Myanmar (Birma/Burma) und die vernetzte Welt

von kosh, 27.09.07.

  1. kosh

    kosh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.07   #1
    Hab mich ja gewundert, dass hier noch kein Thread über die aktuellen Vorgänge in dem asiatischen Militärstaat aufgetaucht ist.
    Mehrere Fragen bewegen mich dazu jetzt seit einiger Zeit:

    Im Gegensatz zu der blutigen Niederschlagung friedlicher Proteste Ende der 80er, sieht sich die Regierung Myanmars der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit ausgeliefert. Live Zeugenberichte, Korrespondenten, und das weltweite Netz, liefern die heute völlig normale Medienoffensive.
    Kurz, jeder mit Genug Zeit und Geld auf dieser Welt kann sich in kürzester Zeit informieren und sich eine mehr oder minder fundierte Meinung über solche Vorgänge bilden.
    Inwieweit ist also die globale Informationsgesellschaft mitverantwortlich für die "moderatere" herangehensweise der Regierung Myanmars und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für global agierende Gremien wie dem Sicherheitsrat?

    Dazu hab ich eben in einem anderen Thread einen Satz von Adorno gelesen:
    "Die gesellschaftliche Totalität führt kein Eigenleben oberhalb des von ihr Zusammengefassten, aus dem sie selbst besteht."

    Ist dieser Satz überhaupt haltbar, wenn man z.B. das Internet als Möglichkeit sieht, seine Gesellschaft von eben "oberhalb ihres des von ihr Zusammengefassten" zu betrachten?

    Letztendlich, inwieweit ist das gesteigerte Informationsgewebe der Welt eurer Meinung nach jetzt und in Zukunft erheblich für Konflikte internationaler Größe?

    Polemisch gefragt: Braucht das www einen Sitz im Sicherheitsrat?
     
  2. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.07   #2

    Hm, hat sich wohl jetzt was mit "moderat". Sofern ich meinem Ticker trauen kann, droht das Militär gerade mit massiven Maßnahmen gegen Demonstrante. Eventuell erübrigt sich die Fragestellung
    ja dann :(.
     
  3. desgraca

    desgraca Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.07   #3
    ich glaube ehrlich gesagt, dass der Einfluss des nahen großen Nachbarlands hier mindestens genauso groß war wie der internationaler Medien,,,,

    und nochmal pessimistisch gesprochen,,,,die Berichte von Polizeiübergriffen auf Klöster inklusive der Gefangennahme dort aufgefundener Mönche (welche ja entsprechend zum Zeitpunkt der Festnahme an keinem Verstoß gegen eine Ausgangssperre beteiligt waren...) ...lassen mich glauben, dass im Lichte der neuen Öffentlichkeit das System kein bisschen weniger gewalttätig, sondern schlicht cleverer geworden ist.

    Die Lektion, dass vor laufender Kamera getötete friedliche Demonstranten nicht mehr zeitgemäß sind, hat ja schon andernorts lediglich zu der "Verbesserung" geführt, dass man lernte, Systemgegner möglichst schnell in geschlossene Räume zu bringen, damit die Leichen nicht mehr am Straßenrand rumliegen müssen.....

    In diesem speziellen Fall empfinde ich, soweit ich das zu beurteilen in der Lage bin, den Einfluss der medialen Aufmerksamkeit dennoch als positiv,,,,,das ist jedoch meiner Meinung nach selten so klar der Fall..
    So erschien mir die nordkoreanische Regierung bezüglich ihrer Atomprogramme geradezu öffentlichkeitsgeil,,,,

    auch hier sehe ich zwei Seiten,,,ich finde es enorm wichtig, Informationen von verschiedenen beteiligten Seiten zu erhalten, und hier lässt sich das Internet nicht mehr wegdenken,,,,jedoch merke ich auch immer wieder, wie wichtig es ist, diese Informationen für sich selbst wieder ins richtige Licht zu rücken, eine Aufgabe, die andere Medien mehr oder minder schlecht für mich "übernehmen". Denn sonst komme ich schnell zu dem Schluss, dass die wichtigste Information über China sei, dass dort das Internet zensiert wird :screwy:

    Unabhängig davon bewundere ich, wie Menschen in Myanmar von stummen Opfern zu wichtigen Zeugen werden, indem sie Kameras und Handys auf Bilder halten, die sonst nie an den Enden der Welt ankommen würden, wo man vielleicht in der Lage ist, Druck auf die Regierung des Landes auszuüben....
    ...auch wenn ich nicht aufhören kann mich zu wundern, dass Myanmar tatsächlich zu DEM Topthema auf CNN geworden ist,,,
     
  4. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.09.07   #4
    Soweit ich das eben mitbekommen habe, hat die Militärdiktatur dort das Internet abgestellt, bzw. die Leitung gekappt, um Berichte in die Welt zu verhindern. :mad:


    Topo :cool:
     
  5. Furios

    Furios Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #5
    Hoch leben Sateliten ... es wird immernoch genug Meldungen geben

    nunja das schlimme ist eigentlich, das der Militärdiktatur der rest der Welt mal derbst am A**** vorbei geht und China mal wieder keinen Finger krümmt...
     
