Nicht alltägliche Berufswünsche

von Luminous, 11.08.08.

  1. Luminous

    Luminous Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #1
    Hallo! :-)

    Stichwort Bubentraum. Jeder kleine Bub und jedes Mädel hatte mal den Berufswunsch. Sie wollte Reitweltmeisterin werden, er Feuerwehrmann, die andere Extrembüglerin, der andere eine Frau. ;-) Dann werden die Kleinen aber immer grösser und irgendwann vergessen sie ihren Traum. Oder in vielen Fällen wird dieser in der Freizeit, als Hobby gepflegt.
    Ich würde nun gerne Eure Geschichte dazu lesen. Was wollt(-et) Ihr werden? Seid Ihr auf dem Weg dorthin? Wie habt ihr es realisiert? Erfüllt Ihr Euch diesen Traum später noch irgendwann? Ist es so, wie Ihr es Euch vorgestellt habt?

    Weshalb ich das alles frage? Ich möchte mal etwas anderes hören als "Was? Das tust du eh nicht...!". Lieber höre ich Eure Erfahrungen dazu.

    Mal ganz einfach ohne Fakten und Budget-Berechnungen, kurz geschildert - mein Bubentraum:
    Seit fast 14 Jahren (als ich vier war) möchte ich Busch-, bzw Taxi-Pilot werden. Das sind die kleinen Flugzeugchen, die mit Tundrabereifung oder Schwimmern wortwörtlich im Busch landen. Nun bin ich 18 und mache wie geplant eine Lehre. Mit 20 werde ich fliegen lernen, dann werde ich einige Jahre sparen und im Lehrberuf arbeiten. Dann zeigt sich, ob ich es tatsächlich verwirklichen möchte, oder ob die Fliegerei einfach mein Hobby bleibt. Ich zeige mich aber optimistisch, denn den Busch habe ich schon (siehe Profilbild) - mir fehlt nur noch der Pilot. :D Als Arbeitsort schwebt mir Alaska, Kanada und Norwegen vor. Mehr von mir zu lesen gibts in meinen Blogeinträgen.

    Also: Wer wird wie Astronaut? Erzählt von Euch! ;-)

    Gruss,

    Luminous


    PS: Da es sonst wahrscheinlich recht wenig Antworten gäbe, darf man auch über dieses Thema allgemein diskutieren. Das ist für mich genauso interessant.
     
  2. Thomas.Sonntag

    Thomas.Sonntag Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #2
    Da schmeiss ich mich doch direkt mal da ein.

    Seit ich ca. 15 bin, wollt ich auch fliegen ^^ und zwar bei der Bundeswehr.
    mit 20 kam die Musterung: T2, abgesehen vom Wachbattalion uneingeschränkt verfügbar. *freu*

    Dann zum Wehrdienstberater.... SCHOCK!!!!! Mit Realschule und abgeschlossener Berufsausbildung?!? Never Ever.
    Jetzt bewerb ich mich auf Offizier der militärischen Flugsicherung, sprich so in der Richtung Fluglotze (im Tower und so). Das ist nahe an meinem Wunsch dran, und ich kann mich dort verwirklichen.

    Viele die ich kenne, hatten ihre "Träume" aber so gut wie keiner macht heute das, was er sich mal gewünscht hat.... Weil leider weiss man in der Kindheit nicht, was man mal fürn Abschluss macht, ABI, studium oder sonst was....

    Das war´s von mir

    Tom Tom
     
  3. Luminous

    Luminous Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #3
    Danke für deinen Beitrag! :-) Schön, dass du in deiner gewünschten "Richtung" etwas gefunden hast!
    Das mit dem Abschluss stimmt. Wenn ich eine Schulstufe höher gewesen wäre, wäre ich wohl studieren gegangen. Dann hätte ich auf eine Art einen besseren Beruf, würde viel verdienen. Wenn ich mein Leben aber so gestalte, wie ich es geschildert habe, dann wird es schwer noch ein Einfamilienhaus und eine schöne Rente zu haben. Das bereitet grosse Sorgen. :o Ob ich das mit sparen kompensieren kann?...Ich spare zweifellos gut. Von dem her...Da muss ich mich noch drüber schlau machen. Es ist halt schon ein grosser Schritt auszuwandern, einen völlig anderen Beruf zu haben, schliesslich nach ein oder zwei Jahrzehnten wieder zurück in die Schweiz zu kommen (oder nicht?) und wieder zu meinem ursprünglichen Beruf zu kommen. Oder fände ich dann auch hier Arbeit als Pilot?...Fragen über Fragen. Das meiste muss ich selbst herausfinden, indem ich es tue.
    Immerhin weiss ich, dass die Fliegerei zumindest mein Hobby bleiben wird - egal was passiert. :-)
     
