Moog nachbauen

von KeksBrot, 10.08.06.

  1. KeksBrot

    KeksBrot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #1
    Hey,

    gestern in der Probe habe ich einen ausgeliehenen Moog Prodigy gespielt. :rolleyes:
    Einige meiner Bandkollegen meinten sowas könne man doch leicht nachbauen, weil da ja "nur ein paar potis" drin wären.
    Was meint ihr dazu?
    Ist sowas mit den Mitteln von Otto normalverbraucher möglich?

    mfg Keks
     
  2. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.08.06   #2
    bau doch mal nen computerprozessor nach... sind doch nur nen paar transistoren drin...


    (ich denke du verstehst was ich meine)
     
  3. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #3
    Es gibt auf jeden Fall schaltpläne im Netz. Wenn man sehr interessiert ist und auch schon mal einen Amp oder so gelötet hat, könnte ich mir vorstellen, dass man das hinbekommt.
     
  4. KeksBrot

    KeksBrot Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #4
    Das is ja was anderes.... in einem Synth sind ja keine Miniaturisierten Teile drin die man nicht kaufen kann....... oder doch?:eek:
     
  5. dg-keys

    dg-keys Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.06   #5
    Mach es dir doch nicht so schwer...:

    Kauf alle Potis und Schalter- nach Möglichkeit Original wegen der Optik, dann alles an der Doepfer Pocketelectronik (oder auch 2...) angeschlossen, die Midikanäle und Controller zugewiesen, Rechner oder Laptop dran, Moog-Software drauf, Miditastertur von Doepfer, Holzhehäuse drum, ein großes, angepasstes Bild der Bedientafel auf Klebefolie ausgedruckt, damit du auch über jeden Controller stehen hast wofür er da ist und fertig ist dein Moog.

    Das Teil sieht dann original aus und klingt mit einer guten Soundkarte dann auch so. Anstatt einem Laptop kannst du dann auch einen Rack PC kaufen (1HE !), Moog Software in Autostart und den Power Knop schön vintage-mäßig wie das Original rechts mit beleuchteten Schalter (Taster). Dann hast du alles in einem Gerät und liegst dann ungefähr bei 650- 750EUR, wenn überhaupt.

    Nach diesem Schema kann man sich auch u.a. eine B3 nachbauen ;-)

    Gruß

    dg-keys
     
  6. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 10.08.06   #6
    @keksbrot
    Probier einfach mal im Elektronikladen etwa anderes als einen billigen Standardpoti zu bekommen. Und bei der Gelegenheit frag mal nach dem Preis von einem Kleinsignaltransitor z.b. BC107.Die kosten einzeln inzwischen mehr als 100 Stueck in einem integrierten IC. Dein Projekt wuerde sicherlich teurer kommen als ein gebrauchter Prodigy. Es gibt noch ne Firma die guenstig einen kleinen analogen Monophonen Expander baut. Den in ein schoenes Moog Gehause verpacken waere auch ne Idee.
     
  7. michaelausS

    michaelausS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #7
    Ja, das geht. Schaltplan von z.B. Moog Roque findest du beim Moogulator. Congratulation
    Es gibt auch einen DIY-Clone, nennt sich Simplesizer. Kommt so um die 150e für Platine und Bauteile. Löten darfst du selber.
    lg,
    Micha
     
  8. gravitysangel

    gravitysangel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #8
    Z.B. der oder etwas teurer, dafür aber deutlich leistungsfähiger als ein Prodigi der. Du kannst das Ganze hier sogar in vierstimmig polyphon haben.
    Einfach eine günstige Miditastatur dran, schenk dir die Optikfrage (du möchtest das Teil ja vermutlich spielen und nicht nur angucken)und du hast einen sehr günstigen, funktionellen kleinen Monosynth.

