Neue Ebaygebühren - eure Meinung dazu

von screamer04, 20.02.08.

  1. screamer04

    screamer04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.08   #1
    Hallo Forumkollegen, [​IMG]

    wie sicher schon einige mitbekommen haben, hat Ebay seit heute die unter anderem Verkaufsgebühren geändert.
    Ich denke, das betrifft einige im Forum, da hier wohl beinahe jeder Dinge über die Platform veräußert oder kauft.
    schöne Zusammenfassung
    Pressemitteilung hier
    Tabelle der Gebühren
    Gebührenänderungen

    Kurz zusammengefasst:
    Ebay hat zwar die Einstellungsgebühren für 1€-Artikel inkl. Galleriebild abgeschafft, jedoch den Anteil, der vom erzielten Preis des verkauften Guts abgezogen wird erhöht!
    Die Gebühren sind nun auf alle Artikel (außer Autos, Boote...) gleich.
    Des weiteren kann man als Verkäufer den Käufer nicht mehr bewerten.
    [​IMG]

    Für gewerbliche Verkäufer ändert sich sogar noch um einiges mehr, aber darauf möchte ich hier nicht eingehen.

    Meine Meinung dazu:

    Ich finds ehrlich gesagt etwas dreist. [​IMG]
    Als ob die goldenen Nase nicht mehr reicht und sie sich nun ein Nase aus Platin verdienen müssten....

    Wenn unser einer nun z.B. eine Gitarre für 700€ Auktionsendpreis verkauft, dann wären es vor ein paar Tagen noch 34,50€ Gebühren zzgl. Einstellungsgebühr gewesen.

    Dank der neuen Regelung beliefen sich diese auf 2% von 700€ + 26,50€ Festgebühr (ab 500€)!
    Sprich, man müsste mind. 40,50€ Gebühren zahlen.
    Einen Vorteil hätte man durch die neue Regelung nur, wenn man Artikel unter einem Warenwert von 17€ verkauft.

    Das ist zwar bei einzelnen Verkäufen nicht so schlimm, jedoch fällt das bei den immensen Verkaufszahlen vieler Ebaynutzer doch ordentlich ins Gewicht.

    Des weiteren finde ich es ziemlich unpraktisch, wenn man als Verkäufer den Käufer nicht mehr bewerten kann.
    Zwar beugt man Rachebewertungen vor, jedoch kann man sich als Verkäufer nicht mehr aus dem Bewertungsprofil des Käufers ablesen, ob er zuverlässig sein Geld bezhalt oder ob er ständig spaßbietet.

    Ich werde meine Konsequenzen ziehen und in Zukunft zwei mal überlegen, ob ich höherwertige Dinge bei Ebay verkaufe.
    Da warte ich lieber und verkaufe über geschaltete Privatanzeigen.

    Viele gewerblichen Verkäufer haben auch schon protestiert, da es diese auf jeden Fall härter treffen wird.

    Ebay sieht das Ganze aber etwas lockerer - man sei auf die Wünsche der Verkäufer und Käufer eingegangen. :rolleyes:
     
  2. ]|[FinalZero]|[

    ]|[FinalZero]|[ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #2
    schon etwas dreist... aber solange man immer noch sein geld damit machn kann
     
  3. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #3
    Ich verstehe das so, dass man 26,50 plus 2% des Betrages über 500 Euro zahlt, also 2 % von 200. Das sind 4 .- und wir liegen bei 30,50...

    Was mich zur Zeit an ebay richtig nervt, ist dass man die emailadresse des Vertragspartners nicht mehr direkt bekommt, sondern nur noch über die ebay-Plattform kommunizieren kann. Das funktioniert meist nämlich einfach nicht....
     
  4. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #4
    Das ist übrigens einer (von vielen) Beweggründen für die neue Preispolitik: eBay wurde ursprünglich ja nicht dazu geschaffen, eine OnlineShop-Infrastruktur für kommerzielle Verkäufer zur Verfügung zu stellen. So stellt sich eBay heute aber zu einem nicht unerheblichen Teil dar. Man möchte wieder mehr privater Trödelmarkt sein. Ob die neue Preispolitik für dieses Ansinnen förderlich ist, wird sich zeigen.

