Musiktheorie - Wichtig?

von roryjunkie, 07.05.07.

  1. roryjunkie

    roryjunkie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.07   #1
    Hallo an alle!

    Wie zu erwarten lieben die meisten hier Musik und machen sie häufig auch selbst,...
    Ich persönlich spiele Schlagzeug, allerdings erst seit 2 Jahren, vorher habe ich ungefähr 3-4 Jahre Gitarre gespielt, allerdings hatte ich einen miserablen Lehrer. Eben dies gilt für meinen Musiklehrer in der Schule.

    Das hat zur Folge,dass ich in Sachen Musiktheorie nicht sehr gewandt bin, was mich einerseits sehr ärgert, andererseits denke ich, dass man auch ohne viel Theorie gute Musik machen kann (vor allem wenn man Schlagzeug spielt ;)).

    Mich würde es sehr interessieren wie ihr dazu steht, findet ihr es wichtig als Musiker die Theorie zu beherrschen oder seit ihr anderer Meinung?
    Würde mich über Antworten freuen :)

    Liebe Grüße...

    "Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten" ~ Gustav Mahler ~
     
  2. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.07   #2
    Was ist Musiktheorie? Im Endeffekt ist es nur eine Sammlung vom Gesetzmäßigkeiten. Man hat versucht herauszufinden, welche Klänge und Klangkombinationen welchen Effekt beim Hörer auslösen.

    Wenn man dies hört, braucht man keine Theorie, genauso wie man auch schöne Bilder malen kann, ohne je etwas von der Farblehre gehört zu haben. Man braucht vielleicht ein wenig länger dafür, trotzdem die richtige Farbe herauszufinden, aber vielleicht hat man dadurch eine Farbkombination gefunden, die man, wenn man sich streng an die Farbenlehre gehalten hätte, so nicht herausgefunden hätte.


    Ich denke, Musiktherorie hat auf jeden Fall ihre Berechtigung. Eine Musikstile kommen nicht ohne aus, denn sie sind harmonisch zu komplex um dort mit purem Gefühl zu komponieren. Niemand schreibt eine Sinphonie, wenn er keinen Schimmer von Musiktheorie hat.
    Im Rock/Pop Bereich kann man mithilfe der Musiktheorie schneller Songs schreiben, aber nicht unbedingt besser, würde ich mal behaupten.

    Ich selber behersche die Musiktheorie zumindest grundlegend, aber ich versuche sie beim Songschreiben möglichst auszublenden. Sie ist gut, um schnell ein Solo zu improvisieren, sie kann einen aber auch auf altbekannten Pfaden festhalten.
    Das ist jedenfalls mein Eindruck, andere werden das wahrscheinlich anders sehen.
     
  3. iLLumination

    iLLumination Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.07   #3
    sehe das auch so. sagen wir mal wenn du ein musikalisches genie bist, hilft dir die theorie nur schneller deine ideen auf blatt zu bringen. naja wenn du nciht so ein genie bist, sollte sie dir schon allgemein weiterhlefen, auch was die ideen angeht
     
  4. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 08.05.07   #4
    Ich denke um mit anderen Musikern zusamenzuarbeiten ist Theorie auch hilfreich.
     
  5. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.05.07   #5
    als schlagzeuger sollte man vielleicht den rhytmus von noten ablesen können und die taktarten auch theoretisch verstehen. das würde eine kommunikation enorm erleichtern. am besten ist es wenn du anfängst dich damit zu beschäftigen. dann wirst du sehen ob es dir zu lu langweilig ist (dann lass es) oder ob du wirklich intresse daran findest (umso besser)...
    :great:
     
  6. roryjunkie

    roryjunkie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.07   #6
    Also ich denke das kann ich dann doch noch! :)
    Bei sowas wie Intervallen hört es bei mir dann aber schon auf, habs mir zwar schon öfters angeschaut und versteh es im Grunde auch, ist aber doch nicht so mein Ding. Und da Intervalle nicht das schwerste an der Theorie sind...:D

    Liebe Grüße...
     
  7. jam-jam

    jam-jam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.07   #7
    ICh finde, man muss schauen ob man ohne zurecht kommt oder eben nicht.Es gibt LEute, dei können alles nur aus dem Gefühl und andere müssen vorher die Theorie gepaukt haben. Man sollte nur sehen, dass man einen Grundstock hat, dass man sich auch mit Musikern verständigen kann, die halt keine "nurgefühlmusiker" sind.
    Wenn man ein Defizit bei sich sieht, sollte man es sich dann auch selber eingestehen und was dagegen tun(kommt auch vor)
     
  8. Little_Raven

    Little_Raven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #8
    Ich denke es ist in der Tat für die Kommunikation unter Musikern unabdingbar.
    Wobei mich es wirklich nur stört, wenn die Gitarristen, oder andere selbst ernannte Gefühlsmusiker, sich dieser Kommunikation wiedersetzen wollen.

    Gerade bei dieser Spezies stelle ich recht häufig fest, dass sie weder in der Lage sind ihr gespieltes zu Papier zu bringen, als "nach Gefühl" etwas mit der Rhythmusgruppe mitzuspielen.

    Solange dieser Widerspruch nicht da ist, und es mit dem Songwriting der gesamten Band funktioniert, sehe ich keine Probleme.
     
  9. Puncher

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    Erstellt: 11.05.07   #9
    Theorie kann sehr wichtig sein, oder auch nicht :)

    Ich kenne z.B. eine erfolgreiche, professionelle Sängerin (u.a. Gewinnerin des Deutschen Rockpreis, Teilnahme am Grand Prix d'Eurovision, ...), die nach eigener Aussage auch nach vielen Erklärungsversuchen den Quintenzirkel nicht versteht. Singen kann sie natürlich hervorragend; die ganzen praktischen Aspekte kann sie zu Genüge (also auch Harmonie-Stimmen überlegen, ...), nur halt aus der Praxis und nicht aus der Theorie her erklären.