Mit Clip-Tuner Intonation (Oktavreinheit) einstellen

ChristianB

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Hi zusammen!

Bräuchte da mal ein paar Erfahrungen bzw Empfehlung für einen Clip-Tuner für eine E-Gitarre*.

Die Gitarre ist eine Epiphone Les Paul Standard '50s und nach dem letzten Saitenwechsel inkl. Reinigung und Pflege schnarrten die Saiten. Das Schnarren konnte weitestgehend begrenzt werden und es fehlt eigentlich nur der "Letzte Schliff" - also das Feintuning. Einen Clip-Tuner muss ich mir so oder so zulegen. Da kann es dann auch gleich einer sein, mit dem man die Intonation möglichst genau einstellen kann.

Worauf muss man beim Kauf eines Clip-Tuners achten und eine Smartphone App kommt für die Einstellung der Oktavreinheit, wegen möglicher Ungenauigkeiten, nicht in Frage?
Hatte mich nur kurz eingelesen und dabei etwas von "Stimmgenauigkeit" und "Strobe" bis "Zappelig" gelesen (was auch immer Strobe&Zappelig bedeutet).

Hat jemandeine Empfehlungen für einen Clip-Tuner mit entsprechender Genauigkeit?
 

Da man eine Gitarre sowieso nicht absolut exakt stimmen kann, würde ich mir nicht soviele Gedanken machen. Ich habe 3 Handy-Apps, die alle mehr oder weniger gut funktionieren. Wichtig ist halt, dass das Handy die Gitarre gut hört. Die Clip-Tuner für die Kopfplatte, die ich rumliegen und ausssortiert habe, hören sogar schlechter als mein Handy. Oder du nimmst ein Pedal, das direkt den Ton vom Pickup übernimmt.
Voraussetzung ist natürlich, dass die Bundreinheit stimmt, davon kannst du heute ausgehen. Die Oktavreinheit kriegst du dann auch eingestellt.
 
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Worauf muss man beim Kauf eines Clip-Tuners achten und eine Smartphone App kommt für die Einstellung der Oktavreinheit, wegen möglicher Ungenauigkeiten, nicht in Frage?
Warum sollte eine Handy-App ungenauer sein?
Der Nachteil an Handy-Apps ist, dass es um dich herum leise sein muss, weil das Handy ja nur per Mikrofon messen kann.
Ein Clip-Tuner misst die Schwingungen direkt an der Gitarre und kann deswegen auch benutzt werden, während sich der Schlagzeuger schon einspielt.
Die Genauigkeit hängt an der Programmierung, ist aber heutzutage eigentlich immer genau genug. Das Problem ist eher die Darstellung der Messung auf dem Display. Viele Clip-Tuner haben ein sehr ungenaues oder „langsames“ Display. D.h. Sie messen zwar sehr genau, können das aber nicht ordentlich darstellen, also hilft dir die genaue Messung dann auch nicht.
Die Peterson und andere Stroboskop-Tuner haben halt den Vorteil, dass man sie sehr genau und in Echtzeit ablesen kann, aber das ist anfangs etwas ungewohnt. Und meist ist so eine so genaue Stimmung gar nicht nötig, weil du durch das Drücken der Saite, ebenjene schon weiter verstimmst.
Ich hab vor.. über zehn Jahren mal einen Überblick erstellt, den ich immer noch für halbwegs aktuell halte.
Zumindest kann man da nachvollziehen worauf man achten kann: Display, Klemme:
 
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Ich bin nun schon länger mit den Peterson-Tunern recht zufrieden. Habe ein Clip- und ein Standgerät.
Etwas ungewohnt am Anfang vielleicht (aber ich kann mich relativ schnell auf Neues einstellen).
Sind für mich die genauesten.
 
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  • #5
Da man eine Gitarre sowieso nicht absolut exakt stimmen kann, würde ich mir nicht soviele Gedanken machen.
Ja, das ist schon klar. Es geht mir nicht um's Stimmen, das mache ich über's Multieffekgerät (BOSS ME-80).
Für den beabsichtigten Zweck ist das ME-80 zu ungenau: Pfeil links, rechts, blinkt schnell, langsamer, Pfeile leuchten ohne zu blinken.
Da bräuchte ich ein Tuner mit einer ablesbaren "Cent-Skala", die ein genaueres Einstellen zuläßt.
 
