Nicolas Sarkozy - Ein Schaden für das Image Frankreichs?

von SkaRnickel, 26.02.08.

  1. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #1
    Hi,

    nachdem der französische Präsident mal wieder in die Schlagzeilen gekommen ist, stellt sich mir die Frage ob sich ein Staatsoberhaupt so in der Öffentlichkeit geben darf. Ich schildere einfach mal ein paar Ereignisse:

    1. Vermutlich Rede unter Alkoholeinfluss auf dem G8 Gipfel:
    http://www.net-tribune.de/article/130607-244.php
    http://www.youtube.com/watch?v=1uxb0JHqzlA

    2. Makeup im Wert von 34.000€ von Wahlkampfgeldern
    http://www.sueddeutsche.de/leben/artikel/574/152189/

    3. Scheidung von seiner Ehefrau, kurz darauf neue Heirat
    (Nicht wirklich schlimm, von meinem Standpunkt aus)
    http://www.sueddeutsche.de/leben/artikel/367/150990/

    4. Beschimpfung eines Mannes auf der Landwirtschaftsmesse
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,537570,00.html

    Nicolas Sarkozy scheint sich Mühe zu geben, sämtliche Klischees über Franzosen zu erfüllen...
    Mir geht es hier nicht speziell um Frankreich, sondern vielmehr um ein solches Amt, und die damit verbundenen Pflichten. Darf sich ein Staatsoberhaupt so benehmen?
    Haben die Medien überhaupt das Recht, sein Privatleben (Siehe Clara Bruni) so in die Öffentlichkeit zu zerren?

    Was meint ihr?
     
  2. DrummerinMR

    DrummerinMR Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.02.08   #2
    hehe
    jedesmal wenn ich ihn in den nachrichten sehe denke ich mir: hätten sie doch besser die frau damals gewählt :D

    öffentliche personen müssen damit leben können, dass sich die öffentlichkeit für sie und somit ihr privatleben interessiert. man will doch keinen aalglatten typen als präsidenten, über den man quasi nichts weiß. trotzdem finde ich, dass bei ihm nicht wirklich viel in die privatsphäre eingegriffen wird, da sind hollywoodstars schlimmer dran.
     
  3. UncleReaper

    UncleReaper Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #3
    Ich denke, dass es Grenzen gibt. Eine Rede unter Alkoholeinfluß..
    Eine Heirat nach Scheidung.. Ich denke darüber lässt sich streiten.
    Die Sache mit den Wahlkampfgeldern geht für mich gar nicht und
    das mit der Landwirtschaftsmesse finde ich im Grunde Ok. Sind
    schließlich alles nur Menschen.

    Was die Grenze meiner Meinung nach deutlich übertritt ist sowas:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,282432,00.html

    Es sollte aber auch Grenzen für die Medien geben, denke ich.
    Die nehmen ja selten auf irgendwas wirklich mal Rücksicht.
     
  4. michaelausS

    michaelausS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #4
    Nach Berlusconi gibts keine Peinlichkeitsgrenze mehr. Schröder hatte ja auch so eine Art, war aber etwas dezenter. Sarko benimmt sich wie ein Schwein.
     
  5. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 26.02.08   #5
    Die Franzosen haben ihn gewählt, (sie dürfen ihre präsidenten wählen), und wenn er ihnen nicht gefällt, sollen sie ihn entsorgen.
    Wen haben die Deutschen nicht schon alles gewählt oder sich von ihren parteien vorsetzen lassen !
     
  6. SkaRnickel

    SkaRnickel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #6
    Och, die Sache mit der G8 Rede kam in Frankreich nie wirklich in den Medien... :D


    Aber da stimme ich zu, gerade bei so etwas sollten sich die Medien mal zurückhalten. Gerade auf dieses Beispiel gemünzt, wurde letztens in Frankreich zu einem Boykott des Präsidenten für einen Tag aufgerufen, weil er ausnahmslos jeden Tag in den Zeitungen vertreten war. Und das ausschließlich mit seinem Privatleben. Hier sehe ich auch einen weiteren Widerspruch: Einerseits genießen solche Personen Immunität, um das Amt nicht in ein schlechtes Licht zu rücken, andererseits darf ihr Leben von der Boulevardpresse durch die Gosse gezogen werden...