    Mich als Hobby-ebay'er betrifft die neue Preispolitik wenig - ich bin jedoch gespannt, ob die SofortKaufen-Preise bei den Shops anziehen.
     
  5. Vokalistus

    Vokalistus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #5
    Ist das denn wichtig, dass der Verkäufer das weiß? Er kann sich den Käufer ja nicht aussuchen.. Und entweder zahlt der dann, oder eben nicht.
     
  6. screamer04

    screamer04 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #6
    Naja,
    wenn auf einen meiner Artikel jemand bietet, der bisher ständig negativ aufgefallen, wüsste ich das bereits im Voraus.
    Somit erspart man sich im Nachhinein womöglich einiges an Zeit und kann den Artikel an den Unterlegenen bieter abgeben.
    Zudem wäre ich auch als Käufer sehr vorsichtig, wenn der Verkäufer selbst nie zahlt und ständig durch Spaßbieterei auffällt.

    Aber natürlich, der Hauptkritikpunkt ist das nicht - viel mehr etwas, das ich auch als störend empfinden würd.

    Das wäre zwar mehr oder weniger stimmig, aber Ebay kann mir nicht erzählen, dass sie ihre goldene Nase stört, die sie sich heutzutage zu großem Anteil durch die kommerziellen Verkäufer verdienen.
    Denkst du ernsthaft, Ebay möchte ihr eigenes Kundenfeld verkleinern und somit den Umsatz schmälern?
     
  7. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #7
    Es gab in der Vergangenheit schon mal eine Preiserhöhung zu Lasten der Online-Shops (Finanznachrichten.de - 17.08.2006). Was damals als Test durchgeführt wurde hat nun offenbar die eBay-Strategen wieder dazu bewogen, die größere Ausrichtung in Richtung Privatverkauf weiter zu forcieren und dies als das gewinnträchtigere Geschäftsmodell anzusehen.
     
  8. screamer04

    screamer04 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #8
    Hm, aber da fragt sich, ob die kommerziellen Verkäufer den Privatverkauf wirklich negativ beeinflussen. :confused:

    Kann ich nicht ganz nachvollziehen, was sich die Ebay-Strategen dabei gedacht haben.
     
  9. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #9
    Der Wert von eBay als börsennotiertem Unternehmen - und damit die Dividende der Aktionäre - hängt offenbar zu einem nicht unwesentlichen Teil davon ab, in welcher Höhe, sondern durch wen die Gewinne gemacht werden. Der Wert steckt also auch zu einem großen Teil in einer Art Unternehmensidentität und der damit verbundenen Philosophie.
     
  10. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #10
    Hast du dafür eine Quelle oder ist das nur Spekulation?

    Mich als Käufer zumindest nervt es ganz schön, bei allem, was ich will, erstmal 2000 "Sofort&Neu" Angebote zu Preisen weit über den Gängigen und dazu noch horrenden Versandkosten durchzuklicken. Offenbar waren die Einstellungsgebühren nicht hoch genug.
    Andererseits bieten solche Verkäufer auch eine Bereicherung des Angebotes. zB habe ich neulich nach einem Skelett gesucht (ja ...) und bei Privatleuten hätte ich da lange suchen können. Insbesondere da sowas sich ja in bereits "gebrauchtem" Zustand nur schlecht wieder verpacken und verschicken lässt. Daher ist man auf Neuware angewiesen, die es in Onlineshops nur zu exorbitanten Preisen gibt.
     
  11. hilmi01

    hilmi01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #11
    Einen tieferen Einblick in das Geschäftsmodell eBay gewährt z.B. diese Publikation:

    Stefan Peterßen und Florian Janzik - Darstellung und Wirtschaftlichkeitsanalyse der Internet-Handelsplattform des Online-Auktionshauses eBay (Bd. 67 der Schriftenreihe des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Bremen 2004), 153 Seiten, Preis 12,50 Euro; ISBN 3-922892-66-3

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