  4. metaljuenger

    metaljuenger Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 11.08.08   #4
    Schönes Thema, bin gespannt, was da alles dabei rauskommt ;)

    naja, nachdem ich das mit dem jurastudium und dem rennfahrer (was wohl alle kleinen kinder haben) abgehakt hatte, war es auf jeden fall was in richtung musik, am geilsten wäre es was zu produzieren, naja noch eher in Richtung Peter Tägtgren zu gehen, das wollte ich immer, produzieren, eigenes Studio und nebenher auf der Bühne stehen.

    Mittlerweile bin ich von dem weiter entfernt denn je, Hotelfachmann ist ja net unbedingt in die Richtung... :D
    Studium FH Internationales Tourismusmanagement auch net :(

    Und an der FH kann man im Studentenwohnheim nicht mal Musik machen, ist verboten :eek::evil::mad::confused::screwy:
     
  5. Ian McDeath

    Ian McDeath Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #5
    Ich wollte auch immer Pilot werden und ich bin froh so tolle Eltern zu haben die mich in allem unterstützt haben. Mit 13 hab ich Gitarre spielen angefangen, rockstar ist ja ne gute alternative^^ jedenfalls hab ich mich dann mit 14 in ner Flugschule (nur 5 km von mir weg) angemeldet und hab ne Segelflugausbildung angefangen. Den Schein kann man erst mit 17 kriegen, aber mit 14 darf man dort in den Verein eintreten. Hab quasi meinen ersten traum verwirklicht. Kurz vor dem erlangen des Scheins hatte ich allerdings eine Große entscheidung zu treffen. Schule nahm viel Zeit in Anspruch und 2 hobbys waren definitiv zu viel für mich. Also hieß es für mich entweder fliegen oder Musik aufgeben. Hab das fliegen aufgegeben und hatte dafür viele schöne gigs mit meiner damaligen band, aber leider keinen flugschein. Naja ist eigentlich schade ums fliegen gewesen, ABER ich hab ja allemöglichen Freunde am Flugplatz, weshalb ich gelegentlich immernoch fliegen geh. Zwar als Copilot und das auch nur inoffiziell, aber besser als garnichts=) Und mitlerweile will ich beruflich weder Pilot noch Musiker werden, denn als Hobby macht es immernoch am meisten spaß.

    Beruflich wirds wohl mit nem Chemie-Verfahrenstechnik Studium oder ähnliches enden^^
     
  6. Luminous

    Luminous Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #6
    Hehe, du hast eine gesunde Einstellung bezüglich dem Hobby.

    Ich finds schön, Eure Geschichten und Pläne zu hören! Wo ist der/die nächste?! ;-)
     
  7. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 11.08.08   #7
    Hier ist der nächste ;)

    Hi all,

    nachdem ich im Alter von 8 Jahren 1963 die Fernsehserie "Alle meine Tiere" von Heinz Oskar Wuttig gesehen hatte, stand mein Entschluss Tierarzt zu werden fest.

    Das änderte sich einige Jahre später, als ich die Forschungsabenteuer von Jacques-Yves Cousteau und seinem Schiff "Calypso" gesehen hatte - da wollte ich dann Meeresbiologie studieren. Ich habe dann auch wirklich Biologie studiert, mir die Meeresbiologie allerdings dann abgeschminkt, als ich erfuhr, dass im Jahr in Deutschland (zu dieser Zeit) nur 2 Stellen in der Forschung für Meeresbiologen besetzt werden ... und in meinem Semester waren wir schon drei :rolleyes:

    Aber das Biologiestudium hat mir sehr viel Spaß gemacht, wenn ich auch im Endeffekt mehr mit Muskelphysiologie und organischer Chemie als mit den Tieren des Meeres zu tun hatte.

    Nach dem Diplom hat mich dann halt die Welt des DOS und der PCs erfasst ... heute bin ich Systemadmin in einer Arztpraxis (wobei mir mein Biologiestudium aber für das Verständnis der Medizin und der Fachbegriffe eine sehr große Hilfe ist!)

