miteinander oder gegeneinander?

von relact, 04.03.16.

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?

Wie ist die primäre Ausrichtung der Menschen zueinander?

  1. miteinander

    16 Stimme(n)
    64,0%
  2. gegeneinander

    9 Stimme(n)
    36,0%
  1. relact

    relact Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.03.16   #1
    Was ist die primäre menschliche Ausrichtung und Motivation im gegenseitigen Umgang: das Miteinander oder das Gegeneinander?

    Ist die menschliche Begegnung primär auf Kooperation oder auf Konkurrenz ausgerichtet?
     
  2. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 04.03.16   #2
    Beides, mit wechselnder priorität..
     
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  3. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.16   #3
    Miteinander, ganz klar.
    Muss es sein, weil sonst würde jeder jeden bei jeder Gelegenheit (weil grundsätzlich) angreifen, beklauen oder sonst was schlechtes von ihm wollen.
    Da dem nicht der Fall ist (nirgendswo) ist der Mensch per se erst mal Gut zu einander.

    Wenn dann sowas wie ein gehäuftes Gegeneinander auftritt, dann durch Erfahrungen, Religion, Staat, Politik, Erziehung, usw. usf.
     
  4. Reflex

    Reflex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.16   #4
    Ein Miteinander im Kleinen, aber ganz klar ein Gegeneinander im Großen.
     
  5. Primut

    Primut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.16   #5
    Was ist denn der konkrete Hintergrund deiner Frage?

    Die "primäre" Ausrichtung ist in meinen Augen ganz klar die Kooperation, sonst wäre ein Überleben nicht möglich.
    Gibt gerade in der Arte-Mediathek die passende Doku dazu: "Die Revolution der Selbstlosen". :great:

    Klar, in der Realität findet man alle möglichen und unmöglichen Schattierungen davon. Ich denke, eigentlich kann man die Komplexität des Menschen nicht so einfach in nur zwei Begriffen klar abgrenzen.

    Edit: Würde denn eine Abstimmung den eigentlichen und komplexen Sachverhalt adäquat erklären? Ich habe daher mal nicht abgestimmt.

    Letztendlich lebt der Mensch doch immer im Spannungsfeld zwischen Symbiose und Abgrenzung, das fängt schon ganz früh zwischen Mutter und Kind an und setzt sich dann in der Gesellschaft unter verschiedenen Vorzeichen und Dynamiken fort.
     
  6. Brazolino

    Brazolino Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.16   #6
    Wenn man sich den Menschen so anschaut, ist das eigentlich einfach zu sagen: Grundsätzlich kooperativ, solange es auch im eigenen Interesse liegt (Kooperationsbereitschaft ist ja schließlich etwas anderes als Altruismus). Kooperation ist beim Menschen bereits bei so etwas Simplen wie der Fortpflanzung unabdingbar. Menschen-Babys sind eine vergleichsweise lange Zeit extrem hilfsbedürftig und benötigen zumindest einmal die Zuwendung ihrer Mutter, die wiederum die Unterstützung anderer Menschen braucht. Der Preis, den wir für unser komplexes Gehirn zahlen, ist die lange Zeit, die wir benötigen, um reif und selbstständig zu werden - Biologen vermuten sogar, dass unser vergleichsweise hohes Alter (die letzten Jahrzehnte davon in faktischer Unfruchtbarkeit) direkt mit der Entwicklung der Kooperationskette Großeltern-Eltern-Kinder/Enkel zu tun hat.

    Ergo: Wären wir nicht im Prinzip kooperativ "angelegt", dann gäbe es uns gar nicht. :opa: Was einigermaßen schade wäre. ;)
     
  7. Bass Fan

    Bass Fan Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.03.16   #7
    Hängt das nicht auch vom Geschlecht ab?
     