    Aber trotz, oder gerade wegen übergenauer Medien sollte ein Präsident niemanden aus seinem Volk als Idioten bezeichnen, egal wie dumm er ihm kommt. Das ist ja so auch nicht zum ersten mal passiert..
     
  7. Localgroover

    Localgroover Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #7
  8. Johannes Hofmann

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    Erstellt: 26.02.08   #8
    Lieber ein arroganter Sarkozy als ein despotischer Putin oder ein *** Bush.

    Freuen wir uns, dass unsere Regierung uns zZt nicht international blamiert und lassen die Franzosen ihr Problem lösen, was wie gesagt, bei weitemnicht so schlimm ist, wie die Probleme, die andere Staaten mit ihren Chefs haben :o
     
  9. -Imperator-

    -Imperator- Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #9
    Charakterlich gefällt mir der Mann überhaupt nicht. Von daher würde ich ihn als Franzose auch kein zweites Mal wählen, er kommt arrogant und ziemlich herablassend-versnobbt rüber...
     
  10. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #10
    Sarko ist nur einen hauch Größer wie Putin :D
    Kleine Männer neigen zudem desöfteren zu merkwürdigen Verhaltensweisen, auch zu deutlich mehr Machtbesessenheit, zumindest Einige :D
    Die G8 Rede von Sarko war auch in Frankreich in den Medien, laut seiner eigenen Aussage ist er Antialkoholiker.. ;)
    Ich finde ihn eher lustig, solche Figuren haben besseren Unterhaltungswert wie die meisten sog. Promis die nicht in der Politik sind, nur zu toppen von einem Herrn W. Bush der trotz Säuferkarriere nie lernte wie man ein Bier einschenkt.
     
  11. -Imperator-

    -Imperator- Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #11
    Politiker sollen nicht unterhalten, sondern ein Land im Interesse des Volkes lenken...
     
  12. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 27.02.08   #12
    Nur tun sie nicht, was sie sollen, sondern, was sie wollen., und leider können und dürfen sie auch.
     
  13. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #13
    Glaube mir, in Frankreich lenkt das Volk das Land ;) und den Franzosen geht's nicht schlecht dabei.
     
  14. EDE-WOLF

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    Erstellt: 29.02.08   #14
    "Ich bin bereit Atombomben auf einen Schurkenstaat zu werfen, wenn der nachschub an strategischen ressourcen für europa gefährdet ist"
     
  15. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #15
    Das würde auch ein(e) deutsche(r) Kanzlerin/Kanzler von sich geben, hätten wir nicht den letzten Weltkrieg zu verantworten und überhaupt Atomwaffen :D
    Auch Deutschland klaut den Afrikanern Lebensmittel und Rohstoffe, und alle schauen zu und tun so als seie es legitim mit Diktatoren zu dealen, anders kann man diese Geschäfte leider nicht bezeichnen.
     
  16. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 29.02.08   #16
    Nein. Staatsoberhaupt ist das höchste Amt mit höchster Signalwirkung. Es stellt deshalb ganz besondere Ansprüche an Charakter, Moral und Glaubwürdigkeit und vor allem: an die Fähigkeit, vielfältige Strömungen zu integrieren, und nicht einseitig zu polarisieren. Altmodisch gesehen: Ein Staatsoberhaupt sollte ein "Weiser " sein und kein krankhaft ehrgeiziger Jetsetter, der darin einen Prestigejob sieht.

    Wenn ein Staatspräsident sich insgesamt so billig aufführt wie ein eitler Popstar, wird eben auch das Privatleben entsprechend billig an die Öffentlichkeit gezerrt. Ironie dabei ist, dass die mächtigsten Freunde Sarkozys gerade aus dem Medienbreich stammen, die ihre Kohle wiederum mit Schlagzeilen darüber machen. Da wäscht letztlich eine Hand die andere.

    Man kann nur hoffen, dass die Franzosen ihren Fehler, einen eitlen Hampelmann zum obersten Staatsmann gewählt zu haben, bei der nächsten Wahl korrigieren. Ich halte Sarkozy jedenfalls für zu zerfressen von seiner kindischen und dümmlichen Egomanie, um ein weiteres Mal mit aufgesetzt staatsmänischem Gehabe seine Wähler täuschen zu können.
     
