Nationalsozialistische Erziehung...

von -Imperator-, 25.02.08.

  1. -Imperator-

    -Imperator- Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #1
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,537646,00.html
    Man sehe sich auch das Bild an. Ich möchte es hier nicht abbilden, da dies als öffentliche Zuschaustellung gewertet werden könnte. Bin mir nicht sicher, darum lasse ich es.

    Nun, da stellt sich die Frage wie so etwas möglich sein kann. Haben wir es hier mit einer schwerweigenden Gesetzeslücke zu tun ?
    Wie kann es sein, dass man in Deutschland ungehindert und ungestraft seine Kinder nach nationalsozialistischer Façon erziehen kann ?
    Sollten Eltern, deren Kinder durch falsche Erziehung Gefahr laufen, Neonazis zu werden, die Erziehungsberechtigung entzogen werden ?
    Denn wenn die Indizien schon derart dicht gesäht sind, wie in diesem Falle, so scheint mir diese Möglichkeit als der einzige Ausweg.
    Es kann nicht angehen, dass Wiederbetätigung öffentlich verboten ist, aber im Rahmen der Erziehung nicht geahndet wird.

    Was denkt ihr darüber ?

    :confused:
     
  2. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #2
    Man fasst es halt unter die Freiheit des einzelnen, die eignen Kinder so zu erziehen wie man es für richtig hält.

    Wie viele Kinder werden von früh auf religiös indoktriniert? Sicher nicht wenig, um nicht zu sagen ein Großteil.


    Ich selber hab keine richtige Meinung dazu. Ich bin zwar dafür, dass Kinder möglichst frei von Idealismus und Wertindoktrination aufwachsen sollten, aber das ist nicht umzusetzen. Wenn man sagt, dass Kinder nicht die politische Gesinnung ihrer Eltern mitbekommen dürfen, dann müsste man fast alle Eltern die Erziehungsberechtigung entziehen. Was bliebe? Erziehung an Staatsschulen, derren idiologische Ausrichtung wiederum von Einzelpersonen abhängt - nur mit dem Nachteil dass es gleichgeschaltet wäre, abgesehen von der Tatsache dass eine Erziehung auserhalb des Elternhauses nicht so das Gelbe vom Ei ist.


    Also bleibt einem nichts andere übrig als so etwas zu aktzeptieren und versuchen, den Kindern mittels Schule so viel Bildung zu verpassen, dass sie selber ihren Kopf soweit benutzen so einen Käse nicht mitzumachen.
     
  3. Jonderik

    Jonderik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #3
    Ich finde es beschissen und kann nicht verstehen warum dass Jugendamt da nicht eingreifen kann. In diesem Fall können sie sich nämlich nicht wieder rausreden unter dem Motto: Wir hatten keine Anhaltspunkte für eine gefährdung des Kindes. Natürlich glaube ich nicht dass das Kind körperlich irgendeiner Gefahr ausgesetzt ist, jedoch kann es doch nicht sein dass eine Mutter es dulded wenn die eigene Tochter Hakenkreuze, SS Ruhnen, Zyklon B Schriftzüge usw. an ihre Zimmertapete malt.
    Hab den Beitrag bei Spiegel TV gestern gesehen und konnte eigentlich nur den Kopf schütteln.
    Am meisten verwunderte mich dass das Jugendamt nicht wirklich eingreifen kann obwohl es Bilder von der Wohnung der Frau gibt in dem die eigene Tochter mit anderen ,,Menschen´´ auf einer Couch sitzt hinter der eine große Hakenkreuzfahne hengt.
    Warscheinlich wird dass wieder irgendeine gesetzliche Grauzone von unser Grundgesetzt bzw. Jugendschutzgesetz sein.
    Der eine Vorstand vom Jugendamt meinte ja: Sie wollen sich mit der Mutter in Verbindung setzen. Naja ehrlich gesagt weis ich nicht ob das was bringen soll.

    Greetz
    Jonderik
     
  4. -Imperator-

    -Imperator- Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #4
    Schon, aber es gibt in Deutschland auch kein Gesetz, das irgendeine bestimmte Religion verbietet. Wenn man ein Gesetz wie das Wiederbetätigungsgesetz verabschiedet, dann sollte man es auch strikt durchziehen, und zwar auf allen Ebenen. Hier darf es keine Schlupflöcher geben, erst recht nicht in der Erziehung seitens der Eltern.

    Das ist mir schon klar, aber wenn man die Wahl zwischen Nationalsozialismus und außerelterlicher Erziehung hat, ist für mich der Fall mehr als klar.