  8. relact

    relact Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.03.16   #8
    Interesse an Eurer Sichtweise zu dieser Frage. Insbesondere, was dann in der Diskussion als Begründung angeführt wird. Es wäre möglich, eine Präferenz aus biologischer Sicht, aus triebdynamischer Sicht oder sonstirgendwie auch aus @Bass Fan geschlechterspezifischer Sicht abzuleiten und so die eigene Konstruktion und Interpretation der beobachteten Wirklichkeit zu begründen.

    Mich interessiert ganz konkret das Menschenbild, das hinter der formulierten Antwort liegt.

    Falls jemand auf die Idee käme, es geht hier um eine willentliche Entscheidung jedes Einzelnen und nicht um eine biologische oder psychische Determiniertheit wäre die Frage tatsächlich sehr simpel und überhaupt nicht komplex.

    Die Umfrage ist bewußt anonym, damit die moralische Keule nicht im Aushängeschild prangert. Ich fände auch die Argumentation für ein "gegeneinander" sehr spannend. Falls sich jemand traut ...

    Ich konnte nur den Trailer aufrufen. Die Doku hab ich leider verpasst.
     
  9. hrawth

    hrawth Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.03.16   #9
    Ich würde sagen, selbst wenn wir Menschen gegeneinander arbeiten, tun wir das aus dem Bedürfnis eines Miteinanders heraus. Denn immerhin braucht man ja wenigstens einen, mit dem man streiten und kämpfen kann. :D
     
  10. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 05.03.16   #10
    Beide vorgänge sind in der natur untrennbar miteinander verwoben. Kinder sind auf hilfe angewiesen, müssen sich dann aber aus dem famiilenverband trennen, was nicht ohne konflikte abläuft. Aus dem rundum betreuten welpen wird ein konkurrent im rudel.
    Ein orchester ist mal homogen, mal treten die verschiedenen gruppen und soli in wettstreit.
    besonders deutlich im "Concerto grosso" (concertare= wettstreiten). Das agonistische prinzip ist so tief verankert wie die sehnsucht nach harmonie und eintracht, und solange der wettstreit friedlich abläuft, fördert er das ganze, denn entwicklung heißt widersprüche lösen, wobei sich immer neue auftun.
    Ich vermisse in der umfrage das "sowohl-als auch".
     
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  11. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 05.03.16   #11
    Der Mensch ist wie jedes Tier darauf programmiert sich fortzupflanzen, auch wenn das heute nicht mehr so zentral im Fokus steht.
    Kooperation und Abwehr sind beides Methoden, die bei diesem Ziel hilfreich sein können.
    Der Mensch lernt in seinem Leben eigene Schwerpunkte für sich zu setzen.

    Die Frage mit "primär" lässt sich mMn schwer beantworten, ich denke jedes Kind probiert beides aus.
    Bei der Mutter lernt es schnell, dass es ohne Kooperation nicht geht, aber es versucht auch, sich durchzusetzen.
    Es könnte auch angenommen werden, dass zumindest ein gewisser Egoismus (nicht gleich gegeneinander) zuerst da ist und sich die Kooperation erst als Lerneffekt einstellt.
     
  12. relact

    relact Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.03.16   #12
    Mit welcher Haltung gehst Du auf andere zu und mit welcher Grundgesinnung begegnest Du Deinen Mitmenschen?
     
  13. walking gills

    walking gills Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.16   #13
    Ich versuche offen zu sein und sehe in jedem Menschen das Gute. Aus Angst, aus einem Gefühl des Verletztseins, zum Selbstschutz und zum Schutz von Menschen, mit denen mich etwas verbindet, begegne ich Anderen aber auch ablehnend.

    Ich glaube mir fehlt bei der Ursprungsfrage noch das Nebeneinander, weil ich nicht sagen kann, dass mich mit den meisten Menschen ein Miteinander oder ein Gegeneinander verbindet. Dazu sind es einfach zu viele Menschen und meine Handlungen zu komplex mit dem großen Ganzen verwoben. Je klarer mir die Auswirkungen meines Handelns sind und je eindeutiger mir meine Verantwortung ist, desto stärker ist aber mein Drang, die Bedürfnisse und Interessen der Anderen zu berücksichtigen.
     
