Neuling verwirrt :)

von RaceTheSun, 05.06.08.

  1. RaceTheSun

    RaceTheSun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.08   #1
    Mich itneressiert schon seit längerem der tatsächliche gebrauch bzw unterschied folgender dinge:

    1. controller
    2. masterkeyboard
    3. normales keyboard
    4. synthesizer

    ein software synthesizer ist zum beispiel addictive drums, ez drummer, oder halion one oder sowas oder?

    naja jedenfalls check ich die wirklichen unterschiede nicht oder für was man was verwendet. mir kommts so vor als wären 2., 3., 4. alle das selbe und 1. braucht man eigentlich garnicht, da man 2. 3. und 4. dieselben funktionen und noch mehr haben.

    googeln hat mir auch nicht wirklich viel gebracht, vielleicht könnt ihr mir helfen!

    danke
     
  2. Leef

    Leef Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.08   #2
    1. controller
    Sind nur Eingabegeräte, wie eine Maus am PC. Dies kann z.B. sein: ein Drumpad, ein Breathcontroller, optische Controller, Theremin Controller etc., Controller erzeugen keine Töne sondern "kontrollieren" einen Klangerzeuger z.B. einen PC.

    2. masterkeyboard
    Bezeichnet speziell einen Keyboard-Controller, also ein Keyboard das andere Sachen steuert. Z.B. Software oder HardwareSynthesizer , es besitzen ebenfalls keine eigene Klangerzeugung.

    3. normales keyboard
    Umgangssprachlich ist damit ein Keyboard (idR mit Lautsprechersystem) gemeint wie z.B. ein Arrangerkeyboard das die gespielte Melodie begleitet. Damit lassen sich Songs arrangieren wenn man z.B. als Alleinunterhalter unterwegs ist. Keyboards spielen einfach aufgenommene Klänge ähnlich wie Wave oder MP3 Dateien ab, hier gibt es nicht so flexible Möglichkeiten den Sound zu beeinflussen.

    4. synthesizer
    Sind die Urväter der modernen Tastengeräte, gibt es mit und ohne Tastatur, Synthesizer erzeugen den Klang entweder analog durch entsprechende Schaltungen oder digital durch verschiedenste Verfahren. (KlangSYNTHESE) Bei Synthesizern gibt es die klassischen Vertreter die Spezialist auf einem Soundgebiet sind (z.B. die alten analogen Modelle) und im Kontrast dazu unter anderem sogenannte Workstations, die über die meißten Funktionen verfügen. In den meißten Bands findet man solche Workstations, diese sind vom Funktionsumfang und den Möglichkeiten sozusagen die Flagschiffe. (auch vom Preis)

    Solltest du noch spezielle Fragen haben, stell sie!
     
  3. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #3
    Mal sehen.

    Masterkeyboard: Hat eine Tastatur, aber nicht zwingend eine Klangerzeugung. Wird benutzt, um externe Klangerzeuger (also solche, die nicht im Gerät mit eingebaut sind) über MIDI zu spielen. Masterkeyboards haben heute eigentlich alle einen USB-Anschluß, um direkt an einen Computer angeschlossen zu werden und darauf Software-Synthesizer zu spielen oder Noten in ein Sequencerprogramm einzuspielen. Früher, als Software-Synthesizer noch nicht existierten oder noch nicht wichtig genug waren, hatten Masterkeyboards normalerweise nur einen MIDI-Ausgang; viele Masterkeyboards haben heute noch MIDI-Anschlüsse.

    Generell können im Prinzip alle Tasteninstrumente mit MIDI-Ausgang als Masterkeyboard verwendet werden.

    Controller: Dito, aber ohne Klaviatur, nur mit Knöpfen, Fadern und dergleichen.