    Wie weit ist es bis zum ersten Mal Geschichtsunterricht ?
    Bis dorthin hat sich die elterliche nationalsozialistische Erziehung längst ins Gedächtnis eines Kindes eingebrannt. Egal was es später mal hören wird, es wird nie wieder vergessen, was ihm seine Eltern beigebracht haben. Der Lernefekt bzw. die Art, wie ein Kind geprägt wird, ist gerade in den ersten Lebensjahren am gewichtigsten.

    PS: Das ist auch der Grund, wieso es nichts bringen wird, sich "mit der Mutter in Verbindung zu setzen". Diese Frau ist vermutlich an einem Punkt jenseits aller Belehrung angelangt.
     
  5. Jonderik

    Jonderik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #5
    Genau so seh ich dass auch.

    So wie Verfassungsschützer Horst Eger sagte: ,, Ich finde die zustände schrecklich da dass Kind gar keine Chance hat zu einer Demokratin zu werden´´.

    Wie soll dass Kind mal anderes denken wenn es sein ganzes Leben diese Scheiße ein getrichtert bekommt???
     
  6. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #6
    Grundlegend falsche Erziehung.. wenn ich Kinder hätte würden die schon ordentlich Schelte bekommen, wenn die auf die Idee kämen die Wand anzumalen!

    Leider gibt es wirklich kein Gesetz das das verbieten würde... Ich würde es hier auf die unmoralische Tour versuchen, und der Mutterirgendwas anhängen, um ihr das Kind wegzunehmen, auch wenn das absolut nicht astrein wäre...

    Geschichtsunterricht im Kindergarten ist ja nicht machbar, um dem entgegenzuwirken...
     
  7. klabautermann

    klabautermann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #7
    Mit einer Krise, hervorgerufen durch die Erkenntnis, dass alles woran man geglaubt hat falsch ist, verbunden mit einem tiefen Hass auf die Mutter? Und wenn es die Supernanny nicht richtet, gibt es immer noch Matthias Adrian. Zumindest hoffe ich das ja fürs Kind.:(
     
  8. Jonderik

    Jonderik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #8
    Ich denke mal dass das ziemlich schwer ist weil das Kind ja wie gesagt nichts anderes kennt.
     
  9. klabautermann

    klabautermann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #9
    Das stand im Spiegelartikel ja auch ähnlich drinn, aber in diesem Fall heiligt wohl der Zweck die Mittel. Zückon B.


    Das hängt einzig vom zukünftigen Umfeld des Kindes ab. Es geht ja vermutlich schon in die Schule, von daher wird es irgendwann auch mit mit Geschichte konfrontiert werden. Die Frage ist nur, ob diese Konfrontation einen selbstständig denkenden Menschen aus ihr macht oder ihren anerzogenen Glauben an die jüdische Weltverschwörung nur bestärkt.
     
  10. Jonderik

    Jonderik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #10
    Dass glaube ich eher, da sie ja von der Mutter warscheinlich irgendwas von Judenlüge und dem ganzen Quatsch erzählt bekommt. Und somit dann erstrecht glaubt dass die Kriegsschuld lüge und dieser ganze Quatsch stimmt.
    Ich denke die Mutter wird schon für die Zukunft schauen dass ihre Tochter davon nicht abkommt, und ihr noch einige Märchen erzählen wird.
     
  11. Mogadischu

    Mogadischu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #11
    Ich könnte jetzt hier fast meinen Arsch darauf verwetten, dass aus diesem Mädchen ein ganz normaler Erwachsener Mensch wird. Mensch, die Kleine hat doch noch gar keine Ahnung, was für einen Mist sie da an die Wand pinselt. Sie wird sich wahrscheinlich noch nicht mal für die Hintergründe interessieren, sind halt die gleichen Bildchen, die Mutti an der Stubenwand hängen hat. Ganz ehrlich: Habt ihr alle die politische Meinung eurer Eltern unreflektiert übernommen? Ich glaube/hoffe nicht. Mit zunehmendem Alter und Intelligenz wird sie schon merken, dass das alles Murks ist. Und falls die Intelligenz ausbleibt, passt sie immerhin schön ins Nazi-Klischee!

    Ich seh das Kind jedenfalls noch nicht in den Brunnen gefallen. Und Aussagen wie "Keine Chance, Demokrat zu werden" sind polemischer Unfug!
     
