Normale Akkorde mit Verzerrung

von VillageMaster, 02.11.07.

  1. VillageMaster

    VillageMaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #1
    Ich hab eine Frage zur allgemeinen Spieltechnik. In diesem Video spielt Billy Joe "Good Riddance" auf der E-Gitarre, aber mit den normalen Akkorden (keine Powerchords):

    http://www.youtube.com/watch?v=kDa3oA-rPnA

    Und trotzdem klingt alles richtig scharf und präzise.

    Bei mir selbst klingen normale Akkorde mit Verzerrung immer sehr schwammig und undefiniert, weil ja viele Saiten mitschwingen. Dadurch geht irgendwie die Charakteristik verloren und übrig bleibt ein "Brei". Bei Powerchords hab ich das Problem natürlich nicht, da klingt alles schön klar.

    Jetzt frag ich mich, wie kann man das hinbekommen? Bei dem Song spielt man das G normalerweise so:

    |--3--
    |--3--
    |--0--
    |--0--
    |--2--
    |--3--

    Gibts da einen Trick? Werden Saiten abgedämpft? Oder kommt das vielleicht auf Verstärker/PUs an wie es dann klingt?

    Danke
     
  2. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 02.11.07   #2
    Wenn du eine gute Gitarre hast (sollte halt möglichst Bundrein sein und die oktavreinheit sollte auch gut eingestellt sein), gute Pickups drin sind (die halt nen definierten sound rüberbringen) und du nicht zu viel verzerrung am amp hast geht das wunderbar.

    Wenn du jetzt mit ner schlecht eingestellten epiphone mit den werks-pickups in nen higainamp gehst bei dem das gain auf 10 steht wird das natürlich nichts . . .
     
  3. dave_murray

    dave_murray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #3
    probiers einfach mal mit sehr wenig verzerrung, bei zuviel verzerrung klingen akkorde einfach nicht gut (ausnahme: D, A.. in meinen Ohren klingen die auch bei gain 10/10)

    pu schalter auf bridge und los gehts:great::great:

    mfg

    EDIT: Mist, zu langsam :D
     
  4. 6Red6Dragon6

    6Red6Dragon6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #4
    Kommt ganz stark auf den Verstärker, dessen Zerre bzw. das Zerrpedal und die Einstellungen an.
    Wenig Zerre, viele Mitten, ganz wenig Bässe. Wenn der Verstärker und/oder die Zerre zum Matschen neigen, kann man's natürlich verharzen, aber es kann schon helfen.
    PUs und deren Positionierung haben auch was damit zu tun, evtl. etwas weiter von den Saiten wegschrauben.
     
  5. VillageMaster

    VillageMaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #5
    Gut geraten..G-400 mit Werkpickups ;)

    Ich spiele punkige Sachen lieber mit meiner Squier Strat, aber mit den Standard PUs sind dafür viel zu grässlich (für Powerchords gehen sie grad noch). Wollte mir da eh schon einen Jeff Beck Jr. einbauen lassen.
    Bundrein? Klingt anders ;)

    Damit es halbwegs gscheit klingt muss ich den Gain schon unter 5 stellen. Und das reicht dann für ordentlich Druck beim Palm Muting nicht mehr aus.
     
  6. It's fun to lose

    It's fun to lose Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #6
    Das liegt daran, dass D und A (in der "Normalform") eine ähnliche Struktur wie die des Powerchords haben. Also von der dicksten Saite zur dünnsten: Grundton - Quinte - Oktave - und dann erst die geschlechtsgebende Terz. Deswegen hören sich diese eben auch bei "Gain 10/10" gut an. Kannste ja ausprobieren: verschiebe einfach mal D-Dur in 5. Bund...
     
  7. dave_murray

    dave_murray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.07   #7
    Amen, Bruder! :great:
     
  8. Guendola

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    Erstellt: 04.11.07   #8
    Wo genau klingt es denn schwammig? Ich glaube, du bist an dem Punkt angelangt, wo du deine Gitarre genauer stimmen mußt. Natürlich kann es auch sein, daß deine Gitarre mal eingestellt werden muß aber das ist nur die eine Seite des Problems.

    Ohne weiter ins Detail zu gehen: Mit Verzerrung hört man die Schwebungen bei unpassender Stimmung wesentlich besser als mit klarem Sound. Die Terzen und Sexten in den Akkorden müssen deswegen sehr genau stimmen, und zwar im Verhältnis zu den anderen Tönen im Akkord, nicht zur Stimmgabel.

