über den Controlroom Out, mit ein bisschen Einstellungs- und Routing-Spielerei.

AES/EBU ist auch noch möglich, aber ADAT ist denke ich das sinnvollste.

Ich hab das Pult selber und plane für die Zukunft auch eine Erweiterung: Da bekommt das 01v dann die MY-8 AT und es kommt noch ein Behringer ADA8000 und ein TC Konnekt live ins Haus.
Irgendwann. :D (--> Geld... )


Thema Delay: Bei den Ausgängen auf jeden Fall für DelayLines (Lautsprecher die weiter hinten stehn zwecks besserer Verteilung des Schalles - der Schall von den vorderen Lautsprechern braucht eine gewisse Zeit für den Weg nach hinten, die Lautsprecher bekommen das Signal in Strom-Form, also in Lichtgeschwindigkeit - und werden deshalb etwas verzögert angesteuert dasses wieder passt).
Bei den Eingängen... ehrlich gesagt, ich weiß es nicht so genau ;)
und sag deshalb lieber mal nichts.

MfG, livebox
 
Bei den Eingängen... ehrlich gesagt, ich weiß es nicht so genau ;)
und sag deshalb lieber mal nichts.

Zum gleichen Zweck: Es soll Leute geben, die den Abstand des Bassdrum-Schlagfells zur Vorderkante der Bühne/PA ausmessen und das passend delayen :)
 
Außerdem kann man durch ein Delay der Eingänge eine Art Stereo-Effekterzeugen und den Sound räumlich gestalten ohne dass du ein Signal nur Links oder Rechts auf der PA hast
 
Zum gleichen Zweck: Es soll Leute geben, die den Abstand des Bassdrum-Schlagfells zur Vorderkante der Bühne/PA ausmessen und das passend delayen :)

So isses. Abzüglich der Latenz der ADDA-Wandler bei Digipulten, versteht sich... ;)

Aber auch bei Mehrfach-Mikrofonierungen (z.B. OH, BD oder SD mit zwei Mikros..) kommt ein Delay gut, um die Laufzeitunterschiede zwischen den Mikros zu kompensieren.


domg
 
ihr kackt aber jetzt Korinthen - oder ?
 
ihr kackt aber jetzt Korinthen - oder ?

Nope.
Über 4ms Latenz der Wandler bei einer 10m tiefen Bühne kann man natürlich streiten, aber bei kleineren Jobs ist es m.E. wichtig, die Front auf den Drumkit zu verzögern.

Ob man sich den Spaß auch bei Mehrfachmikrofonierung machen soll, ist Geschmacksache. Nimm halt mal eine Snare von oben und unten ab und spiele im Bereich von einer ms mit dem Delay rum. Krasser ist das natürlich bei den OHs, die den kompletten Kit mit 2-3ms Delay einfangen.


domg
 
Naja, aber 3ms in ner live-Situation...?!? :gruebel:
Wobei wir ja grade aber auch beim Thema Mehrspuraufnahme sind. Und wenn man evtl. das Drumset schon vormischen und nur zweispurig aufnehmen will zwecks Bus-Mangel... nu ja, wers brauch.
 
Naja, aber 3ms in ner live-Situation...?!? :gruebel:
Muß man sich anhören. Es geht ja nicht um absolute 3ms Latenz, sondern letztlich um eine aus einem Laufzeitunterschied dieser Größe resultierende Phasenverschiebung zwischen zwei Signalen, die einen Kammfilter erzeugt.

Wobei wir ja grade aber auch beim Thema Mehrspuraufnahme sind. Und wenn man evtl. das Drumset schon vormischen und nur zweispurig aufnehmen will zwecks Bus-Mangel... nu ja, wers brauch.

Nix verstehen! Da fehlt mir jetzt der Zusammenhang mit dem Delay... hilf mir bitte drauf!



domg
 
Stimmt, Kammfilter hab ich vergessen...