  14. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 05.03.16   #14
    Ich glaubte, deutlich gemacht zu haben, dass diese frage sich mir nicht stellt Ich musste als soldat in krieg und gefangenschaft notgedrungen kooperieren, später um einen in meinem fach seltenen arbeitsplatz konkurrieren, in künstlerischen berufen kein zuckerlecken. Ich habe beides nicht in guter erinnerung, blieb mir aber nicht erspart, um als mensch und musiker zu überleben. Dagegen ist ein gewonnener wettbewerb so übel nicht.
    "Das land, wo meiine träume wandelnd gehn - - -" (Schmidt/Lübeck-Schubert, "Der Wanderer) ist ebenso schwer zu finden wie "der artige Meierhof in Atlantis" (E,T.A. Hoffmann, "Der goldene Topf"). Da ist der widerspruch aufgehoben, Ich suche noch.
     
  15. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.03.16   #15
    Die Tatsache, dass Säuglinge grossgezogen werden, ist doch Antwort genug - oder?
     
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  16. hotlick

    hotlick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.16   #16
    Nach etablierter wissenschaftlicher These ist das Sozialverhalten und das damit verbundene Kooperationsvermögen der wichtigste Schlüssel für die Entwicklung der Spezies Mensch in der Evolution. Nimmt man diese Erkenntnis/These als Referenz für die Umfrage-Formulierung "primäre Ausrichtung", ist das "Miteinander" selbstredend die einzige korrekte Antwort.

    Andererseits geht diese These bezüglich der Evolution vermutlich auf den Ausgangspunkt der Primaten zurück und nicht auf einen zuvor liegenden; so ist "primär" insgesamt betrachtet nur ein relativer Begriff. .... und wie sich die Evolution bezüglich der Spezies Mensch weiter entwickeln wird, steht noch in den Sternen.

    Nimmt man sich den Status Quo der Entwicklung der Spezies Mensch zu Rate, gibt es Beispiele dafür, wie der Mensch anscheinend mit allen möglichen Mitteln gegen die Evolution anzustrampeln versucht, bzw. diese für seinen Selbsterhalt zu beeinflussen. Zudem hat die Spezies Mensch es in der Evolution so weit gebracht, dass er unter den Spezies anscheinend keine "natürlichen" Fress-Feinde mehr hat. Schaut Euch mal den Weltbevölkerungszähler an.

    Es drängt sich dabei die Frage auf, ob sich die einst für die Erfolgsgeschichte der Entwicklung der Spezies Mensch so wichtige soziale Ausrichtung des Miteinanders nicht auch in das Gegenteil wandeln kann und die Spezies Mensch womöglich zum eigenen Fressfeind mutiert, wie es in dem Science-Fiction-Film von 1973: "Soylent Green" (… Jahr 2022 … die überleben wollen) etwas zugespitzt und radikal dargestellt wurde. .... darin bekommt das "Miteinander" eine recht unappetitliche Qualität: der Mensch verwehrtet sich mangels anderer Ressourcen letztlich selbst.

    Die Frage "miteinander oder gegeneinander" als primäre Auslegung wirft somit auch die grundsätzliche und langfristig zu beantwortende Frage auf, ob es noch ratsam ist, das "Miteinander" ausschließlich auf die Spezies Mensch zu beziehen - ob die Spezies Mensch angesichts seines Erkenntnisstandes nicht langsam mal einen Schalter umlegen und beispielsweise statt von "Umwelt" von "Mitwelt" reden sollte, um das Erfolgsrezept "Miteinander" und Kooperation in größerem Kontext fortsetzen zu können!?

