"Musikalisches Dilemma"

von davefriends04, 25.03.05.

  1. davefriends04

    davefriends04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #1
    Hey

    Kennt ihr das?

    Ich spiel liebend gerne Klavier/Keyboard, aber ich möchte auch sehr gerne Gitarre spielen.
    Bei Gitarre reicht mir vorerst Schlaggitarre, aber ich möchte natürlich in beidem so gut werden wie möglich. Das Problem ist, wenn ich mich auf beide Instrumente konzentriere, habe ich das Gefühl, selbst wenn ich einigermaßen gut werde, dass ich die Möglichkeit verpasse, auf einem Instrument richtig gut zu werden und mich durch die Spezialisierung besser darauf konzentrieren kann, was mich besonders beim Klavier stört (zumal auch, weil ich wünschte, dass ich schon viel früher Unterricht gehabt hätte). Besonders blöd ist das dann natürlich, wenn man auch nicht viel Zeit hat, zu musizieren.

    Kennt ihr das? Wie handhabt ihr das?
     
  2. RaphaelSchwarz

    RaphaelSchwarz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #2
    Bei mir war's eigentlich genauso: Ich habe mit Keyboards angefangen (ok,ok, "elektronische Heimorgel" :)), bevor mich der Gitarrenvirus erwischt hat. Ich empfand das "sowohl-als-auch" aber immer als angenehm. Es hat sich eigentlich nie das Gefühl eingestellt, sich zwischen Gitarre und Keyboard entscheiden zu müssen. Im Gegenteil: Einen Fortschritt auf dem einen Instrument wollte ich eigentlich auch immer auf das jeweils andere übertragen. Zum Thema "gut werden": Ich habe festgestellt, dass ich mich eigentlich effektiv nur durch das Spielen in Bands weiterentwickelt habe. Alles Üben zuhause ist gut, schön, bis zu einem gewissen Grad auch wichtig. Aber ich für meinen Teil hatte meine "Aha"-Erlebnisse allesamt durch das Zusammenspiel mit anderen Leuten. Das liegt wohl auch daran, dass ich kein "Extrem-Über" à la z.B. Vai bin.
    Z.Z. spiele ich meiner Band beide Instrumente und möchte das eigentlich auch nicht mehr missen. Es macht einfach tierisch Spaß, nach "Owner of a lonely heart" die Klampfe hinzustellen, und danach mit einem gepflegten Hammond-Sound eine Funk-Rock-Version von "Light my fire" zu zocken.

    Die Frage ist natürlich, was du unter "richtig gut werden" verstehst. Wenn du eine Karriere als professioneller Musiker anstrebst, ist die Konzentration auf ein Instrument wohl sinnvoller (hängt auch ein bißchen davon ab, wie alt du bist, und auf welchem Level du bereits Klavier/Keyboard spielst). Wenn du - wie ich - damit zufrieden bist, die Musik als zeit- und kostenintensives Hobby zu betreiben, spricht nichts dagegen, dich intensiver auch mit Gitarre zu beschäftigen. Nebenbei bemerkt: Du wirst sehr schnell merken, ob du dabeibleiben wirst oder nicht. Normalerweise packt es einen schnell und nachhaltig. Oder gar nicht. :D
     
  3. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.03.05   #3
    8 stunden tägl gitarre üben
    7 stunden tägl keyboard üben
    bleiben noch dicke 9 stunden für schlaf... das ist mehr als genug :)
     
  4. iron_net

    iron_net Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #4
    Mir geht es ähnlich, ich spiele Klavier und Gitarre...als ich anfing, Gitarre zu spielen, dachte ich, das Klavier würde total auf der Strecke bleiben aber im Grunde übe ich seitdem nicht weniger Klavier bzw. ich habe mir mehr Disziplin beim Üben angewöhnt, wodurch es effizienter geworden ist.
     
  5. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #5
    Eigentlich ergänzt sich das Können vom einen für das andere Instrument irgendwann in Hinsicht auf die Musikalität. Schlecht ist es nie Ahnung von anderen Instrumenten zu haben um auf sie, z.B. in einer Band besser eingehen zu können.

    Schlechte Erfahrungen habe ich mal gemacht, als ich in einer Combo als Percussionistin eingestellt war und dann bei einigen Stücken Gitarre spielen sollte. Ich hatte so dickgeklopfte Finger, dass ich mir beim Greifen wie gelähmt vorkam. Das würde ich nicht mehr machen. Entweder - oder.

