Motivationstief....

von Catweazle, 07.06.05.

  1. Catweazle

    Catweazle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #1
    Servus !

    Derzeit mach ich echt ne scheiss Phase durch und wollte mal Fragen wie ihr euch in solchen Fällen helft.

    Also ich nehme Unterricht und mein Gitarrenlehrer ist echt ein Wikinger an der Axt :rolleyes: und auch als Lehrer super.
    Er hat mir am Anfang mit recht einfachen aber wirkungsvollen Übungen über die ersten
    Schwierigkeiten geholfen. Zudem sagt er auch, ich kapiere recht schnell und kann vieles das er mir gelehrt hat, schnell umsetzen (auch wenn ich das anders sehe...aber dazu später mehr...). O-Ton "Markus, bei Dir gehts echt rubbeldikatz von den Augen ins Hirn und von da an in die Finger...." :rolleyes:

    So, nun hab ich am Blues gefallen gefunden. Hab mir selbst die Pentatoniken ausgedruckt und mir selbst verinnerlicht sowie Blues-Shuffel, 12-Bar Blues Schema...etc. Mein Lehrer ist selbst Blueser und findets meine Eigeninitiative Klasse.
    Ergänzend zum Lehrbuch (Blues you can use) und allen Info's ausm Net bekomm ich von ihm noch Aufgaben (wenn auch teils langweilig...) und jammen am Ende der Stunde ist pflicht.
    Ich höre auch viel Blues (SRV, Rory Gallagher, Robben Ford, Muddy Waters...) und versuche Tabs nachzuspielen.

    Aber: In letzter Zeit verlier ich echt die Motivation. Ich habe das Gefühl ich trete auf der Stelle.
    Wenn ich selbst mit Jamtrack ein wenig jamme fühl ich mich echt gut. Mir gefällts. Und wenn ich mir dann auf der Couch bei nem Glas Rotwein ein paar Stücke von SRV anhöre..könnt ich fast heulen. Dann denke ich mein gejamme ist totaler Müll.

    Zum anderen fühle ich letzter Zeit nicht mehr die Freude wie am Anfang als ich die Gitarre in die Hand genommen hab..
    Da ich einerseits nicht weiterkomme habe ich das Gefühl, ich _MUSS_ jetzt was machen, was üben, tabs nachspielen, jammen.
    Hab auch mal die Gitarre im Koffer gelassen für ein paar Tage um mal den Kopf freizubekommen. Hatte dann ein schlechtes Gewissen so nach dem Motto "Jetzt wo du gerade mit Freunden weg bist, könntest auch genausogut daheim üben".

    Meine Freundin sagt dazu, ich sei zu ungeduldig. Ich sollte mir Zeit lassen. Ich würde zu viel auf einmal wollen.
    Ich bin aber sehr anspruchsvoll mir gegenüber und hab nen grossen Ehrgeiz, sei es beim Gitarrespielen, Sport, Beruf....

    Ok, es sei noch gesagt, daß ich derzeit beruflich eingespannt bin....ich finde nur schwer innere Ruhe nach dem Feierabend.

    Kurz gesagt: Ehrgeiz ist da aber ich komme derzeit nich weiter und das lässt die Motivation sinken.....


    Wie helft ihr euch bei sowas ?
     
  2. littlewing

    littlewing Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #2
    deine freundin hat definitiv recht und wenn du sehr ehrgeizig bist, dann lerne doch n paar sachen vom srv auswendig, guck dir seine dvds an und schau ihm auf die finger, diese phase, die du beschreibst, ist ganz normal und kennt wohl fast jeder hier im forum,

    gruss,

    lw.
     
  3. Catweazle

    Catweazle Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #3
    Werds mal versuchen...

    Zum einen isses echt demotivierend wenn man was jammt und sich gut fühlt und dann die SRV CD einlegt und nach ein paar Takten merkt wie kümmerlich das eigene gejamme ist.

    Ok, ich bin jetzt nicht so weit wie zb KlausP hier im Forum. Sein Blues den er neulich mal reingestellt hat....traumhaft :great: :great: :great: Bin aber auch kein Anfänger mehr...