    Liebe Grüße

    Thomas
     
  9. mute71

    mute71 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #9
    Na dann mal viel Spaß, hier schonmal der Schaltplan des Prodigy und von wegen nur paar Potis drin! :rolleyes:

    [​IMG]

    Wenn du noch was anderes so "einfach Nachbauen" willst, hier gibts das Material dazu:

    http://dl.analoghell.com/

    [​IMG]

    Gruss Sven
     
  10. KeksBrot

    KeksBrot Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #10
    Dankesehr..... :great:
    Da es uns ja eigentlich ums nachbauen geht und nicht um einen Moog zu haben würde ich sagen:
    Das Projekt steht :D

    mfg Keks
     
  11. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 11.08.06   #11
    H
    @gravityangel
    Danke :-) genau diese Teile meinte ich. Ich koennte wetten, dass hier Moog Schaltungen eingesetzt wurden. (3 Osszis) 24 db/Oct Filter klingt nicht uebel.
    Glaube die Patentrechte vom Moog Filter sind auch abgelaufen.

    @keksbrot
    Hab mir das Schaltbild mal angeschaut. Also machbar waere ein Nachbau fuer jemand mit genuegend Erfahrung und Zeit. Sind alles Standardbauteile.
    Das Schaltbild nuetzt dir allerdings wenig, denn aus diesem musst du erst mal ein Platinenlayout erstellen. Dafuer gibt es Programme, aber selbst fuer die Eingabe solltest du mehrere Wochen veranschlagen.
    Entweder das Platinenlayout im Netz suchen oder vielleicht stellt der Bekannte den Moog zur Verfuegung. Ich wuerde die Platine ausbauen und auf einen Scanner legen. Mittels Bildbearbeitung den Scan in Schwarz weiss Form bringen. Die muss gestochen scharf sein !
    Zusaetzlich die Bestueckungsseite der Platine photographieren.
    Das Layout jetzt auf eine durchsichtige Spezialfolie ausdrucken. Gibts im Elektronikhandel genauso Photoempfindliche Grundplatine und die Chemikalien. Tipp: Am besten 2 mal ausdrucken und Folien exakt uebereinanderkleben.
    Folie auf die Platine legen und belichten. Dazu brauchst du ne UV Lampe.
    Entweder du nimmst das ganze mit ins Sonnenstudio :-) oder versuchst eine Gesichtrsbraeunerlampe aufzutreiben. Das funktioniert einwandfrei.
    Folie runternehmen und Platine aetzen.

    Minimoog auf Lochrasterplatine ? Ware auch ne Moeglichkeit. Im Endeffekt
    aber noch mehr arbeit.

    Nun kommt die besinnliche Zeit des Bohrens. Auch die Arbeit ist nicht zu unterschaetzen. Dafuer brauchst du einen Minidrillbohrer.
    Bei der Bestueckung auf Polung der E-Kondensatoren und Dioden achten.
    Bei den Opas ist ist eine Kerbe oder ein Punkt zur Kennzeichnung angebracht.
    Steht rechts auf dem Schaltplan. Die 78/ 7912 sind erhaeltliche Spannungsregler, aha bipolarer Aufbau. E112 ist ein Feldeffektrransistor.
    Zwei Transistoren scheinen integriert, das koennte Probs geben.
    Genauso der Timer U23. 4007 sind integrierte FET. Die sind erhaeltlich.
    Na dann mal los :-)
     
  12. mute71

    mute71 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #12

    Die Idee hatte ich auch mal, als ich den Schaltplan dann gesehen habe isses mir dann doch etwas vergangen. Wie hier schon erwähnt wurde, sicher auch ne Frage ob man die Transistoren noch bekommt. Sicher gibts da Vergleichstypen mit ähnlichen Werten. Muß man halt viel rumexperimentieren, mehr hat Bob Moog damals ja auch nicht gemacht als er die Geräte entwickelt hat, aber das ist ja sicher auch der Reiz an der ganzen Geschichte. ;) Hab hier im Internet auch mal Leiterplattenlayouts von MOOGs gefunden, muß ich meine Festplatten bei Gelegenheit mal durchsuchen ob ich da was finde, wenn dann Poste ich das hier ins Forum.

