Mixing & Template: Welchen EQ (und wie) auf Instrumentenspuren (insb. Orchester)?

Jan S.

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Zu folgender Aufgabenstellung würde ich mich über Tipps und Lösungsvorschläge freuen:

Einzelne Instrumentenspuren innerhalb der DAW versieht man typischerweise - mindestens - mit einem Equalizer-Plugin („EQ“). Weil mein Logic Pro-Template zur Erstellung cineastischer/orchestraler Musik mittlerweile umfangreich ist, möchte ich nun für jedes Template-Instrument eine ordentliche Basis-EQ-Einstellung hinterlegen. Das soll mindestens für alle Orchesterinstrumente erfolgen. Die EQ-Einstellungen sollen eine sinnvolle Grundlage bilden für die dann je Werk erfolgende Feinjustierung.

Bisher habe ich mir EQ-Basiseinstellungen für einzelne Instrumente aus dem Internet zusammengesucht oder selbst erstellt und mit dem Logic Pro-EQ umgesetzt. Das war/ist nur begrenzt sinnhaft - schon deshalb, weil sich im Internet stark divergente Auffassungen dazu finden, welche Frequenzbereiche der Streicher, Bläser, Percussion etc. man wie bearbeiten sollte. Nun möchte ich es professioneller angehen - womit sich insb. die folgenden Fragen stellen:

1.) Welches Equalizer-Plugin empfehlt ihr für die Verwendung auf den einzelnen Spuren?

Egal? EQ aus Ozone (habe ich)? Würde der Fabfilter Pro-Q 4 einen Mehrwert bringen? Gibt es vielleicht einen EQ, der für meinen Anwendungszweck bereits gute Presets mitbringt (oder die sich nachkaufen lassen)? Der Pro-Q 4 hat offenbar Presets, aber vermutlich nicht für einzelne klassische Instrumente?

2.) Woher bekomme ich sinnvolle und als Basis taugliche EQ-Einstellungen für die einzelnen Instrumente? Unterschiedliche Webseiten geben hier stark unterschiedliche Informationen und Tipps, z.B.:


Gibt es hierzu eine aus eurer Sicht valide Informationsquelle?

Wie immer gilt: Ich bin für alle Tipps und Hinweise zum Thema dankbar. :)
 

Eine Basis-Einstellung macht imo wenig Sinn. Denn es hängt doch sehr davon ab, welche Instrumente mit welchen anderen und in welchen Musikstücken zusammenspielen.
Das einzige, was ich (bei Pop/Rock) auf den meisten Instrumenten standartmäßig drauf habe, ist ein Hochpass zwischen 100 und 150 Hz (Ausnahme: Kickdrum, Bass, Toms), um das Lowend sauber zu halten (auf den Toms ist auch einer drauß, aber tiefer - abhängig von der größe der TomTom). Ansonsten nehme ich alle EQ-Einstellungen nach Gehör vor und ändere diese manchmal auch innerhalb des Songs per Automation, wenn bestimmte Instrumente Pause haben und andere spielen.

EQs sind im Mix ja dazu da, um Maskierung zu minimieren. Und die ist einfach sehr unterschiedlich, wenn unterschiedliche Instrumente zusammenspielen.

Ich würde Presets sein lassen und da ganz nach Gehör arbeiten. DAS ist professionell.

 
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Das EASTWEST TEMPLATES 2 enthält Hinweise wie EWdas macht. Das ist ein Orchester Template mit komplettem Routing, Hall und EQ in den Gruppen. Auch für Logic.

Je nach den Instrumenten die man lädt sollte man das dann anpassen. Das Gerüst steht aber erst mal. Zwei Hall Instanzen werden eingesetzt. Ein Video gibt es auch noch dazu.
 
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  • #4
Eine Basis-Einstellung macht imo wenig Sinn. Denn es hängt doch sehr davon ab, welche Instrumente mit welchen anderen und in welchen Musikstücken zusammenspielen. …
Ich denke schon, das für mich als Laie eine Basiseinstellung sinnvoll ist - mindestens für die Orchesterinstrumente. Für mich eine deutliche Arbeitserleichterung, weil ich zur Feinjustierung dann immerhin einen Ausgangspunkt habe.