  6. Wiesengrund

    Wiesengrund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #6
    es sollte hier zwar eigentlich um die Demonstrationen in Birma gehen, aber wenn du Adornos Satz darauf beziehen willst mag ich da kurz einhaken. das Internet steht keinesfalls oberhalb der einzelmomente der Gesellschaft, sondern steht ebenso in der totalität. Hier tauchen zwar neue Tendenzen, Vermittlungen, etc.pp. auf. Aber es bleibt in der Totalität befangen.

    Das internet ist ein medium das wie jedes andere die gesellschaft reflektieren kann und das schneller als andere medien. Als solches medium fällt dem internet ein kritisches potential zu, welches aber weder genutzt werden muss, noch "oberhalb" der gesellschaft steht. es sind ja doch die vergesellschafteten (sozialisierten und in der gesellschaft stehenden) menschen die diesen verlängerten Schreibarm nutzen...
     
  7. kosh

    kosh Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #7
    Danke für die Erläuterung Wiesengrund. :great:
    Leider zeigt das kappen der Internetleitungen schon erste Wirkungen in der reduzierten Berichterstattung. Ist nur zu hoffen das trotzdem ein öffentliches Interesse bestehen bleibt und Ibrahim Gambari etwas erreicht.
     
  8. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #8
    Der Ansatz eschließt sich mir nicht ganz.

    Der UN-Sicherheitsrat steht doch ohnehin unter ständiger, kritischer Medienbeobachtung.
    Das Internet ermöglicht doch, nur die Berichterstattung aus Ländern, in denen die Medienlandschaft in ihren Rechten eben nicht so frei ist, wie wir das hier kennen.

    Oder meinst du, dass nur durch soetwas 'westliche' Gremien darauf aufmerksam werden, denn auch das glaube ich ganz und gar nicht!

    Erklärung?
     
  9. 0 db

    0 db Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #9
    Was soll den dieser Adorno Kram hier. "Oberhalb von allem gibt es kein oben mehr......:screwy:
    Hey Leute - bitte geht ins Politik Forum oder woanders hin - aber doch bitte nicht hier! :evil:

    Zum Thema: durch die Wechselwirkung unserer Wirtschaft mit der Wirtschaft in China, ist eine Intervention in Burma der "härtern Art" nicht möglich.
    Solange China der größte Schurkenstaat der Welt ist und es nicht geächtet ist, mit so einem Staat oder den Firmen dort Geschäfte zu machen und solange China die Staatsmörder in Burma schützt, solange wird schnell wenig passieren. Es werden weiter Menschen sterben.

    Wir werden weiter billige Waren aus China kaufen (die im übrigen i.d.R. unter katastophalen Umweltbedingungen produziert werden) und sind IMO alle ein ganz kleinwenig mit schuld (ich auch) an den Toten in Burma.
     
  10. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 30.09.07   #10
    nun ja . . . . . . . . im Prinzip ist da schon irgendwie was Wahres dran . . . . . . aber . . . . . wer jetzt glaubt, dass in asiatischen Staaten unter den Fittichen der USA die Sonne der Freiheit und Rechtsstaatlichkeit leuchtet, der soll zB mal die Philippinen besuchen...

    So ziemlich alle asiatischen Staaten sind völlig korrupt und die USA nutzen und stützen diesen Zustand nicht weniger widerlich als andere.

    Ich wehre mich ein bisschen gegen die glorreiche Argumentation: "Wenn Myanmar ein demokratisch gewähltes Parlarment hätte, dann ..." In den Philippinen kann jeder Provinzbürgermeister Leute ermorden lassen wenn er das Grundstück oder die Tochter eines Anderen begehrt... So etwas berichtet hier natürlich keine Sau, weil die Philippinen ja ein demokratisches Land nach westlichem Muster sind und es sich viel schöner über die pöhsen Chinesen aufregen lässt.
     