    Andererseits denke ich mir, ich könnte mehr und bin unzufrieden mit dem erreichten, bzw. bilde mir ein ich übe zu wenig (versuche täglich mind 30 Minuten). Ich beiss mich dann auch immer sehr gerne an was fest zb. ne Stelle in einem Lick...da können aus den täglichen 30 Minuten auch mal zwei Stunden (incl. Pause) werden.
     
  4. shaolin

    shaolin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #4
    also ich bin auch öfter demotiviert, allerdings ist es bei mir so,
    dass wenn ich ein Video sehe, oder z.B. G3 höre, dann
    die Motivation wieder ins unermessliche steigt.

    Demotiviert bin ich nur, wenn mir (wie so oft) mal wieder nix einfällt
    was ich spielen könnte...
     
  5. tele

    tele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #5
    ich kenn das ganz gut, dieses gefühl, so völlig festzustecken, dass nichts mehr weitergeht.

    das ganz falsche ist natürlich, sich mit einem gitarremeister zu messen, der beruflich gut 10 stunden am tag gitarre spielt, und das seit jahrzehnten! abgesehen vom üben ist der gute srv auch ein ziemliches ausnahmetalent. da kannst du nur verlieren.

    freu dich doch an den gelungenen jams! denk dran wie du noch vor einem jahr rumgemacht hast. und vielleicht solltest du zwischendurch immer wieder einmal etwas völlig anderes üben. zu stures festhalten an bestimmten übungen kann ganz schön den spass an der sache verderben...
     
  6. PhilipH.

    PhilipH. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #6
    also, bei mir is das so ,ich spiele einen anderen Stil wie du, aber ich denke das lässt sich auf alles übertragen: Ich habe hier einige Videos von Shreddern die ich gut finde (batio, rusty...) ich hab bestimmt schon ca 25 videos. Ez schau ich mir jeden Tag ein oder zwei Videos an. Schon wärend ich mir so ein Video reinzieh kribbelts mich total in den Fingern...ich MUSS jetz einfach spielen, besser werden, schneller usw.... Vlt hab ichs irgendwann mal ANNÄHERND so drauf wie der Kerl da im Video. Bei dir scheint das genau andersherum zu wirken! Versuch mal das von einer anderen Seite zu sehen, nicht "ööhhh ich kann gar nix, so gut wie der werd ich nie" wirst du wahrscheinlich auch nicht:D! ABER was sind deine Ziele? Willst du so gut werden wie SRV? Ja? dann häng dich rein.... Sofort hier und jetz sonst wirft du dir hinterher vor zu viel im Forum rumzusuchen, den diese Zeit solltest du zum üben nutzen!

    Ich hoffe ich konnte dir helfen
     
  7. Omni

    Omni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #7
    dieses Gefühl kenne ich. Bin selbst gerade ein wenig drinnen. Ich hab zur zeit einfach keinen Bock technik-Sachen zu üben, aber zur gleichen zeit will ich technisch besser werden :screwy: :screwy: :screwy:

    naja sone Phasen kommen und gehen, man darf sich blos nicht unterkriegen lassen und aufhören zu spielen :eek:

    einfach weitermachen und in ein paar Monaten (vielleicht auch nur Wochen) bist du wieder auf einem Hoch :great:

    P.S.: So ging es mir bisjetzt
     
  8. DrahtEsel

    DrahtEsel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #8
    Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen.
    Ehrgeiz ist ja schön und gut aber mit der Brechstange geht gar nix.
    Da würde ich ihr zustimmen. In der Ruhe liegt die Kraft ;)

    Sich an den "Großen" zu orientieren ist gut, sich an ihnen messen zu wollen dürfte wohl für viele von uns im Frust enden.

    Zu empfehlen wäre vielleicht auch mal mehr Jazzrock/Fusion orientierte Musik zu hören bzw. etwas in der Richtung versuchen zu spielen. Das kann für die eigene Musik auch sehr inspirierend sein. Man kommt auf andere Ideen. Und da Blues und Jazz ja auch nicht sooo weit auseinanderliegen.... ;)

    Da du auch ein Freund von Bluesrock bist gebe ich die gerne den Tipp weiter den ich hier im Forum bekommen habe, (falls nicht schon bekannt).

    Besorg die mal die DVD "Live at the Beacon Theatre" von den Allman Brothers !!!!
    Aber verspreche mir, danach die Gitarre nicht aus dem Fenster zu werfen :D

    Da bekommste gleich von zwei Gitarristen eins "auf die Fresse" :D
    Derrick Trucks (ca. 23 J.) und Warren H...(?) komm jetzt nicht drauf :o ca. um die 40J.

