Neuer Sattel + evtl. Elektronik(?)

von Metal Golem, 24.07.16.

  1. Metal Golem

    Metal Golem Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.07.15
    Zuletzt hier:
    10.07.18
    Beiträge:
    70
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    34
    Kekse:
    339
    Erstellt: 24.07.16   #1
    Einen schönen Sonntag Abend,

    da der Sattel meines Basses durch exzessiven:D Gebrauch meines Vorgängers (dickere Saiten für Drop-Tunings) in Mitleidenschaft gezogen wurde, sind die Nuten jetzt ziemlich abgenutzt.
    Die Folge ist, dass meine Tiefe E-Saite ca. im 7. Bund schnarrt.
    Ein Gitarrenbauer hat das übergangsweise gelöst, indem er die Nut etwas aufgefüllt hat, mit dem Hinweis, das sei eine Übergangslösung.

    Nun die Frage: Wenn ich einen neuen Sattel einsetzen möchte, welchen Sattel sollte man nach welchen Kriterien wählen? Ich weiß gar nicht, wie groß der Einfluss des Sattels auf die Klangbildung/den Klangcharakter ist.
    Da ich aber eine Aktivelektronik habe, dürfte das vermutlich nicht groß die Rolle spielen(?).
    Lohnen sich Messingsättel? (Für wen?) Ansonsten eher Kunststoff oder Knochen? Bestimmter Anbieter?

    Was muss ich beim Einbau beachten? Da das Rad ja nicht jedes Mal neu erfunden werden muss, freue ich mich auch über Empfehlungen für Internetlinks. (Googeln kann ich selbst, aber das gefundene bewerten leider nicht. ;))

    Es geht übrigens um einen Ibanez SRX-300. Soweit ich das sehe, ist der Hals da schmaler.

    Zusatzfragen zu anderem Thema:
    1. Wenn ich eine neue Elektronik einbauen wollen würde, wie viel Geld müsste ich einkalkulieren, wenn ich einen 2-Band-EQ, haben möchte, der die Mitten automatisch in Relation zu den Einstellungen der Bässe und Höhen mitregelt? Evtl. einen, der Umschaltbar auf Passivbetrieb ist.
    Auch hier wäre ich dankbar für Tipps und Links zum Einbau, sowie Erfahrungen bzgl. guter Hersteller.
    2. Wenn ich passive Tonabnehmer durch aktive ersetzen wollen würde, wäre das prinzipiell relativ problemlos, oder? Den 9V-Block kann ich Sowohl an EQ als auch gleichzeitig an die PUs anschließen? (Nur, dass er halt schneller entleert wird.) Gibt es einen besseren Weg passende PUs zu finden, als die Abmessungen der PUs abzugleichen? Scheinbar haben die PUs des SRX 300 recht exotische Maße.
     
  2. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

    Im Board seit:
    07.03.05
    Zuletzt hier:
    16.08.18
    Beiträge:
    11.517
    Ort:
    Rhein-Main
    Zustimmungen:
    2.002
    Kekse:
    68.120
    Erstellt: 24.07.16   #2
    Hi,

    zu Sätteln kann ich nichts sagen.

    Hinsichtlich aktiver 2-Bandelektroniken, welche die Mitten mitregeln: Ich kenne kaum welche von der Stange, die das ausdrücklich können. Die meisten regeln eben Höhen und Bässe in einem relativ weiten Bereich/Frequenzband. Und Du müsstest auch noch erklären, in welcher Art die Mitten mitgeregelt werden sollen.

    Aktive PUs kannst Du einfach mit an die EQ-Stromversorgung hängen, ja genau.
    Aber: Müssen es aktive sein? MMn gibt es eine Menge gute passive ...