    Beispiele: Novation Nocturn, Behringer BCR2000, Akai MPD24, Doepfer Pocket Control

    Normales Keyboard: Hat keine bis wenig Möglichkeiten zur Klanggestaltung, aber immer ein eingebautes Rhythmusgerät mit Begleitautomatik. Dieses Rhythmusgerät hat, um ein paar falsche Erwartungen zu zerstören, nichts mit einer Groovebox zu tun; es bietet vielmehr Standardrhythmen (die heute Styles genannt werden) wie Walzer, Swing, Rumba, 8 Beat, Marsch usw. usf. Das Keyboard hat außerdem immer weniger als 88 Tasten, niemals Hammermechanik (dann würde es nämlich unter die Digitalpianos fallen), und bis auf die ganz großen professionellen Entertainer-Workstations wie Yamaha Tyros2 hat es immer eingebaute Lautsprecher, daher auch der Begriff Tischhupe. Es ist der Nachfolger der Heimorgel und noch einfacher zu spielen. Mit links greift man einen Akkord, aus dem die Begleitautomatik dann Baß und Begleitfiguren erzeugt, und mit rechts spielt man die Melodie. Das Keyboard ist eins der wahrscheinlich uncoolsten Musikinstrumente überhaupt, denn es hat den Ruf der Heimorgel weitgehend geerbt.

    Beispiele: Alle Yamaha PSR, alle Korg PA, alle Technics bis auf WSA-1

    Synthesizer: Eigentlich ist es ein Synthesizer, wenn es Klänge elektronisch erzeugen kann. Tatsächlich wird der Begriff Synthesizer nur dann verwendet, wenn 1. die wichtigsten Attribute eines "Keyboard" (Fix-und-fertig-Rhythmusgerät mit Begleitautomatik, eingebaute Lautsprecher) nicht vorhanden sind und 2. die Klänge weitreichend bearbeitet werden können. Wie schon gesagt, es gibt viele verschiedene Arten von Synthesizern, die sich besonders durch die Art der Klangerzeugung unterscheiden. Synthesizer können eine Klaviatur haben, müssen aber nicht.


    Martman
     
  4. RaceTheSun

    RaceTheSun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #4
    und für was kauft man sich dann einen controller, wenn doch ein masterkeyboard doch auch die funktion eines controllers hat bzw. man es als controller verwenden kann???

    wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist ein synthesizer ein normales keyboard :confused:

    wieso überhaupt ein masterbeyboard kaufen?? ein normales keyboard hat ja auch midi ausgänge und kann dann folglich auch als controller für eine sequenzer programm ala cubase verwendet werden oder???

    sorry, ich checks immernoch nicht ganz :(

    wenn ich mir jetzt einen controller kauf mit solchen schiebereglern (fader glaub ich genannt) . kann man dann diese auch automatisieren? wenn ja, wird dann die automatisierung während des abspielens nur im sequenzer angezeigt oder sieht man da auch die fader auf und ab wandern?
     
  5. Leef

    Leef Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.08   #5
    z.B. für das Spielen von Drums oder Flötensounds oder wenn man zusätzliche Fader benötigt. Das hier wären typische Controller:

    [​IMG]
    [​IMG]


    Nö. Ein Synthesizer kann z.B. auch sowas sein:

    [​IMG]
    [​IMG]

    Richtig. Ein Keyboard kann auch als Masterkeyboard funktionieren. Aber wenn man das Keyboard ausschließlich zur Kontrolle anderer Sachen einsetzt und möglichst viele Knöpfe, Fader und Belegungsmöglichkeiten sucht gibt es extra für diesen Zweck Masterkeyboards ;)

    Wüßte ich auf Anhieb keinen Controller, ich kenne Motorfader nur bei den größeren Mixern...
     
