Netzfrequenz/Transformator/ Mesa Rectifier

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steveS
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Tach allerseits,

ich habe, wie bereits in einem vorherigen Topic erwähnt, einen Mesa Rectifier, den ich ans deutsche Netz anschließen möchte.
Nun hab ich mich bei den technischen Werken erkundigt. Man sagte mir, dass die Netzfrequenz in Deutschland (EU weit) 50Hz betrage, das von mir angesprochene amerikanische Gerät allerdings auf 60Hz ausgelegt sei, und so möglicherweise Schaden nehmen könnte.

Hat denn jemand von euch die genauen technischen Specs vom Rectifier? Das Handbuch selbst gibt nichts her über powersupply etc.
Ein Frequenzwandler wäre da sicherlich eine große, schwer zu realisierende Sache... Mmh, aber wie bekommen die das Gerät dann an den deutschen Markt? Die werden wohl kaum ein Netzteil mit integriertem Frequenzwandler entworfen haben, sondern eher auf 50/60Hz ausgelegt haben.

Gruß,

Stephan
 
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In den USA läuft das ganze auch bei 110V

Es gibt transformatoren, die du einfach davor schalten kannst.

von 230 auf 110V
Ich denke mal, dass elektrofachmärkte oder baumärkte sowas im Sortiment haben
 
Ja, das schon, aber die verändern ja die Netzfrequenz nicht.. Auf der Rückseite des rectifier steht 120V AC 60Hz, der Ausgang des Trafos aber hat wahrscheinlich 50Hz...
 
Ist das ein export Modell oder rein Amerikanischen?
In den Schaltplänen des Rectos kann man nähmlich sehn das die Export version unterschiedliche Anzapfungen für die Eingangspannung hat, du müsstest vollgich also nur umlöten.
So ein Traffo 220->110V wäre aber grad für leistungen größer 100W sehr groß und schwer.
wenn ich mich nicht teuche dürfte die Frequenz dabei aber eigentlich nicht so eine große Rolle spielen, ausser das der Wirkungsgrad des Trafos runtergeht, davon weiß ich aber nicht genug.
 
Bei nem US-Recto kann man den Trafo leider nicht umlöten, der hat keine Abgriffe für europäische Spannung :(
Ich kann Dir nur von nem externen Trafo abraten, da wie Du schon geschrieben hast, zwar die Spannung angepasst wird, der Amp jedoch nur mit 50 anstatt mit 60 Hz betrieben wird. Das hat zur Folge, dass der Amp mit ca. 20% weniger Leistung läuft.
Ich hatte mir auch letztes Jahr nen Bogner importiert und mir dann einen passenden Netztrafo für 230V/50Hz anfertigen lassen. Läuft 1A !!!
Inklusive Einbau hab ich 150€ gezahlt für den neuen Trafo.

Hier kannst Du passende trafos bekommen:

http://www.tubeampdoctor.de/ (recht teuer aber gut)
http://www.shinrock.de (hier hab ich meinen wickeln lassen)


es gibt noch weitere Firmen, jedoch fallen mir die spontan nich ein.

achso: auch wenn der Trafo bei shinrock nicht auf der Homepage steht, so kann er den trotzdem wickeln. Er hat die meisten Datenblätter vorliegen. In meinem Fall hatte er keines, da hab ich ihm einfach meinen ami-trafo geschickt und er hat den durchgemessen und mir nen passenden EU-Trafo gewickelt. Das kostet keinen Aufpreis.
 
also eigentlich dürfte es keine probleme geben denn bei unserem netzt könnenwa auch nicht immer davon ausgehen dass wir ne 50hz frequenz haben...die schwankt schon so von 40-60 hz und irgendwie passiert nix!
 
steveS schrieb:
Ja, das schon, aber die verändern ja die Netzfrequenz nicht.. Auf der Rückseite des rectifier steht 120V AC 60Hz, der Ausgang des Trafos aber hat wahrscheinlich 50Hz...

Das kann aber nich sein!! denn die Frequenz, die du reinsteckst kriegste auch wieder raus!! Deshalb musse da ein bisschen rumrechnen und dann einen passenden Trafo auswählen!!

Is auf jeden Fall die Sache eines Fachmanns!! Wäre ja auch schade um den Recto, wenn da was schief gehen würde!

@Death!!