    Besonders Derrick Trucks mit seinen 23 Lenzen ist ein Paradebeispiel für ein Ausnahmetalent. Der hat schon mit 11 Jahren auf der Bühne gestanden und konnte beeindrucken. Er spielt übrigens völlig ohne Plek, egal ob Bottleneck oder normal.
    Interessant anzusehen wie seine Fingerchen zupfen :) Und es geht wirklich tierisch ab :eek:
    Aber auch Warren H. ist echt genial und die beiden liefern sich teilweise heiße Duelle.

    Dieser Post soll motivierend wirken - auch wenn's teilweise nicht so aussieht :D ;)
     
  9. white_coffin

    white_coffin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #9
    wir können uns gegenseitig die hand geben...du bist nicht der einzige der momentan in einem tief steckt.

    ich spiel normalerweise täglich mind. 2-3 stunden. mehr ist leider nicht drin, wegen arbeit, freundin etc. ihr wisst es ja selber. das kotzt mich schon leicht an, weil ich auch unter der woche gerne meine 5 stunden runterziehen würde, wie an samstagen und sonntagen. im moment komm ich also auf ca. 20-25 std. (inkl. band) wöchentlich. es dreht sich eigentlich alles um die gitarre :) selbst in der arbeit bekomm ich den schädel nicht frei.

    wenn du dann so viel zeit in anführungszeichen investierst und trotzdem (wie bei mir momentan) ziemlich wenig auf anhieb hinhaut, dann ist das schon zum verrückt werden. an solchen tagen würd ich die gitarre am liebsten aus dem fenster werfen.

    aber solche phasen hat man eben als musiker, das muss ich euch ja nicht erzählen. hab beschlossen für 2 tage die gitte im koffer zu lassen und zum wochenende hin will ich wieder angreifen.

    mach dich also nicht fertig...du siehst jeder hat seine kleinen sorgen mit geilsten instrument der welt. wielang du schon spielst oder welche musik du spielst ist dabei völlig gleichgültig ;)
     
  10. Catweazle

    Catweazle Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #10
    Ich danke euch schonmal !

    @white_coffin:

    Jo, so gehts mir. Wenn was nach einer gewissen Zeit nicht klappt (je nach Schwierigkeitsgrad) könnt ich meine Axt auch aus dem Fenster werfen.

    @Nanuck:

    So gut wie SRV werd ich nicht, weil wie schon gesagt: Ausnahmetalent.
    Hm, wie soll ich sagen. Ich wäre gerne so gut, daß ich die Solos und Licks die in meinem Kopf rumschwirren, gerne aufs Griffbrett bringen könnte. Aber meine Finger und meine Erfahrung machen da nicht mit.
    Ich denk, ich üb vielleicht zu viel, bzw. ich sollte mal meinen Ehrgeiz zügeln. Meine Freundin meinte vorhin auch, sie sollte am Besten mal den Exorzisten anrufen.....:rolleyes::rolleyes::twisted::twisted::rolleyes::rolleyes:

    Aber sie hat mir auch ein schönes Kompliment gemacht, meine kleine Hexe. Sie hat vorhin mal ein wenig Blues im Wohnzimmer gehört und kam dann eben zu mir ins Hobbyzimmer und setze sich auf meinen Schoss und meinte (sie hört normalerweise keinen Blues):

    "Hm....dieser SRV..is ja net schlecht...aber der verspielt sich ja nie und regt sich dann nicht so süss auf wie Du :)"

    Und dann gabs noch ne Einladung für heute Abend. Das ich mal meinen Kopf frei bekomm....

    Isse nicht süss....


    Bin dann mal wech

    Danke euch

    Catweazle
     
  11. msoada

    msoada Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.06.05   #11
    Ich kann dir nur einen Tipp geben, ich kenn das mit dem" och nö- komm- shcon-gitarre-du-wilst-es-doc-auch-gefühl", dann kann ich dir nur empfehlen mal was ganz anderes zu spiele.
    Ich sppiele eigentlich Privat nur Metal und in der Band Rock und Punk, ich miend as sind schon ein paar eggensätze,d ann hat ich die Zeit wo mich beides ankotzte, da hab ich als Metalhead meine klampfe geschnappt und sie mit blues vergewoltätigt und ihc fand gefallen an diesem für mich total neuem Stil.

