Neue Klarinette

von Gnomi, 20.09.05.

  1. Gnomi

    Gnomi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.05   #1
    Hallo!

    Ich habe mir überlegt in nächster Zeit ein neues Instrument zu lernen und werde wahrscheinlich Klarinette nehmen.
    Wie teuer sind Einstiegsmodelle, die zwar möglichst preiswert und trotzdem noch gut im Klang sind?
    Wie teuer wären gebrauchte Klarinetten?
    Und welches System würdet ihr mir empfehlen?
    Ich hab leider noch gar keine Ahnung von diesen Instrumenten ...
     
  2. BikerladyJ

    BikerladyJ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.05   #2
    Hey!

    Na, dann bin ich ja schonmal nicht die einzige "Anfängerin" hier - das ist schonmal viel wert.

    Ich habe meine erste Klarinette ((( wie sich das jetzt anhört... eieiei... ist aber so kann es nicht ändern! ))) im Juni gekauft.
    Das war so ein eBay-Billigteil (Keiper Roy Charles) für 80 Teuros.
    Böhm-System & Ebonite... eine Kombination, die ich heute, drei Monate später, nur noch in der Ecke herumstehen habe... warum?

    1. Ebonit ist nicht nur Plastik - es klingt auch noch so!
    2. Böhm-System ist vielleicht für Jazzer gut geeignet, weil es super-viele alternative Griffmöglichkeiten gibt; allerdings hat sich in der klassischen Musik (also in symphonischen Blasorchestern) eher das deutsche System durchgesetzt... tja - und da das meine Musik war/ist/sein wird, blieb mir nur eines übrig: WAS NEUES MUSSTE HER!!!

    Auf der Plastik-Gurke habe ich ja eigentlich auch nur ausprobieren wollen, ob mir das Instrument überhaupt gefällt, und ob ich damit zurecht komme... aber dann hat's wider Erwarten so gut geklappt, dass ich was "besseres" brauchte.

    Jetzt habe ich seit einer Woche eine Yamaha YCL 457-20. Die ist noch gar nicht so alt, 3 Jahre oder so. Ich habe die geraucht für 450€ bekommen... da kann man nicht meckern...

    Der Klang ist super, und die Ansprache viel leichter und relaxter als bei dem Ebonite-Mistding!

    Also... wenn Du von mir eine Empfehlung hören möchtest, dann würde ich folgendes sagen:
    1. leih' dir bei einer Musikschule erstmal ein Instrument und kaufe Dir nicht gleich eins. Erstmal testen, ob's Dir liegt - dazu muss man sich noch nicht gleich selbst eine kaufen.
    Vielleicht hast Du so auch die Möglichkeit, sowohl Böhm als auch deutsches System anzuspielen...

    2. wenn Du die Klari magst und auch damit zurecht kommst, dann solltest Du Dir ein "gutes" Schülerinstrument kaufen. Das ist die YCL 457-20 ohne Frage. Gebraucht kann man die schön günstig bekommen, aber der Boardbetreiber ((( ***schönen Gruß nach Aschaffenburg*** ))) verlauft sowas ja auch neu.
    Ist ein Rechenexempel.
    Wenn die Klari schon älter ist, dann musst Du sie bald generalüberholen lassen. Je nach dem, wie erfolgreich Du auf der Suche nach einem Angebot bist, bezahlst Du dafür zwischen 185€ und 300€ - also kann man fast schon gleich eine neue kaufen... und nicht eben ne gebrauchte, in die man innerhalb eines Jahres schon wieder investieren muss.
    Außerdem bekommst Du bei der neuen dann ja auch Garantie.

    Sicher tun' einem 900€ für ein gutes neues Instrument erstmal "weh", aber es lohnt sich wirklich.
    Wenn die Ansprache leicht ist, die Intonation auch super, dann macht das spielen Spaß, und man verliert nicht die Lust.

    Ach ja... bervor ich es vergesse:
    Nimm Dir einen Lehrer... wenigstens für den Anfang regelmäßig und dann nach Absprache.
    Gerade beim Ansatz kann man verdammt viel Falsch machen - und etwas falsch gelerntes kann man sich nur schwer wieder abgewöhnen!

    So, genug gefaselt!
    ich wünsche Dir viel Spaß bei Klarinette lernen & spielen!

