Noisegate - Blutiger Anfänger braucht Tipps!

von 666alex, 09.06.07.

  1. 666alex

    666alex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.07   #1
    Hallo Gemeinde...

    wir machen uns gerade daran, Demo-Aufnahmen unserer Band zu machen und nutzen dafür einen Harddisc-Recorder (Boss BR 1600 CD). Nun haben wir von einem Bekannten zur Aufnahme der Drums ein Noisegate (Behringer XR 2400) geliehen bekommen. Leider haben wir keine Bedienungsanleitung und zudem nicht den blassesten Schimmer, welche Einstellungen wir für die entsprechenden Drums tätigen müssen. Das Teil hat vier Kanäle und jeder Kanal verfügt über folgende Einstellungsmöglichkeiten:

    Lowcut (Hz), Highcut (kHz), Threshold (dBu) und Release (sec.)

    Dazu kommen folgende Schalter:

    Keylist, Auto, Range (20dB), In/Out, Slave

    Bearbeiten mit dem Effekt wollen wir Snare, Bass-Drum und 2 Toms.
    Wir machen ´ne Art Thrash-Metal.

    Wer kann uns Wissensdurstigen helfen :confused: Vielen Dank bereits im voraus für Eure Beiträge...
     
  2. Goatlord

    Goatlord Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.07   #2
    Für euch dürften Threshold und Release wichtig sein. Der Threshold bestimmt, wie laut das Signal sein muss, damit das Gate sich öffnet, Release bestimmt wie lange es nach dem Öffnen dauert bis sich das Gate wieder schließt. Nun müsst ihr aber selber hören welche Einstellungen geeignet sind.
    Vielleicht noch den Highcut aktivieren, damit die lauten Signale der HiHat und der Becken das Gate nicht zu sehr beeinflussen.
     
  3. paulsn

    paulsn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.06.07   #3
    wenn ich mich nicht täusche funktioniert das ding so:

    lowcut und highcut sind 'sidechain filter' (externes steuersignal... uninteressant für euch)

    treshold ist der dB-wer bei dem das gate auf macht - wie bereits gesagt wurde.

    release ist die zeit nach der das gate zu macht, nachdem der treshold wieder unterschritten ist (damit man nicht das sustain das man eventuell behalten will weg gated)

    Keylist hat auch was mit sidechain zu tun... wurscht und auslaussen.

    bei auto errechnet sich das gerät die releasezeit selber... da es sich um behringer handelt würd ich dem nicht trauen ;)

    Range sagt um wieviel dB das gate im geschlossenen zustand absenkt (normalerweise -80dB und mit dem schalter kann man das glaub ich auch -20dB anheben, aus welchem grund auch immer... ausprobieren und im zweifelsfall auch einfach weglassen, braucht ihr in eurem fall eigentlich auch ned)

    in/out ist selbsterklärend der bypass schalter

    mit slave kann man im 2. und 4. kanal die einstellungen des 1. und 3. kanals übernehmen, falls man 2 signale identisch gaten will (braucht ihr aber eigentlich auch ned)



    goatlord hats schon gesagt: für euch sind treshold und release interessant. konkrete einstellungen kann ich euch da keine sagen, einfach probieren. nur ein paar allgemeine tipps - seid vorsichtig mit dem gate (!!!)... wenn ihr damit noch nicht gearbeitet habt, würd ich euch entschieden davon abraten schon bei der aufnahme zu gaten. das gate ist ein ziemlich radikaler effekt. wenn das ding zu is, dann is nun mal zu und es kommt schon mal vor dass da ein snare-roll verschluckt wird. ihr könnt euch ja denken wie ärgerlich das is wenn der drummer den take seines lebens spielt und danach kommt ihr drauf, dass das gate an ein paar stellen nicht aufgemacht hat... wenns geht, dann macht das erst beim mixdown.
    tipp 2: damit ein gate sinn macht müssen die mikrofone gut/sinnvoll positioniert sein. speziell bei der snare is das schwierig. versucht die off-axis des mirkofon schön auf die hihat oder was auch immer am meisten übersprechen verursacht zeigen zu lassen. für die toms gilt das gleiche. schaut euch dazu vielleicht noch die richtcharakteristiken von euren mikrofonen an. wie gesagt, davon hängt es ab ob ihr eure snare überhaupt anständig gegated bekommt.


    genug gesülzt. probiert einfach rum :)
     
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