Das EASTWEST TEMPLATES 2 enthält Hinweise wie EWdas macht. Das ist ein Orchester Template mit komplettem Routing, Hall und EQ in den Gruppen. …
Vielen Dank - das Template kenne ich - oder jedenfalls ein EW-Template mit EQs drin. Einiges daraus habe ich verwendet. Vielleicht kommen hier noch andere Quellen, andernfalls werde ich mich daran wohl weiter orientieren.

Dann bliebe immer noch die Frage nach dem EQ-Plugin. Ich tendiere zum Pro-Q 4. Zum einen, um im Vergleich zu iZotope mal die Konkurrenz zu testen, zum anderen weil man mit Pro-Q 4 offenbar die EQs der einzelnen Spuren „nebeneinander“ legen kann. Zudem enthält der Pro-Q 4 einen dynamischen EQ, was zumindest die mir bekannten Logic Pro EQs nicht können (der Ozone EQ aber natürlich durchaus).

Das sind aber nur aktuelle Überlegungen…
 
Auch wenn ich aus dem Livebereich komme, ich halte prinzipiell nichts von Templates für EQs, Kompressoren etc. Nichts kann das hinhören ersetzen; Zu viel EQ ist meistens schädlicher als zu wenig, gerade in der Klassik. Wenn ich gut vorbereitet sein will, um schnell und effizient arbeiten zu können, setze ich im Vorfeld Lowcuts und drehe mir schon mal wahrscheinliche Filterfrequenzen und Güten hin - der Gain wird aber nie bewegt, ohne zu hören, was ich tue. Gleiches gilt für Kompressoren - etwas Parameter preseten ja, aber der Threshold bleibt schön im Anschlag.
Ich würde auch Laien immer raten, auf sowas zu verzichten. Guter Sound entsteht aus einer Idee heraus, wie es tönen soll, nicht aus der Anwendung von Rezepten. Was ich sinnvoll finde, ist, sich Tools zu suchen, die wenig Auswahl an Bedienparametern bieten, wenn sich damit eine Soundvorstellung intuitiv technisch umsetzen lässt. Das kann ein "OneKnob" Kompressor aus einem Billigpult sein oder ein Pultec EQ oder oder oder.
Aus meiner Beschallungpraxis kann ich außerdem berichten: Bevor ich in der Klassik einen EQ anfasse - was eh selten vorkommt - schaue ich mir noch mal die Mikrofonierung an. Wenn die korrekt ist, erledigt sich mein Impuls, am EQ zu schrauben, meistens von selbst. Da geht es dann wenn dann eher um Geschmacks EQ, aber der findet dann eher nicht in den Inputs statt.
 
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ich bin groser Fan von Fabfilter ProQ4, überhaupt allen Fabfilter Plugins, vom dem her kann ich hier nur einen (y)

aber ein EQ Template bringt eigentlich nur dann was, wenn die Quelle immer die gleiche ist
sprich: immer gleiche Library, gleiches Instrument -> darauf ein EQ Template, kann als Startpunkt funktionieren

aber ein generelles EQ Template zb für Geigen wird nicht funktionieren, weil ja die Geigen je nach Hersteller, je nach Library, ja sogar je nach Artikulation ganz anders klingen. und manche sind vielleicht oder ziemlich sicher sogar schon vorher mit EQ bearbeitet worden. auch jen achdem in welcher Tonart du spielst, kann sein das die Frequenzen wandern und die Frequenzpunkte die man vorher im Template ohne Kontext setzt, dann gar nicht auf das Stück passen.

Mein Tip daher: das Gehör schulen, und zwar, hör dir die Instrumente an, und hör darauf welche Frequenzen gut klingen, und welche klingen weniger gut oder sogar schlecht.
also welche klingen zb hart und schrill, was klingt mumpfig, was hört sich aber schön an und spiegelt den Charakter es Instruments wieder, und was sind Frequenzen, wenn man sie weggibt, das das Instrument sogar noch schöner klingen lässt.
Hast du einmal das Gefühl dafür entwickelt, das dauert auch gar nicht so lange, bist in der Lage in Sekundenschnelle völlig Intuitiv jedes Spur zu EQen.
 