  12. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #12
    wenn man es nicht schafft, dem mädel zu erklären was an nationalsozialismus nicht gut sein soll ohne die elterlichen rechte einzuschrenken kann man auch nicht fordern, dass die eltern sie nicht nationalsozialistisch erziehen.
     
  13. Jonderik

    Jonderik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #13
    Ich habe ehrlich gesagt keine wirklich Ahnung was meine Eltern spieziell für eine politische Meinung haben. Aber ich wurde so erzogen Menschen nach dem Charakter zubeurteilen und nicht nach der Rasse, Religion usw. was in diesem Fall aber HÖCHSTWARSCHEINLICH passiert.
     
  14. Jonderik

    Jonderik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #14
    Glaubst du wirklich dass das Kind in diesem Umfeld in dem es Lebt die Chance hat demokratisches Denken zu entwickeln:screwy:
     
  15. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #15
    Und wen interessiert das?
    Eltern können ihren Kindern erzählen was sie wollen, steht irgendwo in den Grundrechten drin, zumindest so, dass irgendein findiger Jurist es reininterpretieren kann. Da können sich noch so viele Personen des öffentlichen Lebens öffentlich drüber echauffieren, solange die Gutste ihr Kind nicht misshandelt kann ihr niemand was.
    Was ich übrigens auch für gut halte. Meine Eltern haben mir auch erzählt, es gäbe den Weihnachtsmann, hätte ich ihnen weggenommen werden sollen, weil sie mir Lügen erzählt haben? Eine Erziehung nach kollektiven Maßstäben ist kein Kennzeichen eines demokratischen Staates.
     
  16. Kiview

    Kiview Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #16
    Bei den inkompetenten Geschichtslehrern die ich Zeit meiner Schullaufbahn hatte, glaub ich das kaum.
    Leute aus diesen Kreisen haben da ein schön breit gefächertes Wissen an Scheinargumenten und Halbwahrheit, um den ordinären Geschichtslehrer ordentlich ins Schwitzen zu bringen.
     
  17. Quir

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    Erstellt: 26.02.08   #17
    Yes.

    Sehe ich genauso. Überhaupt ärgert mich hier wieder die undifferenzierte Verwendung solch schwertragender Phrasen wie "... nie eine echte Chance hat, zu einer Demokratin zu werden". Was diese Mutter macht, ist ihr gutes Recht in einem demokratischen Staat und solange es keinen Paragraphen gegen Unvernunft oder puren Mangel an Intelligenz gibt, muss es auch absolut legitim sein, sein Kind so zu erziehen, wie man es als Mutter oder Vater für richtig hält.

    Was meint ihr, wie viele Kinder ihre berufliche Zukunft bereits jetzt verbaut haben, weil ihren Eltern ihre Schulbildung einfach vollkommen egal ist? Wie viele Kinder niemals eine Toleranz gegenüber Homosexuellen entwickeln werden, weil sie die antiquierten Wertvorstellungen von ihren Eltern übernehmen? Wie viele Kinder niemals eine vernünftige Weltanschauung erlangen werden, weil ihnen von ihren Eltern der Glaube an Gott/Götter/Engel indoktriniert wird? Wie viele Kinder ihr Leben lang an Konzentrationsstörungen leiden werden, weil sie von ihren Eltern zu wichtigen Entwicklungsphasen ihres Bewusstseins schlicht vernachlässigt wurden? Wie viele Kinder eine um Jahre kürzere Lebenserwartung haben werden, weil ihre Eltern einfach keinen Wert auf gesunde Ernährung legen? Wie viele Kinder ab dem 14. Lebensjahr im Hause ihre Eltern rauchen dürfen, eben weil diese es eben ebenso tun?

    Man darf die Problematik nicht aus dem falschen Blickwinkel sehen: Es gibt - gerade in einer Demokratie - keine gesetzliche Verpflichtung zu Vernunft!
     