    P.S: Ich habe mit 16 angefangen, Gitarre zu spielen und war mir immer darüber klar, dass das mein Hobby ist und NIE zum Beruf werden soll!

    Soviel zu mir ... next one please ... :D

    Greetz :)
     
  8. Luminous

    Luminous Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.08   #8
    :D Irgendwie hatte ich schon Vorfreude, da ich wusste, dass du hier früher oder später schreibst! Schon interessant, was im Leben alles Einfluss auf einen hat.
     
  9. riddler

    riddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #9
    Jetzt versuche ich grad wirklich angestrengt rauszufinden was ich so als großen Traumberuf als kleiner Bub hatte...aber irgendwie ist das so weit weg dass es mir beim besten Willen nicht sicher einfallen will - da wabert auch der Pilot rum, aber so richtig sicher bin ich mir nicht. Welchen ich aber ganz genau kenne ist den den ich vor einigen Jahren ins Auge gefasst habe, der da wäre - Softwareentwickler/Mitarbeiter bei irgendnem großen Publisher wie Ubisoft und dort an großen Titeln Hand anlegen.

    Da ich aber im Moment null Motivation für ein Studium aufbringen kann und mein Abi auch nur im Mittelfeld liegt (wenigstens auf nem informationstechnischen Gymnasium gemacht - und ich war einiger der wenigen die auch wussten was einen dort erwartet :D), wirds wohl auf nen Fachinformatiker rauslaufen - falls ich hier in der Pampa nen Platz find :/ ...
     
  10. DieGräfin

    DieGräfin Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.08.08   #10
    Interessanter Thread,

    ...bin grad ziemlich ins Grübeln gekommen, was mein Kindheits-Berufswunsch war...
    Eine Weile lang wars, wie wohl zu erwarten, Pferdewirtin :D Das war zu der Zeit, als ich mehr im Reitstall als daheim war. Reportagen über schlechte Berufsaussichten und Bezahlung (ja, ich wusste damals schon, dass das nicht unwichtig ist), haben mich davon abgebracht.

    Dann gabs ne ganz kurze Phase, in der ich professionelle Tänzerin werden wollte. Nicht an der Stange oder so :rolleyes: Nein, Turniertänzerin für Standard- oder Lateinamerikanische Tänze. Aber das Tanzen rückte bald wieder dahin, wo es hingehört - als Hobby. Dafür aber ganze 15 Jahre lang, und zumindest hobbymäßig auf Turnierniveau....

    Dann stand für mich lange Zeit fest, ich werde Schreinerin. :great: Es existiert ein Foto, auf dem ich mit ca. 5 Jahren, auf einem Hocker, mit Mickeymäusen auf den Ohren, an der Dekupiersäge stehe, und Abfallholz zerkleiner ^^ Mein Dad betreibt die Schreinerei als sehr ernsthaftes Hobby bzw. Nebenjob, von ihm hab ich wahnsinnig viel gelernt, vor allem die Freude am Werkstoff Holz. In der befreundeten Schreinerei wurde ich fast schon zum Maskottchen und ging dort, während Papa am arbeiten war, ein und aus... Doch auch hier ernüchterte mich dann irgendwann die Wirklichkeit (siehe Pferdewirtin), sowie die mal aufgeschnappte Aussage, der Holzstaub, dem man täglich ausgesetzt ist, macht viele Schreiner krank. Ok, als Beruf damit von der Liste ^^ aber noch immer eines meiner liebsten Hobbys!

    Der nächste Berufsplan: Soldatin :D auch hier war mein Dad prägend, als Berufssoldat bei der Luftwaffe. Waren wir nicht in der Schreinerei, dann in der Kaserne, nach der Schule lief ich die 5 Minuten zur Kaserne, wurde an der Wache formvoll gegrüsst ("Die Tochter vom Spieß ist da...!"), und machte dann im Büro die Hausaufgaben, erkundete das Kasernengelände oder unterhielt die Kameraden ^^ Obwohl es oft hart war, wenn mein Dad wochen- oder monatelang im Ausland war, oftmals auch über Weihnachten / Sylvester, zeigte sich da zum ersten Mal mein Idealismus, einen Beruf zu wollen, in dem ich "helfen" kann. Und in der Weltgeschichte rumkomm :rolleyes:... Der Traum wurde zerstört, als ich ihn meinem Dad offenbarte, und er mir mitteilte, Frauen dürften (damals) beim Bund nur zu den Sani's oder zur Musiktruppe. Ich wollte aber, wenn, dann "richtige" Soldatin sein...