    LG

    Jane (die noch gaaanz gaaanz gaaanz viel Lehrmaterial für Anfänger hat, was sie gern verkaufen würde......):D :D :D


    -------EDIT--------
    P.S.: Ich würde die Entscheidung, welches System ich spiele nicht vom Dirigenten abhängig machen, sondern davon, wie gut ich damit zurecht komme.
    Mit Böhm tanzt man zwar klanglich etwas aus der Reihe (der Klang ist nicht so stark, voll und warm wie bei der deutschen Bohrung und meist muss man an der Birne auch ein wenig regulieren//auseinanderziehen, damit der Ton stimmt....), aber was nutzt das beste deutsche System, wenn man probleme hat, z.B. die Klappen mit dem linken kleinen Finger zu bedienen?!

    Und nochwas: Schreiber:screwy: :screwy: :screwy: ist überteuert, Keilwerth ist auch das Geld nicht so recht wert... sicherlich Ansichtssache, aber für's gleiche Geld gibt's schon bessere Klaris!

    Vor ein paar Wochen hab' ich einen ähnlichen Thread hier aufgemacht, und AK hat einen super-Beitrag geschrieben. leider weiß ich nicht, wie man das verlinkt... das Topic war auf jeden Fall "neue Klarinette von Herbert Wurlitzer?!"
     
  3. Kasu

    Kasu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.05   #3
    Hi!
    Also, welches System du lernen willst, hänt davon ab, wo du spielen möchtest. Wenn du in einem Musikverein oder sonstigem Orchester in deiner Nähe spielen willst, frag nach, ob dotr die meistne Leute Deutsches System oder Böhm-System spielen. Viele Dirigenten haben das nämlich ganz gerne homogen (wenn du jetzt natürlich mit der Böhm-Bass ankommst und die andren spielen Deutsch ist das wieder was andres, aber so... ;) )

    Einstiegsmodelle:
    Im Boehm-System sind wohl die Schülermodelle von Buffet das Gängigste. Die E10 oder die B12 sind so glaub ich die Modelle, die da viele spielen, ich weiß es aber nicht genau, knnte da aber mal meinen Lehrer fragen (der spielt Buffet)

    Die Listenpreise dieser Instrumente liegen bei 596€ (B12) bzw. 873€ (E10). Der Unterschied kommt daher, dass die E10 komplett aus Grenadillholz ist, die B12 dagegen ist aus einer Art verklebten Holzfasern oder so ähnlich, ich glaube, das ist neben den Kunststoffen, die Yamaha für Kunststoff-Klarinetten verwendet, das einzige künstliche (also nicht-Holz) auf das man sich einlassen kann. Ebonite oder Resonite sind auf jeden Fall Mist, wenn nicht bloß der Schallbecher daraus gebaut ist.

    Beim Deutschen System haben viele Lehrer die Einsteigermodelle von Schreiber (D26), Yamaha (457-20, 457-22) und Uebel (621, 622) ganz gerne, meiner Meinung nach klingen die auch ganz gut (die Schreiber hab ich selber gespielt, Yamaha hat ne Freundin eine, Uebel spielen viele bei uns im Verein und da hab ich jetzt auch ein höheres Modell)

    Deren Listenpreise liegen bei 1496€ (D26), 1249€ (457-20], 1499€ (457-22), 1352€ (621) und 1672€ (622)

    Allgemein ist zu sagen, dass Händler oft sehr stark von den Listenpreisen abweichen (und zwar nach unten, nicht nach oben), ich hab beispielsweise für meine Klarinette knapp 1400€ bezahlt und sie ist mit etwas über 2000€ auf der Liste.
    Mindestens 15% geben dir fast alle Händler drauf.

    Gebrauchte Instrumente kriegst du für um die 300-400€, eventuell ist da aber dann auch noch eine Überholung nötig oder mal neu polstern.

    Was auf jeden Fall zu empfehlen ist: Hör dich vorher bei Vereinen und Musikschulen um und such einen Lehrer. Oft sind Lehrer Stammkunden bei irgendwelchen Musikhäusern und können dir so zusätzliche Rabatte verschaffen, wenn du in einem Verein Mitglied weren willst (oder schon bist), isses ja eh so (wirst du vielleicht auch wissen, sag ich trotzdem nochmal ;) ), dass der Verein da einen Stammhändler hat, wo du nur zu sagen brauchst "ich spiele in Verein xyz" und sie verkaufen dir den Kram supergünstig.

