Nic Armstrong

von Floh, 18.01.05.

  1. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.09.04
    Zuletzt hier:
    3.02.15
    Beiträge:
    626
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    2.939
    Erstellt: 18.01.05   #1
    Kennt den jemand von euch??
    Zitat aus dem Rolling Stone 12/04:
    "Würde man sich für Wiedergeburten und ähnlichen Unsinn interessieren, man könnte fast glauben, John Lennon wäre jetzt in Nottingham zu Hause und würde sich aus unerklärlichen Gründen Nic Armstrong nennen."

    Naja wirklich wunderschöne Musik, zeitlos schöne Melodien(letzteres auch dem Rolling Stone entnommen), man glaubt kaum, dass man in dieser Zeit noch so schöne nach 60er oder gar 50er Jahre klingende Musik machen kann.
    Einfach toll!!!!!
    Nach einem furiosen "I Can't Stand It" betitelten Auftakt, der einem den Kopf und die Ohren für diese Platte reinzuwaschen scheint, Anleihen an die Beatles sind schon hier kaum zu überhören, ohne dass es jedoch wie ein billiges Plagiat wirkt, kommt bereits der erste Höhepunkt, der meines Wissens auch 2. Singleauskopplung(in England erschien das Album bereits im April) ist.
    Der "Broken Mouth Blues" mit einem countryartig wirkenden Rythmus ist, eine Neuerfindung des Blues im 21. Jahrhundert, schöne Harp, die wie fast alles Instrumente auf dieser Platte von Armstrong selbst eingespielt wurde! So viel Drive in diesem Stück. Wäre ich einem diesem Lied angemessenen Deutsch mächtig, ich würde mich nun auf " Seiten mit Lob überschlagen...
    Das erste Lied, das beweist, dass auch langsamere, ruhigere Lieder seinem Gesang stehen, folgt sofort, "In Your Arms On My Mind".
    Wer würde nicht gerne jemanden Haben, dem er
    "What's on your mind, my love
    I share your worries, my love
    All i can do for you
    is take you in my arms, my love"
    ins Ohr hauchen kann, oder noch schöner, es gesagt kriegen!
    Das einzige Cover auf der Platte stellt "Down Home Girl" dar, eine Leiber/Butler Komposition, die auch von den Rolling Stones aufgenommen wurde, mir allerdings erst durch Nic Armstrong , "I'm gonna take you back to New Orleans" Ja, bitte, nimm mich mit, zumindest bis zum Ende der Platte und in Gedanken!!!
    Auch im 5. Stück werden die Beatles wieder heraufbeschworen, nach einem irgendwie fremd, indisch klingenden Gitarrenauftakt, wird Skiffle auf schönstem Niveau gespielt. Man will tanzen gehen, obgleich ich doch sowas sonst nie tue. Beachtlich ist, dass Die Stücke für dieses Genre ziemlich lang sind, ohne jedoch so zu wirken, oder gar langweilig zu werden!
    Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, "I'll Come To You" käme, aus etwa 1000 Meter tiefe des Meeres zu mir, das ist natürlich subjektiv, und jemand anderes mag da ganz anders empfinden. Das Stück hat etwas ewiges an sich, etwas unvergängliches.
    Weiter geht es mit "Back In That Room", rückt diese Einfachheit des Taktes wieder ins Gedächtnis, die doch so effektiv ist. Hierzu wird man zwar niemanden in einem seltsamen HipHopClub mit dem Kopf wackeln sehen, obgleich das doch einer der Takte ist, zu denen die das können, doch das ist natürlich gut so!
    "Too Long For Her" verbreitet wieder ein wenig Ruhe, es erinnert gesanglich am meisten an die 50er Jahre(nicht Chuck Berry, eher die Everly Brothers(allein ;) oder meinetwegen Buddy Holly). verliebt sitze ich einer jungen gutaussehenden Frau, die ich soeben kennengelernt hab, in einem FastFoodRestaurant in Mitten der unendlichen Vereinigten Staaten von Amerika gegenüber, wir beide schlürfen unseren Milchshake und...
    seltsame Romantik, aber so ist das eben ;)
    Und dann der Höhepunkt: "She Changes Like The Weather"
    Irgendeiner unserer Drummer in diesem Forum muss mir mal sagen welche Drum das ist, die da so vorherrschendend ist, die obgleich sie mal wieder in einem straighten Takt gespielt ist schon allein so wunderschön ist. Doch darum baut sich dann noch dieses wundervolle, träumerisch schöne, herrliche Liebeslied auf. Ein Lied, das mit seinen 2.23 min einfach zu kurz ist!
    Die erste Single "Natural Flair" ein Song der sich teilweise bis zum manischen zu steigern scheint und dabei doch so ruhig.
    Und wieder dem Rolling Stone seine Beobachtung raubend: Für einige Momente klingt er hier wie Jack White.
    Das kürzeste(1.53) Lied, "Scrath The Surface" klingt nun wirklich ein wenig nach Country, aber jung und frisch, Country keinesfalls als abwertung!
    Nachdem ich während des Rezensierens hier mekre wie weit ich im Album schon vorgedrungen bin, merke ich auch wie weit man in Gedanken(ohne davon hier viel zu schreiben) fortschweift und auch in sich hereinschweift. "You Made It True", das Lied, dass mir das aufzeigt, sagt mir "look you're young again", der verjüngung dient es also auch? ich bin doch erst 18...
    Achso, der Verjüngung eines Musikstils also!
    Zweifelsohne richtig!!
    Nun das vorletzte Lied, das Album wird ruhig, es trägt bezeichnenderweise den Namen "The Finishing Touch" naja, ist wohl eher anders gemeint..
    Wieso haben eigentlich ausschlißlich alle Lieder dieser Platte Ohrwurmqualitäten? Wie schön, dass trotzdem keines der Lieder in den Charts, denn so sehr man ja seinen neuentdeckten Schätzen den kommerziellen Erfolg gönnt, man möchte sie doch für sich allein ahben...
    Dann ein letztes Aufbäumen namends "Mrs. The Moraliser" wieder ein wenig schnelleres Lied zum Schluss.
    Vielen Dank für diese herrliche, 40 minütige Reise in die Vergangenheit in der Gegenwart!!!


    Achja, falls einer Lust hat, am 5. Februar sein Konzert in Dresden zu besuchen, ich werde aller Voraussicht nach den laut web.de Routenplaner 535km langen Weg von Stuttgart nach Dresden in meinem 97er Polo namens Diego(Ramiro Ernesto Sanchez) antreten. Mitfahrgelegenheit(en) vorhanden(je nachdem wen meiner Freunde ich motivieren kann mit zu fahren, lohnt sich für die zumindest von der Stadt her, und es sind ja immerhin Faschingsferien zu der Zeit, man kann also länger bleiben...), einfach bei mir melden(obgleich ich irgendwie nich glaub, das jemand mit mag :) )
     
Die Seite wird geladen...