    :great:
     
  13. KeksBrot

    KeksBrot Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.06   #13
    Oje,

    also erstmal danke für eure Mühen :great:

    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich zu wenig Ahnung hab...
    naja dann sollte ich es erst recht probieren....:D

    mal sehn was draus wird...


    mfg keks
     
  14. mute71

    mute71 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.06   #14
    Und wie schauts aus mit dem Nachbau? Schon die ersten Schritte unternommen? ;)
     
  15. anonym

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    Erstellt: 21.08.06   #15
  16. Distance

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    Erstellt: 21.08.06   #16
    schau vielleicht mal bei http://www.ucapps.de/
    da gibts auch nen sequencer, wobei ich natürlich nicht sagen kann ob der für deine zwecke der richtige ist... schau einfach mal ;)
     
  17. Miracle Man

    Miracle Man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.10   #17
    also dieses projekt finde ich definitiv sehr fesselnd, wenn meine versuche gitarreneffekte zu löten, nicht so schief gegangen wären, würde ich das wohl auch in angriff nehmen :D:D

    ich hab mal eine frage zur funktionsweise des mini moogs und wollte kein extra threat eröffnen.
    ich habe ein blockdiagramm des mini moog und glaube, es größtenteils schon einigermaßen zu verstehen. mir ist allerdings nicht klar, wie das gemixte signal aus dem mic preamp, den oszilatoren und dem rauschgenerator seinen weg zu den filtern findet. ich dachte die filter und lautstärkekonturer müssten neben dem triggersignal auch ein signal aus dem mixer empfangen.

    anbei das blockdiagramm, vielleicht kann mir ja jemand den weg des triggersignals in einem einfachen fall und den weg des signals aus dem mixer zum vca1 einzeichen. :)

    http://2.bp.blogspot.com/_C2x-J0zgqxs/THz3YqbRRrI/AAAAAAAAACo/946miDRiSBU/s1600/minisynth.JPG

    vielen dank für euere hilfe!
     
  18. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 31.08.10   #18
    Hi,

    Elektrotechnisch kann ich dir da auch nicht weiter helfen, aber dafür konzeptionell.

    In dem angehängten Bild kannst du die wichtigsten Module eines einfachen Synthesizers sehen: es gibt einen Oszillator (Voltage Controlled Oscillator, VCO), der die Grundwellenform mit einer bestimmten Tonhöhe erzeugt, ein Filter (Voltage Controlled Filter, VCF) zur Bearbeitung der Klangfarbe sowie einen Verstärker (Voltage Controlled Amplifier, VCA) zum Festlegen der Lautstärke. Der Signalfluss in dem Diagramm ist von links nach rechts bzw. von unten nach oben.

    Das Keyboard erzeugt eine Steuerspannung (Control Voltage, CV) abhängig von der gedrückten Taste; diese steuert die Tonhöhe des Oszillators. Für die Festlegung der Tondauer ist ebenfalls das Keyboard zuständig, genauer dessen Gate-Signal (V-Trig, Moog benutzt S-Trig, den Unterschied musst du dir von jemand anders erklären lassen, aber das Konzept ist das Gleiche).

    Das Gate-Signal triggert die Hüllkurven (Envelope, Contour): eine typische ADSR-Hüllkurve startet bei Null und durchläuft bei aufsteigender Flanke ("Note On") die Attack- und Decay-Phasen. Dann bleibt sie auf dem Sustain-Level stehen bis zur absteigenden Flanke ("Note Off"), worauf sie die Release-Phase durchläuft und schliesslich wieder bei Null ankommt. Die Verstärker-Hüllkurve ("Loudness Contour") öffnet und schliesst also den Verstärker, wodurch die Tondauer bestimmt wird.