    Also Gitarre nach der üblichen Methode stimmen, dann G-Dur spielen, nach Gehör fein stimmen. Dann E-Dur nach Gehör fein stimmen. Jetzt A-Dur. Du wirst merken, daß du nicht alle drei Akkorde perfekt hinbekommst, also muß ein Kompromiß her. Die G-Saite macht hier am meisten zu schaffen. Ein Patentrezept habe ich auch nicht, mit der Zeit hilft die Erfahrung.
     
  9. KlausP

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    Erstellt: 04.11.07   #9
    Das kann passieren wenn beim Anschlagen die Bass-Saiten überbetont werden. Also beim genannten G-Dur nicht von oben herab voll in die tiefe E reinhacken sondern den Sound überwiegend mit den hohen Saiten machen und den Anschlag so gestalten daß die tiefe E und A nur gestreichelt werden.
     
  10. VillageMaster

    VillageMaster Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.07   #10
    Also ich achte schon immer sehr darauf, dass die Gitarre gut gestimmt ist.

    Hm wie soll ich "schwammig" definieren...Wenn ich beispielsweise Powerchords spiele, merke ich recht schnell wenn die Gitarre nicht hundertprozentig gestimmt ist. Da merkt man einfach, dass es nicht scharf klingt (beim Reinhackn und Ausklingen hört man halt mehrere Töne übereinander). Dann stimme ich nach und es passt.

    Aber bei normalen Akkorden mit Gain ist das schwer. Da klingt einfach _alles_ mit und das hört man auch. Es ist wie ein Rauschen im Hintergrund, wodurch der Akkord dann untergeht.

    Klingt nicht grad einfach. Zumindest muss ich die E und A Saite beim G-Dur 1x anspielen, damit die Grundcharakteristik da ist.
     
  11. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 04.11.07   #11
    Beim G-dur reichen die hohen 3 Saiten vollkommen aus.

    Also:

    e|-3-
    a|-3-
    g|-0-
     
  12. Deltafox

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    Erstellt: 04.11.07   #12
    hängt aber wirklich auch enorm von der Gitarre ab
    hab mir vor ner weile ne gute Les Paul geleistet (alte Tokai.. 'nuff said ;)) und hab daher meine alte Aria Les Paul (die auch wirklich nicht schlecht bespielbar ist, recht brauchbar klingt und viele Epiphones die ich gespielt hab in den Schatten stellt) in meine Studentenwohnung verfrachtet...
    wenn ich übers Wochenende heimkomm und meine Tokai anstöpsel haut's mich echt jedes mal neu von den Socken, wie ich damit volle Akkorde durch HiGain Zerre spielen kann und wie präzise und differenziert die wieder aus dem Speaker rauskommen.. wirklich beeindruckend.
    Insofern kann man zwar mit Mittelklasse-Gitarren schon auch sehr gut spielen, aber es ist doch noch ein deutlich merkbarer Unterschied zu hochwertigeren Instrumenten, grade bei Bespielbarkeit und Intonation
    und in dem Fall liegt das nicht an den Pickups, also bevor jetzt jeder denkt "haa, aber ich ja EMGs!"... nein, vergesst's, die Ausgangsbasis muss vorhanden sein, die Pickups in meiner Tokai sind sehr "vintage" und "muffig" im Vergleich zu modernen Tonabnehmern, ich hatte auch befürchtet, diese tauschen zu müssen, aber das ist quatsch.. was da rauskommt ist besser als was bessere Tonabnehmer aus einer schlechteren Gitarre holen könnten. Punkt.
    Hab davor auch jahrelang mit weniger Zerre bei billigeren Gitarren experimentiert und kam auch doch zu recht annehmbaren Ergebnissen, aber jetzt kann ich wieder deutlich mehr Zerre reindrehen und hab trotzdem bessere Präzision als je zuvor

    spaßig auch.. hab gestern meinen Big Muff (den ich normal für Bass benutz) vor den clean eingestellten Amp geschalten .. und der Big Muff ist ja nun wirklich nicht für transparenten Klang bekannt.. aber selbst dadurch konnte ich Akkorde spielen, die hinten auch wieder erkennbar als Akkorde rauskamen (natürlich nicht bei Extremsettings)
     
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