  11. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #11
    Vollkommen richtig, 0 db, jeder der mit China handelt und von dortiger Politik & Ausbeutung profitiert ist mitschuldig. Es ist schon paradox das eine deutsche Kanzlerin mit Wirtschaftsbossen nach China fliegt, sich dort um den "Umweltschutz" bemüht, sich bezüglich der Menschrechte zurückhält um den Eklat zu vermeiden, wieder weiterfliegt und zu hause plötzlich mit den Menschenrechten in Tibet anfängt was für entsprechende Gegenreaktionen sorgt. Die interessieren nur wenn es nicht direkt um's Geschäft geht, Wanderarbeiter und deren Gesundheit und Lebensbedingungen interessieren sowieso nicht. Gäbe es bei uns nur Fair gehandelte Waren/Rohstoffe die ohne Menschenrechtsmissachtung hergestellt worden sind, wäre vieles sehr teuer.

    Das Regime in Burma macht's doch wie alle anderen auch, überall wo Krieg ist, wird inzwischen zensiert, in Afghanistan, im Irak, in Afrika sowieso. Es gibt dummerweise nur noch wenige Journalisten die auf dem Selbstmordtrip sind um unabhängig, verdeckt, unter Lebensgefahr zu berichten, auch in Deutschland ist dank der finanziellen Not der Presse dieser Bereich arg zurechtgestutzt worden.

    Internet? China zensiert, in Burma legt man es einfach still und in Europa will man Terrorseiten sperren, bzw. haben es auch schon Geschäftsleute geschafft ausländische Seiten von Deutschland aus unzugänglich zu machen. Die Frage bei letzterem ist nicht der primäre Sinn, eher wie wird das weitergehen, wenn man einmal damit anfängt, 'unliebsames' zu sperren, kann es schnell auch als "nützlich" erkannt werden um schnell zu zensieren was einem gerade nicht in den Kram passt. Eine bedenkliche Entwicklung.

    Die Demokratie als Allheilmittel? Sie ist Mittel zum Zweck, sicherlich, sie täuscht vor das alles mit Rechten Dingen zugeht, ermöglicht weltweit wirtschaftliche "Chancengleichheit", aber in wie weit Demokratien die vom Westen indoktriniert oder eher: inszeniert wurden, wirklich einen Sinn ergeben ist fraglich. Im Irak/Afghanistan regiert die Korruption, im Kongo wurde ein Schlächter und Diktator per Demokratie legitimiert, der wirklich einen Vorteil hat: Er dealt gerne mit Europäern, hat mit Sicherheit noch immer jene Einsatzgruppen die mit vorgehaltener Waffe Leute dazu zwingen für ihn körperlich schwer zu arbeiten. Interessant ist Südamerika, da hat die Demokratie eine merkwürdige, für den Westen eher unverständliche Wende genommen.
     
  12. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 01.10.07   #12
    Auch mit "unrechtsstaaten" lassen sich gute geschäfte machen, daran musste ich gestern denken, als nach dem film "Die frau vom checkpoint -- " die diskussion darüber lief. Völlig vergessen wurde dabei, wie vorteilhaft das ost-west-gefälle für den versandhandel, die bayrische fleischindustrie und viele andere war, die ihre beziehungen sofort einstellten, als sie nach der wende reale preise zahlen sollten.
    Johannes erwähnte die Philippinen, da wird sehr vorteilhaft produziert: u.a. frauen eingesperrt in fabriken und bis aufs äußerste ausgebeutet, die floskel "wir geben ihnen ja arbeit und brot", kennen wir ja auch.
    Und was nützen internationale deklarationen über menschenrechte, wenn sie den zusatz haben (ohne den würden viele staaten nicht unterzeichnen) "im falle der gefährdung der inneren sicherheit auszusetzen!" Damit begründete die DDR- justiz, wenn sie wegen verleumdung verurteilte, wer sich darauf berief.
    In den USA trugen die gesetze zur abschaffung der rassendiskriminierung die fußnote "with all deliberate speed".
    Es ist noch viel zu tun in der großen, weiten welt, in unserer kleinen auch, und neben furchtbaren diktatoren gab/gibt es auch furchtbare demokraten !
     
  13. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.07   #13
    "furchtbare demokraten" geniales Konstrukt, Günter, werde ich mir merken :D
    Hat zwar mit Burma nicht viel zu tun aber auf Phoenix zeigte man heute eine Dokumentation zur Thematik warum die Europäer sich die Welt in Folge der Kolonisation untertan machen konnten, das geschmackloseste erwähnten sie dabei nicht: Die damaligen Regeln und die Vormacht gelten bis heute, auch wenn man sie heute demokratisch hübsch verpackt, zumindest wenn man sie auf den Wohlstand bezieht, einige Ölstaaten in Nahost einmal ausgeklammert.
    Interessant ist aber in der Tat wie es weitergehen wird mit dem Internet, ob dieser spezielle Weg die Menschen näher zu bringen und vor allem Unterdrückte aufzuklären, dank Zensur und Machtspielereien wie auch Terrorängsten von Diktaturen wie auch Demokratien im Eigennutz zerstückelt wird.
     