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Weil mein Logic Pro-Template zur Erstellung cineastischer/orchestraler Musik mittlerweile umfangreich ist, möchte ich nun für jedes Template-Instrument eine ordentliche Basis-EQ-Einstellung hinterlegen.

Ich vermute da liegt ein Denkfehler. Ein Orchester ist ja schon so aufgebaut dass die einzelnen Instrumenten Gruppen in verschiedenen Frequenzbereichen "leben". Weshalb zumindest bei Orchester Libraries eine EQ pro Instrumenten Spur nicht notwendig ist. Das mag bei Live Aufnahmen anders sein, bei Liraries nicht. Das ist auch der Grund, warum im EW Template EQ nur in den Gruppen Spuren eingesetzt ist.

Ein ordentlich aufgestelltes Orchester braucht sicher keine einzelnen EQ pro Instrument. Ergo, Du machst Dir Arbeit wo keine notwendig ist.

Wichtiger ist der Hall, denn mit dem bestimmt man die Ebene, also die Tiefe in der eine Instrumenten Gruppe sich befindet. Vorne, Mitte oder Hinten.

Das geht hervor aus der Standard Orchester Anordnung.
 
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Ich mag die Fab-Filter Plugins auch sehr gerne. Vor allem den C2 nutze ich sehr viel.

Was ich auch gerne nutze ist der
- Harrison Legacy EQ und den
- Harrison 32 Classic Channel (der in meiner DAW Harrison Mixbus in jedem Kanalzug standartmäßig drin ist)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

@adrachin und @exoslime : Ihr sagt genau das, was ich auch mitteilen wollte! :claphands: :)
 
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  • #9
Danke für alle Einwände. Das „ob“ ist jedoch nicht Thema des Thread. ;) Mir ist klar, dass eine EQ-Basiseinstellung immer Werk-individuell angepasst werden muss. Dennoch gibt es zumindest bei hochwertigen und authentischen Orchesterinstrumenten m.E. immer eine gewisse, grundlegende Tendenz, die man als Basis wird voreinstellen können.

Vielleicht ist es aber wirklich sinnvoll, wenn ich mir diese Basiseinstellungen selbst erarbeite, abhängig von meinen virtuellen Instrumenten. Dennoch wäre eine valide Basis hilfreich.

… Ein Orchester ist ja schon so aufgebaut dass die einzelnen Instrumenten Gruppen in verschiedenen Frequenzbereichen "leben". Weshalb zumindest bei Orchester Libraries eine EQ pro Instrumenten Spur nicht notwendig ist. … Das ist auch der Grund, warum im EW Template EQ nur in den Gruppen Spuren eingesetzt ist.

Ein ordentlich aufgestelltes Orchester braucht sicher keine einzelnen EQ pro Instrument. …
In der Theorie klingt das plausibel, in der Praxis ist es m.E. dennoch anders. Da ist häufig eine Anpassung der einzelnen Instrumente sinnvoll oder gar nötig - z.B. weil sich bestimmte Frequenzen in der Addition stören (z.B. mehrere Celli und Cb). An dieser Stelle verhält sich ein virtuelles Orchester mithin anders als ein echtes Orchester.

Solche Korrekturen kann man dann mittels EQ auf der Master-Spur „für alle“ durchführen, aber zusätzlich helfen häufig EQs auf der Einzelspur (z. B. wenn man die Cb beschneiden, aber die Celli atmen lassen möchte; oder wenn hohe Streicher zu kratzig werden; oder ein bestimmtes Instrument soll sich besonders durchsetzen).

Die mir bekannten EW-Templates haben reichlich EQs sowohl auf einzelnen Instrumenten als auch spezielle EQ-Einstellungen für Instrumentengruppen wie z.B. Streicher, Holzbläser, Orchester Perc. usw. - also genau das, was ich schon nutze und nun verfeinern möchte.

