Monokompatieblität ?

von Friedulin, 13.06.05.

  1. Friedulin

    Friedulin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.06.05
    Zuletzt hier:
    30.03.09
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 13.06.05   #1
    Hallo ihr lieben Musiker,

    Wer kann mir etwas zur monokompatieblität sagen ? Ich habe eine Demo CD gemacht ohne bis dahin die Kenntnis zu besitzen, daß der Sound monokompatiebel sein muß.
    Das es da Probleme geben kann war mir nicht bekannt, habe aber gemerkt, daß sich Spuren in mono teilweise auslöschen, obwohl der Stereomix echt gut geworden ist. Bin deprimiert weil ich das Gefühl habe, daß die Demo CD für den Eimer ist, zumal ich mit einem Stereomanager Plug in experimentiert habe . Dieser verdreht mir anscheinend fröhlich die Phasenlage der Sounds.

    Kann ich das Problem nachträglich irgendwie beheben ?

    Muß ich auf den Stereomanager völlig verzichten ?

    Wie wird das professionell gemacht ? Ich möchte den Song ja irgendwie breit machen.

    Kann ich unter die betreffenen Spuren einfach eine Monospur drunter mischen ? Aber das bringt ja nicht den gewünschten Effekt.

    Worauf muß ich achten damit das bei zukünftigen Produktionen nicht wieder schief geht ?
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    9.12.16
    Beiträge:
    10.622
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    1.932
    Kekse:
    23.903
    Erstellt: 13.06.05   #2
    Das ist doch erstmal die Hauptsache!

    sicher nicht.
    Mach dir um Monokompatibilität nicht zuviele Gedanken - wichtiger ist, dass der Mix auch auf anderen (Stereo-)Anlagen gut klingt. Monokompatibilität verliert zusehends an Wichtigkeit, denn es sind im wesentlichen zwei Gründe, weswegen man darauf achten muss(te):
    1) Beim Hören über Monogeräte (werden immer weniger - ausser Kofferradios und Radioweckern ist da nicht mehr viel)
    2) Beim Vinylschnitt und teilweise bei der Rundfunkausstrahlung.

    Bei einer DEMO-CD, sei sie für Freunde und Fans gedacht oder um Euch damit zu bewerben, kommt eigentlich weder 1) noch 2) zum Tragen.

    Tja, das ist der Preis, den man bezahlt für Plugins, die einem "alles abnehmen". Man weiß nie so genau, was sie tun. Und selbst wenn, kann man es kaum beeinflussen...

    Nur, indem du im Mix auf den Einsatz solcher Psychoakustikspielchen verzichtest (bzw. nur sparsam einsetzen, und genau wissen, wo und warum).

    Jein. Wer sowas bewusst und als Effekt einsetzt, kann gewinnen. Wer aber einfach aus Not oder Unwissen (das ist kein Vorwurf) meint, damit einen flachen Mix aufpolieren zu können, ohne Kompromisse eingehen zu müssen, der verliert...

    Professionell werden die Aufnahmen gleich so gemacht, dass "Pseudostereo" nicht nötig ist. Also Stereoquellen (Schlagzeug-OH) so aufnehmen, dass die Stereobasis stimmt; Monoquellen geschickt im Panorama verteilen; schon bei der Mikrofonierung an den Gesamtklang denken...
    Das erfordert aber viel Erfahrung, das kann man auf Amateurniveau nicht erwarten.
    Tu dir selbst den Gefallen und strebe nicht gleich nach dem "perfekten" Mix - mach erstmal einen sauberen Stereomix. Das scheinst du grundsätzlich zu können. Ordne die musikalische Qualität nicht Kriterien wie "Breit" oder "Laut" unter. Das kommt später.
    Und: so "breit" muss bzw. sollte ein Mix nicht sein. Wenn man vom Stereo-Effekt "erschlagen" wird, ist es zuviel. Man sollte beim Umschalten von Mono auf Stereo nicht viel hören: Nur gerade soviel, als ob jemand bildlich gesprochen "ein Fenster aufmacht, um etwas Luft hereinzulassen" ;)
    Ein räumlich klingender, natürlicher Mix ist meist von selbst monokompatibel.
    Ein Mix, bei dem alle Instrumente weit aussen in den Lautsprechern kleben, kann dies nicht sein - genausowenig, wie ein per Pseudostereo "aufgeblasener".

    Kurz gesagt: Weniger ist mehr...

    Das hilft nichts.
    wie oben gesagt: Eins nach dem anderen. Erstmal nicht übertreiben, und dann langsam weiter vortasten.

    Jens
     
  3. DeathMetal

    DeathMetal Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.06.04
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    655
    Ort:
    Österreich | Tirol
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    459
    Erstellt: 14.06.05   #3
    Wie kann ich denn darauf achten, dass ich keine Phasenauslöschung habe, wenn ich mit Cubase SX 2.0 arbeite? Gibt es da irgendwelche Tricks oder extra Plug-In´s?
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    18.08.03
    Zuletzt hier:
    9.12.16
    Beiträge:
    10.622
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    1.932
    Kekse:
    23.903
    Erstellt: 14.06.05   #4
    Es gibt das PhaseScope - das muss man aber zu deuten wissen.
    Generell brauchst du dir um Phasenauslöschungen nur wenig bis gar keine Gedanken zu machen - "von selbst" kommen die so gut wie nie, solange du nicht eine Schallquelle mit mehreren Mikros aufnimmst (und selbst dann ist das oft unproblematisch).

    Erst wenn du "absichtlich" sowas erzeugst, wird es ärgerlich - also wenn du mit invertierten/verzögerten Signalen hantierst. Nichts anderes machen sämtliche Stereo-Enhancer. Solange du sowas lässt, bist du zu 99% im grünen Bereich.
    Also nichts, worauf man besonders achten müsste...

    Jens
     
  5. DeathMetal

    DeathMetal Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.06.04
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    655
    Ort:
    Österreich | Tirol
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    459
    Erstellt: 14.06.05   #5
    O.k. sehr gut ... Danke für den Tipp! :great:
     
mapping