    Nächster Versuch - Hotelfachfrau. Eigentlich erst als Notlösung gedacht, also kein Traumberuf. Ein herrliches Praktikum (leider keine Lehrstelle möglich) in einem Familienbetrieb sowie ein grausliges Praktikum bei einem renommierten 5 Sterne-Hotel (da wollte ich dann nicht hin) ließen mich zu der Erkenntnis kommen - datt is nüscht für mich....

    Ein Besuch meines Onkels (Polizist) brachte mich dann auf die goldrichtige Idee: bewirbste dich mal bei der Polizei! Ist ja faaaaast so ähnlich wie Bundeswehr. Nur anders ;) Tja, Test mit Bravour bestanden, für tauglich befunden, seit fast 10 Jahren dabei :D Und ich bereue es nicht.

    Weiterhin sehr aktiv betreib ich aber das "Werkeln", das Tanzen musste mangels Partner und Zeit beendet werden, und vor einigen Wochen kam noch das Gitarre-spielen dazu. Dann noch mein Hund...
    Resümee: Traumberuf, und Traumhobbys - Passt! :great:
     
  11. fetty

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    Erstellt: 12.08.08   #11
    Hm... ich glaub als Kind hatt ich nur so die 08/15 Berufsfwünsche; Feuerwehrmann, Lokführer, Pilot...
    Naja, is aus allem nix geworden, ich war 7 Jahre bei den Feuerpatschen (6,5 davon Jugendfeuerwehr, n halbes bei der Aktiven) aber das zum Beruf zu machen ist ziemlich schwierig.
    Lokführer und Pilot waren eh nur so phasenweise und dem ist nich weiter nachgegangen worden.

    In der entscheidenden Phase vor ca. 2-3 Jahren als es dann an die Berufswahl ging hatt ich um ehrlich zu sein überhaupt keinen blassen Schimmer was ich den werden will, ich weiss nicht wieso aber irgendwie drängte ich in die Richtung der Technischen Berufe.
    Mein Schülerpraktikum hab ich bei der Luftwaffe gemacht, in der Wartung, da hat mir das ganze auch irgendwie n bissl gefallen.
    Naja, 1 Jahr lang wurde garnix draus, dann war ich ein halbes Jahr aufm Technischen Gymnasium, und hab im Anschluss daran nen Ausbildungsplatz bei nem großen Deutschen, renommierten Automobilhersteller gekriegt.

    Dumm nur dass mir schon 3-4 Monate vor dem Beginn der Lehre klar wurde dass mir das technische eigentlich doch nicht liegt (hat ja die kurze Zeit aufm Technischen Gymnasium irgendwie mitgekriegt), aber meine Eltern moserten rum ich soll das gefälligst trotzdem machen blablablabla....

    Naja, nee, ich hab inzwischen nach einem Jahr gekündigt (ja, mein Lebenslauf sieht toll aus :rolleyes: ) und fang im September ne Ausbildung zum Rettungsassistent an, was seit ca. einem Jahr wirklich mein Traumberuf ist, und hätt ich die Frau die mich auf die Idee gebracht hat schon früher kennen gelernt hätt ich mich wohl garnie bei Daimler beworben.
     
  12. Luminous

    Luminous Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #12
    Danke für Eure Antworten! :-) Schon toll, das Internet. In der Welt da draussen könnte ich nicht jeden Fremden darum bitten, mir seinen Lebenslauf zu erzählen.

    Hat jemand seinen Traum mehr oder weniger 1:1 verwirklicht? (Erzählt auch sonst weiter!)
     
  13. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #13
    Also ich schon mal nicht!

    Was aber daran liegt, dass sich mein Traumberufswunsch wöchentlich geändert hat...

    Pilot wollte ich nie werden, ich habe Höhenangst wie Hulle und kann Fliegen nicht ausstehen.

