Musiker - ein unehrlicher Beruf

von Nachodka, 06.07.06.

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  1. Nachodka

    Nachodka Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.06   #1
  2. xander

    xander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.06   #2
    naja, ist doch klar. Musiker dienten im Mittelalter doch nur zur Belustigung und Unterhaltung. Die haben für die ganzen Grafen und Lords und Könige gespielt, eben zu deren Unterhaltung, damit die nicht gelangweilt sind.
     
  3. Dave1978

    Dave1978 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.06   #3
    Wenn Musik zum Beruf wird ist es meist ja auch eine unehrliche Angelegenheit. Die Absicherung des Lebensunterhaltes durch die Musik lässt sich schlecht mit irgendeinem kreativen, selbstverwirklichenden oder künstlerischen Anspruch vereinen.
     
  4. metalpete

    metalpete Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.06   #4
    die frage nach der prostitution der bierfiedler..........
    da muss man sich selber wohl die fragen stellen, ob man neben der "nicht-authentischen" musik als job auch noch ehrlich-"authentische" machen kann und ob man lieber 8h am tag was nicht-musikalisches macht und nebenbei "ehrliche" musik oder ob man lieber die meiste zeit des tages musikalische "jobs" (aber immerhin musik) macht und mit dem rest der zeit (so vorhanden) die eigene musik............... - die wirtschaftliche lage / die situation des arbeitsmarktes jetzt einfach mal grob vernachlässigt...................
     
  5. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.07.06   #5
    Solange sie noch selbst spielen, haben sie meine Hochachtung. Die ganze Nacht spielen und saufen ist für sich alleine schon Kunst und ehrliche harte Arbeit. ;)

    Aber viele lassen sich die Musik von Profis im Studio einspielen, inklusive Chöre und singen dann selbst nur noch die Hauptstimmen dazu und das nenne ich eigentlich Betrug. :(
     
  6. m~Daniel

    m~Daniel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.06   #6
    ich nenns immer pop

    ^^
     
  7. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 08.07.06   #7
    Ist es auch Betrug, wenn sie nie behauptet haben, dass alles von ihnen stammt? Sind James LaBrie (Dream Theater) und Tarja Turunen (Ex-Nightwish) betrügerische Popsänger, weil sie Texte und Musik, die sie singen, nicht selbst geschrieben haben?
     
  8. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 08.07.06   #8
    Leo Slezak war schon ein sehr bekannter sänger, als er an der MET gastierte. Er wurde zu einem privaten auftritt eingeladen, durch den dienstboteneingang eingeschleust, in den musiksalon bugsiert, wo er seine liedl'n schmettern durfte, in der küche abgefüttert, wo er auch einen briefumschlag mit dem honorar (das wort passt nicht, hat nämlich etwas mit ehre zu tun) fand, und ab gings durch die hintertür. Na ja, Caruso war es ähnlich gegangen.
    Erinnert an das Levée im "Rosenkavalier", und das basiert auf einem kupferstich von Hogarth, und wenn ich mich recht erinnere, ist diese einstellung nicht völlig verschwunden, das gegenteil, die überschätzung, gibt es freilich auch.
     
  9. AlcoholicA

    AlcoholicA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.06   #9
    Wieso sind Müller und Nachtwächter unehrliche Berufe?
     
  10. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 08.07.06   #10
    Hmm, vielleicht weil der Nachtwächter oft ein Unglücksbote war und immer nachts rumstreift. Beim Müller kann ich mir das leider nicht erklären.
     
  11. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 08.07.06   #11
    eher wohl, weil der erste nix vernünftiges gelernt hat ... und wer weiss, was der müller draußen in seiner mühle so trieb ... :screwy: :D.
    hat eher was mit dem ansehen zu tun, d.h. allgem. waren m. w. handwerker, die in zünften organisiert recht angesehen (hatten also was gelernt s.o.und eine gewisse macht durch organisiertheit): brauer, bäcker, baumeister, maler, (gold-)schmiede, bildschnitzer aber auch wundärzte, apotheker und die "logistiker" fuhrleute, schiffer, div. kaufleute (ohne anspruch auf vollständigkeit).
     
  12. Der Konrad

    Der Konrad Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.06   #12
    Ach Siegfried Zynzek ist auch wieder da. :rolleyes: :D
     
  13. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 09.07.06   #13
    :confused: wo?
     
  14. Der Konrad

    Der Konrad Registrierter Benutzer

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  15. Brigde

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    Erstellt: 09.07.06   #15
    Grundsätzlich hat die Sache mit den unehrlichen Berufen was mit dem (vorallem) frühneuzeitlichen System des Ehrbegriffes zu tun. Das Ganze hat also nichts mit unserer heutigen Bedeutung von unehrlich zu tun, wo ja eher eine moralische Wertung miteinfließt.

    Die "Unehrlichkeit" des Nachtwächters hat folgenen Hintergrund:

    Oftmals begleiteten die Scharfrichter/ Henker auch das Amt des Türmers, sprich Turmwächters/ Nachtwächters. Da die Scharfrichter als unehrlich galten (aufgrund des Umgangs mit toten Körpern) war natürlich auch der Nachtwächter von der Unehrlichkeit betroffen.
    Darüberhinaus gibt noch einen Grund für die Unehrlichkeit des Nachtwächters: Die Türme der Wächter waren-zumindest kann man das für das Spätmittelalter sagen-Treffpunkte für Prostituierte und ihre Kunden.
     
  16. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 09.07.06   #16
    Der Begriff "unehrlich" wird im Wikipediaartikel erklärt. Frage mich immer noch warum der Beruf Müller als unehrlich galt.
     
  17. Brigde

    Brigde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.07.06   #17
    Beim Müller spielte die Abgeschiedenheit des Arbeitsplatzes eine Rolle, gleiches galt für Schäfer und Zöllner.
     
  18. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.07.06   #18
    Keine Ahnung, ich bezog mich nur auf die "Bierfiedler" und verstehe darunter die meist bei Zeltfesten und ähnlichen Veranstaltungen auftretenden angeblichen Musikanten.
     
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