Geh aber lieber mal davon aus, dass es mal so garnich schwankt!! Denn das deutsche Stromnetz ist so ausgebaut, dass es kaum möglich ist Frequenzschwankungen zu bekommen!! Ich hab das mal messen und auswerten müssen und da war kaum eine Abweichung drin!! Die Abweichungen beliefen sich auf 0,1 - 1Hz!!

Was du wahrscheinlich meinst ist die Spannung!! Die schwankt schon mal etwas mehr!!



MFG

B_8_B
 
Also es stimmt schon, das deutsche Netz ist sehr stabil, die Frequenz schaukelt maximal um +/- 1Hz, denn sonst müßten sich ja alle Generatoren in den Krafwerken langsamer oder schneller drehen und das ist nicht der Fall.

Ich bin selbst Elektroniker und habe schon so einige Amps umgebaut.
Also das du die Spannung transformierst ist wichtig, also die sollte für deinen Amp um die 115 Volt betragen, das wäre dann auch ein einfacher und preiswärter Trafo mit dem Wicklungsverhältniss 1:2.

Was die Frequenz angibt. Die Frequenz bestimmt auch die Induktion im Trafo. Hier kann es dann zu ersten kleinen (unwichtigen) Ungenauigkeiten kommen. Aber da in den meisten AMPs heute Gleichrichter sitzen, die aus deiner Wechselspannung Gleichspannung machen, ist ein Betrieb mit 50Hz möglich. Denn die meisten Brückenschaltungen in den Gleichrichtern arbeiten im Toleranzmaß (+/- 20% Hz) und die Dioden dort können auch schnell arbeiten (ob die 50 oder 60 mal pro Sekunden "filtern" ist hier egal).
Außerdem sind Kondensatoren enthalten, die "Lücken" zwischen den Spannungsfrequenzen ausgleichen. Ich versuche das alles mal etwas einfacher zu formulieren.

Also Fazit:

Trafo ist zwingend notwenig, sonst geht dir viel fliegen. Frequenz ist nicht so wichtig, hier hast du keine großen einbußen zu erwarten. (es sei denn der AMP ist 30 Jahre alt und hat uralte Gleichrichter)
 
Ich hab mir das auch schon so gedacht aber ich war mir mit der Wichtigkeit der Frequenz bezüglich der Spannung nich so sicher!!

Komm eigentlich ja auch vom FAch aber bei Wechselstromtechnik hab ich irgendwie geschlafen!! Is aber für meine Fachrichtung nich so wichtig is eh alles Gleichstrom (Gott sei Dank!!)!!!

NA dann hab ich ja auch wieder was dazugelernt!!!


MFG

B_8_B
 
@ wickerman, gut, in der Richtung mach ich mir keinen Sorgen; Doch hör mal zu:

Der Knackpunkt ist die Magnetisierung des Trafos: Im Leerlauf wird ausschließlich die Hauptinduktivität des Trafos wirksam. Bei Verringerung der Frequenz verringert sich auch der Blindwiderstand X=jwL (w=2pi*f, 'omega'-Kreisfrequenz) ... der Hauptinduktivität, d.h. es fließt mehr Leerlaufstrom, die Magnetisierungskennlinie wird weiter ausgesteuert.

Je nachdem, wie der Trafo dimensioniert ist, kann er nun in die Sättigung kommen, was unzulässig ist !

Man könnte eine Leerlaufmessung vornehmen (alle sekundären Lasten abklemmen). Und zwar zunächst mit verminderter 50-Hz-Netzspannung (Stelltrafo) mit den gleichen Betriebsbedingungen wie bei 60 Hz (mit X umrechnen). Dann mit voller Netzspannung: Die Kennlinie muß linear bleiben, d.h. der (Blind)widerstand der Hauptinduktivität darf sich nicht wesentlich ändern.

Dann ist der Betrieb mit 50Hz erlaubt. Erhöht sich der Strom bei 230 V überproportional, würde sich der Trafo unabhängig von der Belastung überhitzen. Und genau das ist der Punkt!

Fazit:

Ist also der Trafo im Rectifier (hinter meinem vorgeschltenen) zu klein dimensioniert wirkt die Induktivität nicht mehr - Der Trafo überhitzt sich usw.

Gruß,

Stephan

dank an frihu!
 
keiner eine Idee zu meinem letztgeschriebenen Beitrag?
 
wen ich das lese versteh ich kein wort ;)
 

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