Nochmal Feedback Destroyer

von delirious, 16.04.04.

  1. delirious

    delirious Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.04   #1
    Hallo Zusammen!!!

    Ich weiß, das Thema ist schon oft angesprochen worden, hab aber in der Suchfunktion nicht das gefunden was mir weiterhilft. Folgendes: Also ich spiel in einer Band, da aber der Drummer ein sehr, sehr lautes Schlagzeug hat kann ein gewisser Lautstärkepegel nicht unterschritten werden. Das Problem ist, dass wir ne sehr kleine Anlage haben und unsere Mikros nicht ohne Feedback mit der Lautstärke mithalten können. Wir haben uns also überlegt, dass wir uns nen Feedback Destroyer zulegen. Also was macht der genau? Wie muss man den anschließen? Würde mich über Antworten freuen.

    Wie sieht es eigendlich mit dem aus? Wär der was?

    http://www.musik-service.de/ProduX/...rse/Behringer_Feedback_Destr_PRO_DSP1124P.htm
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.04.04   #2
    Ein Feedbackdestroyer ist eigentlich "nur" eine Notlösung (wenngleich wir selbst einen im Einsatz haben), und zwar am ehesten für folgende Situation:
    Band auf kleiner Bühne mischt sich selbst bzw. hat nur einen unerfahrenen (Hobby-)mischer dabei.
    Dann leistet ein FeedbackDestroyer nach Einpfeifen der Anlage(!) recht gute Dienste, allerdings nur im halbautomatischen Modus - die Vollautomatik ist zum Davonlaufen...

    Im Proberaum problematisch... Wenn es dort permanent pfeift, sollte man an den Mikros und/oder den Boxen etwas ändern, sei es durch Austausch gegen "bessere" oder zunächst mal schlicht durch eine andere Aufstellung. Der nächste Schritt wäre dann eine sorgfältige EQ-Einstellung, entweder am Kanal-EQ des betreffenden Mikros oder an einem (evtl. noch anzuschaffenden) Master-EQ. Letzteres ist für den Proberaum (wo ja die Aufstellung in der Regel immer etwa gleich ist) die sauberere Alternative.

    Was macht jetzt der FBD? Im Grunde nichts anderes als ein Equalizer, der sich die zu dämpfenden Frequenzen automatisch sucht. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Erstmal dauert diese Suche seine Zeit, weswegen die Werbeversprechungen ("Einfach einstöpseln, nie mehr Feedbacks") nicht halten, sprich man kommt um das Einpfeifen nicht herum. Und zweitens "findet" der FBD auch gerne mal Frequenzen wie längere Orgel- oder Gitarrentöne, die keine Feedbacks sind und versaut so nach einer gewissen Zeit den Frequenzgang der gesamten Anlage.
    Ich behaupte: Um einen FBD wie den von Behringer wirklich gewinnbringend einsetzen zu können, muss man fast besser Bescheid wissen, als wenn man das ganze per EQ "zu Fuß" macht. Die Fußgängermethode kostet zwar am Anfang mehr Zeit, dafür hat man aber alles im Griff und vor allem passiert nichts unvorhergesehenes unter dem Deckmäntelchen der Automatik.

    Jens
     
  3. Heni40

    Heni40 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.04   #3
    ein FBD ist im Monitor weg sinnvoll, wenn man einen unerfahrenen Mischer hat. Der braucht sich dann nicht um die Frequenzen und feedbacks im Monitorweg zu kümmern... Wir haben z.B. immer einen im Monitorweg...
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.04.04   #4
    Dennoch: die Vollautomatik / der Betrieb ohne vorheriges Einpfeifen ist problematisch.
    Die Dinger können einiges, sind aber nicht die Universalproblemlöser, als die sie gemeinhin angepriesen werden...

    Jens
     
  5. Larry_Croft

    Larry_Croft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.04   #5
    kleiner tipp:
    die pc software spectrum analyzer verkürzt das einpfeifen ungemeint. peaks werden mit frequenz angezeigt, einfach dass band am eq suchen und runter regeln. fast schon einfacher als ein fbd
     
  6. 00Schneider

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    Erstellt: 16.04.04   #6
  7. Larry_Croft

    Larry_Croft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.04.04   #7
    der jens könnte ja mal verraten welches gerät er benutzt

    laut 00schneiders test ist der behringer fbd doch garnet mal schlecht, sogar testsieger (wenn auch teilweise durch den preis bedingt).

    hat jemand das gerät schonmal benutzt?
     
  8. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.04.04   #8
    ...den oben angesprochenen Behringer ;)

    Wohl wissend, dass der so seine Tücken hat, nur hat die Bandkasse nicht mehr hergegeben damals. Wie gesagt: Im Monitorweg (und nur dort!), unter Verzicht auf das volle Automatik-Gedöns, nach sauberem Einpfeifen etc. ist das Ding ein schönes Ruhekissen... Aber ich glaube, wenn die Entscheidung jetzt nochmal anstehen würde, ich würde jetzt eher zu einem zweiten TerzbandEQ greifen...

    Jens
     
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