  6. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 06.06.08   #6
    Ich denke Controller, Masterkeyboard und Synthesizer sind schon ausreichend erklärt worden. Auch wenn die Definitionen dann und wann mal ein wenig klaffen, meinen die meisten im Grunde schon dasselbe. Vielleicht noch die eine oder andere Anmerkung:
    - Für mich hat aber ein Masterkeyboard in der Regel keine Klangerzeugeung, abgesehen man verwendet diesen Begriff, wenn man ein x-beliebiges Keyboard mit MIDI-Out hierfür benutz. Ausnahmen sind mir nur bei dem Doepfer PK88 bekannt, das zumindest ein kleines eigenes Soundmodul drin hat, ansonsten aber vergleichbar mit den anderen Doepfer-typischen Keyboards ist. Auch von CME gibt ein Klangmodul, mit dem man die hauseigenen Masterkeyboards bereichern kann. Wofür braucht man eigentlich ein Masterkeyboard, wenn man im Grunde jedes Keyboard mit MIDI-Out als Masterkeyboard nutzen kann? Antwort: Ein typisches Masterkeyboard hat in der Regel ein paar speziellere Möglichkeiten, die andere Keyboards nicht unbedingt haben müssen. Z.B. erweiterte Split-Funktionen, mehr als einen MIDI-Out und auch ein paar Controller verfügbar, weil man es normalerweise nutzt, um mehrere Klangerzeuger (Expander) damit anzusteuern (s. auch Beitrag Leef). Und für mich hat ein typisches Masterkeyboard auch mehr als 61 Tasten, auch wenn in den letzten Jahren eine Menge an kleinen Keyboards auf den Markt gekomemn sind, die in erster Linie via USB am PC angeschlossen werden. diese würde ich eher als Einspiel-Keyboard, wenn nicht sogar als Controller bezeichnen wollen.

    - Synthesizer wird häufig zu allgemein benutzt. Es bezeichnet aber eigentlich einen Klangerzeuger, dessen Klänge Synthetisch erzeugt werden, also z.B. durch Synthese. Alle Modular-Erzeuger sind z.B. Synthesizer, aber nicht die typischen Sample-Player

    - Vielleicht sollte man hier lieber den Begriff um Workstations oder Arranger erweitern. Der Begriff "normales" Keyboard ist eigentlich zu waschig und vom Thread-Ersteller wohl auch anders gemeint. Im Allgemeinen müsste man eigentlich alles, was Tasten hat, jede Orgel und auch jeden Flügel als Keyboard bezeichnen. Man meint im Bereich Tasteninstrumente damit aber in Wirklichkeit schon ein elektronisches Gerät, dass Tasten hat, aber nicht zwingend über eine Klangerzeugung verfügen muss. Somit fallen auch die Masterkeyboards, Stage-Pianos und Orgeln unter diese Bezeichnung - Synthesizer, Arranger und Workstations nicht grundsätzlich, da sie nicht nicht zwingend über eine Tastatur verfügen müssen (s. Beitrag Martman).
     
  7. RaceTheSun

    RaceTheSun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.08   #7
    ok bald hab ichs :)..
    aber, wenn ich jetzt einen synthesizer habe, wie werden die verkakabelt dass man schlussendlich irgendeinen klang hören kann. wenn sie nur klangerzeuger sind, braucht man ja irgendwas zum steuern des synthesizers oder? wird das mit midi gemacht?? oder wie??
    wäre jetzt amplitube oder guitar rig ein software synthesizer??

    noch eine frage. wenn ich unter anderem realistischere drumsounds in den pc einspielen will als händisch die midi noten am pc eingeben, eigenet sich dann auch ein masterkeyboard mit anschlagdynamischen tasten??
     
  8. Leef

    Leef Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.08   #8
    Richtig! Einen Synthesizer steuert man z.B. über Controller, Masterkeyboards oder einen Sequenzer. In den Synth geht dann ein Midi Kabel rein und raus kommen deine Audio Kabel. Dem Synth wird dann über Midi z.B. gesagt Taste C3 wurde gedrückt und dann legt er los und synthetisiert aus dieser Information irgendwas, z.B. einen fetten Lead der dann am Ausgang zu hören ist.

    Nein. Das sind Effektprozessoren, sie synthetisieren keine Klänge sondern bearbeiten vorhandenes Soundmaterial.

    Dafür wäre vielleicht auch ein Controller Pad ganz praktisch, zur Not tuts auch ein Masterkeyboard. Die Anschlagdynamik ist hier wichtig damit deine Drums nicht alle gleich klingen und du die Intensität steuern kannst.
     