    Ich kenne eine klassische Gitarristin, die ihre Klavierkünste einstellte, weil die rechte Hand wegen der langen Nägel immer auf den Tasten klackerten. Es passt eben nicht immer alles gut zusammen.

    Ein guter Sprinter ist auch nicht gerade der beste Kugelstoßer, um es mal noch extrem zu formulieren. Ich würde mir ein Hauptinstrument beibehalten, für das ich die meiste Zeit aufwende. Alles andere ist just for fun.
     
  6. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #6
    Ja, das kenn ich sehr gut. Ich bin Gitarrist und möchte schon seit einiger Zeit sehr gern Bass lernen, kann aber vermutlich nicht die Zeit aufwenden, um beides so intensiv zu betreiben, wie mir das gefallen würde. Andererseits spiele ich auch (schon länger) Trompete, wäre dann also mein drittes Instrument. (Na gut, ich kann ein bisschen am Keyboard klimpern und hab mal Blues Harp gespielt, aber "so richtig" halt.)

    Ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich's tun oder lassen soll, vor allem ist ja auch immer das Problem dass man einen Haufen Geld in Equipment stecken müsste, das man dann unter Umständen eh nicht ausnutzen kann. Schwierige Sache, das.
     
  7. Panda

    Panda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #7
    hmmm ich frag mich wie ihr das macht ich bin froh wenn ich 1 -5 stunden den tag für klavier hab und würd mich gar net trauen nebenher nen anderes instrument zu spielen... weils ja selbst bei dem einen immer sachen zum lernen gibt ...
     
  8. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #8
    Da ich mittlerweile aus der Phase raus bin,Instrumente als
    Sportgeräte zu sehen ( :p ),habe ich das Problem nicht (mehr).
    Ich spiele sowieso fast nur für Aufnahmen oder halt aus Spaß. :cool:
     
  9. Heike

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    Erstellt: 26.03.05   #9
    Ich kenne so etliche Musiker, die einen Spieltrieb (bad pun) haben, auf allem möglichen und unmöglichen zu Erweiterung des Horizonts herumzuklimpern.

    Es schadet auch z.B. einem Pianisten nicht, sich mit Percussionsinstrumenten auseinanderzusetzen, denn sein Klavier ist eben auch eines. Oder umgekehrt eben die berüchtigte Frage nach dem Harmonieinstrument.

    Extremer den Horizont erweitern kann man natürlich mit Instrumenten, die zu anderen Musikkulturen gehören. Etwa kenne ich etliche, die Saz (türkische Langhalslaute), Ud (arabische Kurzhalslaute), Sitar o.dgl. zumindest elementar gelernt haben. Ob man es dann soweit treibt wie etwa Roman Bunka, daß man als klassischer arabischer Musiker absolut ernstzunehmen ist, ist eben eine Frage der mittel- bis langfristigen Entwicklung, die man so nicht absehen kann.
     
  10. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.05   #10
    Solange man kein Jurist ist, ist "gefährliches Halbwissen" in vielen Richtungen nix schlechtes. Ich selbst spiele als Hauptinstrument Bass, dann Akugitarre und liebend gerne Schlagzeug, was mein musikalisches Anfangsinstrument war. Und weil ich kein professioneller Musiker, sondern jemand mit Spaß am herumklimpern bin, habe ich damit gute Laune durch Abwechslung. Es geht ja um nichts.
     
  11. Thiel

    Thiel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.05   #11
    #2

    Das seh ich genauso wie BSB, es sei denn natürlich man will ein Profi werden und ein absoluter Spezialist auf seinem Gebiet sein...ich spiel auch ab und zu Schlagzeug wenn mein Drummer mal grad weg ist und da ich das nur bedingt kann (also, die Chance zum spielen) wird mein Bassspiel dadurch eigentlich nicht negativ beeinflusst.
     
  12. fever1

    fever1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.05   #12
    Bei mir wars so::D

    Habe mit dem Keyboard angefangen (wovon ich jetz mitlerweile
    2 rumstehen hab), spiele aber jetzt Schlagzeug, weil
    ich kein bock mehr hatte.
    Bis dahin ists ja in Ordnung,
    ABER: Ich würde gerne Gittare spielen,
    wobei ich nebenbei noch Ocarina spiele...:confused:
    Is das normal????

    (Bei dem gewusel ^ komm ja selbst ich nicht mit.):screwy: :screwy:
     
  13. -Avalanche-

    -Avalanche- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.03.05   #13
    1. Ist doch gut, wenn du Interesse an vielem hast.

    2. Glückwunsch zu der Evolution zum Guten hin :D (Keyboarder -> Schlagzeuger)