    Dafür habe ich begeistert mit Lego und auf meiner Märklin-Eisenbahn Häuser gebaut. Nicht diese Bausätze oder nach Anleitung, sondern selbst aus Sperrholz und wollte so mit 12 unbedingt Architekt werden. Das hat sich geändert, als ich mit Freunden angefangen habe Schuhe, Autos und T-Shirts selber zu designen, jedenfalls auf dem Papier. Da wollte ich unbedingt was mit Produktdesign machen. Das war aber zu unkonkret, durch das Gitarrenspiel und die ersten Bands war dann Musiker doch ein spannendes Berufsziel, neben der Schule wurde meine Band immer erfolgreicher und nach dem Abitur hatte ich dann einen Plattenvertrag und bin durch halb Deutschland und sogar mal ins europäische Ausland getourt. Leider musste ich da feststellen, dass Musiker ein furchtbarer Beruf ist, ich war nie musikalisch kreativ sondern war eben der Gitarrist der Band, ich habe meine Noten bekommen und dann geübt, bis ich es spielen konnte. Ansonsten habe ich gewartet. Auf Interviews, Auftritte, Abfahrten, Ankünfte, Essen und Bier.

    Bühnen fand ich aber toll, ich habe schon im Schultheater gespielt und machte mit Freunden Kabarett, meiner neuer Traum: Comedy-Autor. Da ich nie erfahren habe, wie man das wird, hab ich das schnell wieder aufgegeben.

    Ich habe mich dann nach einem Berufsfeld umgesehen, das doch irgendwie mit Musik zu tun hatte und bin über ein Praktikum bei einer Eventagentur bei einem Verlag im Anzeigenmarketing gelandet und von dort in der PR-Abteilung einer Plattenfirma. Dort dachte ich dann eine Zeit lang, meinen Traumjob gefunden zu haben wollte PR studieren. Mit meinem Abi hat sich da aber wenig ergeben.....

    Inzwischen war Werbung immer mehr in meinen Fokus gerückt und ich habe Werbepsychologie studiert und bin gleich im zweiten Semester an Statistik gescheitert. Da mir aber das Studentenleben recht gut gefiel, Geld von Papa, den Rest über Gitarrenunterricht, habe ich mich nach dem ersten Versagen in einem Fach, dass ich gerne lernen wollte, für eins entschieden, dass ich schon konnte. Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, habe ich mich für Germanistik, Englisch und Soziologie eingeschrieben, bin in Soziologie aber an Statistik gescheitert....

    Da wars dann mit dem Traumberuf erstmal um.

    Nach dem offiziell schlechtesten Abschluss in Deutsch und Englisch und immer noch ohne Abschluss in Soziologie habe ich mich einfach überall beworben, wo es Geld zu verdienen gab und bin so bei der Betreuung jugendlicher Reisender auf der ganzen Welt gelandet. Ich dachte dort meinen Traumjob gefunden zu haben, nach 3 Jahren überall auf der Welt hat mir aber Sesshaftigkeit und Struktur irgendwie gefehlt und fliegen konnte ich jetzt erst recht nicht mehr leiden.

    So habe ich wieder die Schulbank gedrückt und darf mich jetzt Diplom-Dialogmarketing Fachwirt nennen. Ich bin wieder in einem Verlag, diesmal im Online-Marketing und habe dort meinen Spaß. Das Interesse für Internet kam schon Ende der 90er, ich bin kein Techniker, aber habe Spaß an den Kommunikations- und Werbemöglichkeiten im Netz.
    Mein Traumberuf war das nie, aber den kannte ich vor 23 Jahren, als ich Architekt werden wollte auch noch nicht. Der Job ist aber dabei, sich zum Traumjob zu mausern.....
     
  14. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #14
    bitte löschn
     
  15. Mentally-ill

    Mentally-ill Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.08   #15
    Mein Wunsch seit langem ist es mein Hobby also Musik / Konzerte mit der Arbeit zu verbinden.
    Habe vor kurzem die Realschule abgeschlossen und bin jetzt auf ner FOS, Fachrichtung Elektrotechnik.
    Im Rahmen der FOS mach ich jetzt ein 1 jähriges Praktikum in der Jahrhunderthalle, vorher hab
    ich schon en Praktikum bei nem Verleih von Licht und Tontechnik gemacht.
    Bin also denke ich auf nem guten Weg zu meinem Berufswunsch welcher unschwer zu erkennen der Veranstaltungstechniker ist.
     
  16. DemonSeed

    DemonSeed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.08.08   #16
    Also ich hatte sowas nie wirklich; seit ich 12 bin, will ich schon Rechtsmediziner werden, und seitdem arbeite ich dran. ^^
     
  17. rubycube

    rubycube Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.08   #17
    Also...
    Ich bin grad fertig mit der Realschule und will später mal Fachkraft für Wasserversorgungstechnik werden.
    Kann jetzt warscheinlich jeder was mit anfangen...
    Da analysiert man das Trinkwasser, guckt das es vom Hochbehälter zum Wassehahn kommt und so.
    Ich weiß eigentlich gar nicht mehr, wie ich das drauf gekommen bin, hat sich irgendwie ergeben...