Was ich auch gerne nutze ist der
- Harrison Legacy EQ und den
- Harrison 32 Classic Channel (der in meiner DAW Harrison Mixbus in jedem Kanalzug standartmäßig drin …
Danke - die schaue ich mir an. :)
 
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  • #10
Übrigens gibt es z.B. für den Pro-Q haufenweise Presets (u.a.) zu Orchesterinstrumenten, z.B. hier:

Etsy

Da wird sicherlich viel Unsinn drin sein. Aber das Grundkonzept halte ich für sinnvoll:

„… presets covering every section of the orchestra - strings, woodwinds, brass, and percussion. Each preset is designed to enhance the natural tone of the instrument, clean up problem areas, and provide a clear, balanced starting point for further EQ work. …“
 
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  • #11
Hmm, EQs gehören für mich in die Kategorie Werkzeuge, die man braucht, wenn es notwendig ist. Und wie man auch nicht wirklich sagen kann, welchen Schraubendreher, welche Zange oder welchen Hammer ich gerade brauche, kann man das meiner Meinung nach auch nicht bei So Werkzeugen wie einem EQ sagen.
Meiner Meinung nach sollte man sich sehr gründlich mit den Plugins, die man so hat, auseinandersetzen, damit man selbst versteht, wie die wo arbeiten und was die gut bzw was die nicht so gut können. Das braucht Zeit, viel Zeit, aber erst wenn man gelernt hat, Werkzeuge richtig einzusetzen, hat man auch die Fähigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt das richtige aus der Kiste raus zu holen.

Klar, du kannst dir auch diverse Presets besorgen und mit denen zu arbeiten beginnen. Nur wirst du da, meiner Meinung nach, viel Zeit investieren müssen um die Spreu vom Weizen zu trennen und aus den verbleibenden paar halbwegs brauchbaren Presets dann doch wieder eine für die aktuelle Situation anzupassen, wobei es da wieder maximal Sinn ergeben würde, die Plugins gut zu kennen.
Letztendlich denke ich, dass du eine Abkürzung (Presets) suchst, wo es eigentlich keine gibt und du dich tunlichst auf den Weg machen solltest, ein paar Plugins bis in die Tiefe kennen zu lernen. Ich würde mit einem EQ anfangen, der sehr chirurgisch arbeiten kann, dann einen der auf eine sehr musikalische Art eingreift und dann noch eventuell ein Dynamisches EQ Plugin. Mit diesen dreien wirst du, sofern du deren Wirkungsweise erlernt hast, recht weit kommen. Welche Plugins konkret du nehmen solltest, kann ich dir nicht sagen, da dabei auch eine gewisse persönliche Präferenz zum Tragen kommt, bzw wie gut du mit deren Bedienungskonzepten klar kommst.
 
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  • #12
Ganz meine Meinung @Mfk0815
Ich würde mit einem EQ anfangen, der sehr chirurgisch arbeiten kann, dann einen der auf eine sehr musikalische Art eingreift und dann noch eventuell ein Dynamisches EQ Plugin.
Genau!

1. Fab Filter
- Harrison Legacy EQ (als Zwischending zwischen 1 und 2
2. Harrison 32 Classic Channel
3. TDR Nova

Das sind meine. Plus für Spezialaufgaben den Pultec.

Genauso halte ich es übrigens mit den Kompressoren, auch wenn ich für Spezialanwendungen ein paar mehr nutze. Das meiste mache ich mit den "Pult Kompressor", also dem, der in Harrison Mixbus in jedem Chanal drin ist.
Ansonsten nehme ich dazu die Klassiker:
- 1176 von UA
- LA2a von UA
- Distressor von UA
- Fab Filter C2

und den AVA Multiband und den AVA Spectral Compressor von Harrison.

Selten, dass ich noch was anderes nutze. Warum auch?
 
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  • #13
Ich bin auch kein Fan von Templates, kann jedoch verstehen was Du möchtest. Wenn Deine Instrumentierung in etwa gleich bleibt und Du auch dieselben Software-Instrumente verwendest, kann man das durchaus tun.

In Deinem Fall würde ich wahrscheinlich eher einen Channelstrip verwenden, weil Software-Instrumente ja oft schon sehr gut klingen und es bei Dir wahrscheinlich eher um Maskierungen geht. Dafür ist der ProQ4 dann schon ein ordentliches Werkzeug, weil er mittlerweile alles kann, was dazu benötigt wird.

