mit Lötzinn hochstimmen-wer hat Erfahrung

von Bal Folker, 11.03.17.

  1. Bal Folker

    Bal Folker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.17   #1
    Hallo
    Ich habe da mal eine Frage:viele Tonzungen im tieferen Bereich haben ja Lötzinn,oder aufgelötete Gewichte aus Messing,oder anderen Materialien an der Spitze,um tief zu klingen.Ich habe auch schon mal Zungen um mehere Töne damit heruntergestimmt-hat prima geklappt,wenn ich mal davon absehe,daß ich 2Tage gebraucht habe,um das Zinn auf den Federstahl zu bringen.:)
    Geht das auch umgekehrt,wenn man im unteren Bereich Material aufträgt-hält das zuverlässig die Stimmung?Oder ist Zinn dafür zu weich?Hat das schon mal jemand gemacht?Für eine Antwort wäre ich dankbar.

    LG Jürgen
     
  2. maxito

    maxito Mod Akkordeon Moderator HFU

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    Erstellt: 11.03.17   #2
    Das geht definitiv nicht!
    Und zwar nicht, weil das Lötzinn zu weich wäre oder sowas, sondern hängt mit der Physik zusammen, wie so eine Schwingung einen bestimmten Ton ergibt.

    Eine Stimmzunge ist im Grunde genommen ein "Feder-Massependel" . Hat also eine gewisse Federsteifigkeit die dafür sorgt, dass die Zunge überhaupt zurückschwingt und auch eine Masse, die die Schwingung träger macht. Wenn man also den Ton tiefer haben möchte, dann muss man dafür sorgen, dass die Zunge langsamer schwingt. Und dazu packt man entweder Masse auf die Stimmzunge in Form von Lötzinn oder, dickerem Material, welches man vorzugsweise im Bereich an der Spitze anbringt. Oder man verringert die Federsteifigkeit, indem man die Zunge dünner schleift und ihr von der Steifigkeit etwas nimmt - vorzugsweise im mittleren bis hinteren Bereich.

    Will man den Ton höher haben muss man also genau umgekehrt arbeiten. Also die Zunge leichter machen und Material abtragen - vorzugsweise an der Spitze. Oder die Federsteifigkeit erhöhen.

    Letzeres geht allerdings nicht, weil es einfach bis heute nicht möglich ist auf die Zunge wieder Federstahl aufzutragen und die Zungendicke vor allem im hierzu wichtigen hinteren Bereich zu erhöhen. Es reicht hier nicht, "irgendwie" Material aufzutragen um die Federsteifigkeit zu erhöhen - die Materialeigenschaften von Federstahl (Metallgefüge, Härte ) müssen heirzu unbedingt erhalten bleiben. Weil das aber technisch so nicht geht, bleibt nichts anderes übrig, als zum Höherstimmen an der Spitze Material wegnehmen.

    Würde man das fehlende Material, um eine höhere Federsteifigkeit zu erreichen, mit weichem Material auffüttern - also beispielsweise Zinn, Blei oder Kupfer, dann würde man hier lediglich die Schwingung der eigentlichen Feder behindern und eine starke Dämpfung erreichen. Die Zunge würde dann nicht mehr richtig schwingen.
     
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  3. Bal Folker

    Bal Folker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.17   #3
    Hallo Maxito
    Danke für die schnelle Antwort.Ich hatte so etwas schon vermutet-gesehen habe ich das auch noch bei keiner Zunge.

    Gruß Jürgen
     
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