    Ob was draus wird ist fraglich, weil ich jetzt erst mal 3 Jahre Gymnasium machen werde und in drei Jahren kann sich viel verändern.
    Vielleicht studier ich ja auch Sinologie oder Archäologie. Wer weiß.
    Ich schreib noch mal wenn ich´s in 5 - 10 Jahren besser weiß...

    ruby
     
  18. Luminous

    Luminous Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.08   #18
    An der Stelle muss ich euch noch etwas kleines erzählen. :-) Ist mir gerade in den Sinn gekommen, weil ich so viele Geschichten hören darf.

    Eines Tages - es muss schon mindestens drei Monate her sein - fuhr ich mit dem Zug von Bern nach Hause. Mir gegenüber setzte sich ein junger Mann, scheinbar ein Südländer. Irgendwie kamen wir ins Gespräch miteinander. Seltsamerweise eine richtig lockere und interessante Unterhaltung. Etwa das Gegenteil von Liftatmosphäre. ;-)
    Die Themen reichten von gutem Bier über Musik bis hin zu Berufswünschen und deren Umsetzung. Es stellte sich heraus, dass er immer Archäologe werden wollte. Nur wurde daraus nichts. Seinen aktuellen Beruf habe ich vergessen, aber der tut auch nichts zu Sache. Denn jetzt macht er in der Freizeit bei Ausgrabungen mit und weiss über alles mögliche Bescheid, echt interessant! Nachdem er von sich erzählte, war ich an der Reihe. Ich sagte ihm, dass ich in der Haustechnikplanung Arbeite - also im Büro. Er meinte sofort, er würde es nicht die ganze Zeit im Büro aushalten. Ich war derselben Meinung und das verwirrte ihn natürlich, weshalb ich dann meine Pläne für die Zukunft preisgab.
    Ich kam mir richtig blöd vor, von irgendwelchen Buschpiloten in Alaska zu erzählen und wie mir dieses spartanische Leben gefiele. Nicht, dass es mir vor ihm peinlich war. Er hatte schliesslich ähnlich ungewöhnliche Pläne und er wusste sogar von was ich redete! Eher war es mir vor den anderen Fahrgästen peinlich. Der Zug vollgestopft von Karrierejunkies, die auch im Zug nicht aufhörten fürs Geschäft zu arbeiten.
    Gleichzeitig fragte ich mich aber, weshalb es beschämend sein sollte, den Bubentraum umzusetzen. Während viele dies vergessen, versuche ich nun, daran festzuhalten.

    Fragt mich jetzt bloss nicht, weshalb ich diese Anekdote niederschrieb. :D
     
  19. DemonSeed

    DemonSeed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.08   #19
    Vielleicht einfach aufgrund des angenehmen Erlebnisses, im Rahmen einer lockeren und ungezwungenen Unterhaltung (was man heutzutage ja bemerkenswert selten erlebt, gerade mit Fremden!) über die eigene Kindheit plaudern zu können?

    Vielleicht sollten wir einen Psychoanalytiker zu Rate ziehen, das wäre sicherlich interessant. ;)
     
  20. x-Riff

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    Erstellt: 14.08.08   #20
    Ja - hömmmm - muss auch erst mal überlegen, wie das so als Bub war.

    Tja - jetzt weiß ich´s: vielfältig und rasch wechselnd aber immer Feuer und Flamme und genährt duch das was mir von den ganzen Außeneinflüssen gefiel ...

    Abenteurer und Eroberer und Weltenbummler war ja schon mal klasse - damals war Hardy Krüger grade in und mit meiner Schwester habe ich in dem guten alten Diercke-Weltatlas mit Buntstiften Weltreisen ohne Ende gemacht. Na ja - irgendwie ist das ja so was wie Pirat: ein ziemlich ausgestorbener Beruf.

    Tierforscher und Tierfilmer war direkt die Tür daneben - damals war Herr Sielmann und Hr. Grizemeck (oder so) und natürlich Jaque Cousteau (oder so) sehr heiß (na ja: Wasser ist nicht so meins, aber cool war es schon). Fand ich sehr schau und natürlich halt auch abenteurlich und gefährlich.