die Einstellung der Oktavreinheit
... ist ja eine relative Justierung, dafür benutze ich überhaupt keine Stimmhilfen.
Ich vergleiche im ersten Gang den Flageolet-Ton über dem 12. Bund mit dem dort abgegriffenen Ton und justiere, bis die beiden übereinstimmen, im 2. Gang wiederhole ich das über dem 17. Bund. Wenn ich das nicht höre, hilft eigentlich auch kein Stimmgerät ;)

Stimmgeräte brauche ich eigentlich nur, wenn ich mein Instrument auf Band-Stimmung (440Hz bei uns) bringen muss. Und da brauche ich genau genommen auch nur einen Bezugston, von dem aus ich die anderen Saiten dann stimme (Abgreifen und Flageolet-Interferenzkontrolle). Live ist ein Stimmgerät natürlich schneller und das Stimmen damit eben auch bei starken Umfeldgeräuschen und selbst geräuschlos möglich.
 
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Für die Oktavreinheit: +1 für @frankpaush (Flageolet in der Oktave)
Für alles andere: Peterson, bei mir als Cliptuner (4x, alt [silber] und neu [schwarz], in jedem Koffer der Konzert-Instrumente), SmaPho-App für unterwegs und StroboPlus für überhaupt alles (Werkstatt, Studio, ...) Als App auch sehr gut Airyware.
 
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Hat jemandeine Empfehlungen für einen Clip-Tuner mit entsprechender Genauigkeit?
Den HB-Cliptuner habe ich gerade an meine Explorer gesteckt und mal getestet. Leersaite, 12. Bund und Flageolettton - kein Zappeling!
Die Exe ist auf B-Standard gestimmt, selbst damit hat das Ding keine Problem bei der dicksten Saite. Manche Plugins und ein anderer Cliptuner den ich schon länger habe, haben echt Schwierigkeiten mit dem tiefen Tönen.

Eigentlich habe ich den Tuner für meine akkustischen Couchgitarren gekauft, aber ich nutze es inzwischen auch bei meinen e-Gitarren-Setups.

*
 
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  • #9
Erstmal ein Dankeschön für die vielen unterschiedlichen Antworten, damit kann ich das Thema schon deutlich besser einschätzen!
Warum sollte eine Handy-App ungenauer sein?
Schwer zu sagen. Hätte vermutet dass das Ergebnis unter anderem von der Qualität des Smartphonemikrofons abhängig sein könnte.

Die Peterson und andere Stroboskop-Tuner haben halt den Vorteil, dass man sie sehr genau und in Echtzeit ablesen kann, aber das ist anfangs etwas ungewohnt.
Ich bin nun schon länger mit den Peterson-Tunern recht zufrieden. Habe ein Clip- und ein Standgerät.
So ein Peterson Clip-Tuner scheint genau das zu sein was ich bräuchte, liegt leider über meinen festgelegten Maximalpreis.
Ich möchte nicht mehr 40 EUR ausgeben, es soll aber auch nicht unbedingt das billigste Gerät werden. Hätte das vielleicht eingangs ewähnen sollen.

Und es soll auch nur ein Tuner drinnen verbaut sein. Solche Extras mit eingebautem Metronom oder verschiedene Stimmungs-Presets benötige ich nicht.

Ich vergleiche im ersten Gang den Flageolet-Ton über dem 12. Bund mit dem dort abgegriffenen Ton und justiere, bis die beiden übereinstimmen, im 2. Gang wiederhole ich das über dem 17. Bund. Wenn ich das nicht höre, hilft eigentlich auch kein Stimmgerät ;)
Okay, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ging davon aus das man eine annähernd perfekte Oktavreinheit nur mithilfe von technischem Gerät erzielt.
Werde das wie von Dir beschrieben versuchen :-)
 
  • #10
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  • #11
Ich nutze zum Einstellen seit 30 Jahren nen alten Korg* GT2, noch die Variante mit Zeiger.
Finde ich für solche Fälle am angenehmsten und genau genug ist der Heute immer noch.
 
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  • #12
So einer steht bei mir auch noch; die Zeiger sind sehr angenehm zu bedienen. Durch die einfache Nutzbarkeit anderer Stimmungen (gerade aus der "alten Musik"; die Peterson-spezifischen "sweetened tunings" setze ich nicht ein) kommt er aber seit dem StrobePlus eigentlich nicht mehr zum Einsatz.
 
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  • #14
Die ganzen Apps zum Stimmen funktionieren zumindest gut ...

Aber wo legt man das Smartphone beim Einstellen der Intonation denn hin. Die Gitarre sollte dabei ja schon in Spielposition sein und nicht auf dem Rücken liegen, weil der Gitarrenhals dabei eine andere Durchbiegung hat.
 