    Gruß Ulrich
     
  3. sKu

    sKu Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    27.06.05
    Zuletzt hier:
    6.08.18
    Beiträge:
    3.208
    Zustimmungen:
    763
    Kekse:
    19.430
    Erstellt: 25.07.16   #3
    Der Sattel hat klanglich nur Einfluss auf die Leersaiten. Seine Kernkompetenz ist die Bespielbarkeit der ersten Lage.
    Insofern: So lang er richtig justiert und abgerichtet ist, erfüllt er 90% seiner Funktion ;) Ich hab Sättel aus Kunststoff, Graphit und Messing gehabt - der Unterschied ist wirklich marginal und aus meiner Sicht überbewertet.

    Nein gibt es nicht - sofern man nicht am Korpus rumfräsen will. Alternativ kannst du bei den kleineren Herstellern (zB Häussel) mal anfragen, ob sie dir PUs in ein Custom Gehäuse bauen - vermutlich wird das aber mehr kosten als das komplette Instrument.

    Für eine "gute" im Bereich Glockenklang oder ähnliche ca 100-150€.

    Mir ist nicht ganz klar, was du damit meinst. In welcher Relation denn. Wenn ich beispielsweise die Bässe betonen will, macht es aus meiner Sicht wenig Sinn die Mitten mit anzuheben. Genauso andersrum.
     
  4. Metal Golem

    Metal Golem Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.07.15
    Zuletzt hier:
    10.07.18
    Beiträge:
    70
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    34
    Kekse:
    339
    Erstellt: 25.07.16   #4
    Nein, müssen es nicht. Das war eher eine allgemeine Frage aus Interesse. Wollte deshalb auch keinen neuen Thread aufmachen. Hab jetzt auch passive. Und seit ich die richtig in der Höhe justiert habe, bin ich mit denen sehr zufrieden.

    Ja, das lass ich lieber. Also messen. Aber wie gesagt: Das hat Zeit.

    Danke.

    Das ist der Punkt. Ich habe auch keine Ahnung, was ich damit meine. :)
    Ich habe das in der Produktbeschreibung eines Anbieters gelesen, aber habe den Link nicht mehr. Daher meine Nachfrage. Möglicherweise kommt ja jemand daher und sagt "Mensch, das ist doch Prinzip Bla-di-ding, das ist super wenn man Bla-Keks erreichen will." oder aber "Das ist so eine Werbemasche. Einfach ignorieren." :weird:
    Wie müssten denn die Mitten geregelt werden, damit das ein sinnvolles Produkt wäre? (Neugier)

    Wollte auch hierfür keinen Thread aufmachen, weil unqualifiziert. ;)

    Oha...spannend. Kannst du hierzu mehr sagen? Ich spiele gerne mal mit Leersaiten. Wobei das ohne Plektrum einfacher war. Welche Sattel haben denn welchen Einfluss? Da ich eh einen neuen Sattel brauche, kann ich mich ja auch gut gleich um solche ansonsten vielleicht belangloseren Details kümmern.
     
  5. sKu

    sKu Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    27.06.05
    Zuletzt hier:
    6.08.18
    Beiträge:
    3.208
    Zustimmungen:
    763
    Kekse:
    19.430
    Erstellt: 25.07.16   #5
    Wenn ich das so pauschal sagen könnte.
    Die gängige Behauptung ist, das ein Messing/Metall-Sattel die Leersaiten mehr wie gegriffene Töne klingen lässt. Nach einem Versuch sage ich: "Kann sein", der Unterschied bleibt aber dennoch sehr deutlich ;)

    Für mich ist der Unterschied so marginal, da gibt es viel, viel größere Faktoren. Die Art des Pleks beispielsweise. Oder die Saiten an sich und deren Alter. Vermutlich sogar die Luftfeuchtigkeit...

    Hier gibts ein tolles Interview mit Herrn Sadowsky zum Thema Setup/Bauart von Instrumenten. Um den Sattel gehts ca ab Minute 33:
     
  6. Metal Golem

    Metal Golem Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.07.15
    Zuletzt hier:
    10.07.18
    Beiträge:
    70
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    34
    Kekse:
    339
    Erstellt: 25.07.16   #6
    Vielen Dank für das Video. Ungemein spannend.