  9. RaceTheSun

    RaceTheSun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.08   #9
    ich glaub ich geh euch bald auf die nerven :)

    also noch was. für was verwendet ihr jetzt zum beispiel ein masterkeyboard wenn ihr mit einem sequenzer arbeitet? zum aufnehmen von midisounds, oder für was belegt ihr die einzelnen tasten, bzw. mit was könnte man die so belegen.
    weil ich denke mir so bestimmte sachen extern zu steuern anstatt dauernd mti der maus herumzukämpfen is bestimmt feiner (aber da wird sich wohl ein controller mit fader und so besser eignen)! also masterkeyboard wird eigentlich beim recording hauptsächlich verwendet um midi spuren aufzunehmen nehm ich jetzt an oder?
     
  10. Leef

    Leef Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.08   #10
    Man steuert damit idR ein VST Instrument, es gibt für die gängigen Masterkeys vorgefertigte Belegungen die man einfach nur laden braucht, dann sind alle Elemente wie Fader, Knobs, Pads etc sinnvoll mit den Funktionen des Plugins verknüpft.

    Man würde mit dem Masterkey nur die Midisignale einspielen, die jedoch zeitgleich durch die VST Instrumente hörbar werden. Der Vorteil bei Midi besteht halt darin, daß du erstmal was einspielst und später alles Mögliche ändern kannst weil die Spur nur Midi ist. Die Midi Spur kannst du dann jederzeit an das VST Instrument schicken und so dir deine Audiospur erzeugen.
    Über die ganzen Knobs und Fader lassen sich dann einzelne Parameter des Plugins ändern. Zusätzlich haben die modernen Keys Transportkontrollen mit denen du vor und zurückgehen kannst, den Track abspielen, anhalten, oft können auch noch die Tracks gemutet werden usw.
    Bei einem richtig komplexen Gerät braucht man die Maus fast gar nicht, da sich alles wichtige über das Masterkey bedienen läßt, denn genau dafür ist es ja da! Und wie bereits mehrfach erwähnt, sind die Masterkeys lediglich Eingabegeräte, den PC steuert man mit Tastatur und Maus, einen Software Synthesizer mit einem Masterkey, Fadern und Knobs. Ist doch eigentlich sehr schön zu verstehen hoffe ich :great:
     
  11. RaceTheSun

    RaceTheSun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.08   #11
  12. Martman

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    Erstellt: 09.06.08   #12
    Wofür man Masterkeyboards braucht, wenn man mit einer Sequencer-Software arbeitet? Ganz einfach. Weil es einfacher ist, Melodien usw. per Hand auf einer Klaviatur einzuspielen, als sie Note für Note im MIDI-Editor mit der Maus einzuklicken. Vorausgesetzt natürlich, man kann spielen und findet die Tasten, idealerweise ohne Schablone.

    Natürlich kann man mit einem Masterkeyboard auch live spielen und nicht nur einen Sequencer füttern. Man schließt das Teil einfach über MIDI an einen externen Klangerzeuger oder über USB an einen Computer mit entsprechender Software an und spielt.

    Reine Controller ohne Klaviatur sind meistens ganz speziell auf die Steuerung externer Geräte/Programme ausgelegt und dafür optimiert. Die Fader, Knöpfe usw. auf einem USB-Keyboard sind nicht selten eine Kompromißlösung, die können von allem ein bißchen, während reine Controller wirklich nur Controller sind, aber gute Controller. Abgesehen davon hatte ich gerade vorgestern den UC33e unter den Händen. Das Ding ist wirklich gut verarbeitet und das Geld absolut wert, würde ich sagen.

    Zum Thema Klavier einspielen: Ich weiß jetzt nicht, woher du kommst (klassisches Klavier, Metalgitarre, völliger Musikanfänger), aber Klavier spielt man normalerweise zweihändig. Das geht am ehesten von 61 Tasten (5 Oktaven) aufwärts und am besten mit 88 Tasten (gut 7 Oktaven) und Hammermechanik. Dann sollte man auch auf die Qualität der Klaviatur achten, denn gerade beim händischen Einspielen von Klavierparts wirkt sich eine ungewichtete Billigst-Tastatur schnell negativ aus. Zugegeben, Nichtpianisten werden sich an eine Hammermechaniktastatur mit mehr oder weniger authentischem Klavier-Spielgefühl gewöhnen müssen, weil sie ziemlich schwer geht. Aber umgekehrt haben nicht wenige gelernte oder gar studierte Konzertpianisten ein Problem mit zu leichten Tasten.