    Also wennd u Blues spielst versuch es doch mal mit Metal, einfach ein paar stum,pfe aber geile riffs, dann wirst du wieder die Lust finden.

    Fang man an mit:
    System of a down
    Rammstein
    Hammerfall
    etc.


    irgednwann lernst du dann den blues wiede rzu lieben
    I promise
     
  12. DaveN

    DaveN Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #12
    Ne Super Motivation ( also für mich ) ist die G3 bzw. andere Videos mit starken Speilern.. Dabei denk ich mir dann; "Na Komm, du bist dreizehn und spielst schon 4-5 Jahre, die packst du noch ;)"
    Ist zwar nicht ernst gemeint, aber da alle Gitarristen die ich bewundere sicher mindestens doppelt so alt sind wie ich, kann ich mich von dem auch nicht demotivieren lassen..

    In dem Sinne, besorg dir mal die G3-DVD..

    mfgNoob
     
  13. VullePulle

    VullePulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #13
    Ich schätze, wenn man nicht gerade mit der Klampfe seine Brötchen verdienen muss, sondern aus Freude an der Musik und als Hobby spielt, dann sollte man es locker angehen lassen. Man kann halt nicht, wenn man im richtigen Berufsleben steht, nebenbei noch 12 Stunden am Tag Gitarre üben. Aber man kann sich schon bei der Arbeit auf eine Runde "The four horsemen" am Abend freuen...
    Ich habe damals als Schüler recht viel Gitarre gespielt, habe es während meines Studiums aus den Augen verloren und habe jetzt, im Berufsleben stehend, wieder angefangen zu spielen. Nun, ich bin nicht gerade ein Überflieger auf der Klampfe, aber was soll es? Es macht Spass und es ist ein tolles Hobby. Meine Brötchen werde ich mit der Musik nie verdienen - dann müsste ich verhungern, aber wenn ich einen stressigen Arbeitstag habe, weiss ich, dass am Abend schon Hammet & Co auf einen kleinen Privat-jam auf mich warten - ist doch beruhigend, oder nicht?

    Also, immer locker bleiben und wenn Dich die Klampfe mal ankotzt, dann lass sie mal ein paar Tage im Koffer, danach geht es wieder besser .... :great:
     
  14. Shapeshifter

    Shapeshifter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.05   #14
    Hmm du solltest einfach nicht erwarten, dass du jemals so gut spielen kannst, wie diese Profimusiker. Allerdings haben doch genau solche Leute dir die Motivation gegeben überhaupt anzufangen...! Sie solche Leute doch als Vorbilder, nicht als Konkurrenten.

    mfg
    Shape
     
  15. R4g3

    R4g3 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.05   #15
    Scheisse, exakt genau wie hier beschrieben so ein Motivationstief hab ich im Moment auch.
    Ich erkäre mir das aber auch damit, dass Musikmachen einfach viel, ich wage zu behaupten 99-100% auch von der psychischen Verfassung abhängt.
    Vor 4 Tagen, da war ich schon leicht angekotzt wegen Fahrad im Arsch, den Asis auf unserer Schule bla bla bla und wollte ich Bombenhagel von Sodom spielen, eigentlich recht simpel, aber es hat einfach nich hingehauen. Naja, dann gestern Mathe Arbeit voll daneben gehauen (will die Note garnich wissen). Als ich dann wieder Gitarre spielen wollte wars total fürn Arsch. Auf einmal gefiehl mir mein Gitarrensound auch überhaupt ich mehr und ich hätt den Amp am liebsten in die Tonne getreten. Meine zu dem Zeitpunkt schon richtig schlechte Laune hat sich dann irgendwie auch auf meinen Körper übertragen: nach bloß ner halben Stunde, in der ich versucht hab irgendwas hinzukriegen tat mir das Handgelenk von der Greifhand auch noch total weh.......ätzend.....Naja, und Heute: Französisch 5 zurückbekommen. Damit ist bei mir die seit Jahren traditionelle "Wir machen uns alle mal kräftig Sorgen und Stress wegen der Versetzung und denken an nichts anderes mehr" Phase eingeläutet. Naja, wenigstens bin ich so klug und nehm die Gitarre heute gar nicht erst in die Hand; würde eh nichts klappen. :rolleyes:

    Mein Tipp: Kopf von Gitarre freikriegen und erst mal 2-5 Tage (muss man selbst gucken wies einem dann geht) stehenlassen und sich seine Lieblingsmusik anhören. Und wenn dich so anspruchsvolle Sachen noch mehr runterziehen, dann hör dir halt was schönes ,melodisches, und nich so schweres an, wie zum Beispiel "All along the Watchtover" von hendrix oder so....