Meine Werkzeuge sind: ProQ4, Sooth2 und Trackspacer - Gulfoss (Mastering)...
 
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  • #14
Danke, @RayBeeger - das geht tatsächlich in die gewünschte Richtung. In der Tat überlege ich, die EQs nicht auf die einzelnen Instrumente zu legen, sondern für jede Instrumentengruppe auf einen Channel-Strip. Und tatsächlich ziehe ich auch in Betracht, dorthin dann jeweils einen Pro-Q 4 und ggf. auch noch (wegen der „kratzigen“ Streicher) einen Soothe3 zu packen.

Zumindest diese Tools sind fast schon gesetzt. Hinsichtlich der Platzierung bin ich noch unsicher: Typischer Weise brauchen z.B. Cello und Cb halt andere EQ-Einstellungen als z.B. Viola und Violine.

Vielleicht packe ich den EQ auf das jeweilige Instrument und richte zusätzlich einen Channel-Strip für die Instrumentengruppe (mindestens für die Streicher) ein. :)
 
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  • #15
  • #16
Sooth2 ist ein "dynamischer Resonanzenunterdrücker", der erkennt und senkt störende, schrille oder dröhnende Frequenzen in Echtzeit ab. Man kann die Auflösung und den Frequenzbereich einstellen und mit der Side Chain ein Instrument zur Steuerung verwenden. Das kann der ProQ4 auch, jedoch nicht so präzise. Ich nutze Sooth oft, um Bissigkeit aus dem Signal zu eliminieren oder um den Bassbereich zu klären. Das funktioniert so ähnlich wie beim Trackspacer, der bei mir öfter mal Faxen macht und deshalb von mir nicht mehr verwendet wird.

Gullfoss arbeitet in der gleichen Kategorie, kann jedoch noch feinfühliger agieren und bis zu 300 Mal pro Sekunde das Signal abtasten, insbesondere im Mastering hilft das beim Polishing.
 
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  • #17
Klasse, vielen Dank für die Erklärungen, @RayBeeger - sehr hilfreich! (y) Die Funktionsweise der Tools kannte ich, aber z.B. die Information, dass Pro-Q4 den betreffenden Job nicht so präzise erledigt wie Soothe2/3, beantwortet genau die Frage, die ich mir jüngst gestellt hatte. Auch im Übrigen sehe ich es jetzt (für mich) sehr klar:

(1) Pro-Q 4 kommt als hochwertiger Standard-EQ auf einzelne Instrumentenspuren.
(2) Soothe 3 kommt auf einzelne Streicher-Instrumente, soweit dort kratzige Frequenzen zu verringern sind.
(3) Gullfoss kommt (für den Feinschliff) ins Mastering direkt vor Ozone 12.
(4) Trackspacer bleibt, wo der Pfeffer wächst. :)
 
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  • #18
Gullfoss ist bei mir im Mastering, wenn ich es verwende, vor dem Limiter im Einsatz.
Ozone würde ich, trotzdem ich es habe, nur noch auszugsweise verwenden. Viele nehmen Ozone und das war's.
Ich mag Ozone nicht besonders...
 
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  • #19
… Ich mag Ozone nicht besonders...
Mir geht Ozone manchmal auch auf die Nerven. Aber solange ich noch am (Mastering-) Lernen bin, finde ich den Mastering Assistant recht hilfreich. Seit Ozone 12 liefert der immerhin eine recht taugliche Basis.
 
  • #20
Ich finde es bedauerlich, dass Tools wie Ozone, so gut der Gedanke auch ist, oft dafür sorgen, dass die Kreativität darunter leidet. Ja, es gibt den technischen Aspekt, dennoch ist Mastering für mich auch ein wenig Kunst, im musikalischen Sinne.

Die Werte können alle richtig sein, aber es klingt nicht gut genug (geschmacksabhängig). Beim Mastering kann man das Gesamtklangbild noch etwas formen, korrigieren. Ein Algorithmus stülpt rechnerisch ein Klangbild über den Mix. Das passt dann vielleicht nur grob und man macht sich weniger Gedanken, warum welches Tool verwendet wurde.

Ist aber nur meine Herangehensweise.
Am Anfang aber besser als gar nichts.
 
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