    Buschdoktor und Buschtierarzt - die Serie Daktari läßt grüßen. Nie hat ein Löwe schöner geschielt - nie war man Mensch und Tier so nah. Und damals waren gerade diese Fluzeugärzte in Afrika der letzte Schrei - da hat man ja quasi jeden Tag ein Abenteuer, verdient Geld und tut noch Gutes - wunderbar.

    Fußballspieler - Sport habe ich schon immer gerne gemacht, vorwiegend Fußball - fast jeden nachmittag draußen gekickt. Uwe Seeler war mein Held, die WM in Mexiko mein Initiationsritus und die WM in Deutschland mit uns als Weltmeister der Hammer. Ich war sogar mal in der Nordrhein-Westfalen-DFB-Jugendauswahl und hätte in Duisburg auf ein Sport/Fußballgymnasium/internat gehen können. Da war ich um die 15 Jahre und Internat hat mir nicht so zugesagt und ich konnte mir nicht vorstellen meine ganze Zeit mit Jungens zu verbringen, die außer Fußball nix im Kopf haben.

    Denn mittlerweile hatte ich an Philosphie und Soziologie großes Interesse gefunden - und die Wissenschaften, besonders in fernen Ländern und mit Abenteuern verbunden, hatten mich ja schon immer interessiert. Außerdem ist Denken cool.

    Ein bißchen später kam ich dann durch meinen Bruder, der E-Gitarre gespielt hat und mit einem drummer zusammen war, der voll cool war, auf die Kiste mit der Musik. Nicht nur hören - selber machen und natürlich voll gute Musik machen (Led Zeppelin mindestens) und sein Ding machen, Kohle scheffeln und den Eltern Sorgen bereiten - das hatte schon was. Hab dann auch drum angefangen und lange lange Zeit gespielt und bin erst vor ein paar Jahren auf E-Gitarre umgestiegen.

    Na ja - wie soll ich sagen: irgendwie hat alles mehr oder weniger geklappt. Denn irgendwie hat mich auch was normales nie gereizt und Geld verdienen eigentlich auch nicht - lieber unabhängig sein und mein Ding machen.

    Also Soziologie studiert, weil ich wissen wollte, wie man die Welt verändern kann, weil das ja irgendwie auch nötig ist - und Philosophie gleich mit - und das alles ausgiebiger als die Studienlaufzeitlisten hergaben. Dann was gesucht, wo man Theorie und Praxis verbinden kann und auf Entwicklungssoziologie gekommen. Mit der Studienabschlussgruppe in Afrika gewesen und geforscht, mich mehrere Jahre damit beschäftigt und ernüchterter wieder zurückgekehrt.

    Mich dann zum Entsetzen meiner Eltern mit einem Super-Diplom mit Ausfahrjobs (fand ich sehr cool, hat mir sehr gut gefallen) über Wasser gehalten und ausgiebigst dem Musik machen gefröhnt. Wollte ausprobieren, ob sich das als Hauptbeschäftigung für mich eignet. Aber irgendwie habe ich gemerkt, dass ich da nicht fanatisch genug bin, um jahrelang über die Dörfer zu tingeln, nebenbei Unterricht zu geben und alle möglichen Nenbenjobs zu machen.

    Da dieser Ausfahrjob ja nun perspektivisch auch nicht der Brüller war, mich noch mal ein Jahr nach Bremen begeben und eine Vollzeitausbildung zum systemischen Berater gemacht. Und seitdem im Bereich Regional-, Unternehmensentwicklung, Bildung und Beratung unterwegs und mir im wesentlichen meine jobs und Projekte selbst gezimmert. Irgendwie bin ich auch da so eine eierlegende Wollmilchsau, die nix richtig kann, aber von allem so weit genug, dass irgendwas sinnvolles bei rauskommt, wofür andere Leute Geld auszugeben bereit sind.

    Musik mache ich noch - seit einiger Zeit ohne Band und seit einiger Zeit auch viel mit songtexten.

    Ach irgendwie habe ich noch folgende Bub-Sachen vergessen: Astronaut, Erfinder (Daniel Düsentrieb!), Comic-Zeichner (Marvel-Comix!), Kneipenwirt, Existenzialist, Schriftsteller (ach neee - eigentlich nich: die sind irgendwie alle so käsig und verwechseln irgendwie schreiben mit leben oder so ...).

    x-Riff