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  • #15
Ich finde, jeder halbwegs brauchbare Cliptuner ist da erstmal völlig ausreichend. Eine App tut es sicher auch.
Wozu dafür etwas Spezielles kaufen?

Die "Kunst" besteht doch eher darin mit dem passenden/realistischen Fingerdruck zu arbeiten. Viele drücken da wie ein Tier während sie messen und dann wird das halt nichts. Ich selbst verlasse mich da am Ende so oder so nur auf meine Ohren. ;-)
 
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  • #16
Dann leiste dir die Peterson-App für's Genaue (US$ 9.99) und irgendeinen Cliptuner für's Grobe
Naja, für's Grobe habe ich ja den Tuner am ME-80, der reicht für's Stimmen vollkommen aus. Eine App brauchte ich für meine alte, mittlerweile verkaufte Martinez Akustikgitarre, funktionierte dort sehr gut. Die neue Takamine Akustikgitarre hingegen hat bereits einen eingebauten Tuner.

Am liebsten wäre mir ein Clip-Tuner für's Genaue, der eine große Skala, eine hohe Stimmgenauigkeit hat und nicht mehr als 40EUR kostet :D

Live ist ein Stimmgerät natürlich schneller und das Stimmen damit eben auch bei starken Umfeldgeräuschen und selbst geräuschlos möglich.
Ja genau! So ein Clip-Tuner ist einfach super praktisch. Deshalb ja auch mein Ansatz sich so ein Teil zuzulegen.

Den HB-Cliptuner habe ich gerade an meine Explorer gesteckt und mal getestet. Leersaite, 12. Bund und Flageolettton - kein Zappeling!
Soundcorset hat das z.B. Funktioniert.
Werde ich mir beide ansehen. Danke!
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Die Gitarre sollte dabei ja schon in Spielposition sein und nicht auf dem Rücken liegen, weil der Gitarrenhals dabei eine andere Durchbiegung hat.
Was wäre denn die ideale Position?

Hatte die Gitarre auch dem Rücken liegend eingestellt. Danach, beim Anspielen stelle ich fest, das sie nicht mehr Oktavrein war, die Einstellerei wieder von vorne beginnt ... Aber das ist vielleicht ein ganz anderes Thema.
 
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  • #17
stelle ich fest, das sie nicht mehr Oktavrein war
...dann stimmt was nicht mit der Halsstabeinrichtung, eigentlich sollte eine Gitarre in alle belastungsfreien Positionen in Stimmung bleiben.
Am liebsten wäre mir ein Clip-Tuner für's Genaue, der eine große Skala, eine hohe Stimmgenauigkeit hat und nicht mehr als 40EUR kostet :D
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/korg-dt-1-digital-tuner-stimmgeraet-rack/3458420689-172-7984 ...wenn es um Sichtbarkeit und Genauigkeit geht, liebe ich solche Teile ja nach wie vor, da kommt auch kein Clipper mit
 
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  • #18
Nicht böse sein, aber so ein bisschen bekomme ich Mitleid mit unseren Vorfahren, die das allein mit ihren Ohren/Fingern und etwas später Zugabe einer Stimmgabel hinbekommen haben müssen, weil es die heutigen Gimmicks alle noch nicht gab :D . LG Lenny
 
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  • #19
...dann stimmt was nicht mit der Halsstabeinrichtung, eigentlich sollte eine Gitarre in alle belastungsfreien Positionen in Stimmung bleiben.
Kann sein, glaube ich aber nicht. Hatte den Halsstab nicht angefasst gar verstellt.
Werde als nächstes die Gitarre in Spielposition einstellen und nicht auf dem Rücken liegend. So wie von @boisdelac angesprochen. Mal sehen was das bringt.

Mache das mit der Oktavreinheit einstellen auch zum ersten mal und es ist schon etwas verwunderlich das ein bloßer Saitenwechsel mit genau der selben Saitenstärke und ein und dem selben Hersteller diese Probleme schafft . War ja kein reiner Saitenwechsel, hatte zum reinigen auch einige Teile abgenommen, wie Pickguard, Bridge, Tailpiece die Drehknöpfe. Außerdem ein paar lockere Schrauben und Muttern nagezogen. Nicht auszuschließen das sich da ausversehen was verstellt hat. Führt vielleicht alles viel zu weit ... aber so ist es vollständig.
 
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  • #20
Jeder hiervon löst Deine Aufgabenstellung:


Aber auch dieser hier macht das nach 40 Jahren noch vollkommen ohne Mucken, Murren und Flackern:

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