    Von Letzterem scheint die Spezies Mensch jedoch trotzt des enormen Wissens noch sehr weit entfernt zu sein - es erscheint geradezu utopisch, wenn man live zuschauen kann, wie die eigentlich gute Idee "EU" daran auseinander bröselt, dass das ursprünglich für die Spezies Mensch so wichtige "Miteinander" mal konkret gefordert wird - dass die Empathie, die wiederum jeglichen Miteinander zugrunde liegt, weniger wert ist als überkommene Kleinstaaterei, Nationalismus und die heile Gartenzwerg-Welt im Vorgarten. Wir sehen einen ziemlich konfusen und aussichtslosen Versuch, die Evolution wieder rückgängig zu machen, das Spießertum zu reaktivieren und am besten wieder komplett zu verblöden, denn nur so lassen sich unbequeme Fragen ertragen - denn man stellt sie sich erst gar nicht.

    Eine interessante Thread-Umfrage - ich fürchte nur, sie lässt sich nicht eindeutig beantworten - ich denke, die Spezies Mensch steht diesbezüglich an einem Scheideweg. Ganzheitlich betrachtet - also über jede Spezies hinaus - ist allerdings nur ein Miteinander des gesamten Kosmos denkbar - klingt zwar esoterisch, iss aber so.;) ..... denke ich an "Imagine" von John Lennon, neige ich dazu, für "miteinander" zu stimmen, was ich somit tue.

    Grüße - hotlick
     
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  17. Newfan

    Newfan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.16   #17
    Ich denke, das ist sehr abhängig wie sich die Bedingungen des Zusammenlebens gestalten. Sind genügend Nahrungsmittel vorhanden, hat man gemeinsame Interessen und Ziele, wie läuft die Erziehung, wie stark werden Heranwachsende geprägt, wie intensiv werden die Menschen von außen beeinflusst in ihrem Denken und Handeln und schließlich wie ist die Gesellschaft allgemein gestrickt und ausgerichtet. Seit der Aufnahme von Fleisch als Nahrung wohl eher gegeneinander.
    Wenn ich mir die 2 Gesellschaftsordnungen vor Augen halte die ich erleben durfte bzw. erlebe gab es vor 89 eher das miteinander aus den verschiedensten Gründen heute sehe ich eher ein gegeneinander.
    Durch Druck und Überlebenskampf in dieser Gesellschaft kommt aus aus meiner Sicht eher zu einem wenig solidarischen Handeln zu mindestens in der Arbeitswelt. Alles andere läßt sich diskutieren. Die Herkunft der Menschheit läßt sich halt nicht leugnen.
     
  18. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 06.03.16   #18
    Die spezies "mensch" führt einen erbarmungslosen konkurrenzkampf gegen alle anderen und ist damit erfolgreich. Ein umdenken findet nur ansatzweise statt, eher theoretisch als praktisch. Und wie es innerhalb der spezies aussieht, kann man täglich in beiden richtungen sehen und erleben, in sehr verschiedener quantität und brisanz.
    Das mäntelchen von "nächstenliebe" ist sehr fadenscheinig und dient vor allem der (selbst)-täuschung bzw. -darstellung!
    Darwin prägte den "kampf ums dasein", der weg vom "ich" zum "wir" wurde zwar proklamiert, aber nie ernsthaft beschritten. "Edel sei der mensch, hilfreich und gut!", er ist es nur partiell, was leicht mit gutgläubigkeit, gutmütigkeit oder gar dummheit verwechselt wird.
     
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  19. Jackpot

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    Erstellt: 06.03.16   #19
    Bei dem oft beschworenen "Kampf ums Dasein" handelt es sich um eine Fehlübersetzung, die auf die erste deutsche Ausgabe von Darwins Untersuchung zurückgeht. So ließe sich schlussfolgern, dass mit- und gegeneinander gar nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen.

    Zeitlich steht der Mensch (als etwas Gewordenes) seiner Umwelt und seinen Mitmenschen in einem Nacheinander gegenüber, räumlich handelt es sich um ein Nebeneinander (als etwas Seiendes). Ob mit- oder gegeneinander - das ergibt sich aus den konkreten willentlichen Entscheidungen in einer spezifischen Situation.
     
  20. Reflex

    Reflex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.16   #20
    Die Tatsache, dass Menschen einander töten, ist doch Antwort genug - oder?