  17. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 01.03.08   #17
    Ich bin da doch ein bisschen anderer Meinung. Diese geforderte "political correctness" subsummiert sich dann in Leuten wie Bush, die Sonntags in die Kirche rennen und trotzdem Folter rechtfertigen - natürlich immer mit bedächtig ausgewogenen Worten.

    Mir ist jemand, der "Eier" hat viel lieber.

    Wenn ein Staatspräsident sich insgesamt so billig aufführt wie ein eitler Popstar, dann haben seine Wähler das Recht, ihn nicht mehr zu wählen. Wenn seine Gegner ihm aber seine Weibergeschichten vorwerfen müssen, mangelt es ihnen offensichtlich an ernstzunehmenden politischen Argumenten.
     
  18. Thora

    Thora Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #18
    Sarkozy hat einfach kein Benehmen. Er leidet eindeutig am "kleine-Männer-Syndrom" und gibt sich auch nicht wirklich Mühe sich wie ein Staatschef zu verhalten.
    Vielleicht bin ich da zu konservativ eingestellt, aber Sarkozy scheint keine Achtung vor anderen zu haben. Auch nicht vor seinem Volk. Er beschimpft einen Mann in der Öffentlichkeit. Diese Beleidigung war nicht nur ein "du dumme Sau" sondern das war schon sehr schlimm und weit weit unter der Gürtellinie. Das kann man sich als Staatschef nicht erlauben!
    Auch wie er letztenz mit seiner neuen Frau irgendwo war und sie sich in Jeans auf irgendeinem Sofa rumgelümmelt hat. Benimmt sich so eine First Lady?
    Würde die Dame ein wenig darüber nachdenken, wie man ein Land präsentiert (was sie ja nun unweigerlich acht), dann würde das Ganze bestimmt anders aussehen.
    Es ist schon schlimm genug, dass der Herr Sarkozy ein Privatleben nach Außen kehrt aber duie Unruhen, die er auch innerhalb der EU schafft, sind in meinen Augen auch reichlich daneben.
    Meines Wissens, hat Sarkozy nur noch 30% seines Volkes hinter sich.

    Um nochmal zur Bruni zu kommen: Warum bekommt ein kleiner hässlicher Mann eine begehrte Frau? Wahrscheinlic nicht, weil er viel Geld und viel Macht hat....
     
  19. Simson

    Simson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.08   #19
    Ich finde den Mann spitze!


    Alle sind ja nur neidisch, weil er in Europa die schärfste Braut hat.

    Ob er sich benehmen kann? Ich weiß nicht. Was für ein arroganter Schnösel war denn Schröder (Wahlnacht '05)?
    Kohl hätte den Eierwerfer auch fast vermöbelt, Schmidt raucht im Rauchverbot...

    Immerhin hat er den Spruch vom 'Kärcher' geprägt, der mal durch die Vororte gehen müsste und das stimmt.

    Ich lebe in Frankreich und arbeite in Straßburg. Man sagte uns immer, wir dürften mit Dienstfahrzeugen nicht durch Neuhof fahren wg zu gefährlich. Ich habe es auch nie getan, aber zu Anfang für Blödsinn gehalten.
    Neuhof ist aber eine Wucht - sowas gibt es in D nicht. Pöbel, Schrott, vernagelte aber bewohnte Fenster. Regelmäßig brennen Container oder beliebige Schilder aus Plastik.

    Vor 2 Wochen wurde ich auf dem Motorrad im Vorbeifahren mit einer zerbrochenen Glasflasche beworfen (und getroffen). So ein Pack hat man noch nicht gesehen.
    Gesindel war hier der passende Ausdruck.

    Seine Einstellung stimmt also, deshalb wurde er gewählt.

    Machen müsste er nun nur noch was...
     
  20. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #20
    Wieso, macht er doch? Also ich finde die Eskapaden mit Frau Bruni Spitze, die bulgarischen Krankenschwestern hat er auch ziemlich gekonnt "gerettet", nachdem deutsche Verhandler schon alles geregelt hatten und das Französisch-Deutsche-Verhältnis ... Ach, es gibt schon Wichtigeres.

    Ein :great: für Sarko! :)



    Kann den Mann irgendwie nicht so richtig ernst nehmen.