    Auch noch einzurechnen ist oft ein Mundstück. Bei den Boehm-Modellen weiß ichs nicht genau, aber bei den Deutschen Schülerinstrumenten legt eigentlich nur Uebel ein halbwegs anständiges Mundstück bei und auch das wird dirvermutlich irgendwann nicht mehr reichen.
    Mein Lehrer geht oft hin und bestellt, wenn jemand 1-2 Jahre spielt, nen Satz Mundstücke und lässt die Leute probieren. Da aber dann auch mit dem Lehrer reden.
     
  4. tinwhistle

    tinwhistle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.05   #4
    Hier sind zwei Böhm spieler,Sharon Kam und Martin Fröst, ich finde sie spielen sehr stark, voll und warm.:D:D:D

    http://www.sharonkam.com/

    http://www.martinfrost.se/
     
  5. tinwhistle

    tinwhistle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.05   #5
    Ich spiele eine Selmer Series 9 und eine Yamaha Bass Klarinette beide mit Selmer Mündstucke. Sehr zu empfelen.[font=&quot][/font]
     
  6. BikerladyJ

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    Erstellt: 05.10.05   #6
    Naja... ich würde Kasu's Aussage, dass nur Uebel ein gutes Mundstück beilegt, auch nicht unterschreiben - sowas ist ziemlich subjektiv...

    Ob man damit zurecht kommt oder nicht ist halt immer ziemlich individuell von der Person abhängig,...
    Für den Anfang reicht sicher ein Mundstück, welches im Lieferumfang enthalten ist - keine Frage (es sei denn, man hat sich eine absolute Billig-Klari gekauft - aber die kann man auch gleich in den Müll werfen und komplett neu kaufen, wenn man ernsthaft spielen will....)

    Gnomi, schreib' doch mal wieder was, wie weit es jetzt mit deinen Plänen bezüglich einer Klari ist!
     
  7. Kasu

    Kasu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.05   #7
    @Bikerlady: es ist nicht so, dass NUR Uebel ein gutes Mudnstück bringt, auch schreiber legt mittlerweile ordentliche Mundstücke bei (kauft man aber eine gebraucht, sollte man aufpassen, von wann sie ist, bis vor 2 oder 3 Jahren waren die Mundstücke nämlich ganz schön schlecht), wie es bei den Boehm-Tröten ist, weiß ich nicht, nehme aber mal an, dass Selmer, Buffet und Yamaha da doch etwas gutes mitgeben, ansonsten kauft man da ein Vandoren B45 und die Sache ist weitgehend gegessen.

    Nur ist es eben so, dass zumindest Yamaha ein recht schlechtes Mundstück beilegt, Uebel hat ein ordentliches und dann sind da halt noch die teureren Firmen sowie das Jupiter Einsteigermodell, dem afaik dasselbe Mundstück wie den Uebel-Klarinetten beiliegt.
    Es ist aber eben doch recht wichtig, schon von Anfang an ein halbwegs ordentliches Mundstück zu spielen. Darum sollte man auch darauf acht geben.
     
  8. Faultier-Sid

    Faultier-Sid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.06   #8
    Vielleicht schaust du auch einfach was dein Lehrer/in spielt...der wird mit dir bestimmt ein Instrument aussuchen gehen. Ich hab beide Systeme gespielt(spiele immernoch...Oehler) und muss sagen, jedes System hat was...am Böhm find ich es angenehm, dass man nicht "rutschen" muss mit den kleinen Fingern und das f' gut in Läufen zuspielen ist.
    Anderseits ist das Oehler-System nicht schlecht, die Griffe find ich teilwiese schwerer(ok, hab 4 1/2 jahre Böhm gespielt und hab innerhalb von 3Monaten umgelernt + ne Prüfung abgelegt.) Es ist wohl zum größten Teil geschmackssache, was einem selber besser gefällt. Der Ton ist natürlich durch die unterschiedeliche Bohrung auch anders.
    Böhm ist eher hell und "luftig" und Oehler dunkel, fest....

    Schau doch mal unter www.helmut-eisel.de ok, er ist kein klassischer klarinettist, aber er verwendet eine ganz andere Kombination...Böhm-Mundstück und deutsche Klarinette.

    So, ich hoffe nun, dass ich dich nicht zusehr verwirrt habe oder dir Angst gemacht hab. Klarinette ist ein wunderschönes Instrument. :)
     
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