    Die Hüllkurven benötigen also nur ein Gate/Trigger-, aber kein Audio-Signal. An Stelle des VCO kann nun natürlich eine beliebig komplizierte "Black Box" aus mehreren Oszillatoren und einem Mixer treten; wichtig ist nur, dass ein Eingang zur Steuerung der Tonhöhe sowie ein Audio-Ausgang vorhanden sind. Ausserdem können weitere Steuermodule wie LFOs oder zusätzliche Hüllkurven sowie jede Menge zusätzlicher Verbindungen (üblich ist z. B. die Steuerung der Filterfrequenz über die Keyboard-CV ("Key Tracking" des Filters)) hinzugefügt werden.

    Es ist sehr lehrreich, sich mit diesen Konzepten eines modularen Synthesizers zu beschäftigen - dann kann man auch jeden subtraktiven "hard-wired" Synthesizer verstehen.

    Grüsse,
    synthos

    PS: bei spannungsgesteuerten Synthesizern gibt es prinzipiell keinen Unterschied zwischen Audio- und Steuersignalen - beide sind einfach Steuerspannungen, natürlich mit sehr unterschiedlicher Frequenz. Bei einem festverdrahteten Synthesizer sind allerdings die Möglichkeiten zur Audio-Modulation von Parametern eingeschränkt; bei virtuell-analogen ist es sogar eine Frage der Rechenleistung.
     

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  19. Miracle Man

    Miracle Man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.08.10   #19
    danke synthos für die ausführliche erklärung!
    ich bin aber immer noch auf der suche nach einer verbindung zwischen vco und vcf in meinem block-diagramm.
    vielleicht fehlt auf dieser zeichnung ja einfach nur die verbindung?

    ich vermute, da müsste etwas so in art wie der pfeil sein, den ich hier hinzugefügt habe.
    kann mir jemand sagen ob das stimmt?
    [​IMG]

    grüße
     
  20. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 02.09.10   #20
    Im Grunde habt Ihr recht, dass eigentlich nichts besonders dabei sein sollte, einen Moog nachzubauen. Gerade die alten Geräte haben in den meisten Fällen nicht einmal ICs verbaut, die man u.U. heute nicht mehr bekommen würde. Frage mich nur, warum das nicht jeder macht, wenn es so einfach ist?
    Es gab - ich meine anfang der 80er - über die Zeitschrift Elektor, wenn ich mich recht erinenre, ein Projekt, dass sich mit dem Selbstbau eines Modular aufgebauten Synthesizers beschäftigte. Formant hießen die, falls sich noch jemand anders vage erinnert. Die waren bestimmt nicht schlecht und natürlich deutlich billiger als ein MOOG System. Nur warum haben die sich nicht durchgesetzt? Warum will Gott und die Welt immer noch einen MOOG haben? Warum werden die Kisten immer noch so hoch gehandelt?
    Selbst die DYI Kisten von Döpfer, die sicherlich leistungsstärker, günstiger, transportabler, unempfindlicher und von den Ausmaßen deutlich kleiner sind als jedes MOOG System, erfreuen sich zwar in einigen Kreisen einer gewissen Beliebtheit, überzeugen aber dennoch nicht die eingeschworenen Freaks. Auch die vielen VSTs die es gibt, u.a. das MOOG Modular von Arturia, haben Möglichkeiten ohne Ende, sind flexibler als jede Hardware, klingen alle gut, aber doch nicht so gut wie ein "richtiges" System. Es lebt halt nicht.
    Ich habe mich in den letzten Jahren ein wenig mit der Materie beschäftigt und mit vielen Leuten gesprochen und philosophiert: Was jedem Clone abgeht ist die Inspiration.
    Ich für meinen Teile hab diese Erkenntnis mit einem Rhodes gemacht. Ich habe ein Kurzweil PC3 und einen Nord Stage, die ohne Frage hervorragende Rhodes sounds haben. Nachdem ich mein Rhodes von Jens überholt zurückbekommen habe, das erste Mal im Keller aufgebaut, angeschlossen - meine Frau musste mich 4 Stunden später mit Gewalt in Ketten zum Abendbrot nach oben holen. Warum wohl? Gibt's da noch was, was ich vorher nicht wusste oder noch nicht erfahren hatte ... :gruebel:
     
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