    Und vergiss nie, dass das Tief irgendwann MIT SICHERHEIT wieder weg ist und es wieder Bergauf geht...das glaub ich übrigens auch in meinem Fall, also kein übertriebenes Mitleid bitte :)

    Ach ja: "Komm schon du willst es doch auch Gitarre" trifft dieses Gefühl, was man während des Spielens in nem Motivationstif hat, genau. Echt geil!
     
  16. raptorkiller

    raptorkiller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #16
    dieses demotivierende gefühl kennen wohl die meisten, sogar die besonders talentierten.
    ich habe erst mit 49 mit bluesgitarre angefangen. mein talent ist leider viel geringer, als der wunsch, einigermaßen vernünftig spielen zu können. obwohl es nur ein hobby sein soll, setzte ich mich allerdings selbst sehr unter druck, und verzweifel oft an meinem nicht-talent. trotzdem greife ich dann immer wieder (täglich) zur gitarre. es kann schon einmal sehr helfen, wenn man einige wochen bewußt nicht jammt, sondern stur fingerübungen macht, oder sich skalen reinzieht. diese technikübungen können oft wunder bewirken, bei der meisterung irgendwelcher schweren licks.

    hat einer die gleichen erfahrungen gemacht?

    grüße

    rk
     
  17. slugs

    slugs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #17

    UAAAH,

    wenn ich mir Sachen vom Satriani anhöre, dann ist das für mich keine Motivation. Bei besonders geilen Liedern suche ich nach richtig guten Tabs (die es fast nie gibt, also ist meistens selbst raushören angesagt, oder die Hilfe meines Gitarrenlehrers, der ein absoluter Satch-Fan ist und weiß was Sache ist) und versuch das dann nachzuspielen. Das klappt auch ab und an ganz gut, und dann freu ich mich, ABER, verdammt, dann ärgere ich mich wieder, weil ich mir denk, ich wäre niemals auf so etwas gekommen, es gibt auch einfachere Sachen von ihm und selbst die klingen geil, nachspielen kann ichs, aber von alleine draufkommen? Nö ...
    Und das zieht mich dann runter.
     
  18. James-R.

    James-R. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.06   #18
    Als ich mir letzt ne Dream Theater DVD reingezogen hab war ich so dermaßen fertig, weil das war einerseits Spieltechnik so unendlich weit über meinem Niveau und gleichzeitig auch noch kompositorisch sonst ist es meistens nur einer der beiden Punkte (naja, sehr subjektiv). Also die nächsten 3 h ging erstmal gar nix aber dann nach einiger Zeit war ich hyper motiviert weil ich das einfach können wollte (die paar stunden hab ich wohl gebraucht um zu verdrängen das die Wahrscheinlichkeit jemals so gut zu sein extem gering ist ist:p )
     
  19. Mori

    Mori Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.06   #19
    Diese ganzen Tiefs und Gedankengänge kenn ich auch...
    Mittlerweile bin ich zufrieden mit dem was ich kann (weil ich endlich die Musik spielen kann die ich auch mag - wohl dem, der weder Shred noch Jazz spielen will xD)
    Aber dafür klappt grundsätzlich in dem Moment gar nix mehr, in dem ich die Gitarre nehm und mir denke "so, jetzt versuchst dich mal am Songwriting" - bumm, totales tief und Frustration x___X
     
  20. angiemerkel

    angiemerkel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.06   #20
    Als Tipp: Pause machen, mindestens eine Woche ohne Saitenberührung. Und einmal im Monat das Übersolo von $GOTTHEIT, das man immer schon spielen wollte, spielen und aufnehmen. Nach ein paar Monaten dann, falls der Deprimode zuschlägt, die alten recordings anhören und sich auf die Schulter klopfen, wie viel besser man geworden ist.
     
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