    Ein Klang nach gegriffenen Tönen wäre super, aber der Kommentar in dem Video, dass sich eher Stimmprobleme einstellen, schreckt mich ab. Ich liebe es, dass der Bass so stimmstabil ist.
    So gesehen wird es also Knochen oder Kunststoff werden. Jetzt muss ich nur noch einen finden, der schmal genug ist, auf einen Ibanez-Hals zu passen. (Mir wird zum ersten Mal deutlich, wie mörderisch dick im Vergleich andere Bass-Hälse sind. :D) 38,5mm sind wohl eher kein Standard.

    Falls jemand da Tipps hat, wo man einen passenden Sattel günstig beziehen kann, immer gerne melden. Das Gleiche bei Tipps zum Einbau. ;)
     
  7. Kermit98

    Kermit98 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.07.12
    Zuletzt hier:
    6.06.18
    Beiträge:
    215
    Ort:
    Raum Ludwigsburg / Stuttgart
    Zustimmungen:
    147
    Kekse:
    3.318
    Erstellt: 25.07.16   #7
    head800.jpg Ich hatte vor Kurzem dasselbe Problem als ich einen schmalen Sattel für meinen JazzBass suchte. Der Graphtech PT-1215 wäre super gewesen - dürften auch deine Abmessungen sein - aber in D und EU nirgends zu finden.
    Schlussendlich hab ich dann einen 1400er Sattel für einen 5-Saiter gekürzt, zurechtgefeilt, flacher geschliffen....
     
  8. sKu

    sKu Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    27.06.05
    Zuletzt hier:
    6.08.18
    Beiträge:
    3.208
    Zustimmungen:
    763
    Kekse:
    19.430
    Erstellt: 26.07.16   #8
    Ich glaube mit der Stabilität der Stimmung gibts keine Probleme, sondern mit dem Stimmen an sich, da die Saite nicht ganz so gut auf dem Messing gleitet und damit "haken" kann. Dementsprechend ist das Problem bei den feinen Gitarrensaiten auch größer als beim Bass.
     
  9. Metal Golem

    Metal Golem Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.07.15
    Zuletzt hier:
    10.07.18
    Beiträge:
    70
    Ort:
    Berlin
    Zustimmungen:
    34
    Kekse:
    339
    Erstellt: 26.07.16   #9
    Danke dafür. Da fällt mir auf: Die meisten Sattel für schmale Basshälse scheinen sich an Jazzbässen zu orientieren und warten mit Satteln auf, die dann zwar ca. 38mm lang, aber leider auch nur 3mm breit sind. Mein jetziger ist gute 5mm breit. Der Unterschied dürfte aber eigentlich nichts ausmachen, oder?

    Ah, guter Hinweis. Danke. Dem Gedanken folgend dürften die Flatwounds, die ich drauf habe, noch weniger Probleme verursachen, oder?
     
  10. Kermit98

    Kermit98 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.07.12
    Zuletzt hier:
    6.06.18
    Beiträge:
    215
    Ort:
    Raum Ludwigsburg / Stuttgart
    Zustimmungen:
    147
    Kekse:
    3.318
    Erstellt: 26.07.16   #10
    "Ausmachen" im Bezug auf Sound oder Bespielbarkeit eigentlich nichts. Du musst natürlich die entstehende Lücke zu den Stimmechaniken hin mit passenden Streifen auffüllen, ansonsten kann der Sattel kippen und steht dann schräg in der Nut. Ob das jetzt Furnierstreifchen sind oder ein zurechtgeschnittener Eisstiel ist egal.

    Flatwounds sind so gesehen sehr "materialschonende" Saiten, egal ob jetzt am Griffbrett, Sattekerben oder Fingerkuppen :great:

    Ich hab so ziemlich alle meine Bässe mit Flatwounds UND Graphtech-Sätteln ausgerüstet und finde die Kombination genial. Vor allem beim Stimmen reagiert der Saitenzug auf jeden kleinen Winkelgrad der Mechaniken, da springt, ruckt und hopft nichts. Die Saite gleitet richtig "smooth" durch den Sattel.
     
Die Seite wird geladen...

mapping