    Martman
     
  13. derL0rs

    derL0rs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #13
    das wäre in der Tat komisch und man tut das auch nicht. :)
    Wenn das Masterkeyboard keine Fader hat dann muss man den ensprechenden Parameter eben mit etwas anderem ansteuern (z.B. Drehknöpfe) oder im Falle von Software mit der Maus regulieren. Ist doch eigentlich logisch...


    Es gibt nunmal einen Markt für Midicontroller ohne Tasten, da es in der Tat Leute gibt, die für ihre Zwecke keine Tastatur benötigen oder bereits eine haben, deren Fader/Knobs usw. sie erweitern wollen, ohne unnötig Platz im Studio zu opfern.
    Dass der Controller in diesem Beispiel nun teurer ist als das Masterkeyboard kann an der Verarbeitung, den zusätzlichen Drehknöpfen oder z.B. der Marke liegen. Letztlich ist der Preis immer ein Resultat der Angebot-Nachfrage-Kalkulation der Hersteller, aber das ist ein anderes Thema... :great:



    Wieviele Tasten du benötigst hängt von der komplexität dessen ab, was du in einem Durchgang einspielen willst. Wenn du es auf ausladende Klavierstücke abgesehen hast, oder du wert auf ein eher realistisches Klavier-Spielgefühl legst, dann empfehle ich 88 Tasten mit Hammermechanik. Für die meißten anderen Sachen reichen 61 Tasten.
     
  14. fjojo

    fjojo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #14
    gibt es denn jetzt die Möglichkeit mit einem Masterkeyboard auf der Bühne zu stehen, ohne einen Computer im Rücken? Gibt es da irgendwelche Sachen?


    Freddy
     
  15. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 09.06.08   #15
    Hallo fjojo,
    du kannst an ein Masterkeyboard jeden midifähigen Klangerzeuger anschließen und damit steuern und spielen.
    Also ein VST-instrument vom PC (oder der V-Box), ein anderes Keyboard oder ein Soundmodul.
     
  16. fjojo

    fjojo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #16
    kannst du mir ein Beispiel für so ein Soundmodul posten?

    Da geht dann das Midi-Signal rein und das wurschtelt sich dann seine Sound?

    Freddy

    EDIT:

    bei diesem Teil hier (soundsamples unter "DEMOS")

    http://www.mfberlin.de/Demos/demos.html
    https://www.thomann.de/de/mfb_synth_lite_ii.htm

    was hat der Synth gemacht, was war das Eingabegerät? Oder funktioniert der nur wie ein Filter?

    Ich versteh das mit den ganzen Midisachen und den Synthesizer ohne Tasten nicht, hat nich mal jemand nen gutes
    Intro für Newbies geschrieben?

    Grüße Freddy
     
  17. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 09.06.08   #17
    Es gibt von fast jedem Synthesizer eine Rackvariante.
    z.B. Yamaha MOTIF XS RACK, Rackvariante des Motif XS
    Roland Fantom XR, Rackvariante des Roland Fantom X
    Roland V-Synth XT Rackvariante des Roland-V-Synth
    Roland VK-8M, Rackvariante der VK88-Orgel
    Clavia Nord Electro Rack 2
    Clavia Nord Rack 2X

    In einem solchen Rack steck ganz einfach der Klangerzeuger des jeweiligen Synthesizer.
    Es ist praktisch der Synthesizer ohne Tasten.
    Ein solches midifähiges Rack kann man mit jedem midifähigen Keyboard spielen.
    Den Sound vom Rack programmiert man am Rack selbst bzw. über eine Editorsoftware am PC.

    Der hörbare Sound kommt immer aus dem Klangerzeuger, also aus dem Rack, bzw. Soundmodul.
    Über die Midisignale eines Masterkeyboards (oder eines midifähigen E-Drum-Set) wird lediglich der Klangerzeuger angesprochen. Er verarbeitet also die Midibefehle (z.B: Note ON, Note OFF).