  18. topo

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    Erstellt: 26.02.08   #18
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    Topo :cool:
     
  19. Xytras

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    Erstellt: 26.02.08   #19
    Ich bin in der Sache etwas hin- und hergerissen.
    Einerseits bin ich ein Mensch, der seine Freiheiten liebt und geniesst und moeglichst wenig darin eingeschraenkt werden moechte. Andererseits beruhen solche Freiheiten eben immer auch auf der Toleranz der Mitmenschen. Wenn in deutschland eine Mehrheit der Menschen es abstossend faende, die Haare lang zu tragen, dann haette ich z.B. bei Job- und Wohnungssuchen sicher andere Karten, als ich sie in unserer relativ freien und freizuegigen Gesellschaft heutzutage habe. Wenn viele Menschen so erzogen werden, wie dieses Kind, dann haben (sichtbar) auslaendische Mitbuerger in absehbarer Zeit aehnliche Schwierigkeiten. Das kann eigentlich keiner von uns wollen (die ewig-gestrigen bornierten nazi-deppen mal ausgenommen - aber ich hoffe doch, dass die hier nicht vertreten sind).
    Ich glaube, dass dieses Kind zeit seines Lebens einen schweren Stand haben wird - es wird vieles nicht verstehen, es wird (wenn es Weltanschauungen wie die der Mutter an den Tag legt) in der Schule garantiert nicht fuer voll genommen und (vermutlich) auch keinen grossen Freundeskreis haben (wobei das optimistisch gedacht ist - wir hatten in unserer Klasse auch einen Bomberjackentraeger mit "deutschland den deutschen" auf den heften und der hatte zu meinem Entsetzen ziemlich viele Freunde, die zwar anders gedacht haben, seine Anschauungen aber ignoriert haben). Ausserdem wird es in der gesamten Schullaufbahn auf Gutmenschen treffen, die versuchen werden, ihm seine "Ueberzeugung" "auszureden" (was nicht weit fuehren wird, schliesslich sucht man sich respekts-personen, deren meinung man akzeptiert, schaetzt und reflektiert immernoch - auch als kind - selber aus).
    All das wird entweder dazu fuehren, dass das Kind sich von den Ideologischen eintrichterungen der Mutter abwendet und einen radikalen Wandel in die entgegengesetzte Richtung vornimmt - oder aber, dazu, dass sich die Wahnvorstellungen der Mutter immer tiefer einfressen und es nur noch radikaler wird.
    So oder so, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Kind mit einer solchen Erziehung vom Staat oder der Schule "umgepolt" werden kann - und ich kann mir leider auch nicht vorstellen, dass es irgendwann einmal ein demokratisches Bewusstsein entwickelt und zu einem weltoffenen buerger wird. Traurig - aber wenn man ehrlich ist, dann gibt es doch einige, die das nicht geschafft haben - und so wie wir mit den kahlen parolen bruellenden vollidioten umgehen muessen, muessen wir (als Gesellschaft) auch mit diesem Kind (und spaeter mit dem voraussichtlich komplett verkorksten Erwachsenen, der sich daraus entwickelt) umgehen. Veraendern oder verhindern koennen wir beide leider nicht.
    Toleranz gegenueber oeffentlichem Zeigen solcher Symbole oder sogar oeffentlicher anti-demokratischer Meinungsaeusserung und ebensolchem Handeln duerfen wir als Wehrhafte Demokratie trotzdem niemals zeigen!
    Meine Meinung ;)
     
  20. UncleReaper

    UncleReaper Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #20
    Ein Kind wird nicht Zeit seines Lebens von der Erziehung der Eltern beeinflusst.
    Auffassungen und Meinungen können sich ändern und die ewig gestrigen sind
    m.M.n. auch diejenigen, welche immerwieder neue, solch geartete Themen
    suchen um sich darüber künstlich aufzuregen.

    Man muss die Erziehung anderer nicht gutheißen/akzeptieren, aber wenn man anfangen
    würde, sowas zu verbieten, dann kann man die Kinder nach ihrer Geburt direkt in staatliche
    (aber später natürlich auch privat finanzierte) Erziehungsanstalten stecken und die Eltern auf
    Erziehungsseminare schicken. Wenn man sich nicht vorab qualifiziert und Kinder zeugt,
    dann gibt es auch noch Geldstrafen. Na, wie wäre das ?

    Was das zeigen "solcher Symbole" angeht, da kann man sich drüber streiten.
    Ich empfand es schon immer als unnötig, Runen zu verbieten, die eben nicht
    durch das dritte Reich entstanden sind, sondern auf "der Kultur/der Religion"
    unserer bzw. der Vergangenheit dieses Landes (unter anderem) aufbauen.

    Man könnte ebensogut das Kreuz aufgrund der Kreuzzüge verbieten.

    Wie Quir passend gesagt hat..
    Es gibt - gerade in einer Demokratie - keine gesetzliche Verpflichtung zu Vernunft!

    Und das ist auch gut so.
    Diese Freiheit, das Recht auf Unvernunft möchte ich mir nicht nehmen
    lassen, da Vernunft ohnehin immer unterschiedlich definiert wird.