  14. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 01.10.07   #14
    Ob das internet menschen einander näherbringt und aufklärt, ist sehr zweifelhaft. Wer nötig hätte, aufgeklärt zu werden, wird dem tunlichst aus dem wege gehen und sich zu amüsieren suchen. Und die anonymität ist schutz und hindernis zugleich: wer sich mit einem panzer umgibt, kann schwerlich jemanden umarmen.
    Welche möglichkeiten lägen im fernsehen, und wie ist die realität? König Midas hatte sich gewünscht, alles, was er berühre, möge zu gold werden, die folgen sind bekannt. Warum jede errungenschaft über kurz oder lang zu müll wird, weil die mehrheit das angeblich so will, ist ein anderes kapitel. Kunst und wissenschaft sind vielleicht nicht so arg demokratisch, auf der spitze einer pyramide ist wenig platz, aber die basis ist breit.
     
  15. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.05.08   #15

    Da die aktuellen Vorgänge andere sind, aber das gleiche Land betreffen, mache ich hier mal weiter.

    Die Bilder zeigen das Land vor dem Sturm und nach dem Sturm....................
    http://www.stern.de/politik/panorama/:Myanmar-Leichen-Stra%DFen/619544.html
     

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  16. Johannes Hofmann

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    Erstellt: 09.05.08   #16
    Kaum zu glauben:

    Burmas Junta beschlagnahmt Hilfsgüter

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,552458,00.html
     
  17. sickranium

    sickranium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.08   #17
    Soll ich deiner Entrüstung jetzt entnehmen, dass du allen Ernstes der Meinung bist, andere Länder wie zB die USA hätten die Berichterstattung aus zB dem Irak NICHT zensiert? :eek:

    grühs
    Sick
     
  18. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 10.05.08   #18
    Bezüglich der Katastrophe mal ein Zerrbild der dt. Medien: Heute meldet ein namhafter Nachrichtensender "Cholera ausgebrochen", Durchfallerkrankungen bei Kindern und ausbruch der Malaria (welch ein Wunder...), ein befragter Reporter sagt daraufhin "er habe Ratten gesehen die an Leichen fraßen, das sei ein klares Indiz für den Ausbruch der Pest".

    Was soll das? Zum einen hatten wir während des 1.Weltkrieges auch keine Pest, zum anderen sagte vor kurzem ein Mediziner nach dem Seebeben einmal ein Tick mehr Wahrheit: Von verwesenden Leichen geht gar keine Seuchengefahr aus.
    Soll das Spenden für pharmazeutischen Unsinn, jenseits von Antibiotika, rechtfertigen?
     
  19. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.08   #19
    Die unterschiedlichen Namensbezeichnungen „Myanmar, Birma, Burma“ bergen schon genug „Sprengstoff“ in sich! Schaut einfach einmal danach, wenn es Euch danach ist:

    Mein Anliegen ist die aktuelle Situation nach der „Zyklon-Katastrophe“ und da habe ich im „Netz“ was zur Korruption gefunden. Es betrifft konkret die Burma* Hilfe, wie die Hilfsgüter dem Empfänger der Geschädigten „Landestypisch“ besser erreichen können. In den Medien kommt zu kurz, dass die Kommunikationswege durch Stromausfall zerstört sind. Burma ist nicht das Land der Handys und Internetzugänge, die gekappt werden können, weil sie nicht überschwänglich vorhanden sind. Ich habe im nachfolgenden Link ein Interview mit Stephan Jansen, Gruppenleiter der Welthungerhilfe für Südostasien gefunden, was den „lockeren“ Umgang mit Korruption verdeutlichtlichen soll:

    „Aber natürlich berichten auch unsere Mitarbeiter, dass die Regierung gern Geschenke und Hilfsgüter annimmt und diese über ihre Kanäle verteilt. Ohne Böses unterstellen zu wollen, sagen die meisten Hilfsorganisationen und auch wir natürlich: Darauf wollen wir uns nicht einlassen. Wir wollen gewährleisten, dass die Sachen dort ankommen, wo sie hinsollen.“

    http://www.zeit.de/online/2008/19/interview-welthungerhilfe

    Burma*: Ich wähle diesen Namen zur Abgrenzung gegenüber der Militärjunta, deren Erfindung dieser Name ist!
     
  20. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Registrierter Benutzer

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