    Wie es aussieht geht es dir darum, recht authentisch Drums einzuspielen. Wenn du es Live mit einem Drumset machen willst, dann rate ich dir zu einem midifähigen E-Drum-Set.
     
  18. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.08   #18
    Man kann sich das mit Tastaturen ohne Klangerzeuger und Klangerzeugern ohne Tastatur auch so vorstellen, daß das MIDI-Kabel vom Masterkeyboard zum tastaturlosen Synthesizer dem Kabel entspricht, das in Synthesizern mit Kabel eingebaut ist, das die Tastatur mit der Klangerzeugung verbindet.

    Wie bereits gesagt: In einem Masterkeyboard befindet sich prinzipiell absolut keine Klangerzeugung. Es ist eine Tastatur, meist noch ein Pitch-Bender, ein Modulation-Rad, eine Handvoll Knöpfe oder Fader, sonst nichts.

    Noch ein Versuch, die Funktionsweise von MIDI zu erklären:
    Du drückst auf dem Masterkeyboard das C4. Vom Masterkeyboard aus geht über das MIDI-Kabel ein Befehl in den Synthesizer, der da lautet: "Spiel ein C4 mit der-und-der Anschlagstärke." Und der Synthesizer tut genau das. Erzeugt einen Ton, der der Note C4 entspricht, und gibt ihn über seine Audio-Ausgänge aus.
    Du läßt die Taste wieder los. Dann geht vom Masterkeyboard ein Befehl über das MIDI-Kabel in den Synthesizer: "Hör auf, C4 zu spielen." Und der Synthesizer wird wieder still.

    Um ein ganz konkretes, bekanntes Beispiel zu nennen: Stell dir einen Computer vor. Bei heutigen PCs werden Tastatur und Maus ja auch an den Rechner angeschlossen. Dabei entspricht die Tastatur einem Masterkeyboard, denn in der Tastatur wird ja nichts berechnet, da gehen ja nur Tastenbefehle raus. Und der Computer ist dann der Synthesizer. Hat keine Tasten, berechnet aber alles. Du schließt ja den Monitor und den Drucker nicht an deiner Tastatur an, oder?

    Synthesizer mit Tastatur entsprechen so Geräten wie Commodore C64, Commodore Amiga 500, Sinclair ZX80 oder - um dem Computerverständnis jüngerer Generationen entgegenzukommen - einem Laptop. Tastatur und Computer sind hier in einem Gehäuse verbaut. Übrigens hat man damals in den 80ern tatsächlich den Monitor an den Computer mit eingebauter Tastatur angeschlossen.


    Martman
     
  19. fjojo

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    Erstellt: 10.06.08   #19
    vielen dank für eure zahlreichen Antworten.

    --------------------------------------- Off-Topic--------------------------

    @swagger-jacky; um die Drums geht es mir nur zweitrangig.

    Ich habe Live einen Synthesizer mit Tasten von Yamaha (70er/80er) und ein von der tastatur her
    extrem tolles Stagepiano mit MIdiausgang.

    Jetzt möchte ich aus diesem "Masterkeyboard halt recht spacige Solosounds locken.
    (und nicht allzuviel Geld ausgeben) da ich in nächster Nähe vorhabe mir einen Hammond-Orgelersatzt zuzulegen. Könnt ihr mir da vielleicht was empfehlen?

    Oder zumindest sagen, in welche Thomann/Musicstore Kategorie ich gucken muss (Expander?)
     
  20. Jean-M.B.

    Jean-M.B. HCA Yamaha Keys / InEar HCA

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    Erstellt: 10.06.08   #20
    Nun denn...,verbinde den Midi-Out des Stagepianos mit dem Midi-In des Synthesizers. Den Midi-Thru des Synthesizers kannst du z.B. mit dem Midi-In des Roland VK-8M-Orgel-Modul verbinden. Somit kannst du, wenn auf allen Geräten die Midikanäle abgeglichen wurden, den Synthesizer und das Orgel-Modul über das Stagepiano spielen.
     
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