Zum Thema Recording: Wenn einer, z.B. der Threadstarter, mit dem 01v aufnehmen will - und das vielleicht u.a. auch im Heimstudio - kann es sein dass ihm die Ausgänge knapp werden und er die Drums nur vorgemischt als Stereo-Spur auf den Rechner schickt. Auch hier kann dann ein Delay zum Ausgleichen einer Phasenverschiebung sinnvoll sein.

Merry Christmas,
livebox
 
Danke an alle, hab wieder was dazugelernt.

Gruß Ulf
 
Zum gleichen Zweck: Es soll Leute geben, die den Abstand des Bassdrum-Schlagfells zur Vorderkante der Bühne/PA ausmessen und das passend delayen :)
Wenn man bedenkt, daß elektrische spannung die gleiche geschwindigkeit besitzt wie licht (300.000 KM /h) dann kommt man in einer millisekunde auf 83 meter........................wie groß sind denn eure bühnen ?? ;)
 
Wenn man bedenkt, daß elektrische spannung die gleiche geschwindigkeit besitzt wie licht (300.000 KM /h) dann kommt man in einer millisekunde auf 83 meter........................wie groß sind denn eure bühnen ?? ;)

1. Spannung hat garkeine Geschwindigkeit.
2. Elektrischen Strom können wir nicht hören.
3. Nicht posten, wenn einem noch der Faschings-Suff im Hirn hängt! :D


domg
 
Willkommen im Board!

Wenn man bedenkt, daß elektrische spannung die gleiche geschwindigkeit besitzt wie licht (300.000 KM /h) dann kommt man in einer millisekunde auf 83 meter........................wie groß sind denn eure bühnen ?? ;)

Es geht um die _Schall_geschwindigkeit.
Laufzeit pi mal Daumen für 1m ~3ms.
Steht die Hütte 6m hinter der PA, sind das schon 18ms zwischen Direktschall und dem der PA.
 
Hi,

da möchet ich als Threadbeginner nochmal eine Frage hinterherschieben:
Kann mit einem Ein- oder Ausgangsdelay die Neigung zum Feedback im Proberaum
verschlechtern, da ich ja theoretisch die Feedbackschleife unterbreche??

Gruß Ulf
 
da möchet ich als Threadbeginner nochmal eine Frage hinterherschieben:
Kann mit einem Ein- oder Ausgangsdelay die Neigung zum Feedback im Proberaum
verschlechtern, da ich ja theoretisch die Feedbackschleife unterbreche??

Im Prinzip ja. Dadurch, dass eine Laufzeitänderung (nichts anderes ist ja ein Delay) eine Phasendrehung darstellt, verschiebt sich zumindest die Frequenz des Feedbacks. Mit etwas Glück in einen Bereich, bei dem die Lautsprecher-Mikrofon-Kombination nicht so anfällig für Feedback ist.
Längere Delays verhindern Feedback sicherlich effektiv, führen aber auch zu einem deutlich hör- und spürbaren Versatz, der singen in-time nahezu unmöglich macht.

Ein schmalbandiges Ziehen kritischer Frequenzen mittels EQ halte ich für sinnvoller :)
 
Versteh! das seh ich ein........; )
Aber was machst bei einem Analogpult ?
Da gibts nicht pro Kanal ein delay zum einschleifen........
 
Aber was machst bei einem Analogpult ?
Da gibts nicht pro Kanal ein delay zum einschleifen........

Gäbe es schon, ist halt dann in Form von Outboard an den Insert zu hängen.
In der guten alten Zeit hat man einfach gute Mikrofone und Lautsprecher plus EQ genommen - das funktioniert auch heute noch.
Wenn man dazu einen halbwegs brauchbaren Raum und nicht gerade flüsternde Sänger vor einer extrem lauten Band hat, passt das schon.
Je schlechter Raum, Mikrofon und Lautsprecher, desto Feedback.
 

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